186 Fans von „Schoko und Keks“ und zwei glückliche Gewinner

Von , 11. April 2010, Noch keine Kommentare

Ritter Sport Paket

Im Rahmen des Ritter Sport Gewinnspiels hatte ich letzte Woche nach der Lieblingskombination von Schokolade und Keks gefragt.  186 von euch haben geantwortet und mir ihre liebsten Schokokekse, keksigen Schokoriegel, Eigenkreationen verraten. Vielen Dank, das war so viel mehr Teilnahme, als ich erwartet hatte!

Aber klar, Schokolade und Kekse, da kennt sich meine Leserschaft bestens aus! Und so gab es neben vielfachen Nennungen der keksigen und knusprigen Ritter Sport- (99) und Milkasorten (9) auch erstaunlich viele, die die Klassiker der Schokoriegel wählten: Hanuta-, Knoppers-,  KitKat- und Duplo-Fans (insgesamt 8) erinnerten mich zurecht, dass nicht nur die Manner-Waffel (5) erfolgreich Waffel und Schokocreme kombiniert.

15  nannten Keks-Schoko-Kombinationen wie Twix, Mikado, Ohne Gleichen Prinzenrolle, Picknick und Pick up als ihren Favoriten.

Der Kalte Hund (auch als Lukullus, Schwarzer Peter, Kellerkuchen oder Kalte Schnauze bekannt) fand 8 Fans, ein weiterer bestand auf die mütterliche Schoko-Keks-Torte! Die restlichen verteilten sich auf namenlose Kombinationen von Schokolade und knusprigem Keks, manchen lieben Nüssen oder Mandel dazu, andere verlangt es nach Minzschokolade zum Keks!

Heute dann wurden per Los die beiden glücklichen Gewinner ermittelt: Herzlichen Glückwunsch an Elke J. und Michael G!
Die Gewinner habe ich schon persönlich benachrichtigt und nächste Woche machen sich die Schokoladenpakete auf die Reise…

Mein Dank geht an Ritter Sport und an euch! Da das so viel Spaß gemacht hat, wird es bestimmt nicht allzu lange dauern, bis ich das nächste Gewinnspiel ausrufe. Das wird dann noch keksiger, hoffentlich ähnlich wertvoll und mit etwas Glück auch etwas sommerlicher. Lasst euch überraschen, ich zähl auf eure erneute Teilnahme!

5 süße Foodblogs mit Augenschmaus- Garantie

Von , 8. April 2010, Noch keine Kommentare


Oh ihr liebevoll animierten Zimties, drapierten Cookies, angebissenen Cupcakes oder schimmernden Crème brulées – hungrig im Internet surfen ist nie eine gute Idee. Zu verführerisch die Foodblogs mit ihren mannigfachen Bildern von Leckereien in Großaufnahme. Auch und gerade für uns Süßmäuler und Krümelmonster.

1) Eine, die davon ein Lied singen kann ist Donalyn von Dessertstalking: Süßspeisen so weit das Auge reicht, verlinkt zu den Blogs ihrer Produzenten, ihrer Bäcker und Köche, Naschkatzen und Gourmets.

2) Eine andere ist Jojo Krang von Eye Candy aus der Schweiz. Sie spürt hochwertig angerichtete Speisen und Snacks im Internet auf und kommentierte sie in ihrem Blog. Ob süß ob salzig, hier ist alles „visually interesting“, mehr noch: mouthwatering!

3) Einen anderen Ansatz verfolgen Aki und Alex von Ideas and Food. Die beiden experimentieren in ihrer Küche  mit ungewöhnlichen Zutaten, Methoden und Instrumenten und verwöhnen ihre Leser mit atemberaubenden Fotos von Tangelo- Zesten und in Ingwersalz!
Ein Blog für Robert, nein?

