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Kuchen

Sommerlicher Cantaloupe-Melonen-Kuchen

Cantaloupe-Melonen-Kuchen mit Blaubeeren

Neben Beeren sind Melonen meine zweitliebste Sommerfrucht. Lange Jahre liebte ich allerdings die Wassermelone ebenso inbrünstig wie exklusiv. Charentais-,  Galia– oder Honigmelonen kamen mir nicht über die Lippen. Noch heute komme ich mit ihren Namen durcheinander, was auch daran liegt, dass es unterschiedliche Begriffe für die einzelnen Melonensorten gibt. Wikipedia weiß, sie alle gehören der Gruppe der Zuckermelonen an, ihrerseits eine Gattung der Gurkengewächse. Im Gegensatz übrigens zur Wassermelone, die den Kürbisgewächsen zugerechnet wird.

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American Giant Cookies Besondere Kekse Kekse im Test

Eine Torte für die Hosentasche: Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Glaze

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Das war Liebe auf den ersten Blick. So ein Stück amerikanischer Carrot Cake mit Creamcheese Icing kann ganz schön mächtig sein. Solch ein Carrot Cake Cookie hingegen passt in jede Lunchbox und wunderbar zum Espresso danach.  Und dann hat auch noch die Rüblikuchen-liebende Freundin für morgen zum Picknick geladen – braucht es mehr Anlass? Mitnichten! Und weil bestimmt auch andere gerne mal eine Torte, so richtig schön mit Glasur, einfach so mitnehmen möchten, sind diese Kuchen-Kekse ein Fall für das Blogevent LVII:

Blog-Event LVII - Essen für unterwegs (Einsendeschluss 15. Juni  2010)

Das Rezept erfreut hoffentlich nicht nur Valentina, die sich gerade an Möhren austobt, ich jedenfalls fand es angenehm einfach und gelungen. Ich habe mich an das Original gehalten, die Mengen jedoch halbiert und eingedeutscht:

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Folgende Zutaten

  • 113g Butter
  • 1TL Zimt
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 1 kleines Ei
  • 1 Mark einer Vanilleschote
  • 35g weißer Zucker
  • 35g brauner Zucker

bitte schön schaumig schlagen (das Original verlangt mind. 2 Minuten!) und erst dann

  • 1 Möhre, geschält und fein gerieben, und
  • 50g  Vollkornmehl

unterheben. Jetzt möchte die Masse für 15-20 Minuten kühl gestellt werden. Zeit also etwas über die Aufzucht von Mohrüben zu erfahren. Der Carrot Cake ist bestimmt eine der ungesündesten Weisen, dieses Gemüse zu verzehren :) Ist der Teig fest geworden, wird der Backofen auf 190° C vorgeheizt. Der Teig wird mithilfe von Teelöffeln als walnußgroße Häufchen mit reichlich Abstand auf ein backpapiernes Backblech gegeben und für 12-16 Minuten zu typisch amerikanisch großen Cookies gebacken.

Diese schmecken übrigens jetzt schon hervorragend, aber pssst! , denn wir wollen sie ja noch mittels eines Creamcheese Glaze zur Torte unter den Cookies erheben. Dazu bitte folgende Zutaten:

  • 113g Frischkäse
  • 4 gehäufte TL Puderzucker
  • 2 TL Milch
  • Vanillemark oder Pulver nach Belieben, ich habe hier zu Zitronenschale gegriffen, weil ich nicht so der Vanillefan bin

gut verrühren und mit einem Messer auf die etwas abgekühlten, aber noch warmen Cookies streichen. Dabei einen etwa 0,5 cm breiten Rand lassen und wer mag kann die fertigen Törtchen noch mit ein wenig Zimtpulver bestreuen. Denn jetzt kommt das Gemeine: Klar schmecken sie noch lauwarm, aber am besten schmecken sie erst nach einem Tag Kühlschrankaufenthalt! Da ist es gut, wenn man am nächsten Tag ein Picknick plant, oder sonst einen guten Grund hat, die Finger in der Tasche zu lassen :)

