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Individualisten Kekse im Test Weihnachtsbäckerei

Auf ins Grüne: Matcha Cantuccini in der Italo-Japanese Version mit Cranberries

Matcha Cantuccini

Noch ist nicht Weihnachten, noch liegt kein Schnee, noch werden die Tage kürzer und doch schreit in mir schon wieder alles nach Grün! Freut euch, Kinder, heut wird’s was ganz Besonderes geben: Matcha-Cranberry-Cantuccini!

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Kunst am Keks

5 süße Foodblogs mit Augenschmaus- Garantie


Oh ihr liebevoll animierten Zimties, drapierten Cookies, angebissenen Cupcakes oder schimmernden Crème brulées – hungrig im Internet surfen ist nie eine gute Idee. Zu verführerisch die Foodblogs mit ihren mannigfachen Bildern von Leckereien in Großaufnahme. Auch und gerade für uns Süßmäuler und Krümelmonster.

1) Eine, die davon ein Lied singen kann ist Donalyn von Dessertstalking: Süßspeisen so weit das Auge reicht, verlinkt zu den Blogs ihrer Produzenten, ihrer Bäcker und Köche, Naschkatzen und Gourmets.

2) Eine andere ist Jojo Krang von Eye Candy aus der Schweiz. Sie spürt hochwertig angerichtete Speisen und Snacks im Internet auf und kommentierte sie in ihrem Blog. Ob süß ob salzig, hier ist alles “visually interesting”, mehr noch: mouthwatering!

3) Einen anderen Ansatz verfolgen Aki und Alex von Ideas and Food. Die beiden experimentieren in ihrer Küche  mit ungewöhnlichen Zutaten, Methoden und Instrumenten und verwöhnen ihre Leser mit atemberaubenden Fotos von Tangelo- Zesten und in Ingwersalz!
Ein Blog für Robert, nein?

4) Food loves Writing, das Blog von Shannalee, besticht mehr durch die bildliche Schreibe der Autorin, denn durch ihre Fotos.  Ein Blog für wenn es mal regnet und man abtauchen will in eine Welt voller Lust an gutem Essen und guten Freunden. Und hey, ihre Brown Butter Cookies sehen einfach zum Vernaschen aus!

5) Dass hinter diesem Blog ein Mann steckt, hätte ich nicht gedacht. Aber Bake in Paris ist das Werk eines leidenschaftlichen Graphikdesigners in Bangkok, der vor etlichen Jahren dem Himmel sei Dank das Backen für sich entdeckte. Seine Bilder sind Ton-in- Ton-Kompositionen mit absolutem Verführ-Fokus.

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Kekse im Test Klassiker

Fondente Nocciolato – Haselnuss zartbitter

Loacker Fondente Nocciolato

Seit der ISM schon liegt dieses Paket aus dem Hause Loacker unbeachtet bei mir im Regal, irgendwie machten mich die gefüllten Waffeln so gar nicht an. Was will ich mit zartbitter und dann auch noch Waffeln! Heute aber entschloss ich mich dann doch zum Öffnen. Gut so, denn die Teilchen sind viel leckerer als ich befürchtet hatte.

Das mag daran liegen, dass die Loacker AG ein alter Hase im Waffelgeschäft ist. 1925 als Konditorei in Bozen gegründet, ist sie seit 1985 nicht nur Marktführer in Italien sondern vertreibt ihre süße Ware auch international. Und zwar so erfolgreich, dass ihr 2003 der “Süßwaren-Oskar”, der European Candy Kettle Award verliehen wurde. Was es nicht alles gibt auf dieser Welt!
In Zahlen: Jährlich setzt der italienische Edelwaffelhersteller rund 21.900 Tonnen seiner Waffelprodukte ab, 55% davon gelangen ins Ausland, 2009 ergab das einen Umsatz von 162,7 Mio. EUR! Und das alles mit Waffeln.

Loacker Fondente Nocciolato

Zurück zur feierlichen Packungs-Öffnung, die die Wallblätter offenbart: Kleiner sind sie, als die Verpackung suggeriert, dafür duften sie sehr fein. Ob das an den echten italienischen Haselnüssen, an der Verwendung echter Vanille oder aber an der Südtiroler Bergluft liegt? Ich beiße erst einmal ab und entscheide mich dann für die Haselnüsse.

