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Brownies Kekse im Test

Chocolate Banana Brownies w/ extra Walnuts oder Bananussolade-Squares

Chocolate Bottom Banana Squares

Von meinen Ausflügen auf die englischsprachigen Blogs der süßen Backlust komme ich selten ohne eine Sammlung verführerischer Rezepte zurück. Meist werden die dann kurz angeschmachtet und landen auf der nicht-sofort-aber-doch-hoffentlich-sehr-bald-Nachbackliste, die bereits aus allen Nähten platzt. Die Nachbackkoch-Liste öffentlich zu machen, finde ich übrigens eine tolle Idee! Dieses Mal aber lachte mich ein Rezept an, zu dem ich nicht nur alle Zutaten da hatte, die Bananen wollten unbedingt verarbeitet werden!

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American Giant Cookies Besondere Kekse Kekse im Test

Echte Piratenbräute empfehlen Espresso-Schokoladen-Kekse

Espresso-Schokoladen-Kekse

Passau wagt den Kekstest. Nach Wien, Berlin und Paris stellt sich nun die Black Pirate Coffee Crew aus Passau dem Kekstest. Und hat sich dabei was ganz besonderes ausgedacht: Annika und Carolin reichten feinsten Espresso, erlesene Zuckerkrümel und ein Rezept für Espresso-Schokoladen-Kekse ein. Zwar kann man bei den Kaffee-Piraten auch leckere Cookies erbeuten – sie nennen es Schleckereien! – aber ebenso wissen sie um die Qualität selbstgebackener Kekse.

“Hoist the sailz sweety – Hiss die Segel Schätzchen! Mit einem würzigen Espresso im Magen kommen wir weit.” Mit einem knusprigen Espresso-Schokoladen-Keks noch ein Stückchen weiter! Und so lautet das Rezept der Piratenbräute für 1-2 Bleche:

  • 1 frisch gebrühter Espresso
  • 230g Butter
  • 150g brauner Zucker
  • 0,5 TL gemahlene Vanille oder das Mark einer Vanilleschote
  • 250g Mehl
  • 130g Chocolate Chips oder gehackte Kuvertüre ( ich habe zu dunkler Schokolade gegriffen)
  • 1 Handvoll Kaffeebohnen, gehackt ( nicht im Original, siehe Tipps und Tricks)

Brauner Zucker und Espresso 100 % Arabica

Zubereitung: Den Espresso abkühlen lassen – Butter und Zucker schaumig schlagen – Vanille und Espresso unterrühren. Mehl nur kurz mit den restlichen Zutaten vermischen, nicht zu viel rühren! – Jetzt die Chocolate Chips unterheben und jeweils ein Drittel des Teiges in einen kleinen Gefrierbeutel geben und anschließend den Teig im Beutel gleichmäßig ausrollen – Beutel verschließen und mind. 2 Stunden, gerne auch über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.

Nach der Abkühlphase den Backofen auf 180° C vorheizen – Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, den Gefrierbeutel entfernen und den nun festgewordenen Teig auf einem Brett in viereckige Stücke schneiden – Diese auf ein Backblech legen und je nach Größe der Kekse 15- 20 Minuten backen…

Espresso-Schokoladen-Kekse

Tipps und Tricks: Well, das klingt eigentlich alles ganz easy, wird aber bei der Gefrierbeutelphase etwas happig, vor allem wenn man wie ich keine Gefrierbeutel besitzt :) Ich habe daher den Teig in Frischhaltefolie zu einer Rolle von etwa 3 cm Durchmesser gerollt. Nach dem Kühlschrankaufenthalt wurden davon Scheibchen von etwa 0,5 cm Dicke abgeschnitten. Und bei der zweiten Fuhre Plätzchen habe ich zusätzlich eine Handvoll “Bean me up“-Kaffeebohnen kleingehackt und vor dem Backen über die Kekse gestreut. Das sorgte nicht nur für noch mehr Kaffee-Aroma sondern zusätzlich für knusprigen Crunch! Allerdings hatte ich nur zufällig ganze Bohnen im Haus, also sollte man da vorher dran denken. Außerdem empfiehlt es sich bei diesen Keksen unbedingt, sie vor Verzehr einige Stunden oder besser Tage in einer luftdichten Box aufzubewahren, vorher sind sie doch ziemlich hart.

Fazit: Der Geschmack des Espresso ist klasse! Das ahnte ich schon beim Öffnen der Packung, und wusste  es als ich den ersten Espresso trank und später  in den ersten Keks biss. Sehr fein, sehr herb, sehr edel. Da finde ich es wichtig, auch gute dunkle Schokolade zu verwenden statt einfacher Kuvertüre. Kommt dann noch der Kaffeebohnen-Crunch hinzu, sollte man zu den Keksen besser ein Glas Milch, als einen Cappuccino trinken, denn dann hat man wirklich Kaffee satt. Das Grundrezept ist nichts Besonderes, aber mit der zutatenbedingten und individuellen Verfeinerung macht es Spaß! Dass ich jemals Kekse mit zweierlei Kaffee backen würde, hätte ich mir allerdings nie träumen lassen!

