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Kekse im Test Muffins

Bratapfelmuffins – Die Zeit war reif!

Bratapfelmuffins

Schon lange, wirklich schon verdammt lange, will ich Küchenlateins Zebraplätzchen nachbacken, aber immer wieder kommt mir ‘was dazwischen. Heute waren es die Gewinner-Muffins à la Bratapfel von Veronika. Und ganz ehrlich, der Herr Zufall hätte sich keine leckeren oder saisonal passenderen Muffins aussuchen können. Die Teilchen sind der Hammer goldrichtig bei nasskaltem Novemberwetter. Kaum gebacken, hatte ich auch schon den Löffel parat, denn die Dinger duften ja dank Apfel und Zimt noch bevor sie aus dem Ofen kommen. Und dann plustern sie sich auch noch so neckisch auf!

Bratapfelmuffins sind zum Anbeißen

Aber nein, die blinzeln nicht nur verführerisch mit ihren Apfelspalten, die duften nicht nur nach warmer Ofenbank vor eisblumenverziertem Fenster und Zimtapfel-Ozeanen, die schmecken auch so! Gut, es waren auch leckere kleine Gala-Äpfelchen, die ich in Zimtzucker angedünstet hinzu gab. Aber hey, gute Zutaten machen noch lange keine Götterspeise! Und ambitioniert kann man die Zubereitung dieser Wonneproppen nicht nennen. Eher schlicht. Und auf die Rosinen habe ich zudem verzichtet.

Zutaten für 12 von Veronikas Bratapfelmuffins:

50 g Rosinen
3 ganz kleine Äpfel (à 75 g)
100g Marzipan-Rohmasse, grob zerpflückt
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanille-Zucker
100g Zucker
225g Mehl (bei mir gab es 100g davon als Vollkornmehl)
2 TL Backpulver
200g Crème fraîche
6 EL Sonnenblumenöl
2 Tropfen Bittermandel-Aroma
40g gehackte Mandeln
1 TL Zimt
1 Apfel
24 Papier-Backförmchen

Bratapfelmuffins schmecken sehr

Zubereitung:
(1) Backofen auf 200 °C vorheizen. Ei, Salz, Vanille-Zucker und Zucker mit den Schneebesen des Handrührgerätes dickcremig weiß aufschlagen.

(2) Mehl und Backpulver mischen. Crème fraîche und Öl gut unter die Ei-Zucker-Masse rühren, dann die Mehlmischung unterrühren.

(3) Die 3 Äpfel würfeln. Mandeln ohne Fett anrösten, Zimt dazugeben und schließlich die Äpfel unterheben. Wer mag kann noch einen EL Braunen Zucker zum Karamellisieren dazugeben. (Ich habe es getan und nicht bereut)

(4) Pfanneninhalt und Marzipan unter die Teigmasse heben. Die Papierförmchen jeweils zu zweit in eine Vertiefung des Muffinblech setzen und mit einem Zwölftel des Teiges füllen. Es kann ruhig ziemlich voll werden. (Ich habe hier noch eine Prise Zucker über jeden Muffin gegeben, zwecks Karamellisierung, ihr wisst schon ;) Zuletzt den vierten Apfel in Spalten schneiden und auf jeden Muffin eine schmale Spalte setzen.

(5) Muffins für etwa 20 Minuten in den Ofen schieben und den entstehenden Duft genießen.

Bratapfelmuffins haben geschmeckt

Fazit: Extrem feine, herbstliche Muffins, die man jedem Besuch anbieten kann und sich selbst natürlich sowieso. Die mit Leichtigkeit die grauen Wolken in den Hintergrund rücken und jedem Tee zur Ehre gereichen. Gut, Marzipan sollte man mögen. Es lässt sich aber auch gerne mit Walnusshälften oder den von mir außen vor gelassenen Rosinen ersetzen. Vielen Dank, Veronika!

