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Ausgestochene Plätzchen Besondere Kekse Kekse im Test

Pünktlich zu Ostern: Rosa Frühlingsblüten-Plätzchen mit Erdbeerjoghurt

Rosa Frühlingsblüten-Plätzchen

Schon sehr, sehr lange liebäugele ich mit den Cherry Blossom Cookies von Eyecandy-Bloggerin Jojo Krang aus der Schweiz. Ziemlich genau ein Jahr lang – so lange steht der Beitrag nämlich bereits auf Ihrem Blog.

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Kekse im Test Muffins

Für Mohnmädchen und Marzipanknaben: Marzipan-Mohn-Muffins

Marzipan-Mohn-Muffins mit Schokoglasur

Ich mag Zufälle. Und Mohn. Gut also, dass Frau Juchem mir Ihre Backmischung für Mohn-Marzipan Kuchen mit der Bitte um Feedback gerade in dem Moment zuschickte, als ein Picknick mit zwei Mohnliebhaberinnen anstand. Klar muss da ein Mohnkuchen mit, auch wenn dieser sich leider nicht durch besondere Transportfähigkeit auszeichnet. Seit langem also mal wieder Muffins gebacken. Und am schnellen Ergebnis gefreut.

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Kekse im Test Klassiker

Zitronenherzige Mailänderli: Verführerischer Besuch aus der Schweiz

Zitronenherzli + Milch = Nachmittagsglück

Der beste Geschmackstest ist immer noch der mit geschlossenen Augen.  So wurde Herr Kekstest zum Genuss der Zitronenherzli gebeten, die Augen zu schließen. “Mhmmm, riecht das lecker. Hast du gebacken?”, fragte er noch bevor ich das Herz ihm bis an die Lippen führen konnte. Dann biss er ab und wiederholte krümelnd: “Selbst gebacken?”

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Kekse im Test Neuheiten

Wenn ich nur aufhör’n könnt’: Keksi des Jahres aus der Manner-Faktur

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Es ist mir gerade zu warm zum Backen und eigentlich auch zu warum für Schokoglasur. Eigentlich! Man kennt ja das Klischee des männlichen Studenten, der am liebsten jedes Gericht mit Käse überbacken möchte. So ähnlich geht es mir mit Schokoladenüberzug (SÜ). Ich mag Nüsse mit SÜ, Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Macadamia zumindest. Schokoladenüberzogen mag ich sogar Rosinen, die ich sonst gerne aus Speisen – Kaieserschmarrn, Mohnkuchen, Hefezopf – verdamme und in Rezepten gleich ganz weglasse. Auch getrocknete Cranberries, frische Erdbeeren, kandierte Orangenscheiben oder Ingwer mit SÜ: alles lecker für mich. Klar also, dass man mir auch mit schokolierten Keksstückchen eine Freude macht. So prinzipiell jedenfalls.

Die Keksis (sic!) der österreichischen Firma Manner rannten also geradezu offene Türen bei mir ein, als sie so im Trio infernale – Classic, Milchschokolade und Banane – bei mir aufmarschierten. Auf den Keksi mit Bananengeschmack, seines Zeichens Keksi des Jahres, war ich besonders neugierig. Durchschnittlich eine Banane stirbt täglich für mich.

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Ähnlich wie mit Chips während eines spannenden WM-Spiels, kaum ist die Tüte offen, wandert Keksi für Keksi in den Mund. Das Motto auf der Packung “Wenn ich nur aufhör’n könnt'” übertreibt kaum, es fällt schwer, nach einem Keksi zufrieden und glücklich die Tüte bis zum nächsten Tag beiseite zu legen. Das gilt insbesondere für die Classic-Variante der Dragee Keksi von Napoli, in der sich Kekse mit dunkler Schokolade und Milchschokolade finden.  Nicht dass sie besonders raffiniert schmeckte, nicht dass sie besonders gut schmeckten. Aber sie sind klein, da ist Schokolade und da ist knuspriger Keks. Und vermutlich jede Menge Zucker, Fett und Chemie, repektive suchterzeugende Substanzen? Erfunden wurde dieser österreichische Keks-Klassiker übrigens bereits im Jahr 1974, bare bis 2010 hatte ich keine Ahnung von ihrer Existenz.

