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Weihnachtsbäckerei

Ein Avdentstraum in unschuldigem Eiweiß: Haselnüsse, Gewürze, Zitrone und Zucker

Es adventet schon wieder, dabei ist mein innerlicher Sommer noch lange nicht vorbei. Sei es drum. Heute wurde gebacken und zwar haselnussig, gewürzlüstern und mit Zitrusnoten. Ich sag nur Zimtsterne waren gestern!

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Besondere Kekse

Nightbaking: Die Nervenkekse (Hildegard von Bingen) krümeln auch nächtens

Nervenkekse bei Nacht

Wenn die Nacht am tiefsten, backe ich Kekse. Gute Kekse. Mit Zimt und Muskat, einem Spritzer Limone und natürlich guter Butter. Nervennahrung. Nervenkekse. Medizin, sagt Hildergard von Bingen. Und wer wäre ich, ihr zu wiedersprechen?

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Weihnachtsbäckerei

Mit Spekulatius fängt man Männer – und beginnt den Advent mal ganz klassisch

Spekulatius deluxe

Es ist soweit, im Hause Kekstester ist die Adventsbäckerei 2012 eröffnet. Feierlich und mit allen Gewürzen von Zimt bis Kardamom. Dieses Jahr geht es dabei so klassisch wie schon lange nicht mehr zu: Es gibt Spekulatius! Allein schon olfaktorisch gesehen, eine gute Entscheidung, es duftet umgehend nach Zimt und Anis, Nelken und Karamell.

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Besondere Kekse Kekse im Test Weihnachtsbäckerei

Buntwürziger Auftakt der Plätzchensaison 2011: Holländische Kruidnootjes

PB275724

Seit jeher beginnt der Advent mit dem Durchforsten aller gesammelten Plätzchenrezepte: Die zu wiederholenden ebenso wie die im letzten Jahr nicht mehr geschafften. Und natürlich auch die in diesem Jahr erst vorgemerkten. Seit 2009 …

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American Giant Cookies Besondere Kekse Kekse im Test

Eine Torte für die Hosentasche: Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Glaze

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Das war Liebe auf den ersten Blick. So ein Stück amerikanischer Carrot Cake mit Creamcheese Icing kann ganz schön mächtig sein. Solch ein Carrot Cake Cookie hingegen passt in jede Lunchbox und wunderbar zum Espresso danach.  Und dann hat auch noch die Rüblikuchen-liebende Freundin für morgen zum Picknick geladen – braucht es mehr Anlass? Mitnichten! Und weil bestimmt auch andere gerne mal eine Torte, so richtig schön mit Glasur, einfach so mitnehmen möchten, sind diese Kuchen-Kekse ein Fall für das Blogevent LVII:

Blog-Event LVII - Essen für unterwegs (Einsendeschluss 15. Juni  2010)

Das Rezept erfreut hoffentlich nicht nur Valentina, die sich gerade an Möhren austobt, ich jedenfalls fand es angenehm einfach und gelungen. Ich habe mich an das Original gehalten, die Mengen jedoch halbiert und eingedeutscht:

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Folgende Zutaten

  • 113g Butter
  • 1TL Zimt
  • 1 Messerspitze Salz
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 1 kleines Ei
  • 1 Mark einer Vanilleschote
  • 35g weißer Zucker
  • 35g brauner Zucker

bitte schön schaumig schlagen (das Original verlangt mind. 2 Minuten!) und erst dann

  • 1 Möhre, geschält und fein gerieben, und
  • 50g  Vollkornmehl

unterheben. Jetzt möchte die Masse für 15-20 Minuten kühl gestellt werden. Zeit also etwas über die Aufzucht von Mohrüben zu erfahren. Der Carrot Cake ist bestimmt eine der ungesündesten Weisen, dieses Gemüse zu verzehren :) Ist der Teig fest geworden, wird der Backofen auf 190° C vorgeheizt. Der Teig wird mithilfe von Teelöffeln als walnußgroße Häufchen mit reichlich Abstand auf ein backpapiernes Backblech gegeben und für 12-16 Minuten zu typisch amerikanisch großen Cookies gebacken.