4) Food loves Writing, das Blog von Shannalee, besticht mehr durch die bildliche Schreibe der Autorin, denn durch ihre Fotos.  Ein Blog für wenn es mal regnet und man abtauchen will in eine Welt voller Lust an gutem Essen und guten Freunden. Und hey, ihre Brown Butter Cookies sehen einfach zum Vernaschen aus!

5) Dass hinter diesem Blog ein Mann steckt, hätte ich nicht gedacht. Aber Bake in Paris ist das Werk eines leidenschaftlichen Graphikdesigners in Bangkok, der vor etlichen Jahren dem Himmel sei Dank das Backen für sich entdeckte. Seine Bilder sind Ton-in- Ton-Kompositionen mit absolutem Verführ-Fokus.

Maple-Walnut-Scones à la Canadienne

Von , 5. April 2010, Noch keine Kommentare

Maple-Walnut-Scones

Keks und Schokolade ergeben eine empfehlenswerte Kombination. Ahornsirup, dieses dunkel-sämige Gold aus den Wäldern des Wilden Westens, und Walnuss aber sicherlich auch. Wie gut, dass der Freund, den ich morgen besuche, diese auch schon für sich entdeckt hat. Für ihn soll es Maple-Walnut-Scones geben, locker-leichte Gebäckteilchen mit feinem Nuss-Aroma, knackigen Walnussstückchen und der herben Süße kanadischen Ahornsirups.

Inspiration holte ich mir bei homemade deliciousness, die sich bereits in der Vergangenheit als verlässliche Quelle guter Rezepte erwiesen hatte. Ich ließ die Pecannüsse weg, verdoppelte die Ahornsirupmenge und erhöhte auf zweierlei Glasuren:

Rezept für Ostermontägliche Maple-Walnut-Scones:

  • 150g Weißmehl
  • 100g Dinkelmehl
  • 1TL Backpulver
  • 1 TL Natron
  • 0,5 TL Zimt
  • 0,5 TL Muskat
  • 0,5 TL Salz (würde ich wohl nächstes Mal weglassen)
  • 2 EL geriebene Haselnüsse (Walnüsse hatte ich nur als ganze Nüsse da)
  • 150g Walnüsse, grob gehackt (mit 130 habe ich mich nicht zufrieden gegeben)
  • 6 EL Ahornsirup (und die waren noch zu wenig für meinen Geschmack)
  • 150g Joghurt (statt Buttermilch, ging aber genauso, der Teig war super locker!)
  • 75g Butter

Maple-Walnut-Scones

Der Teig ist schnell gemacht. Vorher noch den Ofen auf 200 °C geschaltet, auf dass er vorheizen kann. Dann alle Zutaten zu einem kräftigen Teig verkneten und 1,5 cm dick auswellen. Aus diesem Teig habe ich mittels Wasserglas etwa 4 cm große Rundstücke ausgestochen und aufs Backblech verfrachtet. Entgegen meiner Annahme gehen die Scones nicht sehr in die Breite und benötigen also nur mäßigen Abstand voneinander. Ich habe meine sehr großzügig auf dem Blech verteilt und brauchte dadurch auch 2 Backbleche.

In jedem Fall gehören die Bleche für 15 Minuten in den 200°C heißen Backofen und müssen dann für die Glasuren abgekühlt werden.

Die Glasuren machten auch in meinem Fall aus nach Clotted Cream und Marmelade, Butter oder gar Nutella schreienden Scones, eigenständige Gebäckstücke, die sich hervorragend an eine Tasse Tee oder Milchkaffee anschmiegen.

Glasur 1 – hellbraun und herb:

  • 2-3 EL Butter mit
  • 3 EL Ahornsirup schmelzen und darein
  • 3 EL Speisestärke einrühren

bis eine sämige Creme entsteht, die sich lasziv auf die Scones tröpfeln lässt ohne etwa seitlich aufs Blech zu flüchten.

Glasur 2 – cremeweiß und süß:

  • 3 EL Ahornsirup mit

soviel Puderzucker vermengen, dass eine ebenso cremige wie klebrige Glasur entsteht, mit der sich die Scones ergänzend verzieren lässt und auf der die Walnusshälften oder -viertel haften.