Klein sind diese Keksis, halbrund und dick mit Schokolade überzogen, dragiert sozusagen. Die Schokolade wurde mit Gelatine (und Schellack und Gummi Arabicum!) versetzt und schmilzt so nicht in der Hand, sondern erst im Mund. Der Keks-Kern ist knusprig, und bei den klassischen Varianten ohne Eigengeschmack. Die Bananenvariante ist mir dann aber doch zu süß, der Geschmack zu künstlich und kann mich leider nicht von ihren Qualitäten überzeugen. Schade! Erst letzten hatte ich göttliches Bananen-Eis mit Kokos und Schokosplittern, ganz ohne künstliche Aromen. Aber so eine Kugel Eis muss ja auch nicht lange halten. Bei den Keksis schaut man am besten nicht auf die Zutatenliste, sondern hält es ähnlich wie mit Kartoffelchips: Lieber wenige Male exzessiv genießen und die restlichen Tage im Jahr Abstand halten und lieber gleich zur Banane greifen.

Keksi des Jahres: Banane

Fazit: Konsistenz und Größe – sowohl der einzelnen Keksis als auch der Packungsgrößen –  sind gut. Geschmacklich bieten die Keksis nichts besonderes, sondern Schokoladen- und Keksqualität ind Discountermanier. Bis auf den Bananenfall immerhin nicht deutlich unangenehm künstlich, Milchschokolade aber natürlich süßer als dunkle Schokolade. Ich mag die ausgewogene Kombination von süßer Schokolade und knusprigem Keks, könnte mir aber durchaus etwas mehr geschmackliche Raffinesse und Qualität bei beiden Produktteilen vorstellen. Auch die wohl der industriellen Herstellung geschuldeten Zutaten schmälern den Genuß der Dragees.

Zutaten: Zucker, Weizenmehl, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, ungehärtetes Pflanzenfett, Süßmolkenpulver, Maisstärke, Magermilchpulver, Glukose-, Fruktosesirup, Aromen, Emulgator: Sojalecithin, Überzugsmittel, Gummi Arabicum und Schellack, Feuchthaltemittel, Sorbit, Gerstenmalzextrakt, Salz, Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat und E503ii, Gelatine.
Kann Spuren von Nüssen und Erdnüssen enthalten. Seit jeher wird bei der Herstellung von Napoli Dragee Keksi auf den Einsatz von Farb- und Konservierungsstoffen verzichtet.

Packungsgröße: 175g (bei einem Keksgewicht von etwa 2,7g, ergibt sich eine durchschnittliche Anzahl von 65 Stück  pro Packung)

Keksdealer: In Österreich sind die Manner Produkte in vielen Geschäft erhältlich. Für alle anderen gibt es sie im Online-Shop.

Urteil: 5,0 von 10

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Berlin Individualisten Kekse im Test Kunst am Keks

Farbenfroh dekorierte Schoko-Kekse aus dem “Olivia Tartes & Schokoladen”

Olivia - Tartes & Schokoladen

Endlich auch Berlin im Kekstest! Seit 2005 gibt es das allseits zurecht gelobten Schoko- und Süßkram- Lädelchen und Café “Olivia Tartes & Schokoladen” , das somit im Gegensatz zu den meisten Schokoläden der Stadt schon eine eingesessene Institution darstellt. Kekse stehen im Repertoire gar nicht mal im Vordergrund, berühmt ist Olivia für die erlesene Schokoladenauswahl aus allen Herren Ländern, vielerlei selbst gebackene Tartes und Torten, guten Kaffee und für Berlin ganz wichtig: Oft ein Plätzchen in der Sonne!

