Ich gestehe, auch mir ist es gerade zu heiß zum Backen. Für das kommende Wochenende habe ich mir vorgenommen, Berlins Eisdielen genauer unter die Lupe zu nehmen auch hinsichtlich feinster Keks-Eis-Sorten. Ich bin ja mal gespannt, was sich die Eisdealer diese Saison so einfallen lassen!
Erdnuss-Plätzchen, Mandelhörnchen, Schoko-Cranberry, Riegel und Kekse, soweit das Auge reicht – Alle ohne Ei. Auf diese Idee kommt wohl nur, wer selbst an einer Hühnerei-Allergie leidet und weiß, dass davon viele Menschen betroffen sind: Britta Reimann. Die machte eröffnete doch tatsächlich einen Keks-Online-Versand für ei-ligesloses Feingebäck. Da lag ich mit meiner Erdnuss-Thumbprint-Variante ja voll im Trend.
Ich mag Zufälle. Und Mohn. Gut also, dass Frau Juchem mir Ihre Backmischung für Mohn-Marzipan Kuchen mit der Bitte um Feedback gerade in dem Moment zuschickte, als ein Picknick mit zwei Mohnliebhaberinnen anstand. Klar muss da ein Mohnkuchen mit, auch wenn dieser sich leider nicht durch besondere Transportfähigkeit auszeichnet. Seit langem also mal wieder Muffins gebacken. Und am schnellen Ergebnis gefreut.
Wer glaubt das Monopol für dekadente Cookies läge bei den Amerikanern, der irrt. Auch Australien produziert hervorragende Cookies, Brownies und Fudges. Bekannt sind hier in Europa wenige, mindestens einen Versuch wert sind die von Byron Bay Cookie Company, die mit ihren White Choc Chunk & Macadamia Nuts vom malerischen Byron Bay aus auch die internationalen Keksliebhaber eroberten. Und das seit sage und schreibe 20 Jahren!
Von meinen Ausflügen auf die englischsprachigen Blogs der süßen Backlust komme ich selten ohne eine Sammlung verführerischer Rezepte zurück. Meist werden die dann kurz angeschmachtet und landen auf der nicht-sofort-aber-doch-hoffentlich-sehr-bald-Nachbackliste, die bereits aus allen Nähten platzt. Die Nachbackkoch-Liste öffentlich zu machen, finde ich übrigens eine tolle Idee! Dieses Mal aber lachte mich ein Rezept an, zu dem ich nicht nur alle Zutaten da hatte, die Bananen wollten unbedingt verarbeitet werden!
Ich bewundere ja Blogger, die zweisprachig bloggen. Alex toppt das allerdings noch mit verführerischster Foodfotografie. Aber ein Blog kann ja noch so verführerisch daherkommen, wenn die Rezepte darin nichts taugen. Und so beschloss ich bei den Weinkringeln die Probe auf’s Exempel zu machen. Ein lauschiger Balkonabend stand bevor und die Vorratssterne standen günstig. Gut, Anissamen hatte ich keine da, auch Fenchel nicht, aber immerhin schwarzen Sesam! Der ist zwar nicht ganz so geschmacksintensiv, eher nussig, aber hübsch.
Der beste Geschmackstest ist immer noch der mit geschlossenen Augen. So wurde Herr Kekstest zum Genuss der Zitronenherzli gebeten, die Augen zu schließen. “Mhmmm, riecht das lecker. Hast du gebacken?”, fragte er noch bevor ich das Herz ihm bis an die Lippen führen konnte. Dann biss er ab und wiederholte krümelnd: “Selbst gebacken?”
Eins meiner liebsten Backblogs ist Joy the Baker aus Los Angeles. Das Blog strahlt nur so vor Joys Backfreude. Es gibt Schokoladiges, natürlich Kekse, aber auch Kuchen, Herzhaftes und Nachrichten von außerhalb der Küche. Wenn ich nur Zeit hätte, all die feinen Sächelchen nachzubacken, herrjeh!