Soundtrack ist weder zum Backen noch zum Verzehr unbedingt nötig, aber dieser Song lief zufällig im Radio, als ich zwischen Glasurenauftrag und ersten Versuchsbissen steckte. Und er passt so gut:  Cookies Cream!

Bewertung gibt es heute in aller Kürze, der Osterhase ruft.

Pro: Die Scones sind von der Konsistenz her perfekt. Das Nussaroma schmeckt man deutlich, die Nusstücke geben Biss und die Größe war für meine Zwecke gut gewählt. Mit den zwei Glasuren schmecken sie auch alleine wundervoll, ohne Glasuren und Deko-Walnuss bleiben sie leckere Begleiter für sämtlich süßen bis neutralen Aufstriche wie Frischkäse, Butter, Marmeladen und natürlich Clotted Cream.
Zubereitung, Optik und Zutaten sind einwandfrei, simple und auch von der Qualität und Masse gut vertretbar. Das Rezept ist einfach gehalten und gewinnt durch die zweierlei Glasuren zwar an Aufwand aber eben auch an Raffinesse!

Kontra: Das Ahornsirup kommt leider erst durch die Glasuren zum Tragen, das hätte ich mir anders gewünscht. Stattdessen schmeckt man doch tatsächlich den halben Teelöffel Salz durch.

Fazit: Gut, aber optimierbar, ich gebe eine lässige 8 7,5!

Ritter Sport-Gewinnspiel

Von , 1. April 2010, 8 Kommentare

RItter Sport Gewinnpaket

Die Fastenzeit hat ein Ende und damit eure Schokoladenvorräte auch über Ostern hin weg gut gefüllt bleiben verlosen wir 2 Mal ein gar knuspriges Schokoladenpaket von Ritter Sport, das es nicht nur an Keksen in sich hat. Nein, das ist kein Aprilscherz, lasst euch von folgenden Inhalten beweisen, dass Schokolade und Keks immer wieder eine leckere Kombination ergeben:

  • 1 Schokoladenbuch
  • 2 Großtafeln der neuen Sorte „Keks und Nuss“
  • 1 Großtafel der neuen Sorte „Knusperkaramell“
  • 2 Tafeln „Kusperkeks“
  • 3 Tafeln „Neapolitaner Waffel“
  • 1 Tafel „Knusperflakes“
  • 1 Tafel „Milchcreme Mandel“

Mein Ritter Sport-Liebling bleibt seit letzter Saison unangetastet „Neapolitaner Waffel“ obwohl sie geschmacklich natürlich dem Manner Original nicht das Wasser reichen kann. Deren Original, die als „Neapolitaner Schnitte No. 239“ gibt es laut Wikipedia bereits seit 1898. Anfangs sogar lose verkauft, auf dass sich wirklich jeder Bürger zwischendurch mal etwas Süßes leisten konnte!

Ritter Sport Neapolitaner Waffel

Zur Teilnahme bitte  bis zum 10.04.2010 eine Email mit

  1. eurer Adresse und
  2. eurer Lieblingskombination von Schokolade und Keks, unabhängig von Marke oder ob vielleicht nicht sogar lieber selbst produziert.

an anne (at) kekstester.de schicken.

Pro Teilnehmer wird nur eine Email berücksichtig. Der Rechtsweg bleibt ausgeschlossen und leider muss ich ob der Portokosten die Teilnahme auf Deutschland beschränken.

Viel Glück und allseits Fröhliche Ostern!

Wiener Bröselkekse mit Schmäh!

Von , 29. März 2010, Noch keine Kommentare

Broeselkekse im Reinformat

Brösel. Während der Deutsche Brösel ausschließlich in Form von Semmelbröseln kennt und auch dieses oft genug Paniermehl nennt, weiß der Österreicher um saftigen Bröselkuchen, gekochte und gebackene Bröselknödel als Suppeneinlagen, steirischen Bröselkäse und seit neuestem auch Broeselkekse!

