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Kekse im Test Neuheiten

Wenn ich nur aufhör’n könnt’: Keksi des Jahres aus der Manner-Faktur

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Es ist mir gerade zu warm zum Backen und eigentlich auch zu warum für Schokoglasur. Eigentlich! Man kennt ja das Klischee des männlichen Studenten, der am liebsten jedes Gericht mit Käse überbacken möchte. So ähnlich geht es mir mit Schokoladenüberzug (SÜ). Ich mag Nüsse mit SÜ, Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Macadamia zumindest. Schokoladenüberzogen mag ich sogar Rosinen, die ich sonst gerne aus Speisen – Kaieserschmarrn, Mohnkuchen, Hefezopf – verdamme und in Rezepten gleich ganz weglasse. Auch getrocknete Cranberries, frische Erdbeeren, kandierte Orangenscheiben oder Ingwer mit SÜ: alles lecker für mich. Klar also, dass man mir auch mit schokolierten Keksstückchen eine Freude macht. So prinzipiell jedenfalls.

Die Keksis (sic!) der österreichischen Firma Manner rannten also geradezu offene Türen bei mir ein, als sie so im Trio infernale – Classic, Milchschokolade und Banane – bei mir aufmarschierten. Auf den Keksi mit Bananengeschmack, seines Zeichens Keksi des Jahres, war ich besonders neugierig. Durchschnittlich eine Banane stirbt täglich für mich.

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Ähnlich wie mit Chips während eines spannenden WM-Spiels, kaum ist die Tüte offen, wandert Keksi für Keksi in den Mund. Das Motto auf der Packung “Wenn ich nur aufhör’n könnt'” übertreibt kaum, es fällt schwer, nach einem Keksi zufrieden und glücklich die Tüte bis zum nächsten Tag beiseite zu legen. Das gilt insbesondere für die Classic-Variante der Dragee Keksi von Napoli, in der sich Kekse mit dunkler Schokolade und Milchschokolade finden.  Nicht dass sie besonders raffiniert schmeckte, nicht dass sie besonders gut schmeckten. Aber sie sind klein, da ist Schokolade und da ist knuspriger Keks. Und vermutlich jede Menge Zucker, Fett und Chemie, repektive suchterzeugende Substanzen? Erfunden wurde dieser österreichische Keks-Klassiker übrigens bereits im Jahr 1974, bare bis 2010 hatte ich keine Ahnung von ihrer Existenz.

Klein sind diese Keksis, halbrund und dick mit Schokolade überzogen, dragiert sozusagen. Die Schokolade wurde mit Gelatine (und Schellack und Gummi Arabicum!) versetzt und schmilzt so nicht in der Hand, sondern erst im Mund. Der Keks-Kern ist knusprig, und bei den klassischen Varianten ohne Eigengeschmack. Die Bananenvariante ist mir dann aber doch zu süß, der Geschmack zu künstlich und kann mich leider nicht von ihren Qualitäten überzeugen. Schade! Erst letzten hatte ich göttliches Bananen-Eis mit Kokos und Schokosplittern, ganz ohne künstliche Aromen. Aber so eine Kugel Eis muss ja auch nicht lange halten. Bei den Keksis schaut man am besten nicht auf die Zutatenliste, sondern hält es ähnlich wie mit Kartoffelchips: Lieber wenige Male exzessiv genießen und die restlichen Tage im Jahr Abstand halten und lieber gleich zur Banane greifen.

Keksi des Jahres: Banane

Fazit: Konsistenz und Größe – sowohl der einzelnen Keksis als auch der Packungsgrößen –  sind gut. Geschmacklich bieten die Keksis nichts besonderes, sondern Schokoladen- und Keksqualität ind Discountermanier. Bis auf den Bananenfall immerhin nicht deutlich unangenehm künstlich, Milchschokolade aber natürlich süßer als dunkle Schokolade. Ich mag die ausgewogene Kombination von süßer Schokolade und knusprigem Keks, könnte mir aber durchaus etwas mehr geschmackliche Raffinesse und Qualität bei beiden Produktteilen vorstellen. Auch die wohl der industriellen Herstellung geschuldeten Zutaten schmälern den Genuß der Dragees.

