Mango-Walnuss-Schokoladen-Cantuccini

Von , 25. März 2010, 6 Kommentare

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini

Die Zeit ist reif! Nachdem ich ich bei FoolforFood von Cantuccini – oder Cantucci – mit Pistazien und Cranberries gelesen, kurze Zeit später von Martha Stewart das Rezept für Feigen-Walnuss-Biscotti erhalten hatte, wusste ich, jetzt bin ich dran!

Und schließlich brachte mir eine Freundin letztens getrocknete Mangos von den Philippinen mit. Zusammen mit den stets vorrätigen Walnüssen ergab sich daraus ebenso natürlich wie überzeugend meine Variation: Mango-Walnuss-Schokoladen-Cantuccini.

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini - als Leibe

Schweren Herzens habe ich ob des Frühlings auf alle Gewürze verzichtet, kein Anis, kein Muskat, nicht einmal Zimt. Stattdessen habe ich mich an das Rezept von Chili und Ciabatta gehalten, und nur die Zutaten wie folgt geändert, Änderungen fett hervorgehoben:

400 Gramm Weizenmehl Type 405
2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
200 Gramm Zucker
3 gro?. Eier
2 Essl. Walnussöl
2 1/2 Teel. Macadamia-Sirup (Und obwohl sich schon Claudia über das wenige Fett freut, verzichtet Martha Stewart in ihrem Rezept Interessanterweise vollkommen darauf!
Ich wollte nicht auf das Fett als Geschmacksmultiplikatoren verzichten und habe entsprechend zu Walnussöl gegriffen.)
120g zerkleinerte, geröstete Walnüsse
150g  getrocknete Mangos, grob gehackt
75 Gramm Blockschokolade, gehackt

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini - im Ofen

Das Ergebnis sind zarte Cantuccini, wunderbar crisp, ohne hart zu sein, auch weil die Walnüsse haben längst nicht so viel Widerstand wie die Mandeln. Dafür haben die Mangos Biss und eine frühlingshafte leichte Säure, genau wie ich sie mir insgeheim vorgestellt hatte. Schließlich ist die Kombination von Mango, dunkler Schokolade und Walnuss eine starke, die dank der zurückhaltenden Süße des Gesamtrezepts auch richtig zum Tragen kommt!
Contra: Das Walnuss-Aroma könnte ruhig noch stärker sein. Der Mittester fand sie zu wenig süß. Das war es aber auch schon.
Zubereitung: Cantuccini-machen ist immer wieder erstaunlich einfach. Ich errinere mich gut an meinen ersten Cantuccini-Backversuch und ich einen Heiden-Respekt hatte. Dabei geht es nur um schaumig rühren und ein wenig Geschnippsel, dann lässt sich alles aufs Blech geben und dank der feuchten Hände auch gut formen!
Zutaten: Wenige, aber aromatische Zutaten. Trotz des Zuckers sind die fertigen Cantuccis somit nicht zu süß, ob des wenigen Fetts leicht aber trotzdem geschmackvoll.
Bewertung (1-10): 8,5

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Kekskrümel to go – Vol. 2

Von , 22. März 2010, 5 Kommentare

Keine Sorge, ich backe auch bald wieder selbst. Aber zuvor seien hier noch einige längst überfällige Empfehlungen ausgesprochen.

1) Wasabi Kitkat
Sie lieben KitKats, sprechen Englisch oder sind immer gern für exotische Zutaten zu haben? Dann sei Ihnen Jen’s Blog über ihre Mission, in Japan so viele unglaubliche Geschmacksvariationen von KitKats wie nur irgend möglich durchzuprobieren, wärmstens ans Herz gelegt.

2) „Liebe Schokolade, wir beide kennen uns nun schon seit vielen Jahren…“
So beginnt Nezava’s kakaohaltiger Liebesbrief, den bereits 195 Chocoholics  spontan mitunterschrieben haben. Ein klarer Fall für die Deutsche Schokoladenstiftung!

3) Keksorakel
Solch ein „Keks“ auf dem Weg ins Glück stellt, trotz der von mir verachteten Pastelltönen, alle Unglückskekse der Welt in den Schatten, dessen war sich nicht nurMarie-Antoinette aka Kirsten Dunst bewusst! Und da vorgestern Macarons Day war, huldige ich diesen Kunstwerken voller Leichtigkeit und Cremefüllung und verweise für das Rezept auf Fett, das tropft!