Diese schmecken übrigens jetzt schon hervorragend, aber pssst! , denn wir wollen sie ja noch mittels eines Creamcheese Glaze zur Torte unter den Cookies erheben. Dazu bitte folgende Zutaten:

  • 113g Frischkäse
  • 4 gehäufte TL Puderzucker
  • 2 TL Milch
  • Vanillemark oder Pulver nach Belieben, ich habe hier zu Zitronenschale gegriffen, weil ich nicht so der Vanillefan bin

gut verrühren und mit einem Messer auf die etwas abgekühlten, aber noch warmen Cookies streichen. Dabei einen etwa 0,5 cm breiten Rand lassen und wer mag kann die fertigen Törtchen noch mit ein wenig Zimtpulver bestreuen. Denn jetzt kommt das Gemeine: Klar schmecken sie noch lauwarm, aber am besten schmecken sie erst nach einem Tag Kühlschrankaufenthalt! Da ist es gut, wenn man am nächsten Tag ein Picknick plant, oder sonst einen guten Grund hat, die Finger in der Tasche zu lassen :)

Carrot Cake Cookies mit Creamcheese Icing

Fazit: Definitiv etwas Besonderes sind diese schnell und leicht gemachten Cookies, die aus dem Einerlei an Schoko- und Nussvariationen deutlich hervorstechen. Geschmacklich sehr nahe am Carrot Cake dran, auch wenn sie natürlich nicht die Feuchte, damit aber eben auch nicht die Mächtigkeit erreichen. Ich bevorzuge ja eigentlich noch kleinere Kekse, aber diese sind ja nicht für alle Tage, sondern für einzelne Anlässe und da lass’ ich die Größe mal durchgehen :) Dank der Zitrone im Guss erhalten sie noch eine frühlingshafte Frische, die ihnen gut zu Gesicht steht! Mir fehlen eigentlich nur die Nüsse aus dem Kuchen, aber die kriegt man bestimmt auch noch irgendwie unter beim nächsten Mal. Auch das halbierte Rezept gibt reichlich Cookies, wer aber Doppeldecker machen möchte, sollte vielleicht doch die Mengenangaben vedoppeln!

Urteil: Noch ruhen sie im Kühlschrank aber….Moment…mmmmhmm, oh doch, das ist eine 9,5 für dieses erfreulich aus der Reihe tanzende Rezept!

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Besondere Kekse Kekse im Test Rezepte

Rhabarber-Saison: Rhubarb Cookie Bars

Rhubarb Cookie Bars - angerichtet

Der kleine Bruder des Kuchens ist bekanntlich der Keks, der kleine Bruder des Rhabarberkuchens aber sind Rhabarber-Squares! Auf deutsch also Keksriegel? Geht gar nicht, drum verzeiht mir den amerikanischen Namen Rhubarb Cookie Bars! Anregungen für die Rhabarberküche gibt es ja eigentlich zur Genüge. Nach den ersten Rhabarberstangen pur in Zimtzucker gestippt, sollte es dieses Mal aber kein Rhabarberkuchen und kein Rhabarberkompott, sondern etwas Leckeres für Keksliebhaber werden.

Das hat geklappt, diese kleinen süßen Teilchen duften nicht nur verführerisch, sie schmecken auch so gut, dass man sie…

Rhubarb Cookie Bars - gestapelt

gut und gerne stapelweise verzehren möchte. Sogar meine Neigung, eher weniger als ausreichend Zucker zu verwenden, wurde mir hier verziehen. Die Rhabarberschicht ist sauer, liegt aber zwischen zwei süßen Teig- bzw. Streuselschichten. Die Squares sind trotzdem keine 2 cm hoch und daher wunderbar leicht und zart.

Beim Rezept habe ich mich vom Original stark inspirieren lassen und für die Füllung:

  • 3 Stangen Rhabarber geputzt, geschält und in 3cm große Stücke geschnitten, und mit
  • 2 Päckchen Vanillezucker und
  • 1 EL Zucker erst aufgekocht und dann auf kleiner Hitze einkochen lassen (15 Minuten etwa).