Zutaten: Zucker, Weizenmehl, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, ungehärtetes Pflanzenfett, Süßmolkenpulver, Maisstärke, Magermilchpulver, Glukose-, Fruktosesirup, Aromen, Emulgator: Sojalecithin, Überzugsmittel, Gummi Arabicum und Schellack, Feuchthaltemittel, Sorbit, Gerstenmalzextrakt, Salz, Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat und E503ii, Gelatine.
Kann Spuren von Nüssen und Erdnüssen enthalten. Seit jeher wird bei der Herstellung von Napoli Dragee Keksi auf den Einsatz von Farb- und Konservierungsstoffen verzichtet.

Packungsgröße: 175g (bei einem Keksgewicht von etwa 2,7g, ergibt sich eine durchschnittliche Anzahl von 65 Stück  pro Packung)

Keksdealer: In Österreich sind die Manner Produkte in vielen Geschäft erhältlich. Für alle anderen gibt es sie im Online-Shop.

Urteil: 5,0 von 10

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Alnatura Noisette & Chocolat

Alnatura Noisette & Chocolat
Was auf den ersten Blick wie Kekse mit Schokoladenüberzug aussieht, schmeckt erstaunlich wenig nach Keks. Heißt auch nicht so, sondern “Alnatura Sélection Noisette & Chocolat“.  Und hinter diesem klingenden Namen verbirgt sich  ein luftig-leichtes Gebäck mit Zartbitter-Kuvertüre.

Diese sorgt nicht nur für eine aufregende Optik, sondern auch für einen runden, zartherben und doch sehr schokoladigen Geschmack. Dass man von den Teilchen mit der vollen Schoko-Dosis mit Leichtigkeit mehrere hintereinander weg knuspern kann, liegt neben ihrer Leichtigkeit an ihrer knusprigen Konsistenz. Mich erinnern sie zudem ein wenig an Schweizer Schoko Schuemli.

Fakt ist, sie schmecken Gott sei dank alles andere als nach Bio (und sie sehen auch nicht so aus). Leider allerdings auch nicht nach Haselnuss.
Einzig der Verpackung merkt man überhaupt an, dass es sich bei Alnatura um einen der ersten Vermarkter für natürliche Lebensmittel handelt. Und dieser produziert mittlerweile einerseits eine Premium-Linie namens Sélection andererseits aber auch erfolgreich Tiefkühlkost.
Es geht um mehr als um 100 % Bio, es geht auch um Fairness: für den Handel Handel und bei den Konditionen für die  Mitarbeiter. Aber das nur am Rande!

Alnatura Sélection Noisette & Chocolat

Name: Alnatura Sélection Noisette & Chocolate
Keksdealer: Alnatura, mitunter aber auch erhältlich bei DM oder Budnikowski
Packungsgröße: 100g oder 12 “Kekse”
Preis: 2,95 EUR (unverbindliche Preisempfehlung)
Zutaten: Zartbitterschokolade* 39% (Rohrzucker*, Kakaomasse*, Kakaobutter*), Rohrzucker*, Palmöl*, Haselnüsse*10%, Magermilchpulver*, Hühnereiweißpulver*4%, Weizenmehl, Kakaopulver*, Vollmilchpulver*, Kakaomasse*, Kakaobutter*, Weizenstärke*, Butterreinfett*, Butter*, Vollei*,Salz, Säuerungsmittl: Weinsäure, Vanilleextrakt*
*aus ökologischer Landwirtschaft
Bewertung (1-10): 8,0
Pro: Wirklich schokoladige, äußerst knusprige Gebäckteilchen aus, bis aufs Salz, aus ökologischer Landwirtschaft stammenden Zutaten. Prädikat Bio, Geschmack: Konfiserie. Der hohe Kakaoanteil kommt geschmacklich stark zum Tragen. So zergeht das Testobjekt  zart herb auf der Zunge, knuspert sich locker luftig, und ratz fatz bleiben von diesen edel dekorierten Makronen, denn um solche handelt es sich viel mehr als um Kekse, nichts als Krümel und vereinzelte Schokosplitter.
Contra: Der Hersteller spricht im Kleingedruckten von “Haselnusseiweißgebäck mit Kakaocremefüllung”, um Kekse handelt es sich bei genauerer Betrachtung nicht. Aber so kleinlich wollen wir nicht sein, ob nun Kleingebäck oder Kuchen, Makrone oder Schokoriegel! Nur wenn da nussig draufsteht, Haselnüsse abgebildet, erwarte ich Nuss. Gerade bei einem Bio-Produkt.