Nachdem ich allerdings der Zutatenliste ansichtig wurde, ziehen sich meine Geschmacksnerven verschüchtert zurück. Was ist eigentlich Emulgator? Was sind Sojalecithine? Und wie soll ich da noch die echte Vanille hervorschmecken?

Name: Loacker Gran Pasticceria Fondente Nocciolato / Haselnuss zartbitter
Keksdealer: Loacker AG
Packungsgröße: 100g
Preis: 1,99 – 2,99 EUR
Zutaten: Zartbitter-Schokolade 27%, (Kakaomasse, Zucker, Butterreinfett, Kakaobutter, Emulgator Sojalecithine), pflanzliches Öl, Glukosesirup, Haselnüsse 9%, Weizenmehl, Milchschokolade (Zucker, Milchpulver, Kakaobutter, Kakaomasse, Emulgator Sojalecithine, Vanilleextrakt), Zucker, magerer Kakao, Zartbitterschokolade 8% in der Creme (Kakaomasse, Zucker), Dextrose, Süßmolkenpulver, Sojamehl, Magermilchpulver, Gerstenmalzextrakt, Salz, Emulgator Sojalecithine, Backtriebmittel (Natriumhydrogencarbonat, Dinatriumdiphosphat), Bourbon Vanilleschoten
Kann Mandeln und Hafer enthalten
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Schokolade und Haselnuss bilden ein schlagkräftiges Team fast unabhängig vom Kontext. Diese Variation mit dunkler Schokolade,Creme und Waffelblättern überzeugt durch die ausgewogene Kombination der einzelnen Bestandteile. Nicht zu süß, sehr dunkel-herbe, cremige Schokonote und durch die Waffeln und Haselnüsse angenehmer Biss.
Contra: Die chemisch gepimpte Zutatenliste räumt jedoch schnell damit auf dass es sich hierbei um ein natürliches Produkt handeln könnte. Das wird schon durch die massentaugliche Verpackung im Supermarkt-üblichen Pappkarton deutlich. Schade.

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Individualisten Kekse im Test

Olivenölkekse von Gustini

Deseo Biscotti all'Olio Extravergine, Cacao e Pistacchi di Bronte

Stand da doch tatsächlich eine Packung Toskanischer Olivenölkekse vor mir auf dem Tisch. Nur gut, dass die Verpackung so hübsch und die Pistazien darauf so verführerisch blinzelten, dass mir auf den ersten Blick die namensgebende Zutat Olivenöl glatt entgangen war. Denn sonst hätte es das Päckchen Kekse nie auf meinen Tisch geschafft. Wo ich doch Jahre benötigt hatte, um Olivenöl auch nur in meiner Salatsoße zu dulden.

Die Verpackung versprach einiges, doch als ich das schillernden grünen Siegel ausreichend verletzt hatte, um den Deckel zu öffnen, fanden sich darin natürlich nicht sofort die Kekse.

Toskanische Olivenölkekse mit Kakao und PistazienNein, es galt eine weitere Verpackung zu öffnen, aromadicht versteht sich. Kaum war diese auch nur minimal angerissen, entströmte ihr ein reichhaltiger, dichter Schokoladenduft. Dieser eine, den ich von den dickflüssigen italienischen Trinkschokoladen kenne:
schokoladig-herb!
Der erste Blick in das Tütchen barg zwar Enttäuschung: so klein hatte ich mir die Kekse nicht vorgestellt (zum Größenvergleich siehe die Tulpenblüte oben auf dem Bild). Trotzdem habe ich natürlich zugegriffen – Gott sei Dank! Und dabei festgestellt, dass die Kekse nicht nur kleiner als gedacht, sondern auch extrem leicht sind.
Denn sie sind unsagbar mürbe, geradezu kross gebacken, ideal also zum Tunken in cremigen Cappuccino. Und der Duft bewahrheitet sich in zweierlei Hinsicht: sie sehen nicht nur gut, fast wie selbst gebacken aus, sie schmecken auch intensivst nach guter, nicht zu süßer Schokolade.

