Vernasch’ mich

Von , 13. Januar 2010, Noch keine Kommentare

Manchmal darf es auch “etwas” mehr sein.
Nicht ein Stückchen Schokolade, nein, eine ganze Tafel! Mindestens.
Nicht ein Törtchen, nein, hunderte, und zwar von den besonders cremigen!
Nicht ein Keks, nein tausenderlei: schokoladen-überzogen und doppelt gefüllt!

Eine lustvoll spielerische, dekadent genießerische Version der Schlacht am süßen Buffet präsentieren die Acid Girls: mit und für alle Sinne!

Für alle hauptberuflichen Schleckermäuler: Vom 31.01. – 03.02.2010 ist wieder Internationale Süßwarenmesse (ISM) in Köln. Sehen wir uns dort?

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“Erst Gaudy”: Cantuccini

Von , 10. Januar 2010, 2 Kommentare

Cantuccini

Als ich kurz vor Weihnachten die Schönhauser Allee entlang stolperte, auf der Suche nach letzten Geschenken, fiel mir glücklicherweise trotz der vielen Menschen ein schlichtes Hinweisschild zum neu eröffneten Café “Erst Gaudy” auf. Da es sich nur in wenigen Metern Distanz zum Schild befand, entschloß ich mich zum Spontan-Test!
Hereingestolpert, fiel mein Blick sofort auf die zentrale Theke, auf der es sich Tütchen mit selbstgemachten Keksen neben Croissants gemütlich gemacht hatten. Ansonsten wirkte das Café noch nicht allzu einladend auf mich -  war ich zu sehr in Eile oder war die mangelnde Atmosphäre der anfänglichen Improvistaion und Unsicherheit geschuldet?
Cantuccini noch verpackt

Riesen-Cantuccinis gab es jedenfalls, und Kekse mit Hafer, erinnere ich mich heute dunkel. Und ein Tütchen klassischer Cantuccini nahm ich mit. Es gab zwar auch welche mit Schokolade statt Mandeln, aber da ich sie meinem Cantuccini-liebenden Mitbewohner und nicht chocoholic me mitbringen wollte, griff ich zu den klassischen. Cantuccini gigantesque müßten die ja eigentlich heißen, waren sie doch mindesten dreimal so groß, oder besser so lang, wie die üblichen!
Da Weihnachten mit all seinen Plätzchen, Lebkuchen und Spekulatius vor der Tür stand, freute sich der Mitbewohner zwar sehr, sehr, sehr, die Cantuccini wurder aber ersteinmal in der Speisekammer zwischengelagert.

Heute nachmittag aber war Weihnachten definitiv passé und der Kekshunger des Mitbewohners frisch erwacht, und so durften die Cantuccini aus ihrer Verpackung auf den Keksteller flüchten, um von dort, zuweilen über einen kleinen Umweg durch die Kaffeetasse, verspeist zu werden. Wie konnten wir damit nur so lange gewartet haben?!
Cantuccini

Nicht nur der Mitbewohner und leidenschaftlicher Mittester, nein, auch ich, die ich ja eigentlich gar keine Cantuccinis mag, waren spontan überzeugt, geradezu verliebt und eifrigst am Krümeln!


Name: Cantuccini, selbstgebacken
Keksdealer: Café Erst Gaudy, Gaudystr. 1, 10437 Berlin / Prenzlauer Berg
Preis: ~ 2 EUR

Packungsgröße: 10 Stück
Bewertung (1-10): 9
Pro: Schmeckbar selbst gebacken, mit vielen Mandeln, warneediese Cantuccinis auch nach 4 Wochen unfreiwilliger Zwischenlagerung ein Garant für einen sonntagnachmittäglichen italienischen Moment. Intensiv mandlig auch das Aroma und nicht zu süß, dabei knackig, fast möchte ich sage, krachig, ohne hart zu sein. Ideal auch von der Größe, die sich viel besser zum Tunken eignet als die üblichen Verdächtigen ;-) Preislich dabei vollkommen in Ordnung und charmant, ohne jedes Gehabe serviert.
Contra: Einen Minuspunkt muss ich wegen der mangelnden Café-Atmosphäre geben. Ich wünsche mir sehr, dass sich das möglichst schnell ändert. Montagabends gibt es übrigens Tango.

