Alnatura Noisette & Chocolat

Von , 19. Februar 2010, 4 Kommentare

Alnatura Noisette & Chocolat
Was auf den ersten Blick wie Kekse mit Schokoladenüberzug aussieht, schmeckt erstaunlich wenig nach Keks. Heißt auch nicht so, sondern “Alnatura Sélection Noisette & Chocolat“.  Und hinter diesem klingenden Namen verbirgt sich  ein luftig-leichtes Gebäck mit Zartbitter-Kuvertüre.

Diese sorgt nicht nur für eine aufregende Optik, sondern auch für einen runden, zartherben und doch sehr schokoladigen Geschmack. Dass man von den Teilchen mit der vollen Schoko-Dosis mit Leichtigkeit mehrere hintereinander weg knuspern kann, liegt neben ihrer Leichtigkeit an ihrer knusprigen Konsistenz. Mich erinnern sie zudem ein wenig an Schweizer Schoko Schuemli.

Fakt ist, sie schmecken Gott sei dank alles andere als nach Bio (und sie sehen auch nicht so aus). Leider allerdings auch nicht nach Haselnuss.
Einzig der Verpackung merkt man überhaupt an, dass es sich bei Alnatura um einen der ersten Vermarkter für natürliche Lebensmittel handelt. Und dieser produziert mittlerweile einerseits eine Premium-Linie namens Sélection andererseits aber auch erfolgreich Tiefkühlkost.
Es geht um mehr als um 100 % Bio, es geht auch um Fairness: für den Handel Handel und bei den Konditionen für die  Mitarbeiter. Aber das nur am Rande!

Alnatura Sélection Noisette & Chocolat

Name: Alnatura Sélection Noisette & Chocolate
Keksdealer: Alnatura, mitunter aber auch erhältlich bei DM oder Budnikowski
Packungsgröße: 100g oder 12 “Kekse”
Preis: 2,95 EUR (unverbindliche Preisempfehlung)
Zutaten: Zartbitterschokolade* 39% (Rohrzucker*, Kakaomasse*, Kakaobutter*), Rohrzucker*, Palmöl*, Haselnüsse*10%, Magermilchpulver*, Hühnereiweißpulver*4%, Weizenmehl, Kakaopulver*, Vollmilchpulver*, Kakaomasse*, Kakaobutter*, Weizenstärke*, Butterreinfett*, Butter*, Vollei*,Salz, Säuerungsmittl: Weinsäure, Vanilleextrakt*
*aus ökologischer Landwirtschaft
Bewertung (1-10): 8,0
Pro: Wirklich schokoladige, äußerst knusprige Gebäckteilchen aus, bis aufs Salz, aus ökologischer Landwirtschaft stammenden Zutaten. Prädikat Bio, Geschmack: Konfiserie. Der hohe Kakaoanteil kommt geschmacklich stark zum Tragen. So zergeht das Testobjekt  zart herb auf der Zunge, knuspert sich locker luftig, und ratz fatz bleiben von diesen edel dekorierten Makronen, denn um solche handelt es sich viel mehr als um Kekse, nichts als Krümel und vereinzelte Schokosplitter.
Contra: Der Hersteller spricht im Kleingedruckten von “Haselnusseiweißgebäck mit Kakaocremefüllung”, um Kekse handelt es sich bei genauerer Betrachtung nicht. Aber so kleinlich wollen wir nicht sein, ob nun Kleingebäck oder Kuchen, Makrone oder Schokoriegel! Nur wenn da nussig draufsteht, Haselnüsse abgebildet, erwarte ich Nuss. Gerade bei einem Bio-Produkt.

Alnatura Noisette & Chocolat

Nussig & schokoladig seien sie

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Shokomonk Weisse Schokolade mit Cookies

Von , 15. Februar 2010, 8 Kommentare

Shokomonk Weisse Schokolade mit Cookies

Dass Schokolade und Keks eine tolle Kombination sind, darüber braucht wohl nicht weiter verhandelt zu werden. Dass allerdings weiße Schokolade durchaus eine Existenzberechtigung hat, dafür bedurfte es für mich noch einige Überzeugungsarbeit. Denn so wirklich konnte ich dieser Schokladenvariante nie so wirklich abgewinnen.

Schokoladig gesehen sah es bei mir nämlich folgendermaßen aus:

  • Dunkle Schokolade ist in meinen Augen zu Unrecht gehypt, denn mir ist sie weder ausreichend cremig, sogar bis auf ganz wenige Ausnahmen zu trocken. Dazu meist teuer und einfach nicht meinem Schokoladen-Ideal entsprechend.
  • Vollmilchschokolade nämlich ist meines: auf der Zunge zergehend, mit Spuren von Nugat und gerne auch mit krispigen Anteilen – mag sein, dass Schweizer Schokolade an der Entwicklung dieser Vorliebe nicht ganz unschuldig ist.
  • Weiße Schokolade hingegen war mich bis dato immer hauptsächlich süß und irgendwie mehr und vor allem sehr künstlich vanillig als schokoladig dahergekommen.

Bis, ja, bis die Schokomönche schokoriegelweise in mein Leben traten. Gerne hätte ich nun dieses “Hoch” auf die weiße Schokolade mit der Teilnahme am aktuellen Blog-Event verknüpft:

Blog-Event-LIII: Weiß wie der Schnee (Einsendeschluss 15. Februar 2010)

Aber leider hab ich es mal wieder nicht geschafft, rechtzeitig Rezept und Zutaten zusammenzutragen. So bleibt es bei einem Test der kekslastigen weißen Schokoriegel aus Bonn.
Vielleicht noch vorneweg, bei shokomonk gibt es Schokoriegel in allen Farben, auchBio-Sorten sind im Repertoire, aber als geschmacklich herausragend empfand ich die weißen. Das mag in der Tatsache begründet liegen, dass die beiden Firmeninhaber ausdrücklich ein ausgesprochenes Faible für weiße Schokolade haben!