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Fazit: Definitiv etwas Besonderes sind diese schnell und leicht gemachten Cookies, die aus dem Einerlei an Schoko- und Nussvariationen deutlich hervorstechen. Geschmacklich sehr nahe am Carrot Cake dran, auch wenn sie natürlich nicht die Feuchte, damit aber eben auch nicht die Mächtigkeit erreichen. Ich bevorzuge ja eigentlich noch kleinere Kekse, aber diese sind ja nicht für alle Tage, sondern für einzelne Anlässe und da lass’ ich die Größe mal durchgehen :) Dank der Zitrone im Guss erhalten sie noch eine frühlingshafte Frische, die ihnen gut zu Gesicht steht! Mir fehlen eigentlich nur die Nüsse aus dem Kuchen, aber die kriegt man bestimmt auch noch irgendwie unter beim nächsten Mal. Auch das halbierte Rezept gibt reichlich Cookies, wer aber Doppeldecker machen möchte, sollte vielleicht doch die Mengenangaben vedoppeln!

Urteil: Noch ruhen sie im Kühlschrank aber….Moment…mmmmhmm, oh doch, das ist eine 9,5 für dieses erfreulich aus der Reihe tanzende Rezept!

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Kekse im Test Tartelettes

Zum Wochenende: Schokoladige Erdbeer-Tartelettes mit Pistazien-Sprenkeln

Schokoladen-Erdbeer-Tartelettes

Mit Erdbeeren geht es mir wie mit Spargel oder Artischocken: Ich möchte sie am liebsten gar nicht verarbeiten. Wahrscheinlich käme ich erst im Besitz von Erdbeerfeldern und Artischockenplantagen auf die Idee, Erdbeermarmelade oder Artischockensuppe zu kochen. Zu diesen Erdbeercookies jedenfalls konnte ich mich nicht überzeugen. Nur ein Tag Haltbarkeit und Erdbeeren, die als solche nicht mehr zu erkennen sind, ließen mich Abstand nehmen. Dabei ist die Idee durchaus reizvoll.

Monatlicher Blog-Event bei Low Budget Cooking: Kleine Kuchen

Gerade recht kam es mir da, dass Susi Wilkat dieser Tage auf Effilee.de ihre Erdbeer-Tartelettes präsentierte. Eine Erdbeer-Zelebration der schokoladigen Art mit Pistaziensprenkeln. Schon optisch versprach das ein Fest! Allein, ich besitze keine Tartelette-Förmchen! Ich beschloss, es mit Muffinformen zu versuchen, und damit das Rezept noch möglichst viele  Nachahmer findet, reiche ich es beim Dauerevent kleine Kuchen ein.

Schokoladen-Erdbeer-Tartelette

Die Zutaten für 6 Tartelettes-Förmchen in Anlehnung an das Original:

  • 125 g dunkle Schokolade (die Chance für meine dunkle Schokolade, die sonst gern allzulang in Schubladen dahinvegetiert)
  • 125g Butter
  • 3 Eier, getrennt
  • 100g brauner Zucker
  • eine Prise Zimt
  • eine Prise Salz
  • 120g Mehl (habe ich mir erlaubt, dazuzufügen, Mehl war im Original nicht vorgesehen)
  • 200 g Frischkäse
  • 4 EL Puderzucker
  • Zitronenschale einer Zitrone
  • 6 schöne Erdbeeren (im Gegensatz zum Original sollten die bei mir viel mehr als Dekoration sein, aber leider passten nicht mehr auf die Törtchen)
  • 8 Pistazienkerne