Die Füllung ein wenig abkühlen und über einem feinen Sieb abtropfen lassen, macht Sinn. Der aufgefangene Saft ergibt mit  Mineralwasser verdünnt ein erfrischendes Rhabarberschorle!

Jetzt den Ofen auf 180° Grad vorheizen! Für den Boden und die Streusel wurden:

  • 250g Mehl
  • 100g Zucker
  • 200g Butter
  • 1 Tl Zimt

zusammen geknetet. Die Hälfte davon wurde möglichst rechteckig auf ein backpapiernes Backblech ausgewellt, dann die Füllung darauf verteilt, gleichmäßig und bis an die Ränder. Schließlich aus dem restlichen Teig Streusel großzügig über die Füllung verteilt und dann das Blech für etwa 20-25 Minuten in den Ofen geben, bis die Streusel die gewünschte Bräune haben.  Und bevor sie wieder aus dem Ofen kommen und nach dem Abkühlen in Quadrate, Rechtecke oder Rauten geschnitten werden, ist Zeit für ein wenig Rhabarber, Rhabarber:

Fazit: Sehr ausgewogen im Geschmack und mal was anderes aus dem feinen Rhabarber. Süß und Sauer harmonieren hier klasse und tatsächlich ist es gelungen, etwas zumindest keksähnliches aus Rhabarber zuzubereiten. Für mich nächstes Mal aber gerne wieder einen dominanteren Rhabarber-Anteil!

Urteil: 8,5 von 10

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Kekse im Test Neuheiten

Sonnentor – Bio Kekse aus Österreich

Sonnentor - Alles Liebe Kekse

Schon damals, als ich noch zur Schule ging, 19hundertirgendwann, gehörten Kekse zu meinen Leibgerichten. Neben Cordon Bleu und Lasagne übrigens.  Meine Eltern lebten so alternativ wie irgend möglich, und das bedeutete nicht nur, dass meine Kekse selbst gebacken, der Joghurt selbst gemacht, sondern natürlich auch, dass meine Schulhefte nicht durch glänzende Plastikumschläge, sondern durch Recyclingpapier geschützt wurden.

Warum ich das erzähle? Weil mich die Sonnentor-Kekse, die sich heute auf meinem Teller zusammen fanden, binnen Minuten in diese Zeit zurück beamten. Schlichte Mürbeteig-Kekse, die wie selbst gebacken daher kommen: Nicht einer gleicht dem anderen. So ist der eine ein wenig dunkler geraten, dem anderen fehlt ein Stückchen. Und die so biologisch wertvoll schmecken, wie es damals nur die tatsächlich selbst gebackenen taten, während die kaufbaren Markenprodukte – chemisch süß und perfekt dekoriert – (leider) unerreichbar blieben.

Sonnentor - Schutzengel Kekse auf Nutellabrot

Die Schutzengelkekse beinhalten laut Packungsangaben Blütenpollen, Rosenblüten, Sonnenblumenblätter gar und Korn- und Ringelblumen. Leider schmeckt man diese weder, noch fallen sie optisch ins Gewicht. Stattdessen finden sich in der Tüte mürb-würzige Keks- Flügel, die sich wunderbar in Milchkaffee tunken lassen oder aber, das war meine erste Idee, mit einem noch warmen Nutellatoast ergänzen lassen.  Denn Zimt, Ingwer und Nelken der Kekse passen für mich ideal zu warmem, cremigen Speisen. In der Kombination stellen die Dinkelvollkornkekse so einen leckeren Wintersnack dar!

Die mit rosa Streifen glasierten Herzen der Alles Liebe Kekse sind weitaus lieblicher im Geschmack und süßer. Auch hier bleiben die Erd- und Himbeerstückchen leider im Verborgenen. Durch die Farbakzente der Glasur und die fruchtigen Bestandteile bieten auch diese Kekse ein durchaus angenehmes Geschmackserlebnis. Ich empfehle dazu ein Glas frische Milch, kalt oder warm, mit Kakao, Honig oder ohne, oder einen milden Tee.

Was bleibt, ist das Gefühl etwas Gutes gegessen zu haben, kaum möchte man von Süßware sprechen.  Und genau damit reihen sich diese beiden Kekssorten in die Sonnentor-Produktpalette ein,  zu der unter anderem auch feine Tees und Gewürzmischungen zählen. Um Gesundheit geht es, um Nachhaltigkeit und Authentizität.