Nahaufnahme mit PistazienDie Pistazien allerdings sehen zwar auch an den tatsächlichen Keksen gut aus, man schmeckt sie aber nur bei höchster Konzentration. Und so bleibt mein diesmaliger Keksgenuß  zwiespältig aber lehrreich:

1) Man kann mit Olivenöl (und Kräutern bzw. Wein) auch leckerst süß backen!

2) Das hat natürlich mediterrane Tradition, nicht nur in Italien, auch in Griechenland!

3) Die Optik der Kekse – dunkler Schokoladenkeks kombiniert mit reichlich Pistazienkernen – stimmt für mich nicht ganz mit dem Geschmack überein, aber der Reihe nach:

Name: Deseo Olivenölkekse mit Kakao und Pistazien / Deseo Biscotti all’Olio Extravergine, Cacao e Pistacchi di Bronte
KeksdealerGustini – köstlich italienisch
Preis: 8,95 EUR

Packungsgröße: 160 g (1 Keks hat etwa 15 Gramm)
Zutaten: Weizenmehl,Zucker, Natives Olivenöl Extra 14 %, Pistazienkerne aus Bronte 7 %, Kakaopulver 5 %, Meersalz, Backtriebmittel (Ammoniumbikarbonat)
Bewertung (1-10):  9
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die elegante Verpackung mit dem pistazienfarbenen Glanzlacksiegel! Einen weiteren für das Olivenöl – das hat meinen Horzont erweitert und mich als Butteralternative überzeugt. Schmecken tut man es allerdings nicht. Außerdem eröffnen diese Kekse ganz ohne tierische Inhaltsstoffe (keine Milch, keine Eier, keine Butter)  Allergikern neue Möglichkeiten. Auch die Konsistenz der Kekse hat ebenso überzeugt wie der Duft.  Toll ist der tiefschokoladige Geschmack, obwohl laut Zutatenliste gar mehr Pistazien als Kakao enthalten sein sollen.
Contra: Eindeutig fehlte mir geschmacklich der Pistazienanteil.

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Kekse im Test Klassiker

“Erst Gaudy”: Cantuccini

Cantuccini

Als ich kurz vor Weihnachten die Schönhauser Allee entlang stolperte, auf der Suche nach letzten Geschenken, fiel mir glücklicherweise trotz der vielen Menschen ein schlichtes Hinweisschild zum neu eröffneten Café “Erst Gaudy” auf. Da es sich nur in wenigen Metern Distanz zum Schild befand, entschloß ich mich zum Spontan-Test!
Hereingestolpert, fiel mein Blick sofort auf die zentrale Theke, auf der es sich Tütchen mit selbstgemachten Keksen neben Croissants gemütlich gemacht hatten. Ansonsten wirkte das Café noch nicht allzu einladend auf mich –  war ich zu sehr in Eile oder war die mangelnde Atmosphäre der anfänglichen Improvistaion und Unsicherheit geschuldet?
Cantuccini noch verpackt

Riesen-Cantuccinis gab es jedenfalls, und Kekse mit Hafer, erinnere ich mich heute dunkel. Und ein Tütchen klassischer Cantuccini nahm ich mit. Es gab zwar auch welche mit Schokolade statt Mandeln, aber da ich sie meinem Cantuccini-liebenden Mitbewohner und nicht chocoholic me mitbringen wollte, griff ich zu den klassischen. Cantuccini gigantesque müßten die ja eigentlich heißen, waren sie doch mindesten dreimal so groß, oder besser so lang, wie die üblichen!
Da Weihnachten mit all seinen Plätzchen, Lebkuchen und Spekulatius vor der Tür stand, freute sich der Mitbewohner zwar sehr, sehr, sehr, die Cantuccini wurder aber ersteinmal in der Speisekammer zwischengelagert.

Heute nachmittag aber war Weihnachten definitiv passé und der Kekshunger des Mitbewohners frisch erwacht, und so durften die Cantuccini aus ihrer Verpackung auf den Keksteller flüchten, um von dort, zuweilen über einen kleinen Umweg durch die Kaffeetasse, verspeist zu werden. Wie konnten wir damit nur so lange gewartet haben?!
Cantuccini

Nicht nur der Mitbewohner und leidenschaftlicher Mittester, nein, auch ich, die ich ja eigentlich gar keine Cantuccinis mag, waren spontan überzeugt, geradezu verliebt und eifrigst am Krümeln!