Weisse Schokoladenriegel von Shokomonk

Darum gibt es die weißen Riegel bei Weitem nicht nur mit Cookies, sondern auch mit Pistazien (empfehlenswert), mit Baubeeren (lecker), mit grünem Apfel, mit Himbeere, Kirsche, Kokos, Lakritze (würde ich gerne noch probieren) oder Mohn (einen Versuch wert?), und dank Dirk Bach neuerdings auch à la Bananasplit (meine erste Begegnung) und Curry-Ananas (noch nicht dran gewagt)!

Nicht nur also, aber eben auch mit Cookies!  Und diesem Fakt verdanken sie meine Aufmerksamkeit und den Weg in dieses Blog:

Shokomonk Weisse Schokolade mit Cookies

Lecker, ein überanspruchtes Wort, ich weiß wohl, aber lecker fand ich diesen 50g-Riegel, der nicht an Keksen geizt, wie Geiz überhaupt dem Ansatz der Schokomönche zu widersprechen scheint. Die Riegel sind massiv an Gestalt, intensiv an Geschmack und reich an der jeweils namensgebenden Zutat. In diesem Falle Cookies, bzw. Kekskrümel.

Diese sind, wohl für den optischen Kontrast, dunkel gehalten, es ist jedoch nicht so, dass man eine deutliche Kakaonote schmecken würde. Sie sorgen eher für die krispige Beschaffenheit, und für eine insgesamt ausgewogenen Süße. Die weiße Schokolade schmeckt vanillig, das aber angenehm, ist großzügig vorhanden und griffig.

Name: Shokomonk Weisse Schokolade mit Cookies
Keksdealer: Shokomonk.de
Packungsgröße: Riegel à 50g
Preis: online 1,49 EUR zzgl. Versandkosten, im Laden ab 1,80 EUR
Zutaten: Weiße Schokolade mit kakaohaltigen Mürbegebäckstückchen (15%), Zutaten: Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver (19%), Mürbegebäckstückchen ( Weizenmehl, Zucker, Palmöl, entöltes Kakaopulver, Backtriebmittel (e500,e501, e503), Salz) (15%), Magermilchpulver (2,5%), Emulgator, Soja-Lecitine, Aroma: Bourbon-Vanille.
Kann Spuren von Nüssen enthalten. Enthält Gluten.
Bewertung (1-10): 7,5
Pro / Contra: Als Schokoriegel eine äußerst gute Wahl, können sie den wahren Keksliebhaber nicht ganz zufrieden stellen. Zu gering ist der schmeckbare Keksanteil. Als positiv ist zu vermerken sind aber die Ausgewogenheit der Geschmacksanteile, der hohe Keksanteil, die Originalität, der Einsatz für weiße Shcokolade und nicht zuletzt das taschenkonforme Format: Schokolade to go im besten Sinne und das als gelungene “Weisse Schokolade-Keks-Kombination” ( So viele gibt es da gar nicht, oder?)!

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Finally: Oreo Cookie Cheesecake

Von , 12. Februar 2010, 24 Kommentare

Ein Stück Oreo-Cheesecake

Lange ersehnt – endlich gebacken. Denn wenn einer ein Jahr älter wird, der Käsekuchen und Oreo Kekse liebt, gibt es genau einen  Kuchen, der ihn noch ein kleines bißchen glücklicher macht als ein normaler Käsekuchen: der Oreo Cookie Cheesecake!

In Zeiten des Internets habe ich also Foodblogs statt Backbücher gewälzt und mich schließlich für den Rezeptvorschlag von Kochfieber entschieden. Der klang machbar, ausreichend Käsekuchen-lastig und trotzdem mit einer ansehnlichen Anzahl Oreo-Keksen versehen.

Für eine kleine Form (20cm) habe ich:

  • 15 Oreo Kekse samt Füllung zerkrümelt und mit
  • 30g geschmolzener Butter vermengt zu einem Boden zusammen gedrückt

Für die Füllung mussten:

  • 500g Quark
  • 250g Frischkäse
  • 2 Päckchen Vanillezucker (da bin ich immer großzügig)
  • 80g Mehl
  • 2 Eier
  • geriebene Schale einer Bio-Orange (kommt geschmacklich und optisch super)
  • 50g Zucker

dran glauben und wurden mit dem Mixer zu einer lockeren Masse geschlagen.

Dann ging alles ganz schnell: Die restlichen Oreos wurden horizontal geteilt (quer durch die Creme!) und am Rand aufgestellt, und zwar möglichst dicht. ( Zwei fielen dabei um und mussten noch vor Ort und Stelle vernichtet werden.) Die restlichen erhielten durch die Quark-Masse Rückendeckung, denn diese wurde großzügig auf dem Krümel-Boden verteilt.

Schon hier zeigte sich ein optischer Vorteil zum klassischen Käsekuchen: der Schwarz-Weiß-Kontrast! Außerdem sind die dunklen Oreo-Kekse erstaunlich wenig süß, dafür ein wenig herb und passen so toll zur frischen Quark-Creme.

Das Finish: Alle noch übrigen halbierten, geviertelten oder ganzen Oreo Kekse dekorativ auf der Quark-Masse verteilt und ab ging es  in den 150 Grad heißen Ofen, und das für 50 Minuten.

