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Gewinnspiel Kekse im Test Kekspolitik Kunst am Keks Onlineshop

Die 10 wichtigsten Backtipps der Kekstesterin für die Weihnachtsbäckerei!

ADVENT 2015

Der Advent 2015 steht in den Startlöchern und dieses Jahr sollt ihr von meinen Erfahrungen profitieren! 10 sorgfältig ausprobierte Tricks und Tipps, auf dass das große Backen beginne!

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Kekse im Test Klassiker

Byron Bay Triple Choc Fudge und White Choc Chunk & Macadamia Nuts

Byron Bay: Triple Choc Fudge

Wer glaubt das Monopol für dekadente Cookies läge bei den Amerikanern, der irrt. Auch Australien produziert hervorragende Cookies, Brownies und Fudges. Bekannt sind hier in Europa wenige, mindestens einen Versuch wert sind die von  Byron Bay Cookie Company, die mit ihren White Choc Chunk & Macadamia Nuts vom malerischen Byron Bay aus auch die internationalen Keksliebhaber eroberten. Und das seit sage und schreibe 20 Jahren!

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Besondere Kekse Kekse im Test

Schöner als Fußball: Erdnussbutter-und-Marmelade-Cookies

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Eins meiner liebsten Backblogs ist Joy the Baker aus Los Angeles. Das Blog strahlt nur so vor Joys Backfreude. Es gibt Schokoladiges,  natürlich Kekse, aber auch Kuchen, Herzhaftes und Nachrichten von außerhalb der Küche. Wenn ich nur Zeit hätte, all die feinen Sächelchen nachzubacken, herrjeh!

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Kekse im Test Neuheiten

Wenn ich nur aufhör’n könnt’: Keksi des Jahres aus der Manner-Faktur

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Es ist mir gerade zu warm zum Backen und eigentlich auch zu warum für Schokoglasur. Eigentlich! Man kennt ja das Klischee des männlichen Studenten, der am liebsten jedes Gericht mit Käse überbacken möchte. So ähnlich geht es mir mit Schokoladenüberzug (SÜ). Ich mag Nüsse mit SÜ, Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Macadamia zumindest. Schokoladenüberzogen mag ich sogar Rosinen, die ich sonst gerne aus Speisen – Kaieserschmarrn, Mohnkuchen, Hefezopf – verdamme und in Rezepten gleich ganz weglasse. Auch getrocknete Cranberries, frische Erdbeeren, kandierte Orangenscheiben oder Ingwer mit SÜ: alles lecker für mich. Klar also, dass man mir auch mit schokolierten Keksstückchen eine Freude macht. So prinzipiell jedenfalls.

Die Keksis (sic!) der österreichischen Firma Manner rannten also geradezu offene Türen bei mir ein, als sie so im Trio infernale – Classic, Milchschokolade und Banane – bei mir aufmarschierten. Auf den Keksi mit Bananengeschmack, seines Zeichens Keksi des Jahres, war ich besonders neugierig. Durchschnittlich eine Banane stirbt täglich für mich.

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Ähnlich wie mit Chips während eines spannenden WM-Spiels, kaum ist die Tüte offen, wandert Keksi für Keksi in den Mund. Das Motto auf der Packung “Wenn ich nur aufhör’n könnt'” übertreibt kaum, es fällt schwer, nach einem Keksi zufrieden und glücklich die Tüte bis zum nächsten Tag beiseite zu legen. Das gilt insbesondere für die Classic-Variante der Dragee Keksi von Napoli, in der sich Kekse mit dunkler Schokolade und Milchschokolade finden.  Nicht dass sie besonders raffiniert schmeckte, nicht dass sie besonders gut schmeckten. Aber sie sind klein, da ist Schokolade und da ist knuspriger Keks. Und vermutlich jede Menge Zucker, Fett und Chemie, repektive suchterzeugende Substanzen? Erfunden wurde dieser österreichische Keks-Klassiker übrigens bereits im Jahr 1974, bare bis 2010 hatte ich keine Ahnung von ihrer Existenz.