4) Keks-Kau-Parties
Dass Kekse jede Menge künstlerisches Potenzial in sich tragen, ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr. Dass man aber den menschlichen Gaumen anlässlich einer Kauparty als Form nehmen könnte, die so geformten Cookies hernach mit Alter, Beruf und Herkunft des Gaumen-„Besitzers“ in ein Archiv fügen, und auch ein Gruppenporträt zusammenstellen könnte, die Idee fasziniert mich. Und ja, auch geekelt habe ich mich, denn tatsächlich wurden diese Kekse hernach auch zum Verzehr angeboten!

5) Foodblogs und ihre Keks-Offenbarungen
Zu guter Letzt die unwiderstehlichen Neuentdeckungen der internationalen Blogosphäre:

  • Maple Scones, A Taste of Vermont bei Baking & Books – nicht zuletzt für meinen ahornsirupliebenden Freund Claude! Auch wenn Sie Ahornsirup bis dato widerstehen konnten, nach dem Lesen diesen verführerischen Eintrags garantiere ich für nichts mehr!
  • Jules bäckt mit nur 5 Zutaten köstlich aussehende Chocolate Puddle Cookie und ich habe vor, es ihr baldmöglichst nachzutun. Als ehemalige Chocolate Cookie Designerin (sic!) weist sie darüber hinaus in ihren stilvollen Blogs den Weg in die Küche der wenigen Zutaten und kurzen Zubereitungszeiten, sowie die australische Restaurantszene.
  • Obsessed with Baking stellt  Cheddar und Dill Cream Biscuits vor, die mich äußerlich komplett überzeugen, aber leider mag ich Dill viel weniger als Schokolade, weswegen ich den Beitrag lieber mit diesen ebenso portugiesischen wie schokoladigen Triple Cookies beende!
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Gute Laune dank Ingwer-Glückskeks

Von , 19. März 2010, Noch keine Kommentare

Ingwer Glückskekse

Wenn ich Glückskeks höre, denke ich ja sofort an diese chinesischen Weizenkekse mit mehr oder minder glücksversprechenden Botschaften. An Ingwer (der „Geweihförmige„) aber, denke ich zunächst nicht. Und auch auf den zweiten Blick fiele mir bei Ingwer nicht Glück, sondern Wärme, Schärfe oder Wohlbehagen ein. Nicht dass sie sich widersprechen würden, ich würde sie nur einfach nicht zusammenbringen, ohne das man sie mir als Einheit präsentierte.

Gerne aber lasse ich mich eines Besseren belehren, und genau dazu tritt Sonnentor mit der dritten Sorte der von mir getesteten Keksvariationen an: Ingwer Glückskekse!

Die stellen sich als ganz schön scharf heraus, und während mir Schärfe in Schokolade so gar nicht zusagt, kommen mir scharfe Kekse mehr und mehr gelegen. Gerade in Verbindung mit sahnigem Milchcafé oder Heißer Schokolade. Ein bißchen süß sind die Glückskekse natürlich auch, aber vorherrschend ist der namensgebende Ingwer. Darüber hinaus entsprechen die Kekse der Erwartung, die durch die beiden anderen an dieser Stelle bereits verkosteten Sorten geweckt worden war.

Gute Laune Kekse

Die vierte Sorte verspricht Gute Laune satt und fährt zu diesem Ziel jede Menge Nelken, Ceylon-Zimt und Muskat auf. Muskat, den ich an meinem Kartoffelpüree liebe, in Kekse zu packen, finde ich eine gute Idee. Überhaupt mag ich die Würze dieser Kekse, tatsächlich schmeckt man die einzeln heraus. Und ich mag die Größe dieser Sorte, denn Gute Laune- Herzen sind mit der kleinsten Ausstechform im Hause Sonnentor geformt, dafür etwas dicker geraten. Umso mehr schade, dass gerade sie arg trocken geraten sind.