Seit 2010 ist der Bröselkeks in Wien in Umlauf und wunderbarerweise fand sich bereits in diesen Tagen in meiner Post ein liebevoll geschnürtes Bröselkeks-Testpaket:

Wiener Broeselkekse

Bei den Broeselkeksen handelt sich nämlich wie bei ihren designten Mürbeteignachbarn aus der Kekswerkstatt um handgefertigte Lieblingskekse mit einzig qualitativ hochwertigen Zutaten.

Aber auch die Form ihrer Kekse liegt der Bäckerin am Herzen. Sie schrieb mir dazu:

„ich lasse den keksen gerne ihre freiheit und verwende selten ausstechformen. bröselkekse werden hauptsächlich gerollt oder geschnitten. unterstützt wurde dies von der nordamerikanischen variation der drop-cookies. ich empfinde das rollen als eine sehr angenehme, ja nahezu meditative tätigkeit. ich nehme mir dafür sehr viel zeit und werde des öfteren mit eigenwilligen formen und oberflächenstrukturen belohnt. mein sortiment holt sich ideen aus dem nordamerikanischen aber auch dem europäischen kulturkreis. als gebürtige südtirolerin ist mein kulinarischer zugang seit eh und je mehrsprachig und international. bröselkeks zeigt sich daher weltoffen für alles, was optisch wie geschmacklich interessant und schön ist.“

Haferflockenkeks aus dreierlei Körnigem

Dies also ein individuell geformtes Parade-Exemplar des „Haferflockenkeks aus dreierlei Körnigem (Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und Leinsamen), sowie Cranberries & Zimt“. Einer unserer Lieblingskekse aus diesem äußerst fotogenen Sortiment.

Einen guten zweiten Platz machte erstaunlicherweise der „Ingwerkeks mit kandiertem Ingwer und Zuckerrübensirup“, im ersten Bild ganz oben zu sehen. Erstaunlich deshalb, weil er von allen Keksen am gewöhnlichsten und blassesten daherkam, sich aber mit dem ersten Bissen geschmacklich klar nach vorne katapultierte.

Die beiden schokoladigen Kandiaten, der „Kakaokeks aus Dinkelvollmehl und ungesüßtem Kakao“ sowie der „Orangenkeks aus Edelbitterschokolade und Orangenöl“ teilen sich damit den dritten Platz. Mir gefiel der Orangenkeks ob des ausgewogenen Aromas besser, der Mittester bevorzugte den puren Kakaokeks und zwar aufgrund der Absenz anderer Aromen oder Gewürze. Mich erinnerte dieser an die Bärentatzen der Adventszeit.

Cantuccini aus dem Hause Broeselkeks

Den Abschluss bildeten zweierlei Cantuccinis:

  • Zweifach Gebackenes aus Buchweizenmehl und Cranberries
  • Zweifach Gebackenes aus Orangenschale & Mandeln mit leicht karamellisiertem Zuckerzimt

Diese überzeugten mich als Cantuccinis nicht so ganz, sowohl Konsistenz als auch Geschmack erwiesen sich als viel zu keksig. Das Buchweizenmehl erdrückte die Cranberries, während bei den Zimtenen die Orangenschale kaum schmeckbar war.