Urteil: Koffeintrunkene 8,0 von 10 und ein Sternchen für den Espresso!

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Kunst am Keks Neuheiten Onlineshop

Kleine Gugls statt großer Torten

Der Gugl - Kuchenpraline mit Geschmack

Auf die Spur gekommen bin ich dem Gugl bei GetMyStyle. Von da an hat mich das kleine Kuchen- Glück nicht mehr losgelassen, bis ich endlich meine 9 handgemachten Kuchenpralinen in der Hand hielt. Die kamen ganz schnörkel- aber mitnichten stillos, mit persönlichem gruß und tollerweise über Nacht in einer gut versiegelten Pralinenbox aus dem Internet bzw. aus München :)

Beim Öffnen der Schachtel war ich erstaunt über die Vielfalt der Farben, beim Anschneidenbeissen fand sich diese Vielfalt in den Geschmacksrichtungen bestätigt. Nix ist mit Schoko, Vanille, Erdbeer! Und nix ist auch mit künstlichen Aromen! Stattdessen lockt die asiatische Grüntee-Pflaume oder  die amerikanisch Cranberry-Schokolade-Variante! Vielleicht lassen sich die Sorten nicht auf den ersten Blick bestimmen, nach dem Reinbeißen weiß man sofort welchen Kandidaten man vor sich hat:

Gugl-Kuchenpralinen im Porträt

“Wir möchten Ihnen kein Mega-XXL vormachen. Wir versprechen Ihnen nur Kleines. Vor allem natürlich das kleine Glück, den Gugl. Denn wir sind entschlossen, die kreativen Spezialisten zu sein für das kleine Glück. “

steht in der Gugls-Schachtel. Das Glück darf auch mal klein sein, dem stimme ich gerne zu. Nicht umsonst mag ich Kekse!  Vor allem darf es unbedingt so süß daherkommen und dann so lecker schmecken! Eine kleine Bitte hätte ich da übrigens noch an die Schachteldesigner: Wäre es möglich die Sorten nicht auf den Boden der Schachtel zu schreiben, sondern so, dass ich sie lesen kann, während ich die Gugls taxiere?

Neun kunterbunte Kuchenpralinen

Fazit: Der Gesamteindruck teilt sich hier ja ausnahmsweise in 9! Einzelgeschmäcker, nämlich  Passionsfrucht (mit sehr intensivem Fruchtgeschmack einer der TOP 3), Zitrone-Eierlikör (schade, den Eierlikör schmeckt man kaum; dafür schmeckt’s wie frischer Kuchenteig), Kokos-Zitronengras (Ich mag kein Kokos, daher hier kein Kommentar), Kaffee-Kardamom (bietet intensiven Kaffee-Geschmack, edel-herb), Schokolade (da habe ich nur mit Mühe einen Bissen abbekommen, das darf als dickes Kompliment gewertet werden),  Haselnuss-Sauerkirsche (mein erster Biss und einer der TOP 3: Sauerkirschen passen erstaunlich gut in nussigen Teig), Grüntee-Pflaume ( knallgrün, asiatisch-gewöhnungsbedürftige Kombination, die auf den zweiten Bissen sehr gut), Schokolade-Cranberry (der knallrote, fruchtig-schokoladige unter den TOP 3), Rose-Physalis (der Verlierer,  da leicht seifig im Abgang). Bis auf den letzten möchte ich ihnen allen einen hohen Genussfaktor bestätigen, der von den guten Zutaten, der liebevollen Handarbeit – auch von der Form gleicht kein Gugl dem anderen) und der Lust etwas Altbewährtes neu zu entdecken, zeugt.

Zutaten: Eier, Zucker, Butter, Mandeln, Weizenmehl, Haselnüsse, Kokosraspeln, Dunkle Schokoladenkuvertüre (Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, Emulgator, Sojalecithin, natürliche Vanille), Pflaumen, Eierlikör 20% vol, Passionsfrucht, Sauerkirschen, Cranberries, Marzipan (Mandeln, Zucker, Invertzuckersirup, Wasser), Marsala 17% vol, Zitronengras, Physalis, Rote Beete, Zitronenschale, Ingwer, Kaffee, Grüntee Matcha, Orangenschale, Rosenblüten, Limettenschale, Gianduja Nougat (Haselnüsse, Zucker, Vollmilchpulver, Glycerin), Vanille, Pistazien, Rosenwasser, Kardamom, äth. Bittermandelöl
Kann Spuren enthalten von: Nüssen, Erdnüssen, Sesam

Gugl-Dealer: online und im ausgewählten Einzelhandel in seiner Heimat München und im Mutterland-Stammhaus in Hamburg

Urteil: 8,5 von 10

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American Giant Cookies Besondere Kekse Kekse im Test

Rote Beete-Kekse mit Mango und Harissa

Rote Beete-Cookies vom Blech

Manchmal fragt man mich ja staunend, ob ich nicht elend zunehme, bei all den süßen Leckereien, die ich hier so verblogge. Aber ich esse gar nicht mehr Kekse, seit ich Kekstesterin bin. Ich backe nur mehr. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich weniger Kekse kaufe, und dass die Kekse, die ich esse, jetzt meist selbst gebacken sind: mit viel Liebe und noch mehr Experimentierlust. Das zeigt sich dann nicht an runden Hüften, sondern an einem breiten Lächeln im Gesicht!