Müsste ich also einen Favoriten nennen, würden somit die Ingwer-Kekse das Rennen machen! Anregende Lektüre  zum „Kaffee-und-Käuterkeks“, der heute tatsächlich auf dem Balkon statt finden konnte, bietet übrigens das „Buch, gegen das kein Kraut gewachsen ist“, von Stevan Paulsen liebevoll vorgestellt.

Aber zurück zu den Keksen, deren Verzehr mich zwar nicht gänzlich glücklich machte, aber gerade in Kombination mit sonnenbeschienenem Balkon in gute Laune versetzte:

Gute Laune und Ingwer Glückskekse

Name: „Sonnentor Ingwer Glückskekse“ und „Sonnentor Guten Laune Kekse“
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Ingwer Glückskeks: Dinkelvollkornmehl kbA 34%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Ingwer kbA 3,1%, Vollei kbA, Honig kbA, Backpulver Reinweinstein
Gute Laune Kekse: Dinkelvollkornmehl kbA 31,0%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Muskat kbA, Vollei kbA, Zimt-Ceylon kbA, Backpulver Reinweinstein, Nelken kbA
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe und viele Kräuter machen diese Kekssorten zu einer würzigen Erfahrung ohne schlechtem Gewissen ob Süßigkeitenverzehr auch nur den Hauch einer Chance zu lassen. Runder im Geschmack sind die Ingwer-Glückskekse, interessanter die Gute Laune Kekse.
Contra: Abzüge hier leider in der B-Note. Die Trockenheit der Kekse führt aber immerhin dazu, dass man nicht mehr als 3 auf einmal isst. Durch die Optik von selbst gebackenen Keksen, kann man die Plätzchen bei Bedarf leicht als tatsächlich selbst gebackenes Produkt ausgeben.

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Frühlingsplätzchen schwarzweiss

Von , 15. März 2010, Noch keine Kommentare

Butterplätzchen mit Streuseln

Oh Frühling, where are though? Oder wie Paul so schön schrieb „Let’s keep praying for spring!“

Auch wenn auf den Straßen wieder Schnee liegt, der Frühling ist spürbar im Anmarsch! In den Blumenläden gibt es wieder mehr als immer nur Tulpensträuße, nämlich auch welche mit Ranunkeln oder Anemonen und in den Lebensmittelgeschäften liegen bereits die Osterhasen auf der Lauer.

Zeit also für Frühlingsplätzchen! Während man sich in den USA zu solch aufwendigen wie bezaubernde CookieBlümchen aufschwingt und Englands Spring Cookies am seidenen Band baumeln, ging es mir dieses Mal rein um den Keks. Und nur sehr zweitrangig um die Optik. So habe ich statt zu frühlingshaften Förmchen auf die altbewährten zurück gegriffen: Herzchen, Sternchen, Glückchen, Rauten und Co.

Da mich Kälte und Tristesse immer noch Möhre-Ingwersuppe kochen machen, war mir auch nicht nach quietschfidelen Limetten-Keksen. Stattdessen flößte ich Butterplätzchen mit Zitronensaft und -schale einen angemessen zarten Frühlingshauch ein und dekorierte in zurückhaltendem schwarzweiss. Die von Stil- und Farbberatern gerne als Frühlingsfarben titulierten Pastelltöne liegen mir allgemein nicht so sehr, schon gar nicht auf Keksen.

Butterplätzchen mit Streuseln

So duftet die Wohnung nun adrett nach Zitrone und zarte Mürbeteigplätzchen drängen sich als Begleitung des nachmittäglichen Kaffees oder mitternächtlichem Kakao nur scheinbar auf! In Wahreheit bieten sie die willkommenste Ergänzung und versüßen das Warten auf den Frühling aufs Angenehmste!

Frühlingsvariante der klassischen Butterplätzchen:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • Mark einer 1/2 Vanilleschote
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 2 Eier
  • 1/2  Päckchen Backpulver

Zutaten zu einem duftenden Mürbeteig vermengen und in Folie für 1-2 Stunden auf den immer noch ausreichend kalten Balkon packen.  Möglichst dünn ausrollen, nach Lust und Laune ausstechen und die Ergebnisse auf backpapiernes Backblech setzen. Dieses gut gefüllt bei 180 Grad für etwa 10 Minuten in den Ofen schieben. Dabei bitte Sichtkontakt halten, denn die Plätzchen sollten möglichst hell bleiben!
Sind Die Plätzchen abgekühlt gilt es, je nach aktueller Ausprägung der Frühlingslaune das Dekor zu entscheiden. Ich habe 1 Eigelb mit 2 Esslöffel Milch vereinigt, die Plätzchen bepinselt und großzügig mit meinen Lieblingsstreuseln versehen.