Erdbeer und Schokolade

Zubereitung: Zuerst wurde der Backofen auf 160° Grad vorgeheizt, dann habe ich nach Susies Anweisungen Butter in einem Topf mit der klein gehackten Schokolade und dem Zimt geschmolzen. Dann in einer Schüssel Eigelb und Zucker schaumig, in einer anderen das Eiweiß mit der Salzprise steif geschlagen. Jetzt die drei Massen und das Mehl  zu einem Teig zusammen gerührt, vorsichtshalber probiert :), und in die Muffinförmchen gegossen. Etwa 1-2 Esslöffel voll Diese kamen für 30 Minuten in den Ofen. Währenddessen habe ich Frischkäse mit Puderzucker und Zitronenschale glatt gerührt, Erdbeeren geviertelt und Pistazienkerne gehackt. Sobald die Böden abgekühlt waren, wurden sie mit der  Creme bestrichen, die ein sahniges Nest bot für die Erdbeerviertel. Und ganz zum Schluss wurde mit den grünen Pistazienkerne für den optischen Kick gesorgt!

Schokoladen-Erdbeer-Tartelette

Fazit: Sehr feine Tartelettes sind das geworden. Unten der schokoladige Teig, der nur einen Hauch süß. Darüber die sahnige Frischkäsecreme mit dem Zitronenhauch. Und darauf frische Erdbeeren, süß und rot, und ein paar Pistazienkerne, die in meinem Fall leicht salzig. Fehlt nur noch die Maisonne! Abzug gibt es für die nicht ausreichend schokoladige Note des Teigs, der mich auch zu wenig knusprig, da werde ich beim nächsten Backen die Dosis erhöhen!

Urteil: 8,5 von 10

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Kekse im Test Müsli-Kekse

Frühlingsfrisch: Apfel-Müsli-Cookies

Schale Äpfel

Müsli mit reichlich Äpfeln schmeckt ja noch lange nicht nur zum Frühstück gut.  Und nachdem ich hier hatte ich von leckeren Haferflocken-Keksen gelesen hatte, stand fest, dass die nächste Ladung Kekse Müsli beinhalten sollte. Einfach nur Haferflocken war mir zu öde, außerdem habe ich nur mein Basis-Müsli im Haus. Das verzichtet idealerweise nämlich auf Rosinen, schmeckt aber dank Reisflocken, Amaranth, Sesam, Sonnenblumenkernen und Co auch ohne alles mit Milch, Buttermilch, Joghurt, Obst und/der Quark und erst recht leicht geröstet. Aber das nur am Rande.

Nach Schokolade war mir angesichts der sonnigen Tempreaturen nicht wirklich, lieber sollte es etwas Frisches sein. Vielleicht sogar mit Obst? Ein paar Äpfelchen warteten da in der Schale nur noch darauf verfeinert zu werden.

Äpfel und Cookies

Ich liebe Rezepte, die mit dem Vorheizen des Backofens beginnen, signalisiert dies doch, dass die Zubereitung nicht länger als eine Viertelstunde dauern wird. Dieses für heute von mir ausgewählte  Originalrezept fordert zu Beginn den Ofen auf 190 °C vorzuheizen. Die Zutatenliste lautet etwas anders, meine Apfel-Müsli-Kekse beinhalten folgendes:

  • 2 kleine Jonagold-Äpfel, grob geschält, entkernt und klein gewürfelt und mit ein paar Spritzern Zitronensaft am Bärunen gehindert
  • 150 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 90g brauner Zucker
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zimt
  • 1 Ei
  • einige EL Milch
  • 50g Doppelrahm-Frischkäse
  • 50g Margarine
  • 150g Müslimischung

Entgegen den Originalanweisungen habe ich alle Zutaten bis auf die Milch in einer Schüssel vermengt und dann noch so viel Milch hinzugefügt, dass alles gut zusammenhielt ohne zu klebrig zu werden. Aus dieser Masse wurden dann mittels eines Esslöffels Häufchen auf ein Backblech transferiert und für 15 Minuten in den auf 190 °C vorgeheizten Backofen geschoben.