Sonnentor - Kekse zum Lieben und Fliegen

Name: “Sonnentor Alles Liebe Kekse – Weizenmehlkekse” und “Sonnentor Schutzengel Kekse – Dinkelvollkornkekse”
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Alles Liebe: Weizenmehl* 45%, Margarine*, Rohrzucler*, Staubzucker*, Mandelmehl*, Vollei*, Rote Beete*,rosa Pfeffer*, Backpulver Reinweinstein, Bio-Aroma Erdbeere*, Zitronenöl*, Eiweißpulver*, Rosenblüten*, Erdbeerstücke*, Koriander*, Bourbon Vanille*, Himbeerstücke*
Schutzengel: Dinkelvollkornmehl* 46,7%, Margarine*, Rohrzucker*, Haselnüsse*, Honig*, Piment*, Vollei*, Rübenzucker*, Blütenpollen* 5%, Backpulver Reinweinstein, Rosenblüten*, Sonnenblumenblätter*, Ringelblumen*, Kornblumen*, Zimt-Cassia*, Nelken*, Ingwer*, nat. Bio Vanille Aroma mit Bourbon-Extrakt*.
* = aus kontrolliert biologischem Anbau
Bewertung (1-10): 6,5
Pro: Ehrliche Kekse ohne Schnickschnack, die nicht vorgeben etwas anderes zu sein als sie sind, bei denen man ihre Zubereitung mit Vollkornmehl sieht und schmeckt. Außerdem durchweg natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe, kaum Aromastoffe und trotzdem viel Würze. Plus eine geradezu nostalgische Anmut.
Contra: Ja, die Zutatenlisten lesen sich toll, nur leider schmeckt man von all den Köstlichkeiten viel zu wenig. Stattdessen herrscht eine gewisse Trockenheit vor, die mich dazu brachte, die Kekse auf mein Nutellatoast zu drapieren.

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Kunst am Keks Weihnachtsbäckerei

Wunsch-Keksdose

Honigkuchen Irgendwie kam die hauseigene Weihnachtsbäckerei nicht so richtig in Gang dieses Jahr, woran auch immer das lag. Was aber prima klappte, war das Stöbern in anderen Foodblogs und das Bookmarken leckerster Rezepte. Und so gibt es an dieser Stelle heute meine virtuelle Wunsch-Keksdose, auch weil Listen wohl mal wieder en vogue (noch eine zum Thema Keks) sind.
Da ich bis auf eine Ausnahme keins der folgenden Rezepte tatsächlich nachgebacken habe, erfolgte meine Auswahl zu großen Teilen aufgrund der verführerischen Fotos und meiner Ahnung davon, wie sich die Summe der angegeben Zutaten letztendlich geschmacklich macht.

  1. Stained Glass Window Cookies – zimtige Verführung mit bunten Fensterchen aus Chele’s chocolatepot!
  2. Schwarz-Grün-Gebäck aus dem Hause Deichrunner, weil ich den Geschmach und die Optik von leider zu seltenen Pistazien liebe
  3. Lavender Shortbread von Jen aus London. Shortbread geht immer und schmeckbarer Lavendel? Das muss ich probieren.
  4. Chocolate-Espresso Snowcaps – Cookies, “lieke little snow coveres mountains, ich bitte euch, wer wollte da widerstehen?!
  5. Agnesia-Plätzchen, einfach und gut: Rezepte mit wenigen prägnanten Zutaten, wie in diesem Falle Hagebuttemark dürften nicht nur Jessie, sondern auch mir schmecken :-)
  6. Mohn-Orangen-Plantain-Plätzchen der Hedonistin. Hier kann ich zwar nichteinmal den Namen ausprechen, geschweige denn buchstabieren, aber das sind die einzigen Plätzchen, die ich nicht nur ausgesucht, sondern auch tatsächlich nachgebacken habe. Mit großem Erfolg!
  7. Rosmarin-Heidesand von Meat&Greet, weil ich diesen einfachen Mürbeteig-Heidesand-Butterplätzchen eigentlich so rein gar nichts abgewinnen kann, aber noch 2 Gläser handgepflückten Rosmarin aus der Provence rumstehen habe, und das die Chance für Heidesand sein könnte. Immerhin gibt es den ja auch mit Schokolade!
  8. Bärentatzen aus Ruby’s Küche. Weil die auch zum alljährlichen Repertoire meiner  Oma gehörten, zusammen mit Springerle übrigens, die seit diesem Jahr leider nicht mehr backen kann.
  9. Schokoladenkipferl – das ich dan icht selbst drauf gekommen bin! Statt der altbekannten und von vielen außer mir ja auch heißgeliebten Variante einfach eine schokoladige Version zu backen! Danke Petra!
  10. Karamellisierte Haferflockenknusperchen aus dem Kleinen Kuriositätenladen, die so raffiniert wie schlicht daherkommen. Karamellisiert! Haferflocken! Und ich würde Schokostücken mit reintun und Cranberries. Na gut, da wäre es dann vorbei mit schlicht.