Prädikat: Immer wieder und kinderleicht!

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Keks-Kino zum Wochenende

Von , 12. März 2010, Noch keine Kommentare

Da auch dieses Wochenende wieder regnerisch, ja teilweise verschneit, mit Sicherheit aber kalt und ungemütlich zu werden scheint, lade ich hiermit spontan zum Keks-Kino ein. Nehmt die Teetasse zur Brust, lehnt euch zurück und lasst euch in die krümelige Welt der Keksliebhaber entführen…

Rolle 1 – Ein Film über die Herstellung der griechischen Kourabiedes, ein ursprünglich traditioneller Weihnachtskeks, der dank Ouzo-Beigabe ein feines Anisaroma entwickelt und sich international auch jenseits von Weihnachten großer Beliebtheit erfreut:

Rolle 2 – It is all about Cookie Decoration! Keks-Dekoration erobert langsam aber sicher auch Deutschland (und Österreich). Oft furchtbar kitschig, manchmal schreiend komisch, und zuweilen tatsächlich elegant. Hier und heute aber die fast meditative Art und Weise von Kudos Cookies:

Rolle 3 –  Short Films are rocking – Kurze Animé-Pause mit Gr@yman’s bösem Kekshumor:

Rolle 4 –  Zum Abschluss sorgen die Fans der Wise Guys mit ihrer gesungenen Anleitung für beste Chocolate Chip Cookies garantiert für Gute Laune und Lust auf Schokoladenkekse!

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Fondente Nocciolato – Haselnuss zartbitter

Von , 11. März 2010, 2 Kommentare

Loacker Fondente Nocciolato

Seit der ISM schon liegt dieses Paket aus dem Hause Loacker unbeachtet bei mir im Regal, irgendwie machten mich die gefüllten Waffeln so gar nicht an. Was will ich mit zartbitter und dann auch noch Waffeln! Heute aber entschloss ich mich dann doch zum Öffnen. Gut so, denn die Teilchen sind viel leckerer als ich befürchtet hatte.

Das mag daran liegen, dass die Loacker AG ein alter Hase im Waffelgeschäft ist. 1925 als Konditorei in Bozen gegründet, ist sie seit 1985 nicht nur Marktführer in Italien sondern vertreibt ihre süße Ware auch international. Und zwar so erfolgreich, dass ihr 2003 der „Süßwaren-Oskar“, der European Candy Kettle Award verliehen wurde. Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!
In Zahlen: Jährlich setzt der italienische Edelwaffelhersteller rund 21.900 Tonnen seiner Waffelprodukte ab, 55% davon gelangen ins Ausland, 2009 ergab das einen Umsatz von 162,7 Mio. EUR! Und das alles mit Waffeln.

Loacker Fondente Nocciolato

Zurück zur feierlichen Packungs-Öffnung, die die Wallblätter offenbart: Kleiner sind sie, als die Verpackung suggeriert, dafür duften sie sehr fein. Ob das an den echten italienischen Haselnüssen, an der Verwendung echter Vanille oder aber an der Südtiroler Bergluft liegt? Ich beiße erst einmal ab und entscheide mich dann für die Haselnüsse.

Nachdem ich allerdings der Zutatenliste ansichtig wurde, ziehen sich meine Geschmacksnerven verschüchtert zurück. Was ist eigentlich Emulgator? Was sind Sojalecithine? Und wie soll ich da noch die echte Vanille hervorschmecken?