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Es muss nicht immer Keks sein

Von , 7. Januar 2010, 1 Kommentar

Barcomi's Zucchini-Walnut-Bread - Zum Reinbeissen
Oder frei nach Marie Antoinette: „Wenn ihr keine Kekse habt, esst doch Kuchen!“
Wenn die Freundin sich nach einigem Zögern doch noch entschließt, den 32. Geburtstag feierlich zu begehen, darf ein Geburtstagskuchen nicht fehlen. Mein verlässlichster Kuchen ist, neben Käsekuchen,  das Zucchini-Walnut-Bread von Cynthia Barcomi. Das gelingt, schmeckt, ist angemessen originell und je nach vorhandenen Lebensmitteln varriierbar.

Mit einigen Dekosternchen wird daraus ein formidabler, weil saftiger Geburtstagskuchen, der schon während des Backens so gut riecht, dass ich alle Mühe hatte, ihn unangeschnitten zur Party mitzubringen!

Barcomi's Zucchini-Walnut-Bread - 32

Das Rezept findet sich in Cynthia Barcomis Backbuch, das uns schon so einige Schlemmerorgien beschert hat:
Meine Abwandlungen beschränkten sich dieses Mal auf Vollkorn- statt Weißmehl, Block- statt Zartbitterschokolade und drei Karotten an Stelle der zweiten Zucchini! Statt der Kastenform eine runde Backform zu verwenden hatte sich bereits beim letzten Backversuch bewährt!
Blockschokolade ist für mich schließlich Kindheitserinnerung, Backvergnügen und genussvoller Ersatz für Zartbittersorten, mit denen ich einfach nicht warm werde. Und nicht zuletzt: Blockschokolade habe ich immer im Haus!

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Ein Keks ist ein Keks ist ein…

Von , 5. Januar 2010, 2 Kommentare

…Keks? – Warum nicht alle Kekse glücklich machen!

Hans-Ulrich Grimm, Die Kalorienlüge Die meisten Leute essen Kekse, schlichterdings weil ihnen Kekse gut schmecken. Weil sie süß und knusprig sind, weil sie verführerisch duften und/oder edel verpackt sind. Zur Weihnachtszeit besteht der eine oder andere auf selbstgebackene Kekse, die dann auch Plätzchen, Guetsle, Brötle etc. heißen dürfen. Viele backen tatsächlich selbst, andere weichen aus langjähriger Überzeugung auf die Podukte der Mama, Oma oder Nachbarin aus.
Den Rest des Jahres allerdings backt kaum jemand Kekse, wir kaufen unsere krümeligen Verführer stattdessen im Supermarkt und greifen spontan verführt im Cafe oder Feinkostladen zu einer angepriesenen Packung Gebäck. Und glauben, wir äßen auch dann Kekse aus Mehl, Butter, Zucker und Gewürzen. Aber Pustekuchen!

Das Buch

Davon, dass diese Kekse nicht nur den Charme des Selbstgemachten vermissen lassen, sondern sich geradezu fundamentale Unterschiede in den Zutaten aufweisen, davon handelt “Die Kalorienlüge” von Hans-Ulrich Grimm!
Trotz des eher reißerischen Titels, sind die Protagonisten dieses Werks nämlich nicht etwa nur die Kalorien, die manch einer auch beim nachmittäglich Keksgenuß zählt, sondern die Zusatz- bzw. Ersatzstoffe, die künstlichen Aromen, modifizierten Stärken, Hormone, Weichmacher, Geschmacksverstärker etc. , die sich in diesen industriell gefertigten Lebensmitteln tummeln. In zunehmendem, bereits erschreckenden Maß. Unkontrollierbar, weil noch lange nicht wirklich erforscht, und mit einer unüberschaubaren Menge an Eigenschaften, Signalen und Nebeneffekten behaftet.

Entsprechend der Dr. Watson Prinzipien warnt das Buch nicht etwa vor bestimmten Lebensmitteln, noch bietet es konkrete Handlungsvorschläge. Stattdessen informiert uns Grimm über die Tatsachen und inherenten Risiken, und das umfassend, aber fast möchte man sagen anekdotengleich. Aber natürlich es geht auch um unsere Gesundheit und dass Diäten nicht alles sind.

Was das alles mit Keksen (und mir) zu tun hat?

