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Glutenfrei Klassiker Rezepte Tartelettes

Mürbe Herbst-Tarte aus 2 Birnen, 2 Eiern, 7 Pistazien und 0,5 Orangen (für Schüchterne)

Weil Freunde von mir spontan beschlossen, ihren 77. Geburtstag zu feiern, beschloss ich ebenso spontan zu sein und ihnen eine Geburtstagstarte zu backen. Barrierefrei. Mürbst. Birnenrund. Und unwiderstehlich.

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Bäckereien im Porträt gekaufte Kekse Individualisten Klassiker Kunst am Keks Schokolade Süße Teilchen Weihnachtsbäckerei

Für alle, die noch kein Geschenk haben: Weihnachtspastete aus dem Hause Sawade!

Sawade Königin Luise Pastete 125 g

Manche Teilchen kommen als Schwergewicht daher, das die Niedlichkeitsform schwer über die Lippen gehen lässt, das liegt aber mitnichten an mangelnder Köstlichkeit. Im Gegenteil: Randvoll ist diese Weihnachtspastete damit, in Schichten schmiegen sich Mandelnougat an Marzipan und Maraschino-Kirschen an Jamaikarum-Sahne.

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gekaufte Kekse Kekspolitik Klassiker

“Nur echt mit 52 schwarz-weissen Zähnen!” oder: seit wann ist der Keks ein Keks?

Keks in Schwarzweiss

Es gibt ihn in Gold. Mit guter Butter. Bei meiner Mutter gar auf’s Butterbrot. Zum Pausenbrot, Wandertag und am liebsten unzerkrümelt. Nur echt ist er mit 52 Zähnen, auch wenn diese mitunter eine Schokohaube tragen. Mit 52 wird seit 1889 gekrümelt. Denn damals begann diese Geschichte, die heute in schwarzweiss erzählt wird …

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Kekse im Test Klassiker

Walkers – die ultimative Kombination aus frischer Butter, Zucker, Mehl und Salz?

Walkers Shortbread

Walkers, ein Name der – wie Tempo für Taschentücher – für Shortbread steht. Dickes, echtes Shortbread, aus echten schottischen Zutaten: Mehl, Salz, Zucker und – Butter! Ihr wisst schon, die gute, gelbe, sahnig-frische Butter! Sie ist mit 31 % Hauptbestandteil des wohl bekanntesten Produkts aus dem Hause Walkers: Shortbread – Pure Butter! Als Finger,…

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Berlin Individualisten Kekse im Test Klassiker

Brownies, Cookies, Törtchen und Lemonbars aus der Wunderkuchen-Tüte

After Eight-Brownie

Cheesecake-Törtchen, im Vordergrund: Blueberry

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Kekse im Test Klassiker

Byron Bay Triple Choc Fudge und White Choc Chunk & Macadamia Nuts

Byron Bay: Triple Choc Fudge

Wer glaubt das Monopol für dekadente Cookies läge bei den Amerikanern, der irrt. Auch Australien produziert hervorragende Cookies, Brownies und Fudges. Bekannt sind hier in Europa wenige, mindestens einen Versuch wert sind die von  Byron Bay Cookie Company, die mit ihren White Choc Chunk & Macadamia Nuts vom malerischen Byron Bay aus auch die internationalen Keksliebhaber eroberten. Und das seit sage und schreibe 20 Jahren!

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Kekse im Test Klassiker

Zitronenherzige Mailänderli: Verführerischer Besuch aus der Schweiz

Zitronenherzli + Milch = Nachmittagsglück

Der beste Geschmackstest ist immer noch der mit geschlossenen Augen.  So wurde Herr Kekstest zum Genuss der Zitronenherzli gebeten, die Augen zu schließen. “Mhmmm, riecht das lecker. Hast du gebacken?”, fragte er noch bevor ich das Herz ihm bis an die Lippen führen konnte. Dann biss er ab und wiederholte krümelnd: “Selbst gebacken?”