Insgesamt stellten die Kekse eine positive Erfahrung dar. Spürbar selbst gebacken, ist schon allein der beim Öffnen der Packung entsteigende Duft der unterschiedlichen Zutaten und Gewürze ein Genuss. Sie sind schmeckbar unterschiedlich und auch wenn ich nicht alle Zutaten heraus schmecken konnte – die Produzentin bestand auf eine Blindverkostung! -, waren sie sorgfältig zu einzelnen Keksvariationen kombiniert.
Die Konsistenz ist entsprechend verschieden, der Ingwerkeks zum Beispiel zergeht fast auf der Zunge, der Haferfockenkeks hingegen hat jede Menge körnigen Biss und der Kakaokeks wiederum ist wie die Amerikaner es lieben: chewy!
Contra: Geschmacklich nicht überzeugen konnten also nur die Cantuccinis, wobei wir sie einzig pur und nicht in Milchkaffee getunkt verkostet haben.  Nicht unbedingt ein Nachteil, aber wichtig zu wissen ist die ob der frischen Zutaten sehr begrenzte Haltbarkeit der Kekse von 7 Tagen! Das wiederum führt dazu, dass die Kekse nur bedingt versendbar sind. Momentan erhältlich sind sie auf Anfrage für alle Anlässe in Wien und außerdem in einer wachsenden Anzahl an Wiener Örtlichkeiten, deren Publikum gute Kekse zu schätzen weiß. Z.B. in der OZ Videothek oder im Filmcasino.
Preis: 1,20 EUR pro Keks bei einer Mindestbestellmenge von 20 Keksen
Zutaten: qualitativ hochwertig (biologisch, regional)
Bewertung (1-10): 8,5

Mango-Walnuss-Schokoladen-Cantuccini

Von , 25. März 2010, 6 Kommentare

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini

Die Zeit ist reif! Nachdem ich ich bei FoolforFood von Cantuccini – oder Cantucci – mit Pistazien und Cranberries gelesen, kurze Zeit später von Martha Stewart das Rezept für Feigen-Walnuss-Biscotti erhalten hatte, wusste ich, jetzt bin ich dran!

Und schließlich brachte mir eine Freundin letztens getrocknete Mangos von den Philippinen mit. Zusammen mit den stets vorrätigen Walnüssen ergab sich daraus ebenso natürlich wie überzeugend meine Variation: Mango-Walnuss-Schokoladen-Cantuccini.

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini - als Leibe

Schweren Herzens habe ich ob des Frühlings auf alle Gewürze verzichtet, kein Anis, kein Muskat, nicht einmal Zimt. Stattdessen habe ich mich an das Rezept von Chili und Ciabatta gehalten, und nur die Zutaten wie folgt geändert, Änderungen fett hervorgehoben:

400 Gramm Weizenmehl Type 405
2 Teel. Backpulver
1/2 Teel. Salz
200 Gramm Zucker
3 gro?. Eier
2 Essl. Walnussöl
2 1/2 Teel. Macadamia-Sirup (Und obwohl sich schon Claudia über das wenige Fett freut, verzichtet Martha Stewart in ihrem Rezept Interessanterweise vollkommen darauf!
Ich wollte nicht auf das Fett als Geschmacksmultiplikatoren verzichten und habe entsprechend zu Walnussöl gegriffen.)
120g zerkleinerte, geröstete Walnüsse
150g  getrocknete Mangos, grob gehackt
75 Gramm Blockschokolade, gehackt

Mango-Walnuss-Schoko-Cantuccini - im Ofen

Das Ergebnis sind zarte Cantuccini, wunderbar crisp, ohne hart zu sein, auch weil die Walnüsse haben längst nicht so viel Widerstand wie die Mandeln. Dafür haben die Mangos Biss und eine frühlingshafte leichte Säure, genau wie ich sie mir insgeheim vorgestellt hatte. Schließlich ist die Kombination von Mango, dunkler Schokolade und Walnuss eine starke, die dank der zurückhaltenden Süße des Gesamtrezepts auch richtig zum Tragen kommt!
Contra: Das Walnuss-Aroma könnte ruhig noch stärker sein. Der Mittester fand sie zu wenig süß. Das war es aber auch schon.
Zubereitung: Cantuccini-machen ist immer wieder erstaunlich einfach. Ich errinere mich gut an meinen ersten Cantuccini-Backversuch und ich einen Heiden-Respekt hatte. Dabei geht es nur um schaumig rühren und ein wenig Geschnippsel, dann lässt sich alles aufs Blech geben und dank der feuchten Hände auch gut formen!
Zutaten: Wenige, aber aromatische Zutaten. Trotz des Zuckers sind die fertigen Cantuccis somit nicht zu süß, ob des wenigen Fetts leicht aber trotzdem geschmackvoll.
Bewertung (1-10): 8,5

Kekskrümel to go – Vol. 2

Von , 22. März 2010, 5 Kommentare

Keine Sorge, ich backe auch bald wieder selbst. Aber zuvor seien hier noch einige längst überfällige Empfehlungen ausgesprochen.