Ich möchte meine Kekse genießen können, als Kekse aus Mehl, Butter, Zucker, Kakao, Zimt und Vanille, und nicht als Chemie-Konglomerate aus Plastikmolekülen und Schwermetallen unbestimmter Art. Ich möchte wissen, dass mich übermäßiger Keksgenuß nicht nur möglicherweise dick, sondern vielleicht ganz nebenbei auch noch unersättlich, allergisch, rheumatisch und unfruchtbar macht. Und um nicht hinterrücks manipuliert zu werden, lese ich Bücher von Leuten wie Grimm, der nichts von hysterischen Zucker-und-Fett-Paniken hält, sondern stattdessen Krümel für Krümel der appetitverderbenden Machenschaften der Nahrungsmittelchemie öffentlich macht.

Hans-Ulrich Grimm
Die Kalorienlüge
Über die unheimlichen Dickmacher aus dem Supermarkt
Dr. Watson Books 2009
2. Auflage
228 Seiten, € 19,80
Gebunden, Schutzumschlag, Lesebändchen
ISBN: 978-3-9810915-4-0
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Pfeffernüssle im Schnee

Von , 25. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

Pfeffernüsse im Schnee

2010 wird das Jahr der  Hershey Buttons, 2009 aber war das Jahr der Pfeffernüsse! Und auch wenn Weihnachten eigentlich schon fast vorbei ist, auf Pfeffernüsse wollte und konnte ich nicht verzichten!
Die “Leckereien aus der Weihnachtsbäckerei” von  Marie-Theres Wiener, das Buch, das mich seit Kindertagen erfolgreich zum vorweihnachtlichen Plätzchenbacken führt und verführt, ist im Handel leider nicht mehr erhältlich. Aber auch das erwählte Pfeffernüssle-Rezept stammt aus seinen abgegriffenen Seiten. “Weisse Pfeffernüsse” heißen sie hier, gibt es denn tatsächlich auch dunkle, braune, schwarze oder graue?

Das Backen jedenfalls fand während heftigen Schneetreibens statt, umso schöner war es, sich in der warmen Küche aufzuhalten, die mit fortschreitender Zeit immer intensiver nach Kardamom, Zimt und Anis duftete. Tausend und eine Nacht waren gar nicht mehr so fern, nur eben unter einer wachsenden Schneedecke geborgen, wie der Blick aus dem Küchenfenster zeigt:

Schnee der auf Wunderlampen fällt

Schnee, der auf Wunderlampen fällt

Für den Teig benötigt man:

  • 500 gr Mehr
  • 3 TL Backpulver
  • 325 gr Zucker (ich habe nur 280 gr genommen)
  • abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone
  • 1 EL Zimt
  • je 1 TL Kardamom, Nelken- und Anispulver (großzügig!)
  • 1 PRise Salz
  • 2 Eier
  • 6 El Milch (ich brauchte mindestens 12!!)
  • 50 gr gemahlene Mandeln ( ich habe Mandelplättchen im Morser zerrieben)
  • 50 gr Zitronat (habe ich geflissentlich überlesen)

Und dann dürfen alle diese  Zutaten zu einem glatten Teig verknetet werden.  Ich liebe ja Back-Rezepte, bei denen einfach alle Zutaten vermengt werden müssen ( beim Kochen liebe ich entsprechend Eintopf-Gerichte)!
Wie beim Rezept bereits angemerkt, benötigte ich mindestens 12 EL Milch und habe das Rezept einige Male lesen müssen, um glaben zu können, dass da so rein gar kein Fett reinkommt. (Kennt ihr das auch so?)

Von dem Teig direktemang (sprich ohne vorherirges Kühlen) haselnuss- bis walnussgroße Stücke abteilen und daraus Kugeln formen. Diese, ruhig mit wenig Zwischenraum, auf ‘s Backblech legen und im vorgeheiztem Ofen bei 175° Grad etwa 15 Minuten backen. (Möglichst nicht länger und auch die abgekühlten Pfeffernüsse in Blechdosen aufbewahren,  sonst werden sie arg hart! Meine Oma hat so schon beim Reinbeissen gejammert…)

Paradiesisch: Blechweise Leckereien

Obwohl die Dänen konsequent auf  jegliche Dekoration bei Pfeffernüssen verzichten, darf anschließend wer mag natürlich verzieren. Klassischerweise mit einem Zuckerguß aus Puderzucker (250 g) und Zitronensaft (1 Zitrone) oder Rum, und halben Mandeln;  ich habe dieses Mal zu schwarzweißen Schokostreusel gegriffen. Hauptsache, es gefällt!