Seine Kekse selbst zu backen hat aber auch den Vorteil, dass man spontan entscheiden kann, was in die Kekse rein soll, die man vernaschen will. Und zwar nicht nur zwischen Nuss und Schokolade, Weiß- oder Vollkornmehl. Nein! Man kann in seine Kekse all das reinbacken, auf das man gerade Lust hat. Bei mir war das heute eine ganze Menge.

Angefangen hatte alles vor ein paar Monaten, als mir Angelo von seinen herzhaften Rote Beete-Keksen erzählt und mir das Rezept gemailt  hatte. Seitdem spuken mir diese Kekse im Kopf herum und vorgestern habe ich tatsächlich auch Rote Beete gekauft. Aber als es nun tatsächlich ans Backen ging, hatte ich plötzlich keine Lust mehr auf herzhaftes Gebäck und durchforstete das Netz nach süßen Rote Beete-Keksen. Nachdem ich die Tiernahrung hinter mich gebracht hatte, fand ich schließlich auch ein Rezept für leckere Rote Beete-Kekse, bei denen die Rote Beete nicht nur als Färbemittel verwendet wird.

Rote Beete-Cookies mit extra Mandel

Während dem Backen fielen mir aber noch so viele Zutaten ein, so dass sich das Rezept leicht verändert hat:

Mein Rezept für Rote Beete-Kekse (2 Bleche):

  • 200g Butter
  • 150g Brauner Zucker
  • 150g Raffinierter Zucker
  • 350g Rote Beete, gekocht, geschält und püriert
  • 1 Ei
  • 2 TL Macadamia-Sirup
  • 100g Weissmehl
  • 100g  Dinkelmehl
  • 180g Basis-Müsli
  • 1 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Muskat
  • 0,5 TL Salz
  • 1 TL Harissa-Gewürzmischung (So kalt wie es draußen immer noch ist, erlaube ich mir noch ein paar Gewürze.)
  • 50g gehackte Mandeln, geröstet
  • 50g Pinienkerne, geröstet
  • 50g getrocknete Mangos, klein geschnitten

Zubereitung: Als Allererstes den Ofen auf 175 °C heizen. Dann in einer Schüssel erst Butter und Zucker schaumig schlagen und als nächstes Rote Beete, Sirup und das Ei dazugeben. In einer zweiten Schüssel die restlichen Zutaten vermischen und schließlich alles gut zusammen vermischen.

Aus dem ziemlich klebrigen und erstaunlich unroten Teig (wie sollen da bitte solch dunkelrote Cookies bei rauskommen? Dunkelt Rote Beete noch nach?) werden mit dem Esslöffel dann Häufchen mit ausreichend Abstand aufs Backblech gesetzt und mit nassen Fingern rund und platt gedrückt, auf dass die fertigen Kekse wie die große amerikanische Cookies anmuten. Und nun für 20 Minuten ab damit in den Ofen!

Rote Beete-Cookies mit Harissa

Fazit: Holla, die Waldfee! Dank der Gewürze duftet die Wohnung schon bald ziemlich lecker! Sobald die Kekse aus dem Ofen sind, ist klar, dass es keine pinken Kekse mehr werden. Der erste Biss verzeiht das aber schnell, denn im Mund explodiert eine Vielfalt an Geschmacksnuancen, dass einem schwindelig wird. Da ist Süße, da ist die Rote Beete und die Mango und da ist die Schärfe und das Salz des Harissa-Experiments. Dazu kommen die knackigen Mandel- und Pinienstückchen und das Müsli, bei dem man auch ganz schön was zu beißen hat.
Unerklärlich bleibt mir, wie ihr alle diese knallrote Farbe hinbekommen habt? Meine Cookies sind wenn, dann eher zartrosé, altrosa möchte ich sagen, wie Rhabarberschorle.

Urteil: 9 von 10  – wegen der enttäuschenden Farbe und weil ich noch nicht weiß, wie die Kekse ausgekühlt schmecken :)

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gekaufte Kekse Klassiker Kunst am Keks

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers

Oder: wann ist ein Keks ein Keks?

Ich war noch nie in Karlsbad, ich wusste noch nicht einmal, wo das genau liegt, bzw. verortete es stets fälschlicherweise im Schwäbischen. Aber ich weiß, dass seine Oblaten meiner Oma schmecken. Und seit heute auch, dass die Oblaten, die ich dank meiner Oma schon als kleines Kind zu naschen bekam, weder aus Tchechien, noch aus Schwaben stammen, sondern im bayrischen Dillingen gefertigt werden.