Dass die von der Hausherrin handgefertigten Kekse aber durchaus unserem Kekstest gewachsen sind, verwundert ob der reichhaltigen süßen Erfahrung nicht, darf aber hiermit gerne nochmals bestätigt werden: Diese Keks-Schönheiten müssen sich neben keinem Tortenstück verstecken, im Laden heißen sie übrigens Jolis! Daher sind es mitnichten Kekse zum zwischendurch knabbern- Sie sind zur Zelebration des Keksgenusses gemacht.

Olivias Matrouschka-Keks

“Der Keksteig besteht aus Kakao, Weizenmehl, guter Butter und Eiern, manchmal gebe ich noch ein paar Gewürze dazu. Im Winter beispielsweise Kardamom oder Orangenessenz, je nach Lust und Laune. Die Glasur ist Zuckerguss, den ich mit etwas natürlichem Vanillearoma verfeinere. Die Farben: Lebensmittelfarbe, ist klar… Jeder Keks ist ein Unikat und so ist jeder Schmetterling oder Vogel wieder anders, als in der vorherigen Serie. Die Formen fertige ich größtenteils selbst an, aber nicht nach Kundenwünschen, das würde den Rahmen sprengen. So eine Form ist ja nicht eben mal schnell gemacht, ebenso wie die Kekse.”

sagt die Besitzerin dieses süßen Traums im Berliner Friedrichshain, Olivia Kaufmann. Dass sie über ein ausgewachsenes Faible für Süßes und insbesondere Schokolade verfügt, strahlt ihr Lädelchen und ihre Produkte aus jeder Pore aus. Ob Matruschka, Schmetterling oder Vögelchen, sie alle hätte ich fast lieber weiter verschenkt, als selbst verkostet.

Schmetterling und Vögelchen (Kekse)

Fazit: Das sind die aufwändigst dekorierten Kekse seit Bestehen des Kekstesters. Dazu noch selbst gebacken. Und mit Kakao. Vielleicht vom Teig her nicht wirklich Sommerkekse, aber wer konnte schon ahnen, dass Monsieur Sommer sich tatsächlich bereits im Juni die Ehre geben würde. Das Dekor aber: zuckersüß und kunterbunt! Etwas besonderes, ideal zum Verschenken, für die Lieblingsoma beispielsweise,  oder aber als süßer Hingucker zum romantischen Picknick am See. Trotz des liebevoll gestalteten Dekors der Kekse wird auch dem Geschmack Aufmerksamkeit geschenkt und das schmeckt man:  Gute Zutaten als Basis, Kakao als Tribut an die Schokoladenliebe und Gewürze je nach Lust und Laune. Beim Preis allerdings, muss man vielleicht doch erstmal schlucken, obwohl der angesichts des Arbeitsaufwandes bestimmt auch gerechtfertigt ist.

Preis: 3,95 – 4,95 EUR pro Keks (wie gesagt, kein Keks zum nebenher knabbern, außerdem sind sie handtellergroß)

Keksdealer: Olivia, Tartes & Schokoladen, Wühlischstraße 30, 10245 Berlin, www.olivia-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr, So 12-18 Uhr

Urteil: 9,0 von 10

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Ausgestochene Plätzchen Besondere Kekse Kekse im Test

Ungewöhnlich gut: Lakritz auf Keksen

Lakritzkekse

Endlich mal wieder Kekse backen! Im großen WWW finden sich ja mittlerweile für fast alles die tollsten Rezepte, da gibt es Butterplätzchen, Schokoladenkekse, Nusskekse, Doppelkekse, zweifachgebackene Kekse, Kekse mit Haferflocken, mit Cranberries, mit Smarties und mit Parmesan. Ich aber habe soeben meine Leidenschaft für echtes Lakritz wiederentdeckt!