Und damit verabschiede ich mich endgültig ins Offline für dieses Jahr, wir lesen uns an dieser Stelle im nächsten. Guten Rutsch allerseits und  ein freundlich gesonnenes 2010!

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Fröhliche Weihnachten!

Von , 22. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

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Wunsch-Keksdose

Von , 21. Dezember 2009, 2 Kommentare

Honigkuchen Irgendwie kam die hauseigene Weihnachtsbäckerei nicht so richtig in Gang dieses Jahr, woran auch immer das lag. Was aber prima klappte, war das Stöbern in anderen Foodblogs und das Bookmarken leckerster Rezepte. Und so gibt es an dieser Stelle heute meine virtuelle Wunsch-Keksdose, auch weil Listen wohl mal wieder en vogue (noch eine zum Thema Keks) sind.
Da ich bis auf eine Ausnahme keins der folgenden Rezepte tatsächlich nachgebacken habe, erfolgte meine Auswahl zu großen Teilen aufgrund der verführerischen Fotos und meiner Ahnung davon, wie sich die Summe der angegeben Zutaten letztendlich geschmacklich macht.

  1. Stained Glass Window Cookies – zimtige Verführung mit bunten Fensterchen aus Chele’s chocolatepot!
  2. Schwarz-Grün-Gebäck aus dem Hause Deichrunner, weil ich den Geschmach und die Optik von leider zu seltenen Pistazien liebe
  3. Lavender Shortbread von Jen aus London. Shortbread geht immer und schmeckbarer Lavendel? Das muss ich probieren.
  4. Chocolate-Espresso Snowcaps – Cookies, “lieke little snow coveres mountains, ich bitte euch, wer wollte da widerstehen?!
  5. Agnesia-Plätzchen, einfach und gut: Rezepte mit wenigen prägnanten Zutaten, wie in diesem Falle Hagebuttemark dürften nicht nur Jessie, sondern auch mir schmecken :-)
  6. Mohn-Orangen-Plantain-Plätzchen der Hedonistin. Hier kann ich zwar nichteinmal den Namen ausprechen, geschweige denn buchstabieren, aber das sind die einzigen Plätzchen, die ich nicht nur ausgesucht, sondern auch tatsächlich nachgebacken habe. Mit großem Erfolg!
  7. Rosmarin-Heidesand von Meat&Greet, weil ich diesen einfachen Mürbeteig-Heidesand-Butterplätzchen eigentlich so rein gar nichts abgewinnen kann, aber noch 2 Gläser handgepflückten Rosmarin aus der Provence rumstehen habe, und das die Chance für Heidesand sein könnte. Immerhin gibt es den ja auch mit Schokolade!
  8. Bärentatzen aus Ruby’s Küche. Weil die auch zum alljährlichen Repertoire meiner  Oma gehörten, zusammen mit Springerle übrigens, die seit diesem Jahr leider nicht mehr backen kann.
  9. Schokoladenkipferl - das ich dan icht selbst drauf gekommen bin! Statt der altbekannten und von vielen außer mir ja auch heißgeliebten Variante einfach eine schokoladige Version zu backen! Danke Petra!
  10. Karamellisierte Haferflockenknusperchen aus dem Kleinen Kuriositätenladen, die so raffiniert wie schlicht daherkommen. Karamellisiert! Haferflocken! Und ich würde Schokostücken mit reintun und Cranberries. Na gut, da wäre es dann vorbei mit schlicht.

(Sollte ich also nächstes Jahr beim Keks-Geisel-Austausch mitmachen, meine Wunschliste hätte ich hiermit schonmal eingereicht…)

Weihnachtskekse, sortiert

Gerade als wir also schon fürchteten, dass der 4. Advent ohne Weihnachtsplätzchen an uns vorübergehen würde, erbarmte sich Paula unser mit einer gehörigen Portion liebevollst dekorierter, weihnachtlicher Backkunst, inklusive Honig- und Lebkuchen! Herzlichen Dank an dieser Stelle! ( Und wer noch Weihnachtsrezepte sucht,. bediene sich.)