1) Wasabi Kitkat
Sie lieben KitKats, sprechen Englisch oder sind immer gern für exotische Zutaten zu haben? Dann sei Ihnen Jen’s Blog über ihre Mission, in Japan so viele unglaubliche Geschmacksvariationen von KitKats wie nur irgend möglich durchzuprobieren, wärmstens ans Herz gelegt.

2) „Liebe Schokolade, wir beide kennen uns nun schon seit vielen Jahren…“
So beginnt Nezava’s kakaohaltiger Liebesbrief, den bereits 195 Chocoholics  spontan mitunterschrieben haben. Ein klarer Fall für die Deutsche Schokoladenstiftung!

3) Keksorakel
Solch ein „Keks“ auf dem Weg ins Glück stellt, trotz der von mir verachteten Pastelltönen, alle Unglückskekse der Welt in den Schatten, dessen war sich nicht nurMarie-Antoinette aka Kirsten Dunst bewusst! Und da vorgestern Macarons Day war, huldige ich diesen Kunstwerken voller Leichtigkeit und Cremefüllung und verweise für das Rezept auf Fett, das tropft!

4) Keks-Kau-Parties
Dass Kekse jede Menge künstlerisches Potenzial in sich tragen, ist ja nun wirklich kein Geheimnis mehr. Dass man aber den menschlichen Gaumen anlässlich einer Kauparty als Form nehmen könnte, die so geformten Cookies hernach mit Alter, Beruf und Herkunft des Gaumen-„Besitzers“ in ein Archiv fügen, und auch ein Gruppenporträt zusammenstellen könnte, die Idee fasziniert mich. Und ja, auch geekelt habe ich mich, denn tatsächlich wurden diese Kekse hernach auch zum Verzehr angeboten!

5) Foodblogs und ihre Keks-Offenbarungen
Zu guter Letzt die unwiderstehlichen Neuentdeckungen der internationalen Blogosphäre:

  • Maple Scones, A Taste of Vermont bei Baking & Books – nicht zuletzt für meinen ahornsirupliebenden Freund Claude! Auch wenn Sie Ahornsirup bis dato widerstehen konnten, nach dem Lesen diesen verführerischen Eintrags garantiere ich für nichts mehr!
  • Jules bäckt mit nur 5 Zutaten köstlich aussehende Chocolate Puddle Cookie und ich habe vor, es ihr baldmöglichst nachzutun. Als ehemalige Chocolate Cookie Designerin (sic!) weist sie darüber hinaus in ihren stilvollen Blogs den Weg in die Küche der wenigen Zutaten und kurzen Zubereitungszeiten, sowie die australische Restaurantszene.
  • Obsessed with Baking stellt  Cheddar und Dill Cream Biscuits vor, die mich äußerlich komplett überzeugen, aber leider mag ich Dill viel weniger als Schokolade, weswegen ich den Beitrag lieber mit diesen ebenso portugiesischen wie schokoladigen Triple Cookies beende!

Gute Laune dank Ingwer-Glückskeks

Von , 19. März 2010, Noch keine Kommentare

Ingwer Glückskekse

Wenn ich Glückskeks höre, denke ich ja sofort an diese chinesischen Weizenkekse mit mehr oder minder glücksversprechenden Botschaften. An Ingwer (der „Geweihförmige„) aber, denke ich zunächst nicht. Und auch auf den zweiten Blick fiele mir bei Ingwer nicht Glück, sondern Wärme, Schärfe oder Wohlbehagen ein. Nicht dass sie sich widersprechen würden, ich würde sie nur einfach nicht zusammenbringen, ohne das man sie mir als Einheit präsentierte.