Aber finde mal ein Rezept für leckere Lakritzkekse, dabei gibt es sie zumindest in Schweden zu kaufen.  So schwierig hatte ich mir das nicht vorgestellt, als ich im Potsdamer Lakritzkontor letzthin auf meine Frage nach einem empfehlenswerten Rezept den Tipp mit dem WWW bekam. Ich kaufte trotzdem eine große Tüte Lakritzstreusel und ein wenig Lakritzpulver, mit dem sich alles mögliche zubereiten ließe, wie man mir versicherte. Insbesondere für Fleischsoßen sei das Pulver gerne genommen. Aber ein Keksrezept wollte sich nicht so richtig finden lassen, ich meine, Anis ist kein Lakritz!

Lakritzkekse

Dann kam mir die glorreiche Idee, die Streusel erst einmal pur zu testen! Zum Glück, denn deren salzig-lakritzige Intensität sollte definitiv ausreichen, um straighte Butterplätzchen in leckere Lakritz-Kekse zu verwandeln.  So habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, Roberts Mailänderli nachzubacken. Die schlicht- guten, buttrig-mürben Ausstechplätzchen sind eine der erklärten Favoriten des Mittesters. Ich habe tatsächlich nichts am Rezept geändert, außer die Ruhezeiten des Teiges zu verkürzen. Und wer Mailänderli oder Butterplätzchen backen möchte, möge doch bitte auf Roberts liebevolle Anweisungen zurückgreifen.

Wer wie ich einem Hauch Lakritz nicht abgeneigt ist und dem kulinarischen Erbe der Schweiz einen süßherbe Note Skandinavien verpassen möchte, wird hiermit freundlich dazu aufgerufen, die Plätzchen nicht noch ofenwarm von Backblech wegzunaschen. Vielmehr gilt es einen zarten Zuckerguß (2-3 EL Puderzucker und soviel Zitronensaft wie nötig) anzufertigen und dann nach Belieben Lakritzstreusel darüberzugeben. Halleluja!

Lakritzkekse

Fazit: Auch pure Butterplätzchen haben ihren Reiz, für mich gaben diesen Plätzchen aber die wirklich sehr intensiven Lakritz-Streusel den Kick. Farblich ein Hit, sind sie mir pur zu intensiv, mit einem feinen Mailänderli darunter aber goldrichtig. Die Zubereitung verlangt außer der Grundlage jeder Weihnachtsbäckerei auf Roberts Anraten noch ein wenig Geduld, die ich nicht hatte. Die Kekse sind trotzdem herrlich mürbe, süß und zart in Einem und nach meinem letzten Desaster mit Ausstechplätzchen bin ich froh um die Wahl dieses Rezepts!

Urteil: gute 8 von 10, ein wenig fehlte mir Raffinesse.

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Kekse im Test Neuheiten

Kambly Mont Choco “Orange”

Kambly Mont Choco

Alles begann mit einer Legende

Der junge Oscar Kambly trifft im Welschland ein gleichaltriges Mädchen aus Trubschachen, ohne das er fortan nicht mehr leben will. So führt ihn nach beendeter Schulzeit die Liebe in das Emmentaler Bauerndorf, wo er in der Dorfbäckerei das Handwerk eines Bäcker-Konditors erlernt.

Ein offensiv Schweizer Keks dieses Mal, leider in Deutschland nicht ganz so einfach zu beziehen. Aber immerhin die normalen Mont Choco, ohne Orange, und auch das übrige Kambly-Sortiment lassen sich im germanischen Lebensmittelhandel erbeuten. Tatsächlich findet sich das Schweizer Feingebäck auf allen 5 Kontinenten, denn 53% seines Umsatzes macht das Unternehmen mittlerweile im Ausland. Das Schweizer Bahlsen sozusagen.

Aber genug der hohlen Worte, zurück zum Keks, der ein feiner ist, nicht nur optisch! Knusprig ohne hart zu sein, bietet er eine optimale Basis für die dunkle Schokolade, die die herbe Süße der Orange mit sich trägt. Zwar lassen sich die Orangenstückchen gerade mal optisch ausmachen, Geschmack und Konsistenz aber sind sorgsam kombiniert.  Am besten, man öffnet die Packung nur zu zwei, denn ist sie einmal offen, und der erste Keks angebissen, möchte man das gesamte Alpenpanorama am liebsten auf einen Happs wegknuspern. Und dann ist es gut, einen kekserprobten Schokogipfelstürmer an der Seite zu haben!