Oreo Cheesecake

Für die, die sich das Backen noch nicht zutrauen, hier gibt es hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, allerdings in englischer Sprache. Und auf flickr finden sich jede Menge inspirierender Oreo Cheesecake Fotos…

Die Bilanz: Da ich prinzipiell keinen Käsekuchen mag, schweige ich über das Geschmacks-Ergebnis. Aber der, den es glücklich machen sollte, mampfte genüsslich.
Von der Zubereitung her, war er einfacher als gedacht. Und die Optik lässt sich leicht variieren. Ein Rezept also mit Prädikat “dankbar”!

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Im Test: Wiener Keksdesign

Von , 8. Februar 2010, 10 Kommentare

Schäfchen-Kekse zur Guten Nacht

Nach Frankreich wagt sich nun auch Österreich. Und zwar nicht irgendein Österreicher, nein, Österreichs erste und einzige Kekswerkstatt gibt sich die Ehre und schickte ein dick gepolstertes Päckchen, in dem alle Kekse unzerbrochen in der Kekstesterei ankamen!

Eingereicht wurden Mürbeteigplätzchen in unterschiedlichen Formen, Dosen und Farben.  Denn Die Kekswerkstatt macht aus Keksen Lifestyle-Produkte und Geschenkartikel. Wer hier Kekse kauft, möchte sie verschenken. Darum gibt es die “Kekserl” auch speziell geformt zu allen Anlässen von Geburt über Geburtstag, Valentinstag, Halloween, Ostern und Weihnachten und selbstverständlich auf Wunsch auch mit individuellem Firmenlogo.

In der Kekswerkstatt entstehen Kekse, die handgebacken und liebevoll verziert ihre Botschaften in die Welt tragen: 20 dag Reiselust etwa, 20 dag Mode oder etwa 20 dag Tu Dir Gutes. Die 20 dag stehen immer für ebenso sorgfältig wie liebevoll zubereitete Kekse in sorgfältig ausgetüftelten Design. Hier ist eine Keksbäckerin aus Leidenschaft mit Sinn für Ästhetik am Werk!

Nur gut übrigens, dass die österreichischen Maßangaben “dag” viel leichter umzurechnen sind, wie die amerikanischen “cups”: 1 dag ≙ 10 Gramm, 20 dag ≙ 200 Gramm, etc.

Glücksschweinchen aus der Kekswerkstatt

Renate Gruber, ihre Schöpferin, schrieb mir:

“Wichtig ist mir dabei, dass ausschließlich Zutaten in den Teig kommen, die ich vertreten kann. Butter aus der Wiener Umgebung (und nicht aus Tirol oder der EU mit langem Transportweg) und Eier ausschließlich Bio und Freiland. Ich backe nur auf Bestellung, um erstens immer frische Kekse zu haben, aber andererseits auch, um keinen Überschuss zu produzieren, den ich dann wegwerfen muss wenn was überbleibt. Nachhaltigkeit und Spaß an der Sache ist mein Motto für die Kekswerkstatt.”

Denn ebenso viel Wert wie auf die Qualität der Zutaten legt Frau Gruber, von Hause aus Graphikdesignerin, auf das Design der einzelnen Kekse und der Keksdosen.
“20 dag Herzklopfen”, zum Beispiel, sind liebevollst rot, weiß und rosarot betupfte Herz-Kekserl  in einer edlen Etuidose arrangiert, die sich jederzeit zweckentfremden oder weiterverwerten lässt – der nächste Valentinstag kommt bestimmt:

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Und während mein Liebster hin und weg von den “ganz einfachen” Mürbeteigplätzchen ist, sind die Zuckerguss-Herzen nicht nur Frau Grubers heimliche Favoriten. Ich glaube, jedes romantische Herz lässt sich hiermit aus dem Stand weg verzaubern.
Meine persönlichen Lieblinge aber sind die Traumschäfchen, die, so winzig klein (~1,5cm Länge) sie auch sind, mich mit ihrer Standfestigkeit beim Fotoshooting überrascht haben!

Übrigens sind sie alle online zu erwerben und werden auch nach Deutschland und in die Schweiz versendet!

Name: Süße Träume / 20 dag Glück / 20 dag Herzklopfen ( in der hier erschienen Reihenfolge)
Keksdealer: Kekswerkstatt, für Wiener auch zur Selbstabholung: Ringstraßen-Galerien, Top 67, 1010 Wien
Preis: 12 EUR / 20dag bei schlichten Mürbeteigplätzchen; die glasierten Herzklopfen kosten 25 EUR; jeweils mit Dose
Zutaten: 300g gesiebtes Weizenmehl,  200g Butter, 100g Puderzucker, 1 Eigelb, 1 Päckchen Vanillezucker
Bewertung (1-10): 8,5
Pro / Contra: Diese Kekse sind wahrlich schwierig zu bewerten, da ihr Wert nicht allein in ihrer Eigenschaft als Kekse zu bemessen ist. Als Kekse an sich, sind es geschmacklich sehr gute, selbst gebackene und nicht industriell gefertigte Mürbeteigplätzchen aus natürlichen Zutaten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Weder würde das allein aber ihren Preis rechtfertigen noch Frau Gruber oder mich zufriedenstellen.
Außergewöhnlich werden sie erst durch das gelungen Zusammenspiel von Keks, Design und Vermarktung. Und als Gesamtkunstwerk, als Geschenkidee und Designobjekt, überzeugen sie!

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Sa(b)lés de Michel et Augustin

Von , 5. Februar 2010, 1 Kommentar

Petits sa(b)lés de Michel Et Augustin
Erstmalig: Ausländer in “da House” – Pariser Kekse stellen sich dem KeksTest! Mit Michel et Augustin wagen sich zwei französische Keksbäcker in den Ring um die KeksKrone 2010!

