WunschKeks im KeksTest

By , 18 Januar, 2010, 2 Comments

Glückskeks oder Wunschkeks?

Im Keks-Universum geht der Trend 2010  eindeutig Richtung Glückskeks. Und wen wundert es – Glück und Süße machen gerade in diesem, bereits im Januar durch Finanzlöcher und andauernden Schneefall schwer geschüttelten, Neuen Jahr so einiges leichter erträglich!

Dabei ist die Herkunft der  Glückskekse bislang nicht endgültig geklärt. Sicher ist nur, dass es sich entgegen aller romantischen Vermutungen nicht um eine überlieferte Tradition aus dem alten China, sondern vielmehr um eine Marketing-Idee aus den USA handelt. Vor etwa 100 Jahren kamen findige Manager auf die Idee, ihre Werbebotschaften massenhaft – und erfolgreich –  in süße Kekse zu verpackt unters Volk zu bringen. Der Film „The Fortune Cookie“ von Billy Wilder (1966) erzählt dann auch die Geschichte eines Glückspilzes, jemandem, „dem viel Glück beschieden ist“.

Beim Sturmkind lässt sich gerade eine handgenähte Version der Glückskekse gewinnen – nicht essbar dafür unbegrenzt haltbar! Ich weiß nicht, wie sie einzeln wirken, aber so ein bunt gemischter Korb voll, macht durchaus einiges her.

Die „individuellen Kekse“ von Sweet & Lucky versprechen Erfolg – biozertifiziert und mit Mehl aus  der familieneigenen Getreidemühle, der HECK-Mühle! Allerdings sind die Kekse nur in Stückzahlen ab 250 zu bestellen und eignen sich daher eher für Unternehmen als für Einzelpersonen.

In unseren KeksTest haben es letztendlich aber die Wunschkekse von Kai und Alexander geschafft.

Wunschkeks im Kekstest

Das rheinische Startup bietet personalisierbare Glückskekse im Online-Versand. Mit wenigen Klicks lassen sich auf wunschkeks.de Botschaften in Kekse verpacken. Bunt und verspielt macht die Website Lust, die Texte in kursiv gestelltem Pink oder neongrünem Fettdruck zu verfassen,  statt schnödem schwarz auf weiß.

Wunschkeks mit Profil

Und wie man sieht, überzeugt dabei auch der Versand: schlicht, aber pragmatisch gut. Die Kekse lassen sich kennzeichnen, so dass man, auch wenn man wie ich 5 Kekse auf einmal bestellt, weiß, welcher die Liebeserklärung und welcher die Gratulation enthält!
Schön, dass die beiden Macher auch in ihrer Nische Mut zum Profil beweisen und Unternehmen, die Großbestellungen zu Marketingzwecken tätigen möchten, an Ihre Partner von Sweet & Lucky verweisen. Das ermöglicht es ihnen, tatsächlich den Einzelnen und sein ganz persönliches Anliegen anzusprechen.

Wunsch- statt Glückskeks

Und da unterscheidet sich der Wunsch- vom Glückskeks: Während sich im Glückskeks werbewirksame Slogans oder allgemein gültige Plattitüden finden, versteckt sich im Wunschkeks die auf den Empfänger zugeschnittene Botschaft, der „gute Wunsch“ des Senders. Und dafür sind ihm keine Grenzen gesetzt: ob Liebesbekundung,  Heiratsantrag,  Mutzusprechung, Orakelspruch oder Verfluchung!

Kekstest? bestanden!

Unser Wunschkeks enthielt das heutige Urteil. Und das lautete einstimmig:

KeksTest bestanden!

Name:  Wunschkekse
Keksdealer: Wunschkeks.de
Preis: 3,50 EUR/ Einzelkeks – je mehr, desto günstiger
Packungsgröße: 1 Keks
Bewertung (1-10): 9
Zutaten: Weizenmehl, Zucker, Glucosesirup, Emulgator: Sojalecithin, pflanzl. Öl, Aroma, Speisesalz, Natriumhydrogencarbonat, Farbstoff: Riboflavin
Pro:  Das Unternehmen: Tolle Idee, sympathische Aufmachung, hohe Usability und unkomplizierter Umgang. Die Kekse: in der schlichten Chinanudelpfannen-Schachtel optimal für den Versand verpackt; individuell betextbar (der Text ist auch style- und farbmäßig variierbar); knuspriger Teig, der sich sowohl zum Aufbrechen als auch zum Verzehr eignet.
Contra: Einzig kritisch anzumerken bleiben mir die künstlichen Aromastoffe und Emulgatoren und naja, für einen Glückskeks mögen die ja gut schmecken, aber ein KeksTester ist eben doch andere Kekse gewöhnt :-)

PS: Wem das alles noch nicht individuell genug ist: Ja, man kann Glückskekse auch selber machen.

2 Responses {#}
  • sturmkind

    Das sturmkind sagt DANKE für’s teilnehmen/verlinken und drückt alle vorhandenen Daumen!!!

  • kekstester

    Gerne! Das mit dem Teilnehmen war mir gar nicht so bewusst, aber umso schöner (und bitte alles außer Grün :-)

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