Klein sind diese Keksis, halbrund und dick mit Schokolade überzogen, dragiert sozusagen. Die Schokolade wurde mit Gelatine (und Schellack und Gummi Arabicum!) versetzt und schmilzt so nicht in der Hand, sondern erst im Mund. Der Keks-Kern ist knusprig, und bei den klassischen Varianten ohne Eigengeschmack. Die Bananenvariante ist mir dann aber doch zu süß, der Geschmack zu künstlich und kann mich leider nicht von ihren Qualitäten überzeugen. Schade! Erst letzten hatte ich göttliches Bananen-Eis mit Kokos und Schokosplittern, ganz ohne künstliche Aromen. Aber so eine Kugel Eis muss ja auch nicht lange halten. Bei den Keksis schaut man am besten nicht auf die Zutatenliste, sondern hält es ähnlich wie mit Kartoffelchips: Lieber wenige Male exzessiv genießen und die restlichen Tage im Jahr Abstand halten und lieber gleich zur Banane greifen.

Keksi des Jahres: Banane

Fazit: Konsistenz und Größe – sowohl der einzelnen Keksis als auch der Packungsgrößen –  sind gut. Geschmacklich bieten die Keksis nichts besonderes, sondern Schokoladen- und Keksqualität ind Discountermanier. Bis auf den Bananenfall immerhin nicht deutlich unangenehm künstlich, Milchschokolade aber natürlich süßer als dunkle Schokolade. Ich mag die ausgewogene Kombination von süßer Schokolade und knusprigem Keks, könnte mir aber durchaus etwas mehr geschmackliche Raffinesse und Qualität bei beiden Produktteilen vorstellen. Auch die wohl der industriellen Herstellung geschuldeten Zutaten schmälern den Genuß der Dragees.

Zutaten: Zucker, Weizenmehl, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, ungehärtetes Pflanzenfett, Süßmolkenpulver, Maisstärke, Magermilchpulver, Glukose-, Fruktosesirup, Aromen, Emulgator: Sojalecithin, Überzugsmittel, Gummi Arabicum und Schellack, Feuchthaltemittel, Sorbit, Gerstenmalzextrakt, Salz, Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat und E503ii, Gelatine.
Kann Spuren von Nüssen und Erdnüssen enthalten. Seit jeher wird bei der Herstellung von Napoli Dragee Keksi auf den Einsatz von Farb- und Konservierungsstoffen verzichtet.

Packungsgröße: 175g (bei einem Keksgewicht von etwa 2,7g, ergibt sich eine durchschnittliche Anzahl von 65 Stück  pro Packung)

Keksdealer: In Österreich sind die Manner Produkte in vielen Geschäft erhältlich. Für alle anderen gibt es sie im Online-Shop.

Urteil: 5,0 von 10

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Kunst am Keks Neuheiten Onlineshop

Kleine Gugls statt großer Torten

Der Gugl - Kuchenpraline mit Geschmack

Auf die Spur gekommen bin ich dem Gugl bei GetMyStyle. Von da an hat mich das kleine Kuchen- Glück nicht mehr losgelassen, bis ich endlich meine 9 handgemachten Kuchenpralinen in der Hand hielt. Die kamen ganz schnörkel- aber mitnichten stillos, mit persönlichem gruß und tollerweise über Nacht in einer gut versiegelten Pralinenbox aus dem Internet bzw. aus München :)

Beim Öffnen der Schachtel war ich erstaunt über die Vielfalt der Farben, beim Anschneidenbeissen fand sich diese Vielfalt in den Geschmacksrichtungen bestätigt. Nix ist mit Schoko, Vanille, Erdbeer! Und nix ist auch mit künstlichen Aromen! Stattdessen lockt die asiatische Grüntee-Pflaume oder  die amerikanisch Cranberry-Schokolade-Variante! Vielleicht lassen sich die Sorten nicht auf den ersten Blick bestimmen, nach dem Reinbeißen weiß man sofort welchen Kandidaten man vor sich hat:

Gugl-Kuchenpralinen im Porträt

“Wir möchten Ihnen kein Mega-XXL vormachen. Wir versprechen Ihnen nur Kleines. Vor allem natürlich das kleine Glück, den Gugl. Denn wir sind entschlossen, die kreativen Spezialisten zu sein für das kleine Glück. “

steht in der Gugls-Schachtel. Das Glück darf auch mal klein sein, dem stimme ich gerne zu. Nicht umsonst mag ich Kekse!  Vor allem darf es unbedingt so süß daherkommen und dann so lecker schmecken! Eine kleine Bitte hätte ich da übrigens noch an die Schachteldesigner: Wäre es möglich die Sorten nicht auf den Boden der Schachtel zu schreiben, sondern so, dass ich sie lesen kann, während ich die Gugls taxiere?

Neun kunterbunte Kuchenpralinen

Fazit: Der Gesamteindruck teilt sich hier ja ausnahmsweise in 9! Einzelgeschmäcker, nämlich  Passionsfrucht (mit sehr intensivem Fruchtgeschmack einer der TOP 3), Zitrone-Eierlikör (schade, den Eierlikör schmeckt man kaum; dafür schmeckt’s wie frischer Kuchenteig), Kokos-Zitronengras (Ich mag kein Kokos, daher hier kein Kommentar), Kaffee-Kardamom (bietet intensiven Kaffee-Geschmack, edel-herb), Schokolade (da habe ich nur mit Mühe einen Bissen abbekommen, das darf als dickes Kompliment gewertet werden),  Haselnuss-Sauerkirsche (mein erster Biss und einer der TOP 3: Sauerkirschen passen erstaunlich gut in nussigen Teig), Grüntee-Pflaume ( knallgrün, asiatisch-gewöhnungsbedürftige Kombination, die auf den zweiten Bissen sehr gut), Schokolade-Cranberry (der knallrote, fruchtig-schokoladige unter den TOP 3), Rose-Physalis (der Verlierer,  da leicht seifig im Abgang). Bis auf den letzten möchte ich ihnen allen einen hohen Genussfaktor bestätigen, der von den guten Zutaten, der liebevollen Handarbeit – auch von der Form gleicht kein Gugl dem anderen) und der Lust etwas Altbewährtes neu zu entdecken, zeugt.

Zutaten: Eier, Zucker, Butter, Mandeln, Weizenmehl, Haselnüsse, Kokosraspeln, Dunkle Schokoladenkuvertüre (Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, Emulgator, Sojalecithin, natürliche Vanille), Pflaumen, Eierlikör 20% vol, Passionsfrucht, Sauerkirschen, Cranberries, Marzipan (Mandeln, Zucker, Invertzuckersirup, Wasser), Marsala 17% vol, Zitronengras, Physalis, Rote Beete, Zitronenschale, Ingwer, Kaffee, Grüntee Matcha, Orangenschale, Rosenblüten, Limettenschale, Gianduja Nougat (Haselnüsse, Zucker, Vollmilchpulver, Glycerin), Vanille, Pistazien, Rosenwasser, Kardamom, äth. Bittermandelöl
Kann Spuren enthalten von: Nüssen, Erdnüssen, Sesam

Gugl-Dealer: online und im ausgewählten Einzelhandel in seiner Heimat München und im Mutterland-Stammhaus in Hamburg

Urteil: 8,5 von 10

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Besondere Kekse Kekse im Test Rezepte

Rhabarber-Saison: Rhubarb Cookie Bars

Rhubarb Cookie Bars - angerichtet

Der kleine Bruder des Kuchens ist bekanntlich der Keks, der kleine Bruder des Rhabarberkuchens aber sind Rhabarber-Squares! Auf deutsch also Keksriegel? Geht gar nicht, drum verzeiht mir den amerikanischen Namen Rhubarb Cookie Bars! Anregungen für die Rhabarberküche gibt es ja eigentlich zur Genüge. Nach den ersten Rhabarberstangen pur in Zimtzucker gestippt, sollte es dieses Mal aber kein Rhabarberkuchen und kein Rhabarberkompott, sondern etwas Leckeres für Keksliebhaber werden.