Kambly Mont Choco

Zutaten: Schokolade 49% (Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Butterfett, Emulgator: Sojalecithin, Vanille, Kakao mind. 47%), Weizenmehl, Zucker, Butter, Fruchtzubereitung 3,5% (Orangenpulpe 1%, Zucker, Apfel, Nahrungsfasern, Traubenzucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Calciumphosphat, Geliermittel: Natriumalginat, natürliche Aromen), Glucosesirup, Molkenpulver, Salz, Aromen: Vanille, Vanillin.
Kann Spuren von von Haselnüssen, Mandeln, Eiern und Sesam enthalten.

Preis: 2,39 € / 100g
Fazit: Wäre da nicht die Zutatenliste und die leider nicht ganz so präsenten Orangenstückchen, würde ich jetzt ein Loblied singen. Auf diese feinen Kekse, die im Mund buttrig-knusprig dahinschmelzen mit diesem dunkel-orangenen Schokoladengeschmack. So ist der gute Geschmack doch ein wenig getrübt von Nahrungsfasern und Apfel. Trotzdem eine Empfehlung!
Urteil: 8,5 von 10

Und eigentlich, eigentlich wollte ich heute ja Kuchen gebacken haben:

Food about you – Annecy festival 2010 from Alexandre DUBOSC
via

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Kekse im Test Klassiker

Fondente Nocciolato – Haselnuss zartbitter

Loacker Fondente Nocciolato

Seit der ISM schon liegt dieses Paket aus dem Hause Loacker unbeachtet bei mir im Regal, irgendwie machten mich die gefüllten Waffeln so gar nicht an. Was will ich mit zartbitter und dann auch noch Waffeln! Heute aber entschloss ich mich dann doch zum Öffnen. Gut so, denn die Teilchen sind viel leckerer als ich befürchtet hatte.

Das mag daran liegen, dass die Loacker AG ein alter Hase im Waffelgeschäft ist. 1925 als Konditorei in Bozen gegründet, ist sie seit 1985 nicht nur Marktführer in Italien sondern vertreibt ihre süße Ware auch international. Und zwar so erfolgreich, dass ihr 2003 der “Süßwaren-Oskar”, der European Candy Kettle Award verliehen wurde. Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!
In Zahlen: Jährlich setzt der italienische Edelwaffelhersteller rund 21.900 Tonnen seiner Waffelprodukte ab, 55% davon gelangen ins Ausland, 2009 ergab das einen Umsatz von 162,7 Mio. EUR! Und das alles mit Waffeln.

Loacker Fondente Nocciolato

Zurück zur feierlichen Packungs-Öffnung, die die Wallblätter offenbart: Kleiner sind sie, als die Verpackung suggeriert, dafür duften sie sehr fein. Ob das an den echten italienischen Haselnüssen, an der Verwendung echter Vanille oder aber an der Südtiroler Bergluft liegt? Ich beiße erst einmal ab und entscheide mich dann für die Haselnüsse.

Nachdem ich allerdings der Zutatenliste ansichtig wurde, ziehen sich meine Geschmacksnerven verschüchtert zurück. Was ist eigentlich Emulgator? Was sind Sojalecithine? Und wie soll ich da noch die echte Vanille hervorschmecken?