(Sollte ich also nächstes Jahr beim Keks-Geisel-Austausch mitmachen, meine Wunschliste hätte ich hiermit schonmal eingereicht…)

Weihnachtskekse, sortiert

Gerade als wir also schon fürchteten, dass der 4. Advent ohne Weihnachtsplätzchen an uns vorübergehen würde, erbarmte sich Paula unser mit einer gehörigen Portion liebevollst dekorierter, weihnachtlicher Backkunst, inklusive Honig- und Lebkuchen! Herzlichen Dank an dieser Stelle! ( Und wer noch Weihnachtsrezepte sucht,. bediene sich.)

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Kekse im Test Neuheiten

Rittersportliche Enttäuschung: Spekulatius

Rittersport Spekulatius

Ich weiß nicht, warum ich dieser Sorte erst jetzt habhaft wurde. Frau Shopping schaffte dies bereits im September! Aber ich muss gestehen, ich wusste bis dato nichts von ihrer Existenz (also weder der Sorte noch des Blogs der eben erwähnten Dame). Aber bei einem Spurt durch die erste Drogerie, die am Wege lag,  griff ich zu. Ich meine, Spekulatius und Schokolade!

Die ersten Stücke waren, obwohl schwierig abzubrechen, schnell verspeist. Nochmal nachgegriffen, ob denn der erste Eindruck sich bestätigen ließ, und tatsächlich, leider, ja. Da ist viel Keks drin, keine Frage, es krümelt ordentlich und man schmeckt auch Spekulatius. Aber noch mehr schmeckt man geschmacksverstärkte Gewürzcreme, als ob die Gewürze statt im Spekulatius schmeckbar, doppelt und dreifach um den Spekulatius herumgespachtelt wurden.

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt
Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

So halte ich es wie der Autor von “Allem Anfang“: “Alles in allem bin ich jedenfalls mit einem Tütchen handgemachter Butter- oder Mandelspekulatius vom Bäcker und einer Tafel Vollmilchschokolade deutlich besser bedient.”


NameRittersport Spekulatius
Firma:  Rittersport
Preis:  95 Cent

Einkaufsort:  Drospa
Packungsgröße:  100 g
Inhaltsstoffe:  Zucker, pflanzliches Fett, Kakaobutter, Kakaomasse (8,9%), Weizenmehl, Sahnepulver (8,2%), Magermilchpulver, Milchzucker, Süßmolkenpulver, Butter, Butterreinfett, Emulgator: Lecithine (Soja), Weizenstärke, Gewürze (0,3%), Glukose-Fruktose-Sirup, Zimt-Extrakt, natürliches Aroma, Salz, Maltodextrin, natürliches Zimtaroma
Bewertung (1-10):  7
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die Originalität der keks-Sorte: Butterkeks war gestern, stattedessen Spekulatius, also Keks mit Geschmack in Schokolade! Auch die weihnachtliche Note fand ich gut, und natürlich die Optik im Querschnitt.
Contra:  Der Spekulatius wird von zu viel Creme erdrückt und kommt nicht zur Geltung. Daher ist die Schokolade vom Gesamteindruck geschmacklich nicht überzeugend und auch nicht ausreichend keksig! Wirkte  im Gegenteil sogar überladen und speckig.