Das hat geklappt, diese kleinen süßen Teilchen duften nicht nur verführerisch, sie schmecken auch so gut, dass man sie…

Rhubarb Cookie Bars - gestapelt

gut und gerne stapelweise verzehren möchte. Sogar meine Neigung, eher weniger als ausreichend Zucker zu verwenden, wurde mir hier verziehen. Die Rhabarberschicht ist sauer, liegt aber zwischen zwei süßen Teig- bzw. Streuselschichten. Die Squares sind trotzdem keine 2 cm hoch und daher wunderbar leicht und zart.

Beim Rezept habe ich mich vom Original stark inspirieren lassen und für die Füllung:

  • 3 Stangen Rhabarber geputzt, geschält und in 3cm große Stücke geschnitten, und mit
  • 2 Päckchen Vanillezucker und
  • 1 EL Zucker erst aufgekocht und dann auf kleiner Hitze einkochen lassen (15 Minuten etwa).

Die Füllung ein wenig abkühlen und über einem feinen Sieb abtropfen lassen, macht Sinn. Der aufgefangene Saft ergibt mit  Mineralwasser verdünnt ein erfrischendes Rhabarberschorle!

Jetzt den Ofen auf 180° Grad vorheizen! Für den Boden und die Streusel wurden:

  • 250g Mehl
  • 100g Zucker
  • 200g Butter
  • 1 Tl Zimt

zusammen geknetet. Die Hälfte davon wurde möglichst rechteckig auf ein backpapiernes Backblech ausgewellt, dann die Füllung darauf verteilt, gleichmäßig und bis an die Ränder. Schließlich aus dem restlichen Teig Streusel großzügig über die Füllung verteilt und dann das Blech für etwa 20-25 Minuten in den Ofen geben, bis die Streusel die gewünschte Bräune haben.  Und bevor sie wieder aus dem Ofen kommen und nach dem Abkühlen in Quadrate, Rechtecke oder Rauten geschnitten werden, ist Zeit für ein wenig Rhabarber, Rhabarber:

Fazit: Sehr ausgewogen im Geschmack und mal was anderes aus dem feinen Rhabarber. Süß und Sauer harmonieren hier klasse und tatsächlich ist es gelungen, etwas zumindest keksähnliches aus Rhabarber zuzubereiten. Für mich nächstes Mal aber gerne wieder einen dominanteren Rhabarber-Anteil!

Urteil: 8,5 von 10

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Kekspolitik Kunst am Keks

Kekskrümel to go – Vol. 1

Life's short... - Eat Cookies

(Dank an M.)

Bei meinen Streifzügen durch das Netz stolpere ich oft über lustige, interessante, beeindruckende Fundstücke zum Thema Keks. Diese möchte ich nicht weiter ungeteilt lassen, sondern eröffne mit der ersten Folge “Kekskrümel to go – (m)eine subjektive Hitlist”! Wie es aussieht werden der heutigen Ausgabe in unregelmäßigen, aber nicht allzu seltenen Abständen weitere folgen…

  • Stichwort Ernährung: Katha von esskultur.at schreibt durchaus lesenswert über Zuckersorten und ihre Eigenarten. Vielleicht nicht erschöpfend, sicher aber anregend: Des Zuckers weiße Weste!
  • Süße Männlichkeit: Kraska philosphiert angenehm uneitel über Neue Männer: In der Naschanlage und stellt die Frage nach  einer die Verbindung zwischen Männlichkeit und ausgeprägter Naschlust.