Name: Loacker Gran Pasticceria Fondente Nocciolato / Haselnuss zartbitter
Keksdealer: Loacker AG
Packungsgröße: 100g
Preis: 1,99 – 2,99 EUR
Zutaten: Zartbitter-Schokolade 27%, (Kakaomasse, Zucker, Butterreinfett, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithine), pflanzliches Öl, Glukosesirup, Haselnüsse 9%, Weizenmehl, Milchschokolade (Zucker, Milchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Sojalecithine, Vanilleextrakt), Zucker, magerer Kakao, Zartbitterschokolade 8% in der Creme (Kakaomasse, Zucker), Dextrose, Süßmolkenpulver, Sojamehl, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Salz, Emulgator Sojalecithine, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumdiphosphat), Bourbon Vanilleschoten
Kann Mandeln und Hafer enthalten
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Schokolade und Haselnuss bilden ein schlagkräftiges Team fast unabhängig vom Kontext. Diese Variation mit dunkler Schokolade,Creme und Waffelblättern überzeugt durch die ausgewogene Kombination der einzelnen Bestandteile. Nicht zu süß, sehr dunkel-herbe, cremige Schokonote und durch die Waffeln und Haselnüsse angenehmer Biss.
Contra: Die chemisch gepimpte Zutatenliste räumt jedoch schnell damit auf dass es sich hierbei um ein natürliches Produkt handeln könnte. Das wird schon durch die massentaugliche Verpackung im Supermarkt-üblichen Pappkarton deutlich. Schade.

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Berlin Kuchen

Happy Birthday dank Hudson’s Cakes

Apfelkuchen mit Vanillepudding

Mit reichlich Kuchen und noch mehr Freunden feiert es sich bekanntermaßen gleich nochmal so schön. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Katie und Jim von Hudson’ s Cakes mit vorzüglichen English Cakes:

  • Lavender & Grapefruit Drizzleder Exot, mit Grapefruit-Sirup und Lavendel-Glasur ebenso intensiv wie gehaltvoll. Dabei wirkt er von außen so harmlos, fast gewöhnlich, nur der Duft verriet, das in ihm ein Stück spätsommerlicher Provence steckt. (Lavender & Grapefruit Drizzle – baked with dried lavender flowers and moistened with a grapefruit syrup)
  • Carrot & Orangeder Favorit meiner Gäste war dieser fruchtige, locker-saftige Möhren-Orangen-Kuchen. Das Orangensirup-getränkte Icing sorgte optisch und geschmacklich für den nötigen Kick! (Carrot & Orange – a wholemeal carrot cake with a honey and orange syrup, topped with an orange and cream cheese icing)
  • Pear & Dark Chocolate und mein Favorit, winterlich schokoladig, fast möchte ich sagen erdig und nur einen Hauch zu trocken. Da hätte die Schlagsahne gut gepasst, die ich auf den Tisch zu stellen vergessen hatte.* (Pear & Dark Chocolate – an adult cake, rich with chunks of chocolate and moist pear)

So musste ich selbst nur noch einen soliden Apfelkuchen backen. Dafür hatte ich mir das Rezept der Hüttenhilfe für Apfelkuchen mit Vanillepudding ausgesucht und die Apfelmenge auf 2 kg erhöht. Einem Gast war es dadurch dann tatsächlich doch zu apfelig, aber alle anderen waren begeistert. Und ich selbst bereits beim Backen hin und weg von diesem Vanillepudding-Guss auf Apfelsaft-Basis. Den kann man doch auch ohne Kuchen drumrum essen, oder?

*) *räusper* Allerdings hat auch keiner der Gäste danach gefragt, was für die Kuchenqualität spricht!

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Individualisten Kunst am Keks Onlineshop

Im Test: Wiener Keksdesign

Schäfchen-Kekse zur Guten Nacht

Nach Frankreich wagt sich nun auch Österreich. Und zwar nicht irgendein Österreicher, nein, Österreichs erste und einzige Kekswerkstatt gibt sich die Ehre und schickte ein dick gepolstertes Päckchen, in dem alle Kekse unzerbrochen in der Kekstesterei ankamen!

Eingereicht wurden Mürbeteigplätzchen in unterschiedlichen Formen, Dosen und Farben.  Denn Die Kekswerkstatt macht aus Keksen Lifestyle-Produkte und Geschenkartikel. Wer hier Kekse kauft, möchte sie verschenken. Darum gibt es die “Kekserl” auch speziell geformt zu allen Anlässen von Geburt über Geburtstag, Valentinstag, Halloween, Ostern und Weihnachten und selbstverständlich auf Wunsch auch mit individuellem Firmenlogo.