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Rittersportliche Enttäuschung: Spekulatius

Von , 18. Dezember 2009, 6 Kommentare

Rittersport Spekulatius

Ich weiß nicht, warum ich dieser Sorte erst jetzt habhaft wurde. Frau Shopping schaffte dies bereits im September! Aber ich muss gestehen, ich wusste bis dato nichts von ihrer Existenz (also weder der Sorte noch des Blogs der eben erwähnten Dame). Aber bei einem Spurt durch die erste Drogerie, die am Wege lag,  griff ich zu. Ich meine, Spekulatius und Schokolade!

Die ersten Stücke waren, obwohl schwierig abzubrechen, schnell verspeist. Nochmal nachgegriffen, ob denn der erste Eindruck sich bestätigen ließ, und tatsächlich, leider, ja. Da ist viel Keks drin, keine Frage, es krümelt ordentlich und man schmeckt auch Spekulatius. Aber noch mehr schmeckt man geschmacksverstärkte Gewürzcreme, als ob die Gewürze statt im Spekulatius schmeckbar, doppelt und dreifach um den Spekulatius herumgespachtelt wurden.

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

So halte ich es wie der Autor von “Allem Anfang“: “Alles in allem bin ich jedenfalls mit einem Tütchen handgemachter Butter- oder Mandelspekulatius vom Bäcker und einer Tafel Vollmilchschokolade deutlich besser bedient.”


NameRittersport Spekulatius
Firma:  Rittersport
Preis:  95 Cent

Einkaufsort:  Drospa
Packungsgröße:  100 g
Inhaltsstoffe:  Zucker, pflanzliches Fett, Kakaobutter, Kakaomasse (8,9%), Weizenmehl, Sahnepulver (8,2%), Magermilchpulver, Milchzucker, Süßmolkenpulver, Butter, Butterreinfett, Emulgator: Lecithine (Soja), Weizenstärke, Gewürze (0,3%), Glukose-Fruktose-Sirup, Zimt-Extrakt, natürliches Aroma, Salz, Maltodextrin, natürliches Zimtaroma
Bewertung (1-10):  7
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die Originalität der keks-Sorte: Butterkeks war gestern, stattedessen Spekulatius, also Keks mit Geschmack in Schokolade! Auch die weihnachtliche Note fand ich gut, und natürlich die Optik im Querschnitt.
Contra:  Der Spekulatius wird von zu viel Creme erdrückt und kommt nicht zur Geltung. Daher ist die Schokolade vom Gesamteindruck geschmacklich nicht überzeugend und auch nicht ausreichend keksig! Wirkte  im Gegenteil sogar überladen und speckig.

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Zen und die Kunst der Mohnschnecke

Von , 13. Dezember 2009, 4 Kommentare

Mohnschnecken (2)

Wikipedia kennt allein 34 Sorten Mohn (Papaver), ich liebe sie alle! Diese Liebe aber kam nicht von ungefähr, sondern verdanke ich meiner Mutter, die im Frühsommer für Klatschmohn schwärmte, in unserem Garten Schlafmohn züchtete und in den Wintermonaten sonntäglich Mohnzopf buk. So jedenfalls raunte es mir heute mein Gedächtnis zu, als ich noch nicht ganz wach, aber schon ausreichend hungrig im Bette weilte. Ein Traum von Mohnschnecken zum Sonntagskaffee machte sich breit….

Und das Glück war auf meiner Seite: Je ein halbes Hefepäckchen (~20 gr) und ein halbes Päckchen Mohnback (~150 gr) harrten im Kühlschrank noch der Dinge. Also flux einen süßen Hefeteig angesetzt, aus

  • 400 gr Mehl (wie immer halb Vollkorn, halb weisses)
  • 30 gr Zucker
  • 40 gr Butter
  • einer Prise Salz
  • ca 250 ml lauwarmer Milch
  • 20 gr Hefe

In der halben Stunde, die der Teig auf der Heizung verbrachte, hatte ich Zeit den ersten Kaffee zu trinken und mir den Schlaf aus den Augen zu reiben.  Dann ging es an die Füllung:

  • 150 gr Mohnback (ja, ja, ich weiss ja, frischgemahlen ist ne andere Liga!)
  • 80 gr gehackte Mandeln ( sorgen für etwas Biss)
  • ein paar Spritzer Zitronensaft (guter Ansatz, aber zu schüchtern)
  • 4 EL Milch
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Banane (entpuppte sich als ungute Spontan-Idee, säuerliche Birne wäre besser gewesen)