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gekaufte Kekse Klassiker Kunst am Keks

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers

Oder: wann ist ein Keks ein Keks?

Ich war noch nie in Karlsbad, ich wusste noch nicht einmal, wo das genau liegt, bzw. verortete es stets fälschlicherweise im Schwäbischen. Aber ich weiß, dass seine Oblaten meiner Oma schmecken. Und seit heute auch, dass die Oblaten, die ich dank meiner Oma schon als kleines Kind zu naschen bekam, weder aus Tchechien, noch aus Schwaben stammen, sondern im bayrischen Dillingen gefertigt werden.

Karlsbader Oblaten sind, verglichen mit Backoblaten oder Keksen, riesig: Ihr Durchmesser beträgt 18 cm und damit gingen sie schon fast als kleine Kuchen durch, wären sie nicht so hauchdünn. (Aber man kann sie natürlich mit Creme und Konfitüre zu einer Schichttorte drapieren.) Sie sind u.a. deshalb so fein, weil die knusprigen Teigschichten mit einer Mischung aus Zucker, gemahlenen Nüssen und Mandeln und Butter gefüllt sind. Mittlerweile gibt sie auch mit Schoko-, Nougat- oder Vanillecreme, aber die, die meiner Oma schmecken, sind die Klassischen.

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers und Konfitüre

Karlsbader Oblaten bricht oder schneidet man zum Verzehr am Besten in handliche Stücke und knuspert sie – wie meine Oma – zum Kaffee, zum Tee oder zu einem Glas kalter Milch. Oder aber man bestreicht sie wie ich mit Konfitüre und für den, der Schlagsahne mag: auch diese steht ihnen gut zu Gesicht. Denn, und damit kommen wir zu einem kleinen Nachteil der Oblaten, es handelt sich um ziemlich trockene Gesellen.

Heute sind sie etwas aus der Mode geraten, aber man findet zumindest die Klassischen weiterhin bundesweit in Lebensmittelgeschäften. Ich habe meine sogar im Asia-Markt ums Eck gefunden und konnte nicht widerstehen. Außerdem lassen sie sich beim Hersteller in allen erdenklichen Variationen – allerdings nur in größeren Mengen – auch online bestellen.

Historisch ist nicht gesichert, ob sie zuerst von Mönchen in Böhmen gebacken wurden, ihre Verbreitung ging auf jeden Fall von dem Bäderdreieck um Karlsbad aus, dem sie den Namen verdanken.

deutet der Hersteller auf seiner Seite den jüngst entbrannten Kampf um die Herkunft der Oblaten leise an, immerhin 200 Jahre lang liegt ihre Erfindung wohl bereits zurück. Mittlerweile scheint zum Glück eine Einigung gefunden worden zu sein.

Karlsbader Oblaten


Eigentlich wollte ich die Oblaten auch einem Kekstest unterziehen, aber ich muss zugeben, dass es sich bei ihnen zwar um feines Gebäck, nicht aber um einen Keks im eigentlichen Sinne handelt. Eerst gestern war ich gefragt worden, ab wann ein Keks ein Keks eigentlich ein Keks sei, und wann ein Konfekt.

Das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten, denn es ist auch eine kulturräumliche Frage.  Denn während man in Österreich und  der Schweiz unter dem Begriff “Konfekt” Kleingebäck sammelt, ist dafür in Deutschland der Begriff “Keks” gebräuchlich.  “Konfekt” nutzt man in Deutschland eher als  Oberbegriff für alle Zucker- und Backwaren, insbesondere aber feine Pralinen, kandierte Früchte oder Fondants. Und so wäre die Karlsbader Oblate per definitionem ein Konfekt, aber das will mir erst recht nicht über die Lippen.