Ihr Trumpf? Feinste Sablés, alias französische Butterplättzchen, einmal in süßer und einmal in salziger Version. Die Salzigen gibt es mit Thymian und Rosa Pfeffer, die Süßen wurden mit Orangenblüten verfeinert.

Aber was sind eigentlich Sablés? Und wer sind Michel und Augustin?
Sablés, um mit der einfachen Frage zu beginnen, sind die klassischen französischen Plätzchen. In der Urform schmecken sie umwerfend buttrig, vanillig und zart, aus Butter, Zucker, Mehl, Vanille und einem Hauch Salz gebacken. Und es gibt viele Überzeugte, die sie nur in dieser Form akzeptieren!
Nichtsdestotrotz gibt es sie auch in allen nur erdenkliche Variationen. Mit Schokoladestückchen, Nüssen, Mandeln, kandierten Früchten, Schalenabrieb von Zitrusfrüchten etc. pepe. Und es gibt sie eben auch in herzhaften Varianten. Dann sind sie genauso zart, schmecken aber besser zum Bier oder Wein, als zum Kaffee oder Tee. Oder zur “trinkbaren Kuh“, wie Michel et Augustin ihre Trinkjoghurts betiteln.

Petits Salés ronds au thym et aux baies roses

Humor ist eine ihrer Stärken. Eine andere ihre Lust auf der Beziehung zu ihren Konsumenten. In der Kombination führt das dazu, dass Verpackungsdesign und Marketing insgesamt erfrischend ideenreich daherkommen, und, was im Kekskontext ja wirklich selten ist, nicht nur knallig bunt, sondern voller Fotos, echten und erfundene Geschichten, Mailadressen und Comics sind. Dass sogar ein Blog geführt wird, es eine Facebook-Gruppe gibt, ja sogar einen aktiven Twitter-Account. Und lustige Videos, eines sogar mit Bill Gates.
So werden ihre leckeren Produkte zu Liebhaber-Artikeln, die Spaß machen, zu wunderbaren Geschenken, denn natürlich sind die Kekse mit Liebe und vor allem nach einfachen Rezepten gebacken, deren genaue Zutatenliste (alles frisch und ohne Konservierungsstoffe) man übrigens auch direkt auf der Packung findet.

Die schlechte Nachricht: c’est tout en français! Alles nur auf französisch!

Petits Sablés fleur d'oranger

Name: “Petits sablés ronds et bons, fleur d’oranger” und “Petits salés ronds et bons au thym et aux baies roses”
Preis: 1,95 EUR / 120g / 25 Stück
Keksdealer: Michel et Augustin, in Deutschland im ausgewählten Feinkosthandel erhältlich, z.B. im KaDeWe oder den Galerie Lafayette
Zutaten: Für 6 “Petits sablés ronds et bons, fleur d’oranger” braucht man z.B. 2 Suppenlöffel Weizenmehl, 1 walnussgroßes Stück frische Butter, 1Esslöffel Rohrzucker, 1 Tropfen Eigelb und 1 Tropfen Ei, 1 Tropfen natürliches Orangenblütenaroma (0,4%), 1 Prise Fleur de Sel (Guérande) .
Bei den Herzhaften finden sich übrigens ganze Rosa Pfefferkörner im Teig, die sowohl sichtbar als auch schmeckbar, und sich fein mit dem Thymian ergänzen.
Bewertung (1-10): 9,5
Pro: Top im Geschmack (wirklich nahe dran am selbst gebacken), top in der Konsistenz, natürliche Zutaten, 1A Verpackung, sympathisches humorvolles Konzept, frische Ideen, französischer Charme. In der Folge: Viel Lust auf mehr!
Contra: Ganz klar, dass ich nicht weiß,  wie ich ad hoc nicht-französisch-sprechenden Freunden den Charme der Michel-et-Augustin-Ideen beibringe.

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ISM 2010 revisited

Von , 2. Februar 2010, 4 Kommentare

Too much sweets will kill you

Gestern war der süßeste Tag des Jahres. Meiner jedenfalls, denn ich war von morgens bis abends auf der ISM unterwegs.  Ich habe viel gesehen, gegrübelt, gestaunt und gelernt. Zum Beispiel,

  • dass Süßigkeiten heute nicht nur zucker- und glutenfrei, sondern mindestens auch nussfrei, transfettfrei und am besten sowieso gesund sein sollten.
  • Dass aus Hong-Kong federleichte Frühlingszwiebel-Cracker kommen, die so intensiv schmecken, dass ich mir eine Packung Frischkäse herbeigewünscht hätte.
  • Dass Pepperidge Farm-Cookies am besten nach einem 20-30sekündigen Aufenthalt in der Mikrowelle schmecken.
  • Dass Süßwaren häufig aus generationenübergreifenden Familienunternehmen stammen.
  • Dass eine dänische Firma Popcorn Riegel produziert, die, obwohl mit Karamell zusammengeklebt, nicht zu süß schmecken.
  • Dass es bald auch in Deutschland solch unendlich süßen, in kreischend bunten Zuckerfarben dekorierten Cookie-Varianten gibt, die bisher nur Amerikanern vorenthalten waren.
  • Oder, dass Dirk Bach ein Faible für die Kombination Schokolade/ Curry Ananas hat.