Mohnschnecken (1)

Die daraus gerührte Masse auf den möglist dünn ausgewellten Teig streichen, diesen längs (!) zu einer Rolle formen und diese in gleichmäßgie Scheiben schneiden. Vorsichtig aufs Blech gesetzt sind die rohen Mohnschneckchen schon fertig.  Ich habe sie noch liebevoll mit einem zerklemperten Ei bestrichen und in Form gedrückt, bevor sie für 20 Minuten bei 180° Grad in den Ofen wanderten. Und pünktlich zum Frühstück wurden wir mit verführerischem Duft belohnt!

Na, welches Schneckerl darf es sein?
Das Schlimme an so einem intensiv duftenden Blech leckerster Backstücke ist heute, dass meine Mutter viel zu weit weg weilt um mit mir zu teilen.
Und das ist eure Chance! Ich suche hiermit nach Mohn-
Leckermäulchen, die gerne in eine der, durch die Zugabe der Banane leider etwas zu süß geratenen, Mohnschnecken beißen möchten und sich über ein Mohnschneckenpäckchen freuen. (Bitte in den Kommentaren melden)

Mohn im Zen

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Ehre wem Ehre gebührt: Biskrem Duo!

Von , 8. Dezember 2009, 2 Kommentare
Dreigestirn am Kekshimmel

Dreigestirn am Kekshimme: Biskrem Duo

Die Zeit meiner Diplomarbeit war geprägt von hoher nervlicher Anspannung und langen Abenden am heimatlichen Laptop. Mehrere Tafeln Schokolade und etliche Kekspackungen fanden ihr krümelndes Ende an meinem Schreibtisch. Und oft genug mussten es Biskrem Duo sein.

Ich weiss nicht, ob Biskrem Duo auch außerhalb von Berlin bekannt sind? Hier jedenfalls sind sie fester Bestandteil nicht des Supermarkt-, wohl aber des Spätkaufssortiment. So dass diese Versuchung sich nie längerfristig in meinem Haushalt einnisten konnte. Und so dass zu einem vollständigen Biskrem Duo Genuss der Spaziergang zum nächsten Spätkauf samt Schnack mit dem Lieblingsverkäufer – man kennt sich -  mit dazu gehört.

Heute inszeniere ich mein Biskrem Revival, genieße, was Optik und Duft beim öffnen der “Keksrolle” versprechen. Und halten.

Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch

Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch

Biskrem Duo sind bei Weitem nicht die einzigen, mit Abstand aber die besten Kekse aus dem Hause Ülker. Übrigens einem der erfolgreichsten und in Deutschland präsentesten türkischen Marken. Nicht einmal mir war klar, wie groß mittlerweile die Vielfalt der Ülker’schen Produktpalette gediehen ist, da findet sich von Cornflakes über Limonade bis hin zu Duschgel wirklich fast alles. Aber begonnen hat 1944 es mit Keksen!

Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme

Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme

Name: Biskrem Duo
Firma: Ülker
Preis: 80 Cent

Einkaufsort: Spätkauf
Packungsgröße: 130 g oder 14 Kekse
Inhaltsstoffe: Weizenmehl, Kakaocreme 30% (Zucker, Pflanzenfett, Kakaopulver (9,7%), Haselnüsse, Emulgator (Soyalezitin), Salz, naturidentisches Aroma, künstliches Aroma (Ethylvanillin), Pflanzenfett, Zucker, Kakaopulver, Eier, Salz, Backtriebmittel (Natriumbicarbonat), naturidentische Aromastoffe
Bewertung (1-10): Klare 7,5
Pro: Die Packungsgröße ist ideal, weil man sie notfalls auch alleine leeren kann, ohne hernach vor schlechtem Gewissen in die Knie zu gehen. Die Keksgröße ist gut, weil der Keks so mit 2 Happen verspeist ist und die Fülle-Keks-Mischung sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Biss im richtigen Verhältnis steht.
Contra: Der Keks strotzt vor künstlichen Aromastoffen und Zucker und Fett sind bestimmt auch nicht nur in Spuren vorhanden. Es ist ein Industriekeks und ja, das schmeckt man.

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