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Weihnachtsbäckerei

Jungs zum Anbeißen…

Nachdem ich neulich von Anne höchst persönlich zum Plätzchen geschlagen worden war, mussten bald Taten folgen, die dem gerecht werden sollten. „Sterne waren gestern, Jungs zum Anbeißen“ war meine Devise für den gestrigen Abend. Herausgekommen ist eine Vielzahl an gut schmeckenden, dreidimensionalen, mehr oder minder gleichförmigen Zimtjungs, die es verdient haben vernascht zu werden. Flankiert werden sie geschmacklich noch von kleinen, knusprigen Vanillehörnchen und phantasievoll geformten Butterplätzchen.

Aber erst einmal der Reihe nach: Der Abend begann mit einem Reigen der Ingredienzien.

P1130915Der Aussage „eine gute Vorbereitung ist das halbe Gelingen“ ist an der Stelle nichts mehr hinzuzufügen. Zum Warm-up nahm ich mir gleich die Vanillehörnchen vor, landläufig auch unter dem Synonym Vanillekipferl bekannt. Das Rezept und die Herstellung gestalteten sich einfacher als gedacht. Gleich zum Mitnotieren: 200 gr. Mehl, 100 gr. Zucker, 125 gr. Butter, 1 TL Backin, 100 gr. gemahlene Mandeln, 1 Päckchen Bourbon Vanille, 1 Ei; bei 180 Grad für 10 min in den Ofen. (Reicht für 4 Bleche).

Und das Formen der Hörnchen erinnerte sogleich an die letzte Pastaproduktion. Der Nachher-Vorher-Blick dokumentiert die Folgen der Wärmeentwicklung!

Nachher
Nachher
Vorher
Vorher

Nach dem ersten Erfolgserlebnis im höheren Schwierigkeitsgrad war ich bereit für eine kleine Relaxrunde: Butterplätzchen. Rezept: 150 gr. Mehl, 50 gr. Zucker, 100 gr. Butter / Margarine, 1 TL Backin; bei 180 Grad für ca. 10 min. in den Ofen.

Butterplätzchen porös
Butterplätzchen porös

Leider gestaltete sich der Teig als sehr bröselig und schwierig zu handhaben, so dass mehr Phantasieformen als kleine Buttermännchen herhalten mussten.

Davon liess ich mich aber nicht entmutigen: Die Königsklasse des Plätzchenbackens stand mir bevor: ZIMTMÄNNER!!

Zur Sicherheit studierte ich das Rezept zweimal, um mir hier keinen Fehler zu leisten. Und tatsächlich, es klappte alles.

Das Ausstechen beginnt!
das Ausstechen beginnt!

Rezept:

3 Eiweiß,
250 gr. Puderzucker,
1 Päckchen Vanillin,
3 Tropfen Rumaroma,
1 TL Zimt,
400 gr. gemahlene Mandeln;

Ausgestochene Jungs
Ausgestochene Jungs

Eiweiß steif schlagen, 3 EL herausnehmen für das Bestreichen der Plätzchen; danach die Zutaten mit dem Rührgerät auf unterster Stufe einrühren, aber erstmal nur die Hälfte der Mandeln, bis eine klebrige Masse entsteht; dann erst die restlichen Mandeln a mano einkneten bis ein weicher Teig entsteht.

Eins, zwei, drei und knusper!
Eins, zwei, drei und knusper!

Schnell sind die ersten Zimtmänner ausgestochen und wandern in die wohlverdiente Wärme des Ofens. Und nach 25 Minuten bei nur 140 Grad durfte ich schon die ersten knusprigen Figuren zum Abkühlen und dann doch zum ersten Naschen aus dem Ofen befördern. Geschmacklich sehr lecker und weiterzuempfehlen. Den Teig sollte ich aber beim nächsten Mal nicht all zu flach ausrollen, damit die Jungs noch höher und damit noch saftiger im Inneren werden.

Alles in allem ein gelungener Backabend, der Lust auf mehr macht.