Cookies, Kekse, Feingebäck - in Überlebensgröße

Es gab zwar viele, viele Kekse zum Probieren, aber leider muss ich sagen, dass enttäuschenderweise die Kekse nicht das Beste dieser ISM waren!  Denn diese tauchten allzu häufig in Form massenproduzierter Kaffeekekse auf, wie man Sie in jedem Café, in jedem Meeting  als Zugabe zum favorisierten Heißgetränk  bekommt. Originell ist anders. Leider bin auch kein explizieter Fan von Waffelgebäck, denn auch davon gab es jede Menge. Ich mag Waffeln, wenn, dann frisch gebacken, mit Obst oder Eis oder Apfelmus.

Meine persönlichen Highlights der diesjährigen Süßwarenmesse sind daher buntgemischt, soll mir ja keiner nachsagen, ich schaute nicht rechts noch links:

  1. Schokoladige Patronenhülsen Schokoladige Patronenhülsen – als edel-aromatische Eyecatcher nicht nur originell sondern auch jedes Bondfilms würdig. Ich ließ mir Apple-Tatin auf der Zunge explodieren bzw. zergehen, aber ich bin mir sicher, auch Tequila 007 und Caramel Sea Salt schmecken.
  2. Power Breakfast Cookies American-Style Cookies, produziert in Großbritannien, verkostet in Deutschland: Urteil gut. Und zwar insbesondere der Granola bzw. Power Breakfast Cookie à 55g!
    (Kekse zum Frühstück? Das nenne ich mal eine gute Idee!)
  3. Chocolate Frites Keine optische Täuschung sind diese Schokoladen-Pommes mit Mayo! Die Idee mag schon älter sein, ich bin ihr hier zum ersten Mal verfallen! Mit Ketchup kann ich sie mir zwar nicht vorstellen, diese Pommes. Umso besser allerdings aus Keksteig. Der passt doch von der Konsistenz her noch viel besser!
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Grapefruit Sandwich Cookies!

Von , 29. Januar 2010, 9 Kommentare

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Schöne Schuhe, leckere Kekse und der Tag ist dein Freund. Wenn die Schuhe dann noch petrolfarben und die Kekse erfolgreich zartbitter die Grapefruit zelebrieren, dann kann sich draußen der Schneematsch türmen, dann geht es mir gut.

Solch ein Tag wollte der heutige Tag werden und kredenzte mir beim frühmorgendlichen Einkauf ein paar unwiderstehliche Pumps. Und dann lauerte da ja noch die Herausforderung der erstmaligen Teilnahme an einem FoodBlogger-Event, für die ich mir das Grapefruit-Koch-Event des Gärtner-Blogs auserkoren hatte:

Garten-Koch-Event

Als ich das erste Mal davon las, gluckste mein Magen selig: Grapefruit, wie wundervoll! Wie ich sie liebe, diese frische Bitternis, diese herbe Herausforderung, diese fruchtfleischigen Wachmacher auch nach durchzechter Nacht!
Erst dann kamen die Zweifel: Grapefruit, was in Gottes Namen kocht oder bäckt man mit Grapefruit?! Mir fiel nichts ein. Nichts! Ein Gericht mit Grapefruit war mir bis dato nicht untergekommen. Sicher, man könnte einen Salat mit Grapefruit-Filets bereichern, aber erstens genügte mir das nicht und zweitens wollte ich wenn schon, denn schon Kekse einreichen!

Die Rettung brachte mir eine Koryphäe der amerikanischen Küche, Martha Stewart, mit ihren, gegenüber meinen Nussstängeli doch schon deutlich raffinierteren, Pink Grapefruit Sandwich Cookies:

P1251772

Die klangen überzeugend, wenn auch alles andere als simpel. Im Gegenteil, das klang nach Aufwand und es traf sich äußerst gut, dass just vorgestern erst ein Mixer in unseren Haushalt Einzug gehalten hatte. Den würde ich brauchen. Und frisch ans Werkt gemacht, sah die Küche bald alles andere als jungfräulich aus, aber der Reihe nach:

Zuerst galt es den Teig zuzubereiten, und zwar aus (ja, ich habe das Rezept nach meinem Geschmack abgewandelt, die amerikanischen Vorgaben ungefähr nur übersetzt und nach meiner Intuition auch verändert, beispielsweise weniger Zucker genommen):

  • Geriebener Schale einer unbehandelten Grapefruit Ruby Red und gut 100ml Saft
  • 100g Zucker
  • 250g Weißmehl
  • 1TL Backpulver
  • 0,5TL Salz
  • 125g Margarine
  • 2 Eigelb

Eigelb, Schalenabrieb, Salz, Zucker und Butter habe ich schaumig gerührt und dabei den Mixer eingeweiht. Dann habe ich Mehl und Backpulver untergerührt, den Teig zu einer Kugel zusammengeknetet und zum Kühlen, für eine halbe Stunde etwa, auf den Balkon verfrachtet.

Derweil ging es an die Füllung. Dass hierfür nochmal Butter benötigt werden würde, hatte ich ungeschickterweise übersehen. Da ich aber zwischenzeitlich auch diese Variation mit Ingwer entdeckt hatte, der auch nicht vorhanden war, lohnte sich der kurze Einkaufsausflug wenigstens. Jedenfalls freut sich die Füllung über:

  • 125g Butter
  • 125g Puderzucker (Achtung das Original-Rezept spricht von deutlich mehr)
  • 1TL Honig
  • 3El Grapefruitsaft (das Original spricht von 3 TL, das war mir zu wenig)
  • 1TL Ingwer (nächstes Mal nehme ich mehr, den schmeckt man kaum raus)

