Walkers – die ultimative Kombination aus frischer Butter, Zucker, Mehl und Salz?

By , 12 November, 2010, 8 Comments

Walkers Shortbread

Walkers, ein Name der – wie Tempo für Taschentücher – für Shortbread steht. Dickes, echtes Shortbread, aus echten schottischen Zutaten: Mehl, Salz, Zucker und – Butter! Ihr wisst schon, die gute, gelbe, sahnig-frische Butter! Sie ist mit 31 % Hauptbestandteil des wohl bekanntesten Produkts aus dem Hause Walkers: Shortbread – Pure Butter! Als Finger,…Petticoat Tails, Rounds oder Highlanders. Ein echter Klassiker im schottengemusterten, ob des Rots weithin neben anderen Kekspackunge auszumachenden, Karton. Daneben gibt es das Shortbread aber in vielen weiteren Variationen – mit heller und dunkler Schokolade, mit Limone oder Pecan-Nüssen etwa – und jährlich kommen neue hinzu.

Walkers Shortbread Collection

Die Orange Royals, ganz rechts auf dem Bild, waren mir bis dato unbekannt, aber auf den ersten Bissen ganz entzückend! Es gibt sie wohl auch mit Ingwer, danach werde ich jetzt im Winter Ausschau halten. Aber ersteinmal galt es, sich durch die Klasssiker zu testen. Das ist gar nicht so einfach bei Keksen, deren Buttergehalt ständig Einhalt gebietet. Viel Muße und einige Abendstunden gingen drauf um mich zwischen tassenweise Tee durch die buttrigen Köstlichkeiten zu kosten. Nicht umsonst gibt es Walkers Produkte in vielen Cafés einzeln verpackt.

Von Anfang an und bis zum Schluss galt meine Sympathie unter den puren Butter-Walkers den Shortbread Fingers. Sie ließen sich in Stückchen brechen, in Milch tauchen, machten auf dem Tellerchen eine gute Figur und waren eindeutig als Shortbread zu erkennen. Die mit den Schokostückchen hingegen enttäuschten: für wahre Chocolate Chip Cookies eindeutig zu wenig Schokolade, für pures Shortbread zu viel. Die oben bereits erwähnten Orange Royals landeten auf dem zweiten Platz. Feines Orangenaroma in einer milchschokoladige Schutzschicht und trotzdem ausreichend dominant: feiner Keks.

Walkers Shortbread im Test

Auf dem dritten Platz nisteten sich irgendwann die Lemon &White Chocolate-Biscuits ein. Bestimmt auch weil die zitronige Frische gut tat, die wie ein Hauch unerwarteter Frühling aufkam. Und das mitten im November. Die „Zitronigen“ kommen eher unscheinbar daher, entfalten ihr Aroma aber ob des auch hier größzügig bemessenen Butteranteils bereits beim Öffnen der Packung und erst recht, nach dem Passieren der Lippen, im Mund. Die Biscuits sind aber insgesamt spürbar leichter als die Shortbreads.

Insgesamt gilt für alle Walkers Produkte, von den Klassikern (seit 1898!) bis zur „neumodischen“ WeightWatcher-Linie: Keine künstliche Aromen, keine Farbstoffe oder Additive, und das von Anbeginn. In Deutschland wird Walkers übrigens von der Topfood Gmbh vertrieben, traditionsbewusste Liebhaber der englischer Leckereien.

Fazit: Ich bin noch nicht durch mit dem Testen, es warten noch Olive Oatcakes und die Shortbreads mit den Pecannüssen. Aber länger wollte ich euch nicht warten lassen, denn es sind gute Kekse. Solitäre, die keine Unentschlossenheit, kein „knabber ich mal an dem Kekslein und beiß‘ ich mal in den Cookie“, dulden, schon gar keine anderen Süßigkeiten neben sich. Eine Tasse Tee, einen Espresso, meinethalben auch ein Glas Milch. Mehr geht nicht, glaubt es mir. Mir war das fast ein wenig zu heftig, aber wenn man sich bewusst für einen Keks entscheidet, die Arbeit unterbricht um sich ganz dem Krümeln zu widmen, wird man reichhaltig – im wahrsten Sinne des Wortes – belohnt

Urteil: 8,0 von 10

8 Responses {+}
  • missboulette

    Ich bin süchtig nach Walkers, natürlich am liebsten ganz pur die Shortbread Fingers. Schön dick und buttrig! Du, langsam glaube ich, dass wir Geschmacks-Seelenverwandte sind!

    Habe schon oft versucht diese nachzubacken, aber den Geschmack habe ich noch nicht ganz getroffen. Hast Du da was?
    Bin neidisch auf deine Walkers Kollektion!

  • richensa

    Habe gerade zwei Päckchen Shortbreads original aus Schottland mitgebracht bekommen. Höre sie schon durch die Packung „Iss mich…“ rufen ;-))

  • katha

    neben den fingers bitte nicht auf die petticoat tails zu vergessen! die mini rounds habe ich noch nicht in die hände bekommen. aber da ein „finger“ ungefähr einem abendessen entspricht, könnten die minis eine alltagstaugliche alternative sein. wer bio lieber mag: duchy originals wird von walkers gemacht.

  • Anne

    @missboulette, ich teste noch, sobald ich fündig bin, lasse ich es dich als meine Geschmacks-Seelenverwandte als erste wissen. :)

    @richensa, ich meine deine Packungen gar bis hier her zu hören :)

    @katha, die duchy originals stehen auch noch auf meiner liste, aber ob das vor der großen weihnachtsbäckerei noch was wird, wage ich zu bezweifeln…

  • Sylvia

    Das waren bislang immer meine Lieblingskekse! Seit ich aber selber Shortbread backe (was total einfach ist), empfinde ich sie als mehlig.

  • Kekstesterin

    @Sylvia, das ist wohl der „Nachteil“ am Selberbacken :)

  • Oh so good! Banana Shortbread mit Paranüssen und Zartbitterschokolade - KeksTester

    […] Erfahrung, auch, dass da ein guter Mürbeteig nicht stört. Ich backe selten Shortbread, ich fürchte sogar, dies ist mein erster Versuch und er sollte sich lohnen. Es sollte das […]

  • Very Berry: Post aus meiner Küche mit War-wohl-nix-Shortbread und einem tollen Last-Minute-Ersatz: Soft Baked Marmor-Cookies mit Cranberries und weißen Schoko-Chunks «

    […] sein sollte. Einzeln habe ich aus dem ausgerollten Teig schöne, fingerdicke Streifen geschnitten. So sollten sie hinterher aussehen. Ich liebe diese Dinger und komm an keinem Duty Free Shop an ihnen […]

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