Naan Khatai! Indische Gewürz-Kekse für Traditionalisten und Fernwehleidige

By , 23 Februar, 2014, 2 Comments

Naankhatai - indische Cookies

Bevor der Frühling sich hier vollends seinen Bann schlägt, musste ich nochmal kurz tief in die Gewürzkiste greifen: Kardamom!Zimt! Anis!!Safran! All in und dazu zu meiner großen Freude Pistazien.

Mit Naankhatai, den sowohl in der indischen als auch pakistanischen Kultur und Küche tief verankerten Gewürzkeksen verbindet mich eine lange Liebe. Sie trösten das vor allem im Winter bei vielen Freunden aufpoppende Fernweh, schmiegen sich an einen Chai ebenso wie an einen Kaffee und schmelzen erst im Mund, dort aber mit einer Gewürzwucht, die einen das Fernweh vergessen lässt. Und den Traditionalisten hervorholt?

Naakhatai - indische Gewürzkekse

Naakhatai – indische Gewürzkekse

Fast. Das tolle an diesen Cookies ist für mich nicht nur ihre Gewürzvielfalt sondern gleichermassen die unausgesprochene Einladung zum Experiment. Denn beim Backen dieser schmerbäuchigen Kekslein ist es wie mit einer guten Bolognese: Jede Nonna hat ihr eigenes Rezept, auf das sie schwört und solche Leute wie ich (und ihr?), die sich ohne italienische geschweige denn indische Omas, ohne aus Generationen überliefertem Rezept also ans Backwerk machen, wir dürfen unser Lieblingsrezept kreieren. Uns uns dabei von den im Umlauf befindlichen inspirieren lassen.

Ein paar Basics stehen fest: Kardamom, Safran und Pistazien. Mehl auch, aber da fängt es schon an, die einen schwören auf Griess-, andere auf Kichererbsen-, dritte nehmen auch Reismehl dazu. Hier kommt meine aktuelle Lieblingsvariante:

Naakhatai - indische Gewürzkekse

Naakhatai – indische Gewürzkekse

Zutaten:
2 EL Milch, zimmerwarm
2 Fäden Safran
6 Kardamom Kapseln
je 0,5 TL Zimt und Anis
150g Pistazien, geröstet und gehackt
60g Mehl
60g Kichererbsenmehl
40g Maisstärke
100g Zucker
100g Butter, zimmerwarm, wer hat nimmt Ghee

evtl. Milch zum Binden
evtl. zuckerglasierte Fenchelsamen zur Deko

Zubereitung:
(1) Safran mit der warmen Milch einweichen. Kardamom im Mörser fein mahlen. Dann den Safran mit der Milch im Mörser zu einer Paste zerstösseln.

(2) Ofen auf 175 °C vorheizen. In einer Schüssel Zucker und Butter schaumig schlagen, dann Safranpaste, Kardamom, Zimt und Anis unterrühren. Dann das Mehl und die Hälfte der Pistazien unterrühren, evtl mit der Milch binden. Den Teig für 1-2 Stunden kühl stellen.

(3) Fenchelsamen und restliche Pistazien in ein Schüsselchen geben. Walnussgrosse Teigstücke abstechen, zu einer Kugel rollen, leicht flach drücken, mit der Oberseite in die Fenchelsamen-Pistazien-Mischung drücken und schliesslich auf ein backpapiernes Backblech legen. Kekse für etwa 15 Minuten backen. Fertig :-)

Fazit: Schnell gemachte, würzige kleine Mitbringsel für alle die Gewürze lieben. Das Kichererbsenmehl kommt geschmacklich kaum zum Tragen, sorgt aber mit dem Griess für eine feine Textur. Die Deko macht Spass, muss aber nicht. Ein paar Pistazien reichen geschmacklich vollkommen, mir war nur nach Farbe!

Urteil: Sonnige 10 von 10!

PS: Wenn ich das richtig verstehe, heissen die Kekslein übersetzt glücklichmachende Kekse. Kann das jemand des Indischen mächtige bestätigen?

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2 Responses {+}
  • Hill

    Bisher hatte ich nur von indischem Naan Brot gehört, was mich zuerst ein bißchen irritiert hat. Diese indischen Gewürzkekse klingen sehr interessant und scheinen eine gute alternative zu den typischen europäischen Weihnachtskeksen zu sein. Ich werde dieses Rezept gleich mal ausprobieren und anschließend wieder berichten.

  • Kekstesterin

    Ui, jetzt bin ich gespannt! Wie sind sie geworden? Mochtest du das Kichererbsenmehl?

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