Alle Zutaten bis auf den Honig und den Saft werden schaumig geschlagen, dann der Honig und nach und nach der Saft untergemixt. (Ruhig kräftig mixen, da sich der Saft nicht freiwillig mit der Butter vermengt.)  Danach sollte man unbedingt probieren, ob Süße und Grapefruitgeschmack ausreichen und kühl stellen.
Jetzt ist die Zeit gekommen, sich ein wenig Vorfreude zu gönnen, die passende Ausstechform auszuwählen und sich zu überlegen, was man mit den fertigen Keksen alles anstellen könnte, einen vorzeitigen Valentinsgruß etwa?…

Vierblättriger keksiger Valentinsgruß (mit Zitrusnote)

Erwähnte ich bereits, dass die Kekse nicht ganz unkompliziert sind? Beim Auswellen und Ausstechen der Kekse bin ich zumindest kurz ins Zweifeln gekommen, ob ich mit diesem Rezept die richtige Wahl getroffen hatte. Der Teig war sehr feucht und klebte entsprechend nicht nur an den Ausstechformen. (Ich hatte zuerst Palmen im Sinn, diese erwiesen sich aber als eindeutig zu filigran für die Konsistenz des Teigs).
Dünn sollte man ihn auswellen – leichter gesagt als getan. Ich entschied mich für die Zuhilfenahme jeder Menge Mehl, einer einfachen runden, nicht zu großen Form und portionsweises Vorgehen. Der Plan ging auf und mit viel Geduld füllte sich das erste Blech, das sogleich für 20 Minuten in den 180°Grad heißen Ofen wanderte. Nahtlos folgte ein zweites, und beim Dritten wagte ich dann, Herzen auszustechen.

Die fertigen Kekslein sollten blass bleiben und nur am Rand leicht golden anbräunen. Hernach müssen sie abkühlen bevor man sie zu Paaren zusammenfügt und mittels reichlich Creme zusammenklebt. Die Creme reichte bei mir gut für alle, da also nicht zu sparsam sein, das würde man später nur bereuen :-)

Und ja, jetzt sind sie fertig, jetzt darf angebissen werden. Und lecker sind die! Auch wenn ich zugeben muss, dass man um die Grapefruit wissen muss, um sie eindeutig zu identifizieren.  Die Plätzchen schmecken aber deutlich nach Zitrusfrucht, säuerlich herb und angenehm erfrischend. Einen tollen Kontrast bieten die zitruscremige Füllung mit den mürben, zarten Plätzchen.

Übrigens: Alle Überlebenden Cookies  sollte man unbedingt luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahren und auch das nur wenige Tage. Durch die Buttercreme ist die Haltbarkeit deutlich begrenzt.

Red-Grapefruit-Cookies in Herzform

Name: Pink Grapefruit Sandwich Cookies
Preis: vernachlässigbar
Zutaten: Mehl, Zucker, Butter, Puderzucker, Grapefruit, Ingwer
Bewertung (1-10): 9,5
Pro: Dank toller Inspiration durch das Gärtnerblog und professioneller  guter Rezeptvorlagen gelangen diese raffinierten Kekse zu den besten, die ich bisher gebacken habe.
Contra: Einzig, dass die Grapefruit nicht eindeutig zu identifizieren war, bzw. ihr Geschmack nicht dominant genug. Dass die Zubereitung nicht kinderleicht war, möchte und kann ich ihnen schlecht zum Vorwurf machen.

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Nussstängeli sind toll

Von , 26. Januar 2010, 3 Kommentare

Nussstängeli-Türmli

Falls Sie es noch nicht wussten, Nussstängeli sind toll. Punkt aus. Und sollte tatsächlich  jemand zu zweifeln wagen, ziehe ich spontan folgende schlagkräftigen Argumente aus der Schürzentasche:

  1. Schweizer Nusstängeli sind trotz der vielen Nüsse keine Weihnachtsplätzchen, sondern Ganzjahreskekse!
  2. Nussstängeli dienen ob der vielen Nüsse als ideales Nervenfutter.
  3. Nussstängeli beruhen auf einem wundervoll einfachen Rezept, dass sich zudem auf die anwesenden Cerealien anpassen lässt.
  4. Sie passen perfekt zu aromatischem Tee, Cappuccino und heißer Schokolade, ebenso aber auch zum Bier. (Pur genießen geht natürlich auch.)
  5. Kross wie sie sind, eignen sie sich hervorragend zum Tunken.
  6. Es sind so ziemlich die uneitelsten Plätzchen, die ich kenne. Alles andere als platt kommen die robusten, quaderförmige Barren sehr gut ohne irgendwelchen Schnickschnack aus, einzig ein wenig Eigelb bringt ihre Oberseite zum Glänzen.
  7. Migros-Goodie für Schweizer Ohren und zorra!

Nussstängeli mit Sternli

Ok, zugegeben, auch Nusstängeli haben Nachteile. Eingefallen sind mir diese drei:

  1. Es umgibt sie die unwiderstehliche “Nehm-ich-eines-muss-ich-alle-vernaschen-Aura”.
  2. Wegen der massiven Nussnote würde ich sie im Hochsommer nicht gegen Eis antreten lassen.
  3. Um in den vollen Genuss ihres Aromas zu kommen, muss man sie mindestens eine Woche in einer Keksdose ruhen lassen. – Nur gut, dass ich dieses Mal zum Verschenken gebacken hatte, und dass zumindest meine Version auch frisch aus dem Ofen genießbar war!