You're my favourite Cookie

  • Süß oder Salzig: Drei Rezepte hinterließen beim alltäglichen Keks-Blog-Surfen einen tieferen Eindruck:
  1. Die ebenso herzhaften wie Herzigen Parmesankekse bei Einfach Guad ! Die kommen nicht nur der aufdringlichen Süßlichkeit des Valentinstags mit rotem Pfeffer und intensivem Rosmarinduft bei, sondern erinnern mich auch angenehmst an jene ebenfalls herzhaften Sablés. Wo mich alles Scharfe in Schokolade stört, kommt es mir im Keks erstaunlicherweise zuweilen regelrecht gelegen.
  2. Umgekehrt überraschten mich die Süßen Polentasterne der Süßen Hex, kenne ich Polenta bisher doch nur in der deftigen Variante. Sie aber hat sie nicht nur Apfelsaft gekocht und mit Rosinen verfeinert, sondern auch noch liebevollst mit Kiwi (1) dekoriert. Respekt! (Es gibt wohl weit mehr süße Polentagerichte, z.B. diesen verführerischen Polentakuchen bei Deichrunners)
  3. Die nächste Blog-Hexe dachte sich zu recht, Kalter Hund war gestern, ich probiere dessen Prinzip an Schokoladenpudding. Und Zack, postete sie letzten Freitag das Rezept für Schokoladenpudding mit Butterkeks, das wundervoll opulent daher kommt und sich mit anderen Keksen sowie Puddingsorten sicherlich endlos variieren lässt!
  • Keks ‘n’ Gadgets: Auch Keksbäcker lieben ihre Tools, allem voran solche, die das Endprodukt origineller, schöner oder leckerer zu machen wissen.  Keines davon braucht man wirklich, haben will man jedes aber ersteinmal  sofort.  Diese zwei stechen dabei ihre Konkurrenten spielend aus:
  1. Tool 1 macht Kekse zu Früchten, und zwar ganz nach Wunsch zu Äpfeln, Birnen, Pflaumen oder Erdbeeren. Also gesund, also jederzeit ohne schlechtes Gewissen genießbar.
  2. Tool2 lässt Kekse sprechen. Egal ob Liebesschwüre, Witze, Slogans oder ihren Mörder to be direkt bei seinem Namen nennend. Und das in 4 verschiedenen Formen.
  • Wetten dass?! Amerikanische Wissenschaftler haben eine elektronische Nase , prosaisch ausgedrückt einen Sensor entwickelt, die zehn verschiedene, im Handel erhältliche Kaffee sorten erkennen kann. Hattet ihr das auch gelesen? (Ich stelle mir bei einer solchen Nachricht ja gleich einen etwas steifen Roboter vor, der sich über eine Kaffeetasse beugend deren malerische Duftwölkchen in die metallene Nase fächelt. Der sich nach wenigen Sekunden aufrichtet, um mit blecherner Stimme  das Ergebnis, die zeitgleich auf dem flackernden Display auf seiner Brust, zu verkünden: 2 Stunden lang geröstete Melitta Krönung aus West- Ecuador to go…)

Das Highlight ist aber zweifellos dieses kleine Filmchen, in dem eine unschlagbare Idee mit viel Geduld und noch mehr Liebe zum Detail umgesetzt wurde. Stellt euch einfach vor, mit Adobe Photoshop könnte man in Zukunft nicht nur digitale Bildbearbeitung betreiben, sondern auch ganz andere Dinge. Beispielsweise Kekse backen…

Übrigens handelt es sich bei jeder einzelnen Vorstellung um tatsächliche Fundstücke und nicht etwa um bezahlte Schleichwerbung. Solche würde und wird auf Kekstester.de natürlich jeweils gekennzeichnet.

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gekaufte Kekse Kekse im Test

Sa(b)lés de Michel et Augustin

Petits sa(b)lés de Michel Et Augustin
Erstmalig: Ausländer in “da House” – Pariser Kekse stellen sich dem KeksTest! Mit Michel et Augustin wagen sich zwei französische Keksbäcker in den Ring um die KeksKrone 2010!

Ihr Trumpf? Feinste Sablés, alias französische Butterplättzchen, einmal in süßer und einmal in salziger Version. Die Salzigen gibt es mit Thymian und Rosa Pfeffer, die Süßen wurden mit Orangenblüten verfeinert.