Karlsbader Oblaten sind, verglichen mit Backoblaten oder Keksen, riesig: Ihr Durchmesser beträgt 18 cm und damit gingen sie schon fast als kleine Kuchen durch, wären sie nicht so hauchdünn. (Aber man kann sie natürlich mit Creme und Konfitüre zu einer Schichttorte drapieren.) Sie sind u.a. deshalb so fein, weil die knusprigen Teigschichten mit einer Mischung aus Zucker, gemahlenen Nüssen und Mandeln und Butter gefüllt sind. Mittlerweile gibt sie auch mit Schoko-, Nougat- oder Vanillecreme, aber die, die meiner Oma schmecken, sind die Klassischen.

Karlsbader Oblaten mit Schlagobers und Konfitüre

Karlsbader Oblaten bricht oder schneidet man zum Verzehr am Besten in handliche Stücke und knuspert sie – wie meine Oma – zum Kaffee, zum Tee oder zu einem Glas kalter Milch. Oder aber man bestreicht sie wie ich mit Konfitüre und für den, der Schlagsahne mag: auch diese steht ihnen gut zu Gesicht. Denn, und damit kommen wir zu einem kleinen Nachteil der Oblaten, es handelt sich um ziemlich trockene Gesellen.

Heute sind sie etwas aus der Mode geraten, aber man findet zumindest die Klassischen weiterhin bundesweit in Lebensmittelgeschäften. Ich habe meine sogar im Asia-Markt ums Eck gefunden und konnte nicht widerstehen. Außerdem lassen sie sich beim Hersteller in allen erdenklichen Variationen – allerdings nur in größeren Mengen – auch online bestellen.

Historisch ist nicht gesichert, ob sie zuerst von Mönchen in Böhmen gebacken wurden, ihre Verbreitung ging auf jeden Fall von dem Bäderdreieck um Karlsbad aus, dem sie den Namen verdanken.

deutet der Hersteller auf seiner Seite den jüngst entbrannten Kampf um die Herkunft der Oblaten leise an, immerhin 200 Jahre lang liegt ihre Erfindung wohl bereits zurück. Mittlerweile scheint zum Glück eine Einigung gefunden worden zu sein.

Karlsbader Oblaten


Eigentlich wollte ich die Oblaten auch einem Kekstest unterziehen, aber ich muss zugeben, dass es sich bei ihnen zwar um feines Gebäck, nicht aber um einen Keks im eigentlichen Sinne handelt. Eerst gestern war ich gefragt worden, ab wann ein Keks ein Keks eigentlich ein Keks sei, und wann ein Konfekt.

Das ist gar nicht so eindeutig zu beantworten, denn es ist auch eine kulturräumliche Frage.  Denn während man in Österreich und  der Schweiz unter dem Begriff “Konfekt” Kleingebäck sammelt, ist dafür in Deutschland der Begriff “Keks” gebräuchlich.  “Konfekt” nutzt man in Deutschland eher als  Oberbegriff für alle Zucker- und Backwaren, insbesondere aber feine Pralinen, kandierte Früchte oder Fondants. Und so wäre die Karlsbader Oblate per definitionem ein Konfekt, aber das will mir erst recht nicht über die Lippen.

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Besondere Kekse Makronen Rezensionen / Backbücher

Eischnee und Zitronensaft: Brutti ma buoni

Brutti ma buoni

Nachdem die letzten Kekse optisch zwar super ankamen, aber leider geschmacklich nicht so ganz mithalten konnten, wollte ich dieses Mal beim Geschmack kompromisslos bleiben. Auf die inneren Werte des Feingebäcks setzen, sozusagen. Und was eignet sich für diesen Ansatz besser als  italienische Brutti ma buoni? Niente!

“Brutti ma buoni” heißt nämlich nichts anderes als “hässlich, aber gut”, und  außen pfui, innen hui lautete damit die entspannende Devise für den Backvorgang. Diese Kekse müssten hinterher nicht dekorativ glänzen, sondern einzig durch ihren Geschmack überzeugen.

Seit ich bei bell’alimento über das Rezept gestolpert war, wollte ich diese italienische Spezialität aus dem Piemont unbedingt selbst einmal backen. Das lag einerseits daran, dass die Bruttis hier so gar nicht hässlich daher kamen, sondern eher wie eine einfachere Version der Macarons, andererseits  reizte mich die Übersichtlichkeit der Zutaten (bei bell’alimento genau 5 an der Zahl) und die ungewöhnliche Zubereitung im Wasserbad.

In der Pfanne: Brutti ma buoni

Als ich mich im Netz weiter umsah, entdeckte ich viele Abweichungen und Improvisationen um ein traditionelles Grundrezept herum, wie das ja bei vielen Gerichten über die Jahre der Fall ist. Und bald wusste ich, wie meine Version aussehen würde. Zunächst aber galt es zwischen der Zubereitung im Wasserbad und der in der Pfanne zu entscheiden.

Da traf es sich gut, dass just zu diesem Zeitpunkt das neue Backbuch der Züricherin Karin Messerli mit dem programmatischen Titel “Eischnee & Zitronensaft” zu mir fand, das die Pfannenzubereitung bevorzugte.