Name: Cantuccini, selbstgebacken
Keksdealer: Café Erst Gaudy, Gaudystr. 1, 10437 Berlin / Prenzlauer Berg
Preis: ~ 2 EUR

Packungsgröße: 10 Stück
Bewertung (1-10): 9
Pro: Schmeckbar selbst gebacken, mit vielen Mandeln, warneediese Cantuccinis auch nach 4 Wochen unfreiwilliger Zwischenlagerung ein Garant für einen sonntagnachmittäglichen italienischen Moment. Intensiv mandlig auch das Aroma und nicht zu süß, dabei knackig, fast möchte ich sage, krachig, ohne hart zu sein. Ideal auch von der Größe, die sich viel besser zum Tunken eignet als die üblichen Verdächtigen ;-) Preislich dabei vollkommen in Ordnung und charmant, ohne jedes Gehabe serviert.
Contra: Einen Minuspunkt muss ich wegen der mangelnden Café-Atmosphäre geben. Ich wünsche mir sehr, dass sich das möglichst schnell ändert. Montagabends gibt es übrigens Tango.

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Cantuccini Weihnachtsbäckerei

Toskanische Cantucci

Die Sache mit dem TeigIch mag gar keine Cantucci.
Am wenigstens die Halbgaren, die ganz Harten aber auch nicht. Aber Kekse backen mag ich, sehr sogar, und Kekse verschenken fast genauso sehr.

Beim Cantucci-Test stand also fest, dass gebacken werden würde.  Da wusste ich allerdings noch nichts von der Beschaffenheit des Teiges dieser beim Verzehr so mürben bis harten Keksen.

Die Zutatenliste ist angenehm kurz und darf je nach Geschmack auch variieren – ob nun Mandeln und/oder Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien.  Oder ganz andere Nüsse. Oder Rosinen. Und Chocoholics dürfen natürlich Teile der oder alle Nüsse mit  Schokostücken ersetzen.

Nach meinem Rezept sind  folgende Zutaten Pflicht und miteinander zu verrühren:

2 Teelöffel Backpulver
200g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb

Außerdem gilt es:

3 Eiweiß
mit einer Prise Salz steif zu schlagen und löffelweise unter die Eigelbmasse rühren.

Gezähmte Cantucci...Erst dann 400 g Mehl mit Knethaken unterkneten. Auch wenn es euch in den Fingern juckt, versucht ebenjene vom und vor allem aus dem Teig fernzuhalten (siehe Bild 1).

In diese Masse werden insgesamt 200g der fakultativen Zutaten gerührt. In meinem und im klassischen Fall sind das Mandeln, zur Hälfte mit der braunen Haut, zur Hälfte ohne.

Weil ich gerade so auf Zimt stehe, gabs noch einen halben Teelöffel Zimt dazu, der muss aber natürlich auch nicht zwingen und ist im klassischen Rezept nicht vorgesehen. Ich aber liebe Zimt und rühre ihn zur Zeit in so ziemlich jedes Essen, bis hin zum Kartoffelbrei. Genauso denkbar wären alle anderen weihnachtlichen Gewürze wie Anis, Kardamom, Vanille oder gar Ingwer?

Sind erstmal alle Zutaten im Teig kommt der angenehme Teil des Backevents: Aus dem Teig sind Rollen zu formen mit etwa 3 cm Durchmesser und mit ausreichend Abstand  auf ein Backblech mit Backpapier  zu legen. Der Trick bei den Dingern ist ja das doppelte Backen.  Der erste Durchgang läuft bei 180°C ca 35 Minuten und dann muss man die Gunst der Stunde nutzen, und die noch heißen Teigwürste in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

...in Reih' und BlechDiese Scheibchen dann lose (und wirr) zurück aufs Backblech legen und zur zweiten Runde zurück in den Ofen. Es reichen wenige Minuten, die Cantuccis auszuhärten, über 5 sind sie meist schon schwarz, also Obacht!

Und ja, die Selbstgebackenen schmecken auch mir und werden dank des Mitbewohners schneller weg sein, als der 1. Advent da :-)

PS: Gretchens wundervoll pragmatisches HowTo für alle, die sich immer noch nicht loszulegen trauen!