Gerne aber lasse ich mich eines Besseren belehren, und genau dazu tritt Sonnentor mit der dritten Sorte der von mir getesteten Keksvariationen an: Ingwer Glückskekse!

Die stellen sich als ganz schön scharf heraus, und während mir Schärfe in Schokolade so gar nicht zusagt, kommen mir scharfe Kekse mehr und mehr gelegen. Gerade in Verbindung mit sahnigem Milchcafé oder Heißer Schokolade. Ein bißchen süß sind die Glückskekse natürlich auch, aber vorherrschend ist der namensgebende Ingwer. Darüber hinaus entsprechen die Kekse der Erwartung, die durch die beiden anderen an dieser Stelle bereits verkosteten Sorten geweckt worden war.

Gute Laune Kekse

Die vierte Sorte verspricht Gute Laune satt und fährt zu diesem Ziel jede Menge Nelken, Ceylon-Zimt und Muskat auf. Muskat, den ich an meinem Kartoffelpüree liebe, in Kekse zu packen, finde ich eine gute Idee. Überhaupt mag ich die Würze dieser Kekse, tatsächlich schmeckt man die einzeln heraus. Und ich mag die Größe dieser Sorte, denn Gute Laune- Herzen sind mit der kleinsten Ausstechform im Hause Sonnentor geformt, dafür etwas dicker geraten. Umso mehr schade, dass gerade sie arg trocken geraten sind.

Müsste ich also einen Favoriten nennen, würden somit die Ingwer-Kekse das Rennen machen! Anregende Lektüre  zum „Kaffee-und-Käuterkeks“, der heute tatsächlich auf dem Balkon statt finden konnte, bietet übrigens das „Buch, gegen das kein Kraut gewachsen ist“, von Stevan Paulsen liebevoll vorgestellt.

Aber zurück zu den Keksen, deren Verzehr mich zwar nicht gänzlich glücklich machte, aber gerade in Kombination mit sonnenbeschienenem Balkon in gute Laune versetzte:

Gute Laune und Ingwer Glückskekse

Name: „Sonnentor Ingwer Glückskekse“ und „Sonnentor Guten Laune Kekse“
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Ingwer Glückskeks: Dinkelvollkornmehl kbA 34%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Ingwer kbA 3,1%, Vollei kbA, Honig kbA, Backpulver Reinweinstein
Gute Laune Kekse: Dinkelvollkornmehl kbA 31,0%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Muskat kbA, Vollei kbA, Zimt-Ceylon kbA, Backpulver Reinweinstein, Nelken kbA
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe und viele Kräuter machen diese Kekssorten zu einer würzigen Erfahrung ohne schlechtem Gewissen ob Süßigkeitenverzehr auch nur den Hauch einer Chance zu lassen. Runder im Geschmack sind die Ingwer-Glückskekse, interessanter die Gute Laune Kekse.
Contra: Abzüge hier leider in der B-Note. Die Trockenheit der Kekse führt aber immerhin dazu, dass man nicht mehr als 3 auf einmal isst. Durch die Optik von selbst gebackenen Keksen, kann man die Plätzchen bei Bedarf leicht als tatsächlich selbst gebackenes Produkt ausgeben.

Frühlingsplätzchen schwarzweiss

Von , 15. März 2010, Noch keine Kommentare

Butterplätzchen mit Streuseln

Oh Frühling, where are though? Oder wie Paul so schön schrieb „Let’s keep praying for spring!“

Auch wenn auf den Straßen wieder Schnee liegt, der Frühling ist spürbar im Anmarsch! In den Blumenläden gibt es wieder mehr als immer nur Tulpensträuße, nämlich auch welche mit Ranunkeln oder Anemonen und in den Lebensmittelgeschäften liegen bereits die Osterhasen auf der Lauer.