Karin Messerli, Journalistin und freischaffende Autorin, und hat bereits einige Koch- und Backbücher zu verantworten, insbesondere den Vorgänger “Eigelb & Puderzucker“, der sich der klassischen (schweizer) Weihnachtsbäckerei widmete. Gemein ist ihren Bücher ihre klare, unaufgeregte Ästhetik, sowohl was Text als auch Bild betrifft.  Und was ich ganz wunderbar finde:  Die Kapitel orientieren sich an der Konsistenz der Backwaren, eines zu “von luftig bis buttrig-karamelisiert” ein anderes für ” von zartschmelzend-luftig bis würzig-hart”.

Eischnee & Zitronensaft: Brutti ma buoni

“Die 51 Guetsli im Buch sind eine kleine persönliche Sammlung meiner liebsten Guetsli”

schreibt sie im Vorwort, und entsprechend finden sich zu fast jedem Rezept Varianten mit anderen Zutaten, Dekorvorschläge und Hinweise zu den einzelnen Zutaten.

Rezept: Brutti ma buoni *) nach Karin Messerli, allerdings musste ich ob der Eierarmut in meinem Kühlschrank die Teigmenge reduzieren und habe gleich noch ein paar Variationen hinzugefügt:

  • 2 Eiweiß (im Original 3)
  • einige Tropfen Zitronenaroma (eigentlich Zitronensaft)
  • 85g Zucker (im Original 125)
  • 1 Msp Vanillemark (eigentlich 1/8 TL Vanillepaste)
  • 1 Msp Salz
  • 50 g gemahlene Haselnüsse und
  • 50g Mandelblättchen, beides geröstet (im Original 150g Haselnüsse, geröstet, geschält und fein gehackt)
  • 1 Riegel Shokomonk zartbitter Haselnuss-Crêpe (50g dunkle Schokolade verlangte das Rezept), gehackt
  • Walnussöl (oder auch: Fett für die Pfanne)

Fest steht: Schoko- und Nussanteile können weggelassen, getauscht und ergänzt werden, der Zucker durch Puderzucker, die Vanille durch Zimt ersetzt werden.

Brutti ma buoni

Die Zubereitung gelingt, wenn erst das Eiweiß mit der Zitrone steif und dann mit dem einrieselnden Zucker final geschlagen wird. Dann Nüsse, Salz und Vanille unterheben. Jetzt kommt der Trick für die feine Konsistenz: Zu je nach Rezept unterschiedlichen Zeitpunkten, hier vor der Schokoladenzufügung und in einer gefetteten Pfanne, wird die Masse unter Rühren erhitzt, bis sie leicht Farbe annimmt. Dann kurz abkühlen lassen und die Schokostücke unterziehen. Mir gefiel der Marmoreffekt, so habe ich die Schokolade tatsächlich nur kurz untergehoben.

Anschließend den Backofen auf 160°C vorheizen, haselnussgroße Häufchen abstechen, auf einem Backblech platzieren und für 20-30 Minuten backen. Wer mag, kann sie noch warm mit Puderzucker bestäuben, mir genügte die Grundsüße und die Optik gefiel mir ohne Puderzucker auch besser.

1) Fazit, Das Rezept Das Rezept ist gelungen, es ist gut nachvollziehbar und ohne aufwendige Gerätschaften zu bewerkstelligen. Die fertigen Brutti ma buoni sind weniger hässlich als der Name vermuten lässt und von der Konsistenz her tatsächlich “von weich bis zart krokant”. Einerseits zergeht das doppelt gebackene Eiweiß auf der Zunge, die gerösteten Nüsse geben krokantigen Biss, innen wartet amerikanisch “chewy” ein geschmacksintensiver Kern. Die Schokolade ist stark ohne überhandzunehmen und die Kekse wohl schneller weg, als ich meinen Traum von italienischen Momenten zu Ende geträumt hätte.

2) Fazit, Das Buch: Leider ist das Buch in Deutschland noch nicht verfügbar, denn bereits dieses erste Rezept daraus hat mir viel Spaß gemacht. Viele weitere wirken auf den ersten Blick ebenso machbar wie verführerisch. Für mich Sehnsuchtsschweizerin gibt es Zusatzpunkte für die Schweizer Guetsli (=Plätzchen)-Rezepte, die simple aber alles andere als sterile Sachlichkeit der Aufmachung und die variable Rezeptgestaltung.

*) Eigentlich sind es ja einfach etwas feinere Schokoladen-Nuss-Makronen, aber pssst!

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Berlin

Mein Lieblingsbäcker hier im Kiez: Die Backanstalt Berlin.

Fruchtbrötchen

Vor einigen Wochen hatte ich in Valentinas Kochbuch versprochen, euch meinen Lieblingsbäcker vorzustellen. Der, der Macadamiabrötchen backt und Walnussbrötchen. Pecannuss-, Mandel- und Pistazienbrötchen. Nun, was ihr hier seht, ist ein Fruchtbrötchen jener Backanstalt: reichlich saftige Himbeeren in lockerem, zart-süßen Hefeteig. Wer fragt da noch nach Butter, Käse, Marmelade?