Aber was sind eigentlich Sablés? Und wer sind Michel und Augustin?
Sablés, um mit der einfachen Frage zu beginnen, sind die klassischen französischen Plätzchen. In der Urform schmecken sie umwerfend buttrig, vanillig und zart, aus Butter, Zucker, Mehl, Vanille und einem Hauch Salz gebacken. Und es gibt viele Überzeugte, die sie nur in dieser Form akzeptieren!
Nichtsdestotrotz gibt es sie auch in allen nur erdenkliche Variationen. Mit Schokoladestückchen, Nüssen, Mandeln, kandierten Früchten, Schalenabrieb von Zitrusfrüchten etc. pepe. Und es gibt sie eben auch in herzhaften Varianten. Dann sind sie genauso zart, schmecken aber besser zum Bier oder Wein, als zum Kaffee oder Tee. Oder zur “trinkbaren Kuh“, wie Michel et Augustin ihre Trinkjoghurts betiteln.

Petits Salés ronds au thym et aux baies roses

Humor ist eine ihrer Stärken. Eine andere ihre Lust auf der Beziehung zu ihren Konsumenten. In der Kombination führt das dazu, dass Verpackungsdesign und Marketing insgesamt erfrischend ideenreich daherkommen, und, was im Kekskontext ja wirklich selten ist, nicht nur knallig bunt, sondern voller Fotos, echten und erfundene Geschichten, Mailadressen und Comics sind. Dass sogar ein Blog geführt wird, es eine Facebook-Gruppe gibt, ja sogar einen aktiven Twitter-Account. Und lustige Videos, eines sogar mit Bill Gates.
So werden ihre leckeren Produkte zu Liebhaber-Artikeln, die Spaß machen, zu wunderbaren Geschenken, denn natürlich sind die Kekse mit Liebe und vor allem nach einfachen Rezepten gebacken, deren genaue Zutatenliste (alles frisch und ohne Konservierungsstoffe) man übrigens auch direkt auf der Packung findet.

Die schlechte Nachricht: c’est tout en français! Alles nur auf französisch!

Petits Sablés fleur d'oranger

Name: “Petits sablés ronds et bons, fleur d’oranger” und “Petits salés ronds et bons au thym et aux baies roses”
Preis: 1,95 EUR / 120g / 25 Stück
Keksdealer: Michel et Augustin, in Deutschland im ausgewählten Feinkosthandel erhältlich, z.B. im KaDeWe oder den Galerie Lafayette
Zutaten: Für 6 “Petits sablés ronds et bons, fleur d’oranger” braucht man z.B. 2 Suppenlöffel Weizenmehl, 1 walnussgroßes Stück frische Butter, 1Esslöffel Rohrzucker, 1 Tropfen Eigelb und 1 Tropfen Ei, 1 Tropfen natürliches Orangenblütenaroma (0,4%), 1 Prise Fleur de Sel (Guérande) .
Bei den Herzhaften finden sich übrigens ganze Rosa Pfefferkörner im Teig, die sowohl sichtbar als auch schmeckbar, und sich fein mit dem Thymian ergänzen.
Bewertung (1-10): 9,5
Pro: Top im Geschmack (wirklich nahe dran am selbst gebacken), top in der Konsistenz, natürliche Zutaten, 1A Verpackung, sympathisches humorvolles Konzept, frische Ideen, französischer Charme. In der Folge: Viel Lust auf mehr!
Contra: Ganz klar, dass ich nicht weiß,  wie ich ad hoc nicht-französisch-sprechenden Freunden den Charme der Michel-et-Augustin-Ideen beibringe.

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WunschKeks im KeksTest

Glückskeks oder Wunschkeks?

Im Keks-Universum geht der Trend 2010  eindeutig Richtung Glückskeks. Und wen wundert es – Glück und Süße machen gerade in diesem, bereits im Januar durch Finanzlöcher und andauernden Schneefall schwer geschüttelten, Neuen Jahr so einiges leichter erträglich!

Dabei ist die Herkunft der  Glückskekse bislang nicht endgültig geklärt. Sicher ist nur, dass es sich entgegen aller romantischen Vermutungen nicht um eine überlieferte Tradition aus dem alten China, sondern vielmehr um eine Marketing-Idee aus den USA handelt. Vor etwa 100 Jahren kamen findige Manager auf die Idee, ihre Werbebotschaften massenhaft – und erfolgreich –  in süße Kekse zu verpackt unters Volk zu bringen. Der Film “The Fortune Cookie” von Billy Wilder (1966) erzählt dann auch die Geschichte eines Glückspilzes, jemandem, “dem viel Glück beschieden ist”.