Äpfel und Cookies

Fazit: Wie Apfel, Zimt und brauner Zucker duften, wenn sie so langsam warm werden, muss ich nicht extra erwähnen, oder? Direkt aus dem Ofen und noch gut warm schmecken die Cookies denn auch wie leckerstes Porridge und lassen sich perfekt  zum gemütlichen Sonntagsfrühstück vernaschen. Die Säure der Äpfel harmoniert erwartungsgemäß klasse mit dem Zimt, dem Müsli und der Süße des braunen Zuckers.

Leider schmecken sie kalt nicht mehr ganz so gut, sondern leider etwas sehr “gesund”.  Was bleibt ist der leckere Crunch und die Säure der Äpfel, auch die Feuchtigkeit, fast bin ich versucht von Cremigkeit der Cookies zu sprechen. Die Süße und die Ähnlichkeit mit Müsli allerdings nimmt etwas überhand. Aber gibt es eine bessere Ausrede dafür, alle Cookies direkt aus dem Ofen zu verputzen?

Urteil: 7,5 von 10

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Besondere Kekse Kekse im Test

Erdnussbutter + Frischkäse + Schokolade = Ziemlich leckere Kekse

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Der April gehört nicht zu meinen Lieblingsmonaten, zu unbeständig das Wetter, zu sehr spielt er mit meiner Sehnsucht nach warmen Tagen. Dieses Jahr wollte ich ganz geschickt gelassen vorgehen, aber der lange Winter hat mir durch seine andauernde Kälte einen Strick durch die Rechnung gemacht. Kaum waren die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut spürbar, lechzte ich schon wieder nach Erdbeeren und Eiskaffee, Sonnenbrille und leichten Salaten. Ich entfernte alles Langärmlige, alles Wollene bis auf eine leichtes Sommerjäckchen radikal aus meinem Kleiderschrank. Ich war bereit für laue Sommerabende.

Aber Pustekuchen! Regen und Frost kamen zurück und mittlerweile wickele ich mir die T-Shirts bei Gegenwind gar um den Hals. Heute war zum Beispiel wieder so ein Tag und auf dem Weg nach Hause träumte ich von warmem Tee und leckeren Cookies. Möglichst frisch aus dem Ofen sollten sie kommen, nach Butter und Schokolade duften, nicht zu crisp dieses Mal bitte sondern auf der Zunge zergehend.

Doch der heimische Kühlschrank zeigte sich unkooperativ: keine Eier, kaum Butter. Mein Glück, dass ich damals auf der Suche nach Frischkäse-Keksen auch diese erdnussigen Gesellen vorgemerkt hatte. Daraus wird sich doch was Tröstendes, was Wohltuend-Wärmendes machen lassen?

Schokolade und Erdnüsse

Und ob!

Mein Rezept für Erdnuss-Frischkäse-Schokoladen-Cookies (ausnahmweise mal in Esslöffel, da die Waage den Dienst versagt hat, grammweise findet sich das Rezept fast unverändert hier):

  • 4 EL Mehl
  • 05 EL Speisestärke
  • 3 EL Zucker
  • 2 EL crunchy Erdnussbutter
  • 1 EL Butter-Margarine-Gemisch
  • 1 TL Backpulver
  • 1,5 EL Doppelrahm-Frischkäse
  • 1 EL Milch
  • 40g Blockschokolade, gehackt

Bis auf die Blockschokolade gehört alles zu einem Teig vermengt, ich habe dafür den Mixer bemüht, dann die Schokolade gehackt und untergemischt, und zwischendurch nicht vergessen, den Backofen auf 175 Grad vorzuheizen.

Das Originalrezept spricht von 8 Keksen, das fand ich beim ersten Lesen eine ideale Menge, schließlich sah ich einem Abend allein mit den Keksen und der Teetasse entgegen. Die 80g Mehl schienen die zu erwartende Anzahl auch noch zu bestätigen, aber als ich den Teig schließlich mit nassen Fingern zu walnußgroßen Kugeln formte und diese dann mittels einer Gabel leicht flach aufs Backblech drückte, kamen mir erste Zweifel.