Das Selber-Backen haben Christian und Michael von der Backanstalt vor 5 Jahren mit Mohn- und Sesambrötchen begonnen. Brötchen, die ihren Namen zurecht tragen, denn der Mohn befindet sich auch auf der Unterseite.  Und dann waren sie auf den Geschmack von selbstgemachten Brötchen gekommen und erfanden ein leckeres Brötchen nach dem anderen, in der Reihenfolge wie die Zutaten ihren Weg kreuzten. Walnuss? Das muss doch lecker mit Vollkornteig schmecken.  Goldhafer? Lass uns daraus ein Brötchen machen. Getrocknete Pflaumen? Rein in den Teig!

Brötchen aus der Backanstalt

Wochenends haben sie heute etwa 50 Brötchensorten im Angebot. Unter der Woche sind es noch 30, dafür sind viele davon dann lecker belegt und es gibt auch einige Brotsorten mehr. Im Bild oben übrigens u.a. ein handdekoriertes Wellness-, ein Vollkorn-Krustie, ein Feigen- und ein Cranberrybrötchen. Aber auch mit Hirse, Grünkern, und vor allem Dinkel wird hier in mannigfachen Variationen gebacken.

Und wenn das Brötchen Müslibrötchen heißt, dann wiegt es nicht nur bestimmt 250g, dann ist es auch randvoll mit Rosinen, Haferflocken und Co. Heißt es Pecannussbrötchen, dann finden sich darin und darauf reichlich ganze (!) Nüsse. Gemeinsam ist ihnen neben dem guten Geschmack, dem großzügigen Anteil der namengebenden Zutaten, dem unschlagbaren Preis und der Frische auch eine Haltbarkeit von mehreren Tagen!

Sortiment der Backanstalt

Um die 1400 Brötchen gehen an einem gewöhnlichen Samstag über den Ladentisch, und wen wundert es, nur etwa 200 davon sind normale Schrippen, die aber natürlich auch vorhanden sind. Und auch wenn das Sortiment bereits mehr als reichhaltig ist, planen die Beiden bereits die nächsten Sorten und experimentieren für den Sommer schon mit Zucchini,  Karotten und Herbes de Provence.

Ganz besonders freut mich persönlich ja, dass sie auch ihr süßes Angebot erweitern wollen. Bislang gibt es schon je 1-2 leckere Kuchen, Muffins und Cookies im Angebot, und da Christian auch Konditor ist, lohnt es sich ganz bestimmt, die Expansion dieses Bereiches im Auge zu behalten. Aber das bedeutet in meinem Falle ja auch keine besondere Anstrengung, stehe ich doch sowieso fast jede Woche vor den Regalen und überlege, welches Brötchen es diesen Sonntag auf den Frühstückstisch schafft!

Christian und Michael (Backanstalt) Michael und Christian mit Feigen- und Mandelbrötchen von der

Backanstalt Berlin
Schivelbeinerstr. 48
10439 Berlin

Mo-Fr: 05:30 – 17 Uhr
Sa-So: 06:30 – 13 Uhr

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Individualisten International Kekse im Test

Wiener Bröselkekse mit Schmäh!

Broeselkekse im Reinformat

Brösel. Während der Deutsche Brösel ausschließlich in Form von Semmelbröseln kennt und auch dieses oft genug Paniermehl nennt, weiß der Österreicher um saftigen Bröselkuchen, gekochte und gebackene Bröselknödel als Suppeneinlagen, steirischen Bröselkäse und seit neuestem auch Broeselkekse!

Seit 2010 ist der Bröselkeks in Wien in Umlauf und wunderbarerweise fand sich bereits in diesen Tagen in meiner Post ein liebevoll geschnürtes Bröselkeks-Testpaket:

Wiener Broeselkekse

Bei den Broeselkeksen handelt sich nämlich wie bei ihren designten Mürbeteignachbarn aus der Kekswerkstatt um handgefertigte Lieblingskekse mit einzig qualitativ hochwertigen Zutaten.

Aber auch die Form ihrer Kekse liegt der Bäckerin am Herzen. Sie schrieb mir dazu:

“ich lasse den keksen gerne ihre freiheit und verwende selten ausstechformen. bröselkekse werden hauptsächlich gerollt oder geschnitten. unterstützt wurde dies von der nordamerikanischen variation der drop-cookies. ich empfinde das rollen als eine sehr angenehme, ja nahezu meditative tätigkeit. ich nehme mir dafür sehr viel zeit und werde des öfteren mit eigenwilligen formen und oberflächenstrukturen belohnt. mein sortiment holt sich ideen aus dem nordamerikanischen aber auch dem europäischen kulturkreis. als gebürtige südtirolerin ist mein kulinarischer zugang seit eh und je mehrsprachig und international. bröselkeks zeigt sich daher weltoffen für alles, was optisch wie geschmacklich interessant und schön ist.”