Als ich letzthin nämlich vor der Frage stand, welche Kekse ich für mein Lieblingspraxisteam backe, erinnerte ich mich dieser nicht zu süßen Knabberstängelchen und machte mich sogleich auf die Suche nach einem Rezept. Fündig wurde ich bei swissmilk, deren Nussstängeli-Rezept mich optisch und inhaltlich gleichermaßen zu überzeugen wusste.
Angepasst auf die bei mir vorhandenen Zugaben ergab sich folgender Weg zum nussigen Erfolg (die Originalzutaten in Klammer):

  • 75g weiche Butter und 50g Margarine (125g weiche Butter)
  • 80g Zucker und ein Päckchen (125g Zucker)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 100g Mehl (175g Mehl)
  • je 100g gemahlene Haselnüsse und Mandeln (125g gemahlene Haselnüsse)
  • 1 Eigelb mit 1 TL Milch und 1 EL kalter Kaffee (1-2 Eigelb, mit 1 TL Milch verdünnt)

1. Schritt: Butter mit Zucker, Salz und Eiern schaumig schlagen. Haselnüsse, Mandeln und Mehl zugeben und rasch zu einem Teig zusammenrühren. Diesen in Folie gewickelt, etwa 1 Stunde auf dem eisigen Balkon deponieren (Das Original verlangte nach dem Kühlschrank).

2. Schritt: Teig auf wenig Mehl 7 mm dick auswellen (nächstes Mal nehme ich mindestens 1 cm, auf dass die Stängeli nachher auch wirklich eine quadratische Schnittfläche haben), in Stängeli von 5 x 1,5 cm schneiden, auf das mit Backpapier belegte Blech legen. Dann mit der Eigelb-Kaffeelösung bestreichen.

3. Schritt: In der Mitte des auf 200 °C vorgeheizten Ofens 8-10 Minuten backen. Unbedingt aufpassen, dass sie nicht zu lange backen und dadurch austrocknen!

PS: Erwähnte ich bereits, dass ich gute 3-Schritt-Rezepte zutiefst verehre und eifrigst sammle?

Nussstängeli mit Sternli (in line)

Da ich sie zum Verschenken gebacken hatte, verzierte ich die etwas zu platt geratenen Stängeli mit Sternchen aus weißer Schokolade und den restlichen gemahlenen Mandeln. Es sollte zu ihrem Schaden nicht sein.

Name: Nussstängeli, zuweilen auch Schweizer oder gar Appenzeller Nussstängeli
Preis: vernachlässigbar
Bewertung (1-10): 9
Pro: Was bleibt mir, als für die gute Rezeptvorlage zu danken und die Empfänger vielleicht wenigstens anonym zu zitieren: “…und die Kekse……….hmmmmmmmmmmmmm… danke :-) !!”
Contra: Etwas zu platt und entgegen dem oben noch hochgelobten puristischen Diktat dekoriert :-)

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Olivenölkekse von Gustini

Von , 20. Januar 2010, 2 Kommentare

Deseo Biscotti all'Olio Extravergine, Cacao e Pistacchi di Bronte

Stand da doch tatsächlich eine Packung Toskanischer Olivenölkekse vor mir auf dem Tisch. Nur gut, dass die Verpackung so hübsch und die Pistazien darauf so verführerisch blinzelten, dass mir auf den ersten Blick die namensgebende Zutat Olivenöl glatt entgangen war. Denn sonst hätte es das Päckchen Kekse nie auf meinen Tisch geschafft. Wo ich doch Jahre benötigt hatte, um Olivenöl auch nur in meiner Salatsoße zu dulden.

Die Verpackung versprach einiges, doch als ich das schillernden grünen Siegel ausreichend verletzt hatte, um den Deckel zu öffnen, fanden sich darin natürlich nicht sofort die Kekse.

Toskanische Olivenölkekse mit Kakao und PistazienNein, es galt eine weitere Verpackung zu öffnen, aromadicht versteht sich. Kaum war diese auch nur minimal angerissen, entströmte ihr ein reichhaltiger, dichter Schokoladenduft. Dieser eine, den ich von den dickflüssigen italienischen Trinkschokoladen kenne:
schokoladig-herb!
Der erste Blick in das Tütchen barg zwar Enttäuschung: so klein hatte ich mir die Kekse nicht vorgestellt (zum Größenvergleich siehe die Tulpenblüte oben auf dem Bild). Trotzdem habe ich natürlich zugegriffen – Gott sei Dank! Und dabei festgestellt, dass die Kekse nicht nur kleiner als gedacht, sondern auch extrem leicht sind.
Denn sie sind unsagbar mürbe, geradezu kross gebacken, ideal also zum Tunken in cremigen Cappuccino. Und der Duft bewahrheitet sich in zweierlei Hinsicht: sie sehen nicht nur gut, fast wie selbst gebacken aus, sie schmecken auch intensivst nach guter, nicht zu süßer Schokolade.

Nahaufnahme mit PistazienDie Pistazien allerdings sehen zwar auch an den tatsächlichen Keksen gut aus, man schmeckt sie aber nur bei höchster Konzentration. Und so bleibt mein diesmaliger Keksgenuß  zwiespältig aber lehrreich:

1) Man kann mit Olivenöl (und Kräutern bzw. Wein) auch leckerst süß backen!

2) Das hat natürlich mediterrane Tradition, nicht nur in Italien, auch in Griechenland!