Beim Sturmkind lässt sich gerade eine handgenähte Version der Glückskekse gewinnen – nicht essbar dafür unbegrenzt haltbar! Ich weiß nicht, wie sie einzeln wirken, aber so ein bunt gemischter Korb voll, macht durchaus einiges her.

Die “individuellen Kekse” von Sweet & Lucky versprechen Erfolg – biozertifiziert und mit Mehl aus  der familieneigenen Getreidemühle, der HECK-Mühle! Allerdings sind die Kekse nur in Stückzahlen ab 250 zu bestellen und eignen sich daher eher für Unternehmen als für Einzelpersonen.

In unseren KeksTest haben es letztendlich aber die Wunschkekse von Kai und Alexander geschafft.

Wunschkeks im Kekstest

Das rheinische Startup bietet personalisierbare Glückskekse im Online-Versand. Mit wenigen Klicks lassen sich auf wunschkeks.de Botschaften in Kekse verpacken. Bunt und verspielt macht die Website Lust, die Texte in kursiv gestelltem Pink oder neongrünem Fettdruck zu verfassen,  statt schnödem schwarz auf weiß.

Wunschkeks mit Profil

Und wie man sieht, überzeugt dabei auch der Versand: schlicht, aber pragmatisch gut. Die Kekse lassen sich kennzeichnen, so dass man, auch wenn man wie ich 5 Kekse auf einmal bestellt, weiß, welcher die Liebeserklärung und welcher die Gratulation enthält!
Schön, dass die beiden Macher auch in ihrer Nische Mut zum Profil beweisen und Unternehmen, die Großbestellungen zu Marketingzwecken tätigen möchten, an Ihre Partner von Sweet & Lucky verweisen. Das ermöglicht es ihnen, tatsächlich den Einzelnen und sein ganz persönliches Anliegen anzusprechen.

Wunsch- statt Glückskeks

Und da unterscheidet sich der Wunsch- vom Glückskeks: Während sich im Glückskeks werbewirksame Slogans oder allgemein gültige Plattitüden finden, versteckt sich im Wunschkeks die auf den Empfänger zugeschnittene Botschaft, der “gute Wunsch” des Senders. Und dafür sind ihm keine Grenzen gesetzt: ob Liebesbekundung,  Heiratsantrag,  Mutzusprechung, Orakelspruch oder Verfluchung!

Kekstest? bestanden!

Unser Wunschkeks enthielt das heutige Urteil. Und das lautete einstimmig:

KeksTest bestanden!

Name:  Wunschkekse
Keksdealer: Wunschkeks.de
Preis: 3,50 EUR/ Einzelkeks – je mehr, desto günstiger
Packungsgröße: 1 Keks
Bewertung (1-10): 9
Zutaten: Weizenmehl, Zucker, Glucosesirup, Emulgator: Sojalecithin, pflanzl. Öl, Aroma, Speisesalz, Natriumhydrogencarbonat, Farbstoff: Riboflavin
Pro:  Das Unternehmen: Tolle Idee, sympathische Aufmachung, hohe Usability und unkomplizierter Umgang. Die Kekse: in der schlichten Chinanudelpfannen-Schachtel optimal für den Versand verpackt; individuell betextbar (der Text ist auch style- und farbmäßig variierbar); knuspriger Teig, der sich sowohl zum Aufbrechen als auch zum Verzehr eignet.
Contra: Einzig kritisch anzumerken bleiben mir die künstlichen Aromastoffe und Emulgatoren und naja, für einen Glückskeks mögen die ja gut schmecken, aber ein KeksTester ist eben doch andere Kekse gewöhnt :-)

PS: Wem das alles noch nicht individuell genug ist: Ja, man kann Glückskekse auch selber machen.