Urteil: 10 von 10

Wer es schafft, nicht gleich mindestens einen Muffin noch lauwarm aus dem gerade geöffneten Ofen zu verspeisen, hat sich meinen Respekt mehr als verdient. Ich wusste mir nur mit rotwangigen Tricks zu helfen, um das Blech fürs Foto wieder drall gefüllt daherkommen zu lassen. Eine Runde Bratapfelmuffins-Tic Tac Toe gefällig?

Bratapfelmuffins in Reih und Apfel

17 Antworten auf „Bratapfelmuffins – Die Zeit war reif!“

Man, die sehen total gut aus!!! Wie gerne hätte ich jetzt so einen. Ich liebe Bratapfel! Ich hab letztes Jahr mal Bratapfelplätzchen ausprobiert, ich mag die Idee Bratäpfel zu verarbeiten. :) Auch wirklich sehr schöne Fotos…

Gleich drei hintereinander! Du mußt ja Hunger gehabt haben. ;)

Ansonsten: gut, daß ich jetzt weiß, womit ich mit Backen anfangen kann am WE. ;)

Kinder, lauft schneller,
Holt einen Teller,
Holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
Für den Zipfel, den Zapfel,
Den Kipfel, den Kapfel,
Den goldbraunen Apfel!

Aber es kommt nicht nur auf den Inhalt, sondern manchmal auch auf die Verbackung an :-) Und die “rotwangigen Tricks” machen Dein Foto noch verführerischer!

@Elena, Bratapfelplätzchen klingt natürlich sehr klasse in meinen Ohren, die muss ich mir nochmal genauer anschauen :)

@Hesting, ich habe fast immer Appetit und willige Mittesser um mich :)

@Christiane, wie klasse – danke für den Kinderreim, den hatte ich fast vergessen!

@lisa, ja, die Bratapfelmuffins hatten echt zurecht gewonnen – auch wenn es natürlich Zufall war.

Da bin ich ja grad ganz aufgeregt, dass du meinen Rezeptvorschlag nachgebacken hast! Freut mich, dass sie euch schmecken :)

@Christina, ich bin gespannt auf deinen Bericht. Toll fand ich an den Muffins übrigens auch, dass sie im Gegensatz zu echten Bratäpfeln viel weniger süß schmecken.

@Veronika, danke dir nochmals für die Inspiration, da wäre ich selbst nicht drauf gekommen.

Ich habe die Bratapfelmuffins neulich nachgebacken. Mir haben sie gut geschmeckt (vor allem lauwarm) und ich würde sie durchaus noch mal wieder backen.
Das will schon was heißen, bei Muffins bin ich ziemlich krüsch. ;-) Ich habe bestimmt schon über 60 verschiedene Rezepte ausprobiert, aber nur bei einer Handvoll Rezepte würde ich sagen, dass ich sie ein zweites Mal backen würde.
10 Punkte würde es von mir zwar nicht geben, aber gute 8! :-)

Vielen Dank für das schöne Rezept!

Gruß
emma_peel

Hallo Anne,
bin etwas hilflos, habe heute “Veronikas Bratapfelmuffins” gebacken, die sind so was von leeecker!!!! Ich habe Fotos und würde sie gerne in meinem Blog (http://irenesleckereien.blogspot.com/)unter Angabe der Quelle veröffentlichen, und da, ist das Problem, ich kann das Originalrezept nicht finden :-(.
Kann ich es unter Angabe dieser Seite tun?

ich habe die Muffins nachgebacken und muss sagen “SUPER-DUPER-HAMMER-LECKER!”

mit ins büro genommen – und schwupps waren alle weg. und meine kollegen sind heikel! ;-)

danke für dieses tolle rezept und wirklich ganz tolle schmackhafte fotos!

Ich hab die Muffins für ein Lichterfest in unseren Waldkindergarten vorbereitet….ich aß selten sooo leckerer Muffins…und ich trau mich zu behaupten auch die anderern ;) ich hab noch eine Prise Weihnachtsgewürz dazu. normalerweise beißen die Kinder die kleinen Küchlein an und lassen sie dann irgendwo liegen. Diesmal nahm ich keinen einzigen mit nach Hause. :) danke für das tolle Rezept.

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