Haferflockenkeks aus dreierlei Körnigem

Dies also ein individuell geformtes Parade-Exemplar des “Haferflockenkeks aus dreierlei Körnigem (Kürbiskernen, Sonnenblumenkernen und Leinsamen), sowie Cranberries & Zimt”. Einer unserer Lieblingskekse aus diesem äußerst fotogenen Sortiment.

Einen guten zweiten Platz machte erstaunlicherweise der “Ingwerkeks mit kandiertem Ingwer und Zuckerrübensirup”, im ersten Bild ganz oben zu sehen. Erstaunlich deshalb, weil er von allen Keksen am gewöhnlichsten und blassesten daherkam, sich aber mit dem ersten Bissen geschmacklich klar nach vorne katapultierte.

Die beiden schokoladigen Kandiaten, der “Kakaokeks aus Dinkelvollmehl und ungesüßtem Kakao” sowie der “Orangenkeks aus Edelbitterschokolade und Orangenöl” teilen sich damit den dritten Platz. Mir gefiel der Orangenkeks ob des ausgewogenen Aromas besser, der Mittester bevorzugte den puren Kakaokeks und zwar aufgrund der Absenz anderer Aromen oder Gewürze. Mich erinnerte dieser an die Bärentatzen der Adventszeit.

Cantuccini aus dem Hause Broeselkeks

Den Abschluss bildeten zweierlei Cantuccinis:

  • Zweifach Gebackenes aus Buchweizenmehl und Cranberries
  • Zweifach Gebackenes aus Orangenschale & Mandeln mit leicht karamellisiertem Zuckerzimt

Diese überzeugten mich als Cantuccinis nicht so ganz, sowohl Konsistenz als auch Geschmack erwiesen sich als viel zu keksig. Das Buchweizenmehl erdrückte die Cranberries, während bei den Zimtenen die Orangenschale kaum schmeckbar war.

Insgesamt stellten die Kekse eine positive Erfahrung dar. Spürbar selbst gebacken, ist schon allein der beim Öffnen der Packung entsteigende Duft der unterschiedlichen Zutaten und Gewürze ein Genuss. Sie sind schmeckbar unterschiedlich und auch wenn ich nicht alle Zutaten heraus schmecken konnte – die Produzentin bestand auf eine Blindverkostung! -, waren sie sorgfältig zu einzelnen Keksvariationen kombiniert.
Die Konsistenz ist entsprechend verschieden, der Ingwerkeks zum Beispiel zergeht fast auf der Zunge, der Haferfockenkeks hingegen hat jede Menge körnigen Biss und der Kakaokeks wiederum ist wie die Amerikaner es lieben: chewy!
Contra: Geschmacklich nicht überzeugen konnten also nur die Cantuccinis, wobei wir sie einzig pur und nicht in Milchkaffee getunkt verkostet haben.  Nicht unbedingt ein Nachteil, aber wichtig zu wissen ist die ob der frischen Zutaten sehr begrenzte Haltbarkeit der Kekse von 7 Tagen! Das wiederum führt dazu, dass die Kekse nur bedingt versendbar sind. Momentan erhältlich sind sie auf Anfrage für alle Anlässe in Wien und außerdem in einer wachsenden Anzahl an Wiener Örtlichkeiten, deren Publikum gute Kekse zu schätzen weiß. Z.B. in der OZ Videothek oder im Filmcasino.
Preis: 1,20 EUR pro Keks bei einer Mindestbestellmenge von 20 Keksen
Zutaten: qualitativ hochwertig (biologisch, regional)
Bewertung (1-10): 8,5

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Ausgestochene Plätzchen Weihnachtsbäckerei

Frühlingsplätzchen schwarzweiss

Butterplätzchen mit Streuseln

Oh Frühling, where are though? Oder wie Paul so schön schrieb “Let’s keep praying for spring!”

Auch wenn auf den Straßen wieder Schnee liegt, der Frühling ist spürbar im Anmarsch! In den Blumenläden gibt es wieder mehr als immer nur Tulpensträuße, nämlich auch welche mit Ranunkeln oder Anemonen und in den Lebensmittelgeschäften liegen bereits die Osterhasen auf der Lauer.

Zeit also für Frühlingsplätzchen! Während man sich in den USA zu solch aufwendigen wie bezaubernde CookieBlümchen aufschwingt und Englands Spring Cookies am seidenen Band baumeln, ging es mir dieses Mal rein um den Keks. Und nur sehr zweitrangig um die Optik. So habe ich statt zu frühlingshaften Förmchen auf die altbewährten zurück gegriffen: Herzchen, Sternchen, Glückchen, Rauten und Co.

Da mich Kälte und Tristesse immer noch Möhre-Ingwersuppe kochen machen, war mir auch nicht nach quietschfidelen Limetten-Keksen. Stattdessen flößte ich Butterplätzchen mit Zitronensaft und -schale einen angemessen zarten Frühlingshauch ein und dekorierte in zurückhaltendem schwarzweiss. Die von Stil- und Farbberatern gerne als Frühlingsfarben titulierten Pastelltöne liegen mir allgemein nicht so sehr, schon gar nicht auf Keksen.