Zeit also für Frühlingsplätzchen! Während man sich in den USA zu solch aufwendigen wie bezaubernde CookieBlümchen aufschwingt und Englands Spring Cookies am seidenen Band baumeln, ging es mir dieses Mal rein um den Keks. Und nur sehr zweitrangig um die Optik. So habe ich statt zu frühlingshaften Förmchen auf die altbewährten zurück gegriffen: Herzchen, Sternchen, Glückchen, Rauten und Co.

Da mich Kälte und Tristesse immer noch Möhre-Ingwersuppe kochen machen, war mir auch nicht nach quietschfidelen Limetten-Keksen. Stattdessen flößte ich Butterplätzchen mit Zitronensaft und -schale einen angemessen zarten Frühlingshauch ein und dekorierte in zurückhaltendem schwarzweiss. Die von Stil- und Farbberatern gerne als Frühlingsfarben titulierten Pastelltöne liegen mir allgemein nicht so sehr, schon gar nicht auf Keksen.

Butterplätzchen mit Streuseln

So duftet die Wohnung nun adrett nach Zitrone und zarte Mürbeteigplätzchen drängen sich als Begleitung des nachmittäglichen Kaffees oder mitternächtlichem Kakao nur scheinbar auf! In Wahreheit bieten sie die willkommenste Ergänzung und versüßen das Warten auf den Frühling aufs Angenehmste!

Frühlingsvariante der klassischen Butterplätzchen:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • Mark einer 1/2 Vanilleschote
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 2 Eier
  • 1/2  Päckchen Backpulver

Zutaten zu einem duftenden Mürbeteig vermengen und in Folie für 1-2 Stunden auf den immer noch ausreichend kalten Balkon packen.  Möglichst dünn ausrollen, nach Lust und Laune ausstechen und die Ergebnisse auf backpapiernes Backblech setzen. Dieses gut gefüllt bei 180 Grad für etwa 10 Minuten in den Ofen schieben. Dabei bitte Sichtkontakt halten, denn die Plätzchen sollten möglichst hell bleiben!
Sind Die Plätzchen abgekühlt gilt es, je nach aktueller Ausprägung der Frühlingslaune das Dekor zu entscheiden. Ich habe 1 Eigelb mit 2 Esslöffel Milch vereinigt, die Plätzchen bepinselt und großzügig mit meinen Lieblingsstreuseln versehen.

Prädikat: Immer wieder und kinderleicht!

Keks-Kino zum Wochenende

Von , 12. März 2010, Noch keine Kommentare

Da auch dieses Wochenende wieder regnerisch, ja teilweise verschneit, mit Sicherheit aber kalt und ungemütlich zu werden scheint, lade ich hiermit spontan zum Keks-Kino ein. Nehmt die Teetasse zur Brust, lehnt euch zurück und lasst euch in die krümelige Welt der Keksliebhaber entführen…

Rolle 1 – Ein Film über die Herstellung der griechischen Kourabiedes, ein ursprünglich traditioneller Weihnachtskeks, der dank Ouzo-Beigabe ein feines Anisaroma entwickelt und sich international auch jenseits von Weihnachten großer Beliebtheit erfreut:

Rolle 2 – It is all about Cookie Decoration! Keks-Dekoration erobert langsam aber sicher auch Deutschland (und Österreich). Oft furchtbar kitschig, manchmal schreiend komisch, und zuweilen tatsächlich elegant. Hier und heute aber die fast meditative Art und Weise von Kudos Cookies:

Rolle 3 –  Short Films are rocking – Kurze Animé-Pause mit Gr@yman’s bösem Kekshumor:

Rolle 4 –  Zum Abschluss sorgen die Fans der Wise Guys mit ihrer gesungenen Anleitung für beste Chocolate Chip Cookies garantiert für Gute Laune und Lust auf Schokoladenkekse!