Zweifel, die sich schließlich erhärteten, denn irgendwann war das Blech vollständig belegt und zwar mit 23 amerikanisch anmutenden Cookies. Aber hey, da bin ich flexibel :) Erst recht, wenn die Kekse dann im Ofen (bei 175 Grad etwa 15 Minuten) die Wohnung mit lockendem Duft erfüllen und die Schokolade geradezu lasziv zu schmelzen beginnt.

Erdnuss-Frischkäse-Schokoladen-Cookies

Fazit – Zubereitung: Wunderbar schnell zu machender Teig, nur die Schokolade musste erst gehackt werden, aber auch das ist bei 40g machbar. Alles andere kam direkt aus der Packung. eine übersichtliche Anzahl von Zutaten und gleich zwei der Gattung “eher selten in Keksen zu finden”: Frischkäse und Erdnussbutter. Der Teig war gut zu handlen, etwas feucht vielleicht, aber mit feuchten Händen gut formbar.

Fazit – Geschmack und Konsistenz: Wer sich auch mal gerne Erdnussbutter auf’s Brot schmiert und manchmal sogar in Kombination mit Schokocreme, dem werden diese Kekse schmecken. Wer sich allerdings mit Erdnussbutter schwer tut, sollte Abstand halten, denn diese Cookies schmecken nach Erdnussbutter. Und diese wird durch die Schokostücke wunderbar ergänzt. Die Konsistenz ist durch den Frischkäse fluffig und da ich die Kekse wirklich nur 15 Minuten im Ofen hatte, sind sie hell und weich geblieben.

Urteil: Nichts was einen vom Hocker reißt, aber solide, leckere Kekse, schnell gemacht und schätzungsweise auch schnell verputzt. Ich gebe eine 8,5!

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Besondere Kekse Kekse im Test Rezensionen / Backbücher

Oetker’s Frischkäse-Kekse to go

Frischkäse-Kekse aus dem Glas

Dass ich dieses Buch haben musste, stand spätestens mit der Eröffnung dieser meiner KeksTest-Arena fest. Welches Plätzchen ich nun aber daraus zu erst backen würde, blieb durchaus einige Zeit unklar. Nach dem ersten Blättern durch die Rezepte, waren mir diese viel zu hausbacken erschienen. Beim zweiten Blick nach einigen Wochen hatte sich das komplett geändert, ich wollte Pinienkern-Makronen versuchen und Weinplätzchen. Schließlich hatte ich mich auf die Möhren-Gnocchi der Nonna festgelegt. Die heißen nicht nur so, die sehen tatsächlich zumindest im Backbuch auch so aus!

Dabei blieb es. Wochenlang. Aber ich kam nicht dazu, stattdessen wurde alles andere gebacken: erst Zucchini Brot, dann Rüblitorte und zuletzt Apfelkuchen. Und heute, da tatsächlich ein frühlingshafter Plätzchen-Backversuch möglich wäre, habe ich keine Möhren im Haus. Geschweige denn Pistazien.

Aber Frischkäse. Und während andere konsequent sind, kann ich improvisieren. Et voilà: Frischkäse-Kekse! Halb Frischkäse, halb Mandeln plus die üblichen Backzutaten. Dass die meinen etwas dunkler gerieten, liegt an meiner Verwendung von gemahlenen Mandeln mit statt ohne Schale:

Frischkäse-Kekse gestapelt

Morgen  hat nämlich ein Beuteltier Geburtstag und da gibt es standesgemäß kleinteilige Kekse statt schwergewichtiger Kuchen! Ich bin gespannt, ob sie gefallen, gebacken sind sie jedenfalls ratzfatz.

Zutaten to klickErst gilt es Frischkäse und Butterschmalz schaumig zu rühren, dann erst kommen Vanille-Zucker, Zucker und Bittermandel-Aroma (bei mir durch französisches Macadamia-Nuss-Aroma ersetzt). Schließlich das Eiweiß. Hier war ich mir unsicher, aber da im Rezept nichts weiter stand, kam mein Eiweiß direkt aus dem Ei in die Frischkäsemasse.