3) Die Optik der Kekse – dunkler Schokoladenkeks kombiniert mit reichlich Pistazienkernen – stimmt für mich nicht ganz mit dem Geschmack überein, aber der Reihe nach:

Name: Deseo Olivenölkekse mit Kakao und Pistazien / Deseo Biscotti all’Olio Extravergine, Cacao e Pistacchi di Bronte
KeksdealerGustini – köstlich italienisch
Preis: 8,95 EUR

Packungsgröße: 160 g (1 Keks hat etwa 15 Gramm)
Zutaten: Weizenmehl,Zucker, Natives Olivenöl Extra 14 %, Pistazienkerne aus Bronte 7 %, Kakaopulver 5 %, Meersalz, Backtriebmittel (Ammoniumbikarbonat)
Bewertung (1-10):  9
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die elegante Verpackung mit dem pistazienfarbenen Glanzlacksiegel! Einen weiteren für das Olivenöl – das hat meinen Horzont erweitert und mich als Butteralternative überzeugt. Schmecken tut man es allerdings nicht. Außerdem eröffnen diese Kekse ganz ohne tierische Inhaltsstoffe (keine Milch, keine Eier, keine Butter)  Allergikern neue Möglichkeiten. Auch die Konsistenz der Kekse hat ebenso überzeugt wie der Duft.  Toll ist der tiefschokoladige Geschmack, obwohl laut Zutatenliste gar mehr Pistazien als Kakao enthalten sein sollen.
Contra: Eindeutig fehlte mir geschmacklich der Pistazienanteil.

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WunschKeks im KeksTest

Von , 18. Januar 2010, 2 Kommentare

Glückskeks oder Wunschkeks?

Im Keks-Universum geht der Trend 2010  eindeutig Richtung Glückskeks. Und wen wundert es – Glück und Süße machen gerade in diesem, bereits im Januar durch Finanzlöcher und andauernden Schneefall schwer geschüttelten, Neuen Jahr so einiges leichter erträglich!

Dabei ist die Herkunft der  Glückskekse bislang nicht endgültig geklärt. Sicher ist nur, dass es sich entgegen aller romantischen Vermutungen nicht um eine überlieferte Tradition aus dem alten China, sondern vielmehr um eine Marketing-Idee aus den USA handelt. Vor etwa 100 Jahren kamen findige Manager auf die Idee, ihre Werbebotschaften massenhaft – und erfolgreich –  in süße Kekse zu verpackt unters Volk zu bringen. Der Film “The Fortune Cookie” von Billy Wilder (1966) erzählt dann auch die Geschichte eines Glückspilzes, jemandem, “dem viel Glück beschieden ist”.

Beim Sturmkind lässt sich gerade eine handgenähte Version der Glückskekse gewinnen – nicht essbar dafür unbegrenzt haltbar! Ich weiß nicht, wie sie einzeln wirken, aber so ein bunt gemischter Korb voll, macht durchaus einiges her.

Die “individuellen Kekse” von Sweet & Lucky versprechen Erfolg – biozertifiziert und mit Mehl aus  der familieneigenen Getreidemühle, der HECK-Mühle! Allerdings sind die Kekse nur in Stückzahlen ab 250 zu bestellen und eignen sich daher eher für Unternehmen als für Einzelpersonen.

In unseren KeksTest haben es letztendlich aber die Wunschkekse von Kai und Alexander geschafft.

Wunschkeks im Kekstest

Das rheinische Startup bietet personalisierbare Glückskekse im Online-Versand. Mit wenigen Klicks lassen sich auf wunschkeks.de Botschaften in Kekse verpacken. Bunt und verspielt macht die Website Lust, die Texte in kursiv gestelltem Pink oder neongrünem Fettdruck zu verfassen,  statt schnödem schwarz auf weiß.

Wunschkeks mit Profil

Und wie man sieht, überzeugt dabei auch der Versand: schlicht, aber pragmatisch gut. Die Kekse lassen sich kennzeichnen, so dass man, auch wenn man wie ich 5 Kekse auf einmal bestellt, weiß, welcher die Liebeserklärung und welcher die Gratulation enthält!
Schön, dass die beiden Macher auch in ihrer Nische Mut zum Profil beweisen und Unternehmen, die Großbestellungen zu Marketingzwecken tätigen möchten, an Ihre Partner von Sweet & Lucky verweisen. Das ermöglicht es ihnen, tatsächlich den Einzelnen und sein ganz persönliches Anliegen anzusprechen.

Wunsch- statt Glückskeks

Und da unterscheidet sich der Wunsch- vom Glückskeks: Während sich im Glückskeks werbewirksame Slogans oder allgemein gültige Plattitüden finden, versteckt sich im Wunschkeks die auf den Empfänger zugeschnittene Botschaft, der “gute Wunsch” des Senders. Und dafür sind ihm keine Grenzen gesetzt: ob Liebesbekundung,  Heiratsantrag,  Mutzusprechung, Orakelspruch oder Verfluchung!

Kekstest? bestanden!

Unser Wunschkeks enthielt das heutige Urteil. Und das lautete einstimmig:

KeksTest bestanden!

Name:  Wunschkekse
Keksdealer: Wunschkeks.de
Preis: 3,50 EUR/ Einzelkeks – je mehr, desto günstiger
Packungsgröße: 1 Keks
Bewertung (1-10): 9
Zutaten: Weizenmehl, Zucker, Glucosesirup, Emulgator: Sojalecithin, pflanzl. Öl, Aroma, Speisesalz, Natriumhydrogencarbonat, Farbstoff: Riboflavin
Pro:  Das Unternehmen: Tolle Idee, sympathische Aufmachung, hohe Usability und unkomplizierter Umgang. Die Kekse: in der schlichten Chinanudelpfannen-Schachtel optimal für den Versand verpackt; individuell betextbar (der Text ist auch style- und farbmäßig variierbar); knuspriger Teig, der sich sowohl zum Aufbrechen als auch zum Verzehr eignet.
Contra: Einzig kritisch anzumerken bleiben mir die künstlichen Aromastoffe und Emulgatoren und naja, für einen Glückskeks mögen die ja gut schmecken, aber ein KeksTester ist eben doch andere Kekse gewöhnt :-)

PS: Wem das alles noch nicht individuell genug ist: Ja, man kann Glückskekse auch selber machen.

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