Name: Loacker Gran Pasticceria Fondente Nocciolato / Haselnuss zartbitter
Keksdealer: Loacker AG
Packungsgröße: 100g
Preis: 1,99 – 2,99 EUR
Zutaten: Zartbitter-Schokolade 27%, (Kakaomasse, Zucker, Butterreinfett, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithine), pflanzliches Öl, Glukosesirup, Haselnüsse 9%, Weizenmehl, Milchschokolade (Zucker, Milchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Sojalecithine, Vanilleextrakt), Zucker, magerer Kakao, Zartbitterschokolade 8% in der Creme (Kakaomasse, Zucker), Dextrose, Süßmolkenpulver, Sojamehl, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Salz, Emulgator Sojalecithine, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumdiphosphat), Bourbon Vanilleschoten
Kann Mandeln und Hafer enthalten
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Schokolade und Haselnuss bilden ein schlagkräftiges Team fast unabhängig vom Kontext. Diese Variation mit dunkler Schokolade,Creme und Waffelblättern überzeugt durch die ausgewogene Kombination der einzelnen Bestandteile. Nicht zu süß, sehr dunkel-herbe, cremige Schokonote und durch die Waffeln und Haselnüsse angenehmer Biss.
Contra: Die chemisch gepimpte Zutatenliste räumt jedoch schnell damit auf dass es sich hierbei um ein natürliches Produkt handeln könnte. Das wird schon durch die massentaugliche Verpackung im Supermarkt-üblichen Pappkarton deutlich. Schade.

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Oetker’s Frischkäse-Kekse to go

Von , 8. März 2010, 14 Kommentare

Frischkäse-Kekse aus dem Glas

Dass ich dieses Buch haben musste, stand spätestens mit der Eröffnung dieser meiner KeksTest-Arena fest. Welches Plätzchen ich nun aber daraus zu erst backen würde, blieb durchaus einige Zeit unklar. Nach dem ersten Blättern durch die Rezepte, waren mir diese viel zu hausbacken erschienen. Beim zweiten Blick nach einigen Wochen hatte sich das komplett geändert, ich wollte Pinienkern-Makronen versuchen und Weinplätzchen. Schließlich hatte ich mich auf die Möhren-Gnocchi der Nonna festgelegt. Die heißen nicht nur so, die sehen tatsächlich zumindest im Backbuch auch so aus!

Dabei blieb es. Wochenlang. Aber ich kam nicht dazu, stattdessen wurde alles andere gebacken: erst Zucchini Brot, dann Rüblitorte und zuletzt Apfelkuchen. Und heute, da tatsächlich ein frühlingshafter Plätzchen-Backversuch möglich wäre, habe ich keine Möhren im Haus. Geschweige denn Pistazien.

Aber Frischkäse. Und während andere konsequent sind, kann ich improvisieren. Et voilà: Frischkäse-Kekse! Halb Frischkäse, halb Mandeln plus die üblichen Backzutaten. Dass die meinen etwas dunkler gerieten, liegt an meiner Verwendung von gemahlenen Mandeln mit statt ohne Schale:

Frischkäse-Kekse gestapelt

Morgen  hat nämlich ein Beuteltier Geburtstag und da gibt es standesgemäß kleinteilige Kekse statt schwergewichtiger Kuchen! Ich bin gespannt, ob sie gefallen, gebacken sind sie jedenfalls ratzfatz.

Zutaten to klickErst gilt es Frischkäse und Butterschmalz schaumig zu rühren, dann erst kommen Vanille-Zucker, Zucker und Bittermandel-Aroma (bei mir durch französisches Macadamia-Nuss-Aroma ersetzt). Schließlich das Eiweiß. Hier war ich mir unsicher, aber da im Rezept nichts weiter stand, kam mein Eiweiß direkt aus dem Ei in die Frischkäsemasse.

Ganz falsch schien das nicht gewesen zu sein. Zu guter Letzt Mehl, Backpulver, Mandeln und  geriebene Zitronenschale untermengen und fertig ist der Teig.  So mag ich das ja und formte rasch kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Dann allerdings stutzte ich erneut: Es galt die Teighäufchen bereits vor dem Backen mit Puderzucker zu bestäuben, das hatte ich ja noch nie! Aber gut, auch das versuchte ich und schob das Blech samt Puderzucker für 12 Minuten in den Ofen.

