Zitronenherzige Mailänderli: Verführerischer Besuch aus der Schweiz

By , 24 Juni, 2010, 2 Comments

Zitronenherzli + Milch = Nachmittagsglück

Der beste Geschmackstest ist immer noch der mit geschlossenen Augen.  So wurde Herr Kekstest zum Genuss der Zitronenherzli gebeten, die Augen zu schließen. „Mhmmm, riecht das lecker. Hast du gebacken?“, fragte er noch bevor ich das Herz ihm bis an die Lippen führen konnte. Dann biss er ab und wiederholte krümelnd: „Selbst gebacken?“

Selbst gebacken sind sie nicht, aber diese Zitronenherzli aus der Traditions-Serie der Migros duften und schmecken verdammt gut. Das Wochenende werden sie wohl nicht mehr erleben und nur wenn sie großes Glück haben den morgigen Tag, denn aus 4 wurden 5 wurden 6…

Zitronenherzli

Mitgebracht aus der Schweiz hatte sie mein kleiner Bruder, der letzthin zu Besuch war und um meine Keksleidenschaft weiß.  Und als sich heute Nachmittag die Frage nach einem zünftigen Z’vieri stellte, kamen sie mir gerade recht. Ein Glas Milch, eine reife Nektarine, eine Handvoll zitronigster Kekslein – Mensch was willst du mehr an einem Juninachmittag?

Dass sie wie selbstgemacht schmecken, mag daran liegen, dass sie ohne Konservierungs-, Farb-und künstliche Aromastoffe produziert werden. Ob sie tatsächlich auf diesem Rezept von Betty Bossi, der fiktiven Urmutter der Schweizer Koch- und Backbücher, beruhen, vermag ich nicht mit Sicherheit zu sagen.Dass die Zitrone im Guss steckt, kann ich bestätigen. Die Mandeln habe ich erst beim 3. Herz erkannt, auch auch mehr über die Konsistenz als vom Geschmack.

Zitronenherzli

Tatsächlich wirken manche Kandidaten aus der Packung so, als hätten sie kaum Guss abbekommen, aber das mag auch an der langen Reise liegen, die sie hinter sich bringen mussten. Ich habe sie zu den ersten Nektarinen gegessen, aber auch zu einem sommerlichen Sorbet kann ich sie mir hervorragend vorstellen.

Fazit: Deutlich aber rund schmeckt man die Zitrone heraus, und auch insgesamt sind die Zitronenherzen nicht zu süß, sondern fein. Von der Konsistenz her mürbe, macht sich der dünn aufgetragene Zuckerguß gut. Es sind schlichte Kekse, aber gute Kekse, auch wenn sie etwas blasser als auf der Packung daherkommen. Überzeugend fand ich auch die kurze, klare Zutatenliste. Endlich mal ein industriell gefertigtes Produkt, dass man ohne schlechtes Gewissen essen und anbieten kann.

Zutaten: Weizenmehl, Zucker, Pflanzenöle, Mandeln 11 %, Eipulver (Bodenhaltung), natürl. Zitronenöl 1%, Kochsalz, Zitronensaftpulver 0,05 %.
Kann Milch, Haselnüsse und Sesam enthalten.

Preis: 2,80 SFR / 200g

Keksdealer: ist die Schweizer Migros (leider ohne Onlineshop, soweit ich das sehe). Hergestellt werden sie von ihrer Produktionsfirma Midor AG, die noch jede Menge andere süße Leckereien kreiert.

Urteil: 9 von 10

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2 Responses {+}
  • tobias kocht!

    Muss ich für den nächsten Schweiz Besuch vormerken.

  • Anne

    Oh ja, die machen den Nussstängeli echt Konkurrenz. (Und wer denkt dann noch an Schokolade?)

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