Ganz falsch schien das nicht gewesen zu sein. Zu guter Letzt Mehl, Backpulver, Mandeln und  geriebene Zitronenschale untermengen und fertig ist der Teig.  So mag ich das ja und formte rasch kleine Häufchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech.

Dann allerdings stutzte ich erneut: Es galt die Teighäufchen bereits vor dem Backen mit Puderzucker zu bestäuben, das hatte ich ja noch nie! Aber gut, auch das versuchte ich und schob das Blech samt Puderzucker für 12 Minuten in den Ofen.

Well, ich habe nachträglich durchaus nochmal nachgestaubt, ich meine, halb gestaubt ist höchstens halb gewonnen! Das Ergebnis sind sehr saftige, und ebenso zarte wie milde und daher frühlingshafte Kekse. Deren Mandel-Macadamia-Flair erst mit dem zweiten Bissen auftrumpft. Dann aber ist man verloren, Keks für Keks für Keks…

Bewertung (1-10): 8,5
Pro: Kekse, die  wohl dank dem Frischkäse wie leckerer roher Keksteig schmecken: intensiv und saftig. Süß, aber nicht zu süß. Übersichtliche Zutatenauswahl. Leicht zuzubereiten. Überschaubarer zeitlicher Aufwand. Fast ohne Mehl.
Contra: Das Mandel/Macadamia-Aroma  ist mir noch nicht ausgeprägt genug und das liegt eher nicht daran, dass meine Mandeln nicht geschält waren. Nächstesmal werde ich  vorher auf jeden Fall rösten. Wenn ich nicht doch ein anderes  Rezept ausprobiere, da sind bestimmt noch so einige Schätze zu bergen.

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Berlin Kuchen

Happy Birthday dank Hudson’s Cakes

Apfelkuchen mit Vanillepudding

Mit reichlich Kuchen und noch mehr Freunden feiert es sich bekanntermaßen gleich nochmal so schön. Dank der tatkräftigen Unterstützung von Katie und Jim von Hudson’ s Cakes mit vorzüglichen English Cakes:

  • Lavender & Grapefruit Drizzleder Exot, mit Grapefruit-Sirup und Lavendel-Glasur ebenso intensiv wie gehaltvoll. Dabei wirkt er von außen so harmlos, fast gewöhnlich, nur der Duft verriet, das in ihm ein Stück spätsommerlicher Provence steckt. (Lavender & Grapefruit Drizzle – baked with dried lavender flowers and moistened with a grapefruit syrup)
  • Carrot & Orangeder Favorit meiner Gäste war dieser fruchtige, locker-saftige Möhren-Orangen-Kuchen. Das Orangensirup-getränkte Icing sorgte optisch und geschmacklich für den nötigen Kick! (Carrot & Orange – a wholemeal carrot cake with a honey and orange syrup, topped with an orange and cream cheese icing)
  • Pear & Dark Chocolate und mein Favorit, winterlich schokoladig, fast möchte ich sagen erdig und nur einen Hauch zu trocken. Da hätte die Schlagsahne gut gepasst, die ich auf den Tisch zu stellen vergessen hatte.* (Pear & Dark Chocolate – an adult cake, rich with chunks of chocolate and moist pear)

So musste ich selbst nur noch einen soliden Apfelkuchen backen. Dafür hatte ich mir das Rezept der Hüttenhilfe für Apfelkuchen mit Vanillepudding ausgesucht und die Apfelmenge auf 2 kg erhöht. Einem Gast war es dadurch dann tatsächlich doch zu apfelig, aber alle anderen waren begeistert. Und ich selbst bereits beim Backen hin und weg von diesem Vanillepudding-Guss auf Apfelsaft-Basis. Den kann man doch auch ohne Kuchen drumrum essen, oder?

*) *räusper* Allerdings hat auch keiner der Gäste danach gefragt, was für die Kuchenqualität spricht!