Well, ich habe nachträglich durchaus nochmal nachgestaubt, ich meine, halb gestaubt ist höchstens halb gewonnen! Das Ergebnis sind sehr saftige, und ebenso zarte wie milde und daher frühlingshafte Kekse. Deren Mandel-Macadamia-Flair erst mit dem zweiten Bissen auftrumpft. Dann aber ist man verloren, Keks für Keks für Keks…

Bewertung (1-10): 8,5
Pro: Kekse, die  wohl dank dem Frischkäse wie leckerer roher Keksteig schmecken: intensiv und saftig. Süß, aber nicht zu süß. Übersichtliche Zutatenauswahl. Leicht zuzubereiten. Überschaubarer zeitlicher Aufwand. Fast ohne Mehl.
Contra: Das Mandel/Macadamia-Aroma  ist mir noch nicht ausgeprägt genug und das liegt eher nicht daran, dass meine Mandeln nicht geschält waren. Nächstesmal werde ich  vorher auf jeden Fall rösten. Wenn ich nicht doch ein anderes  Rezept ausprobiere, da sind bestimmt noch so einige Schätze zu bergen.

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Petit Beurre au chocolat au lait

Von , 4. März 2010, 2 Kommentare

Petit beurre (chocolat au lait) - angeknabbert

Ein Klassiker, in Deutschland eher ohne Schokolade, in Frankreich fast ebenso häufig mit: der Butterkeks Oder eben auch „le petit beurre„. Hier im Test in einer Version des Schweizer Lebensmittel-Produzenten Midor, seinerseits langjährige Hausmarke der Migros-Gruppe.
Es gibt Petits Beurres aber genaus von anderen Keksfabrikanten, beispielsweise von Wernli oder aber LU , deren schokoladenüberzogene Version seit jeher als „petit ecoliers“ firmiert, dessen Gründer Louis Lefèvre-Utile zumindest die Entdeckung des französische Butterkeks zugeschrieben wird.

Vor Jahren, nämlich bereits 2006, hatte Chocolate&Zucchini ein Rezept zum Selberbacken dieser Kekse gepostet, und Wie Gott in Deutschland brachte die Idee erfolgreich in die deutschen Foodblogs.
Das Schöne an den schweiz-französischen Versionen finde ich die wirklich leckere Schokoladenschicht, die es sowohl in der von mir bevorzugten Vollmilch- als auch in der von vielen anderen bevorzugten Zartbittervariante gibt. In die Schokolade ist nämlich je nach Marke und Saison ein Bildchen  eingeprägt und nicht wie bei Leibniz und Co nur schnödes Firmenlogo bzw. Name.

Petit beurre (chocolat au lait) - gestapelt

Wie man hier deutlich sehen kann, sind die Kekse ebenso knackig, ebenso krümelig wie ihre deutschen Pendants. Die Schokolade aber ist viel cremiger, ohne aber unangenehm in den Händen zu schmelzen. Und ohne zu dick aufzutragen.
Dass die Kekse auf den Fotos aber mit vielen, vielen Krümelchen, fast möchte ich sagen Keksstaubkörnern überzogen sind, liegt nicht an ihrer mangelnden Qualität oder Stabilität. Sondern schlicht daran, dass sie seit dem Weihnachtsurlaub in meiner Handtasche ihres Schicksal harrten und erst vorgestern durch Zufall wieder entdeckt wurden. Wie aus dem Ei gepellt wirken sie nicht mehr, aber schmecken tun sie noch unverändert gut.

Die hässlichsten Petit Beurres sind mir dagegen hier in Indien begegnet. Ich hoffe nur, sie schmecken nicht gar so fade wie sie aussehen. Sonst bekämen die Inder einen durch und durch falschen Eindruck!

Petit beurre (chocolat au lait) - mit Packung

Rezepte mit der schokoladenlosen Version gibt es natürlich viele, die möchte ich hier gar nicht alle aufzählen. Berührt hat mich aber allein schon die Zeichnung zum Gâteau Petit Beurre (Butterkekskuchen) von Maïté Wiltgen – es gilt bis fast bis ganz nach unten zu scrollen! Und erwähnte ich eigentlich bereits, dass ich den schlichten Butterkeks auf gebuttertem Vollkornbrot liebe?
Für die schokoladige Version gibt es alle Nährwerte wunderbar aufgeschlüsselt in der Fooddatabase und ansonsten gibt es wie stets die Fakten im Kleingedruckten:

Name: petit beurre chocolat au lait
Keksdealer: online oder im Migros
Packungsgröße: 8 x 2 Kekse à  25g, insgesamt also 200g
Preis: 3,80 SFR (im Online-Shop von Migros)
Zutaten: Milchschokolade 48% (Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Emulgator: Sojalecithin, Aroma), Weizenmehl, Weizenstärke, Zucker, Pflanzenöle und -fette, Invertzuckersirup, Butter 2,5%, Magermilchpulver, Glucosesirup, Kochsalz, Backtriebmittel: E 503, E 500, Kondensmilch, Aromen. Kochsalz insgesamt: 0.4%
Kann Haselnüsse enthalten.
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Feinste Schweizer Schokolade auf knackiger Keksgrundlage. Einzeln schmeckbar verschmelzen die beiden unterschiedlichen Schichten zu einem leckeren Ganzen, bleiben jedoch auch einzeln wunderbar genießbar. Verpackung und Aufmachung sind ebenso praktisch wie ansprechend, vor allem in der hier getesteten Version mit 2 Keksen pro Tütchen.
Contra: Gleichwohl handelt es sich hierbei um einen standartisierten Industriekeks ohne jede Raffinesse. Dafür mit diversen  Stoffen der Lebensmittelchemie. Und somit alles andere als für den täglichen Verzehr geeignet.

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Happy Birthday dank Hudson’s Cakes

Von , 1. März 2010, 4 Kommentare

Apfelkuchen mit Vanillepudding

Mit reichlich Kuchen und noch mehr Freunden feiert es sich bekanntermaßen gleich nochmal so schön. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Katie und Jim von Hudson‘ s Cakes mit vorzüglichen English Cakes:

  • Lavender & Grapefruit Drizzleder Exot, mit Grapefruit-Sirup und Lavendel-Glasur ebenso intensiv wie gehaltvoll. Dabei wirkt er von außen so harmlos, fast gewöhnlich, nur der Duft verriet, das in ihm ein Stück spätsommerlicher Provence steckt. (Lavender & Grapefruit Drizzle – baked with dried lavender flowers and moistened with a grapefruit syrup)
  • Carrot & Orangeder Favorit meiner Gäste war dieser fruchtige, locker-saftige Möhren-Orangen-Kuchen. Das Orangensirup-getränkte Icing sorgte optisch und geschmacklich für den nötigen Kick! (Carrot & Orange – a wholemeal carrot cake with a honey and orange syrup, topped with an orange and cream cheese icing)
  • Pear & Dark Chocolate und mein Favorit, winterlich schokoladig, fast möchte ich sagen erdig und nur einen Hauch zu trocken. Da hätte die Schlagsahne gut gepasst, die ich auf den Tisch zu stellen vergessen hatte.* (Pear & Dark Chocolate – an adult cake, rich with chunks of chocolate and moist pear)

So musste ich selbst nur noch einen soliden Apfelkuchen backen. Dafür hatte ich mir das Rezept der Hüttenhilfe für Apfelkuchen mit Vanillepudding ausgesucht und die Apfelmenge auf 2 kg erhöht. Einem Gast war es dadurch dann tatsächlich doch zu apfelig, aber alle anderen waren begeistert. Und ich selbst bereits beim Backen hin und weg von diesem Vanillepudding-Guss auf Apfelsaft-Basis. Den kann man doch auch ohne Kuchen drumrum essen, oder?

*) *räusper* Allerdings hat auch keiner der Gäste danach gefragt, was für die Kuchenqualität spricht!

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Sonnentor – Bio Kekse aus Österreich

Von , 26. Februar 2010, 4 Kommentare

Sonnentor - Alles Liebe Kekse

Schon damals, als ich noch zur Schule ging, 19hundertirgendwann, gehörten Kekse zu meinen Leibgerichten. Neben Cordon Bleu und Lasagne übrigens.  Meine Eltern lebten so alternativ wie irgend möglich, und das bedeutete nicht nur, dass meine Kekse selbst gebacken, der Joghurt selbst gemacht, sondern natürlich auch, dass meine Schulhefte nicht durch glänzende Plastikumschläge, sondern durch Recyclingpapier geschützt wurden.