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Kekse im Test Klassiker

Fondente Nocciolato – Haselnuss zartbitter

Loacker Fondente Nocciolato

Seit der ISM schon liegt dieses Paket aus dem Hause Loacker unbeachtet bei mir im Regal, irgendwie machten mich die gefüllten Waffeln so gar nicht an. Was will ich mit zartbitter und dann auch noch Waffeln! Heute aber entschloss ich mich dann doch zum Öffnen. Gut so, denn die Teilchen sind viel leckerer als ich befürchtet hatte.

Das mag daran liegen, dass die Loacker AG ein alter Hase im Waffelgeschäft ist. 1925 als Konditorei in Bozen gegründet, ist sie seit 1985 nicht nur Marktführer in Italien sondern vertreibt ihre süße Ware auch international. Und zwar so erfolgreich, dass ihr 2003 der “Süßwaren-Oskar”, der European Candy Kettle Award verliehen wurde. Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!
In Zahlen: Jährlich setzt der italienische Edelwaffelhersteller rund 21.900 Tonnen seiner Waffelprodukte ab, 55% davon gelangen ins Ausland, 2009 ergab das einen Umsatz von 162,7 Mio. EUR! Und das alles mit Waffeln.

Loacker Fondente Nocciolato

Zurück zur feierlichen Packungs-Öffnung, die die Wallblätter offenbart: Kleiner sind sie, als die Verpackung suggeriert, dafür duften sie sehr fein. Ob das an den echten italienischen Haselnüssen, an der Verwendung echter Vanille oder aber an der Südtiroler Bergluft liegt? Ich beiße erst einmal ab und entscheide mich dann für die Haselnüsse.

Nachdem ich allerdings der Zutatenliste ansichtig wurde, ziehen sich meine Geschmacksnerven verschüchtert zurück. Was ist eigentlich Emulgator? Was sind Sojalecithine? Und wie soll ich da noch die echte Vanille hervorschmecken?

Name: Loacker Gran Pasticceria Fondente Nocciolato / Haselnuss zartbitter
Keksdealer: Loacker AG
Packungsgröße: 100g
Preis: 1,99 – 2,99 EUR
Zutaten: Zartbitter-Schokolade 27%, (Kakaomasse, Zucker, Butterreinfett, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithine), pflanzliches Öl, Glukosesirup, Haselnüsse 9%, Weizenmehl, Milchschokolade (Zucker, Milchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Sojalecithine, Vanilleextrakt), Zucker, magerer Kakao, Zartbitterschokolade 8% in der Creme (Kakaomasse, Zucker), Dextrose, Süßmolkenpulver, Sojamehl, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Salz, Emulgator Sojalecithine, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumdiphosphat), Bourbon Vanilleschoten
Kann Mandeln und Hafer enthalten
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Schokolade und Haselnuss bilden ein schlagkräftiges Team fast unabhängig vom Kontext. Diese Variation mit dunkler Schokolade,Creme und Waffelblättern überzeugt durch die ausgewogene Kombination der einzelnen Bestandteile. Nicht zu süß, sehr dunkel-herbe, cremige Schokonote und durch die Waffeln und Haselnüsse angenehmer Biss.
Contra: Die chemisch gepimpte Zutatenliste räumt jedoch schnell damit auf dass es sich hierbei um ein natürliches Produkt handeln könnte. Das wird schon durch die massentaugliche Verpackung im Supermarkt-üblichen Pappkarton deutlich. Schade.

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Kekse im Test Klassiker

Petit Beurre au chocolat au lait

Petit beurre (chocolat au lait) - angeknabbert

Ein Klassiker, in Deutschland eher ohne Schokolade, in Frankreich fast ebenso häufig mit: der Butterkeks Oder eben auch “le petit beurre“. Hier im Test in einer Version des Schweizer Lebensmittel-Produzenten Midor, seinerseits langjährige Hausmarke der Migros-Gruppe.
Es gibt Petits Beurres aber genaus von anderen Keksfabrikanten, beispielsweise von Wernli oder aber LU , deren schokoladenüberzogene Version seit jeher als “petit ecoliers” firmiert, dessen Gründer Louis Lefèvre-Utile zumindest die Entdeckung des französische Butterkeks zugeschrieben wird.