In der Kekswerkstatt entstehen Kekse, die handgebacken und liebevoll verziert ihre Botschaften in die Welt tragen: 20 dag Reiselust etwa, 20 dag Mode oder etwa 20 dag Tu Dir Gutes. Die 20 dag stehen immer für ebenso sorgfältig wie liebevoll zubereitete Kekse in sorgfältig ausgetüftelten Design. Hier ist eine Keksbäckerin aus Leidenschaft mit Sinn für Ästhetik am Werk!

Nur gut übrigens, dass die österreichischen Maßangaben “dag” viel leichter umzurechnen sind, wie die amerikanischen “cups”: 1 dag ≙ 10 Gramm, 20 dag ≙ 200 Gramm, etc.

Glücksschweinchen aus der Kekswerkstatt

Renate Gruber, ihre Schöpferin, schrieb mir:

“Wichtig ist mir dabei, dass ausschließlich Zutaten in den Teig kommen, die ich vertreten kann. Butter aus der Wiener Umgebung (und nicht aus Tirol oder der EU mit langem Transportweg) und Eier ausschließlich Bio und Freiland. Ich backe nur auf Bestellung, um erstens immer frische Kekse zu haben, aber andererseits auch, um keinen Überschuss zu produzieren, den ich dann wegwerfen muss wenn was überbleibt. Nachhaltigkeit und Spaß an der Sache ist mein Motto für die Kekswerkstatt.”

Denn ebenso viel Wert wie auf die Qualität der Zutaten legt Frau Gruber, von Hause aus Graphikdesignerin, auf das Design der einzelnen Kekse und der Keksdosen.
“20 dag Herzklopfen”, zum Beispiel, sind liebevollst rot, weiß und rosarot betupfte Herz-Kekserl  in einer edlen Etuidose arrangiert, die sich jederzeit zweckentfremden oder weiterverwerten lässt – der nächste Valentinstag kommt bestimmt:

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Und während mein Liebster hin und weg von den “ganz einfachen” Mürbeteigplätzchen ist, sind die Zuckerguss-Herzen nicht nur Frau Grubers heimliche Favoriten. Ich glaube, jedes romantische Herz lässt sich hiermit aus dem Stand weg verzaubern.
Meine persönlichen Lieblinge aber sind die Traumschäfchen, die, so winzig klein (~1,5cm Länge) sie auch sind, mich mit ihrer Standfestigkeit beim Fotoshooting überrascht haben!

Übrigens sind sie alle online zu erwerben und werden auch nach Deutschland und in die Schweiz versendet!

Name: Süße Träume / 20 dag Glück / 20 dag Herzklopfen ( in der hier erschienen Reihenfolge)
Keksdealer: Kekswerkstatt, für Wiener auch zur Selbstabholung: Ringstraßen-Galerien, Top 67, 1010 Wien
Preis: 12 EUR / 20dag bei schlichten Mürbeteigplätzchen; die glasierten Herzklopfen kosten 25 EUR; jeweils mit Dose
Zutaten: 300g gesiebtes Weizenmehl,  200g Butter, 100g Puderzucker, 1 Eigelb, 1 Päckchen Vanillezucker
Bewertung (1-10): 8,5
Pro / Contra: Diese Kekse sind wahrlich schwierig zu bewerten, da ihr Wert nicht allein in ihrer Eigenschaft als Kekse zu bemessen ist. Als Kekse an sich, sind es geschmacklich sehr gute, selbst gebackene und nicht industriell gefertigte Mürbeteigplätzchen aus natürlichen Zutaten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Weder würde das allein aber ihren Preis rechtfertigen noch Frau Gruber oder mich zufriedenstellen.
Außergewöhnlich werden sie erst durch das gelungen Zusammenspiel von Keks, Design und Vermarktung. Und als Gesamtkunstwerk, als Geschenkidee und Designobjekt, überzeugen sie!