Warum ich das erzähle? Weil mich die Sonnentor-Kekse, die sich heute auf meinem Teller zusammen fanden, binnen Minuten in diese Zeit zurück beamten. Schlichte Mürbeteig-Kekse, die wie selbst gebacken daher kommen: Nicht einer gleicht dem anderen. So ist der eine ein wenig dunkler geraten, dem anderen fehlt ein Stückchen. Und die so biologisch wertvoll schmecken, wie es damals nur die tatsächlich selbst gebackenen taten, während die kaufbaren Markenprodukte – chemisch süß und perfekt dekoriert – (leider) unerreichbar blieben.

Sonnentor - Schutzengel Kekse auf Nutellabrot

Die Schutzengelkekse beinhalten laut Packungsangaben Blütenpollen, Rosenblüten, Sonnenblumenblätter gar und Korn- und Ringelblumen. Leider schmeckt man diese weder, noch fallen sie optisch ins Gewicht. Stattdessen finden sich in der Tüte mürb-würzige Keks- Flügel, die sich wunderbar in Milchkaffee tunken lassen oder aber, das war meine erste Idee, mit einem noch warmen Nutellatoast ergänzen lassen.  Denn Zimt, Ingwer und Nelken der Kekse passen für mich ideal zu warmem, cremigen Speisen. In der Kombination stellen die Dinkelvollkornkekse so einen leckeren Wintersnack dar!

Die mit rosa Streifen glasierten Herzen der Alles Liebe Kekse sind weitaus lieblicher im Geschmack und süßer. Auch hier bleiben die Erd- und Himbeerstückchen leider im Verborgenen. Durch die Farbakzente der Glasur und die fruchtigen Bestandteile bieten auch diese Kekse ein durchaus angenehmes Geschmackserlebnis. Ich empfehle dazu ein Glas frische Milch, kalt oder warm, mit Kakao, Honig oder ohne, oder einen milden Tee.

Was bleibt, ist das Gefühl etwas Gutes gegessen zu haben, kaum möchte man von Süßware sprechen.  Und genau damit reihen sich diese beiden Kekssorten in die Sonnentor-Produktpalette ein,  zu der unter anderem auch feine Tees und Gewürzmischungen zählen. Um Gesundheit geht es, um Nachhaltigkeit und Authentizität.


Sonnentor - Kekse zum Lieben und Fliegen

Name: „Sonnentor Alles Liebe Kekse – Weizenmehlkekse“ und „Sonnentor Schutzengel Kekse – Dinkelvollkornkekse“
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Alles Liebe: Weizenmehl* 45%, Margarine*, Rohrzucler*, Staubzucker*, Mandelmehl*, Vollei*, Rote Beete*,rosa Pfeffer*, Backpulver Reinweinstein, Bio-Aroma Erdbeere*, Zitronenöl*, Eiweißpulver*, Rosenblüten*, Erdbeerstücke*, Koriander*, Bourbon Vanille*, Himbeerstücke*
Schutzengel: Dinkelvollkornmehl* 46,7%, Margarine*, Rohrzucker*, Haselnüsse*, Honig*, Piment*, Vollei*, Rübenzucker*, Blütenpollen* 5%, Backpulver Reinweinstein, Rosenblüten*, Sonnenblumenblätter*, Ringelblumen*, Kornblumen*, Zimt-Cassia*, Nelken*, Ingwer*, nat. Bio Vanille Aroma mit Bourbon-Extrakt*.
* = aus kontrolliert biologischem Anbau
Bewertung (1-10): 6,5
Pro: Ehrliche Kekse ohne Schnickschnack, die nicht vorgeben etwas anderes zu sein als sie sind, bei denen man ihre Zubereitung mit Vollkornmehl sieht und schmeckt. Außerdem durchweg natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe, kaum Aromastoffe und trotzdem viel Würze. Plus eine geradezu nostalgische Anmut.
Contra: Ja, die Zutatenlisten lesen sich toll, nur leider schmeckt man von all den Köstlichkeiten viel zu wenig. Stattdessen herrscht eine gewisse Trockenheit vor, die mich dazu brachte, die Kekse auf mein Nutellatoast zu drapieren.

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