Alnatura Noisette & Chocolat

Nussig & schokoladig seien sie

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Kekspolitik

ISM 2010 revisited

Too much sweets will kill you

Gestern war der süßeste Tag des Jahres. Meiner jedenfalls, denn ich war von morgens bis abends auf der ISM unterwegs.  Ich habe viel gesehen, gegrübelt, gestaunt und gelernt. Zum Beispiel,

  • dass Süßigkeiten heute nicht nur zucker- und glutenfrei, sondern mindestens auch nussfrei, transfettfrei und am besten sowieso gesund sein sollten.
  • Dass aus Hong-Kong federleichte Frühlingszwiebel-Cracker kommen, die so intensiv schmecken, dass ich mir eine Packung Frischkäse herbeigewünscht hätte.
  • Dass Pepperidge Farm-Cookies am besten nach einem 20-30sekündigen Aufenthalt in der Mikrowelle schmecken.
  • Dass Süßwaren häufig aus generationenübergreifenden Familienunternehmen stammen.
  • Dass eine dänische Firma Popcorn Riegel produziert, die, obwohl mit Karamell zusammengeklebt, nicht zu süß schmecken.
  • Dass es bald auch in Deutschland solch unendlich süßen, in kreischend bunten Zuckerfarben dekorierten Cookie-Varianten gibt, die bisher nur Amerikanern vorenthalten waren.
  • Oder, dass Dirk Bach ein Faible für die Kombination Schokolade/ Curry Ananas hat.

Cookies, Kekse, Feingebäck - in Überlebensgröße

Es gab zwar viele, viele Kekse zum Probieren, aber leider muss ich sagen, dass enttäuschenderweise die Kekse nicht das Beste dieser ISM waren!  Denn diese tauchten allzu häufig in Form massenproduzierter Kaffeekekse auf, wie man Sie in jedem Café, in jedem Meeting  als Zugabe zum favorisierten Heißgetränk  bekommt. Originell ist anders. Leider bin auch kein explizieter Fan von Waffelgebäck, denn auch davon gab es jede Menge. Ich mag Waffeln, wenn, dann frisch gebacken, mit Obst oder Eis oder Apfelmus.

Meine persönlichen Highlights der diesjährigen Süßwarenmesse sind daher buntgemischt, soll mir ja keiner nachsagen, ich schaute nicht rechts noch links:

  1. Schokoladige Patronenhülsen Schokoladige Patronenhülsen – als edel-aromatische Eyecatcher nicht nur originell sondern auch jedes Bondfilms würdig. Ich ließ mir Apple-Tatin auf der Zunge explodieren bzw. zergehen, aber ich bin mir sicher, auch Tequila 007 und Caramel Sea Salt schmecken.
  2. Power Breakfast Cookies American-Style Cookies, produziert in Großbritannien, verkostet in Deutschland: Urteil gut. Und zwar insbesondere der Granola bzw. Power Breakfast Cookie à 55g!
    (Kekse zum Frühstück? Das nenne ich mal eine gute Idee!)
  3. Chocolate Frites Keine optische Täuschung sind diese Schokoladen-Pommes mit Mayo! Die Idee mag schon älter sein, ich bin ihr hier zum ersten Mal verfallen! Mit Ketchup kann ich sie mir zwar nicht vorstellen, diese Pommes. Umso besser allerdings aus Keksteig. Der passt doch von der Konsistenz her noch viel besser!
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Kekspolitik

Nein, alle Kekse test’ ich nicht

Den besten Beweis dafür, dass Fettgehalt allein noch keinen Geschmack macht, liefern Diätsüssigkeiten. Diese unsäglich ungesunden, doppelt fetten, dreifach teuren und lieblos verpackten Schokoladen- und Keks-Imitate auf Natren-Basis werde ich also nie testen, seid gewiss. Eine Kindheit lang waren sie mein jämmerlicher Ersatz zu Geburts- und Feiertagen und schon damals konnte mir kein Arzt glaubhaft machen, warum ich zur ungesünderen, teureren und geschmacklosen Alternative greifen sollte.

Aber endlich, endlich sagt mal jemand was. In aller Deutlichkeit und mit der nötigen Autorität oder doch zumindest Seriosität hat sich die Verbraucherzentrale Hamburg zum Ausruf des hoffentlich “letzten Diät-Weihnachtsmann” aufgeschwungen, pünktlich zum Advent 2009.
Wider die Überflüssigkeit solcher Produkte gibt es eine black list der Dreistigkeiten zum Download.

Danke wollte ich noch sagen, danke Hamburg.