Vor Jahren, nämlich bereits 2006, hatte Chocolate&Zucchini ein Rezept zum Selberbacken dieser Kekse gepostet, und Wie Gott in Deutschland brachte die Idee erfolgreich in die deutschen Foodblogs.
Das Schöne an den schweiz-französischen Versionen finde ich die wirklich leckere Schokoladenschicht, die es sowohl in der von mir bevorzugten Vollmilch- als auch in der von vielen anderen bevorzugten Zartbittervariante gibt. In die Schokolade ist nämlich je nach Marke und Saison ein Bildchen  eingeprägt und nicht wie bei Leibniz und Co nur schnödes Firmenlogo bzw. Name.

Petit beurre (chocolat au lait) - gestapelt

Wie man hier deutlich sehen kann, sind die Kekse ebenso knackig, ebenso krümelig wie ihre deutschen Pendants. Die Schokolade aber ist viel cremiger, ohne aber unangenehm in den Händen zu schmelzen. Und ohne zu dick aufzutragen.
Dass die Kekse auf den Fotos aber mit vielen, vielen Krümelchen, fast möchte ich sagen Keksstaubkörnern überzogen sind, liegt nicht an ihrer mangelnden Qualität oder Stabilität. Sondern schlicht daran, dass sie seit dem Weihnachtsurlaub in meiner Handtasche ihres Schicksal harrten und erst vorgestern durch Zufall wieder entdeckt wurden. Wie aus dem Ei gepellt wirken sie nicht mehr, aber schmecken tun sie noch unverändert gut.

Die hässlichsten Petit Beurres sind mir dagegen hier in Indien begegnet. Ich hoffe nur, sie schmecken nicht gar so fade wie sie aussehen. Sonst bekämen die Inder einen durch und durch falschen Eindruck!

Petit beurre (chocolat au lait) - mit Packung

Rezepte mit der schokoladenlosen Version gibt es natürlich viele, die möchte ich hier gar nicht alle aufzählen. Berührt hat mich aber allein schon die Zeichnung zum Gâteau Petit Beurre (Butterkekskuchen) von Maïté Wiltgen – es gilt bis fast bis ganz nach unten zu scrollen! Und erwähnte ich eigentlich bereits, dass ich den schlichten Butterkeks auf gebuttertem Vollkornbrot liebe?
Für die schokoladige Version gibt es alle Nährwerte wunderbar aufgeschlüsselt in der Fooddatabase und ansonsten gibt es wie stets die Fakten im Kleingedruckten:

Name: petit beurre chocolat au lait
Keksdealer: online oder im Migros
Packungsgröße: 8 x 2 Kekse à  25g, insgesamt also 200g
Preis: 3,80 SFR (im Online-Shop von Migros)
Zutaten: Milchschokolade 48% (Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Emulgator: Sojalecithin, Aroma), Weizenmehl, Weizenstärke, Zucker, Pflanzenöle und -fette, Invertzuckersirup, Butter 2,5%, Magermilchpulver, Glucosesirup, Kochsalz, Backtriebmittel: E 503, E 500, Kondensmilch, Aromen. Kochsalz insgesamt: 0.4%
Kann Haselnüsse enthalten.
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Feinste Schweizer Schokolade auf knackiger Keksgrundlage. Einzeln schmeckbar verschmelzen die beiden unterschiedlichen Schichten zu einem leckeren Ganzen, bleiben jedoch auch einzeln wunderbar genießbar. Verpackung und Aufmachung sind ebenso praktisch wie ansprechend, vor allem in der hier getesteten Version mit 2 Keksen pro Tütchen.
Contra: Gleichwohl handelt es sich hierbei um einen standartisierten Industriekeks ohne jede Raffinesse. Dafür mit diversen  Stoffen der Lebensmittelchemie. Und somit alles andere als für den täglichen Verzehr geeignet.