Butterplätzchen mit Streuseln

So duftet die Wohnung nun adrett nach Zitrone und zarte Mürbeteigplätzchen drängen sich als Begleitung des nachmittäglichen Kaffees oder mitternächtlichem Kakao nur scheinbar auf! In Wahreheit bieten sie die willkommenste Ergänzung und versüßen das Warten auf den Frühling aufs Angenehmste!

Frühlingsvariante der klassischen Butterplätzchen:

  • 300 Gramm Mehl
  • 150 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • Mark einer 1/2 Vanilleschote
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 2 Eier
  • 1/2  Päckchen Backpulver

Zutaten zu einem duftenden Mürbeteig vermengen und in Folie für 1-2 Stunden auf den immer noch ausreichend kalten Balkon packen.  Möglichst dünn ausrollen, nach Lust und Laune ausstechen und die Ergebnisse auf backpapiernes Backblech setzen. Dieses gut gefüllt bei 180 Grad für etwa 10 Minuten in den Ofen schieben. Dabei bitte Sichtkontakt halten, denn die Plätzchen sollten möglichst hell bleiben!
Sind Die Plätzchen abgekühlt gilt es, je nach aktueller Ausprägung der Frühlingslaune das Dekor zu entscheiden. Ich habe 1 Eigelb mit 2 Esslöffel Milch vereinigt, die Plätzchen bepinselt und großzügig mit meinen Lieblingsstreuseln versehen.

Prädikat: Immer wieder und kinderleicht!

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Kekse im Test Klassiker

Fondente Nocciolato – Haselnuss zartbitter

Loacker Fondente Nocciolato

Seit der ISM schon liegt dieses Paket aus dem Hause Loacker unbeachtet bei mir im Regal, irgendwie machten mich die gefüllten Waffeln so gar nicht an. Was will ich mit zartbitter und dann auch noch Waffeln! Heute aber entschloss ich mich dann doch zum Öffnen. Gut so, denn die Teilchen sind viel leckerer als ich befürchtet hatte.

Das mag daran liegen, dass die Loacker AG ein alter Hase im Waffelgeschäft ist. 1925 als Konditorei in Bozen gegründet, ist sie seit 1985 nicht nur Marktführer in Italien sondern vertreibt ihre süße Ware auch international. Und zwar so erfolgreich, dass ihr 2003 der “Süßwaren-Oskar”, der European Candy Kettle Award verliehen wurde. Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!
In Zahlen: Jährlich setzt der italienische Edelwaffelhersteller rund 21.900 Tonnen seiner Waffelprodukte ab, 55% davon gelangen ins Ausland, 2009 ergab das einen Umsatz von 162,7 Mio. EUR! Und das alles mit Waffeln.

Loacker Fondente Nocciolato

Zurück zur feierlichen Packungs-Öffnung, die die Wallblätter offenbart: Kleiner sind sie, als die Verpackung suggeriert, dafür duften sie sehr fein. Ob das an den echten italienischen Haselnüssen, an der Verwendung echter Vanille oder aber an der Südtiroler Bergluft liegt? Ich beiße erst einmal ab und entscheide mich dann für die Haselnüsse.

Nachdem ich allerdings der Zutatenliste ansichtig wurde, ziehen sich meine Geschmacksnerven verschüchtert zurück. Was ist eigentlich Emulgator? Was sind Sojalecithine? Und wie soll ich da noch die echte Vanille hervorschmecken?

Name: Loacker Gran Pasticceria Fondente Nocciolato / Haselnuss zartbitter
Keksdealer: Loacker AG
Packungsgröße: 100g
Preis: 1,99 – 2,99 EUR
Zutaten: Zartbitter-Schokolade 27%, (Kakaomasse, Zucker, Butterreinfett, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithine), pflanzliches Öl, Glukosesirup, Haselnüsse 9%, Weizenmehl, Milchschokolade (Zucker, Milchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Sojalecithine, Vanilleextrakt), Zucker, magerer Kakao, Zartbitterschokolade 8% in der Creme (Kakaomasse, Zucker), Dextrose, Süßmolkenpulver, Sojamehl, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Salz, Emulgator Sojalecithine, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumdiphosphat), Bourbon Vanilleschoten
Kann Mandeln und Hafer enthalten
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Schokolade und Haselnuss bilden ein schlagkräftiges Team fast unabhängig vom Kontext. Diese Variation mit dunkler Schokolade,Creme und Waffelblättern überzeugt durch die ausgewogene Kombination der einzelnen Bestandteile. Nicht zu süß, sehr dunkel-herbe, cremige Schokonote und durch die Waffeln und Haselnüsse angenehmer Biss.
Contra: Die chemisch gepimpte Zutatenliste räumt jedoch schnell damit auf dass es sich hierbei um ein natürliches Produkt handeln könnte. Das wird schon durch die massentaugliche Verpackung im Supermarkt-üblichen Pappkarton deutlich. Schade.