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Bagel

Pragmatische Blitz-Bagels im Miniformat

Bagels in Zweierreihen - Marsch!

“Ein Bagel ist ein kreisrundes Gebäck mit einem Loch in der Mitte; er ist weich, zäh und knusprig zugleich.” Entstanden aus dem polnischen Obwarzanek, wurden Bagels  seit Mitte des 16. Jahrhundert insbesondere von den Wiener Juden sehr geschätzt. Heute meint man fälschlicherweise fast, sie seien amerikanischer Herkunft, so fest sind sie dort Bestandteil der Bistro- und Snack-Küche, mit Lachs und Creamcheese als feiste Kalorienbömbchen zelebriert.

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Berlin Individualisten Kekse im Test Kunst am Keks

Farbenfroh dekorierte Schoko-Kekse aus dem “Olivia Tartes & Schokoladen”

Olivia - Tartes & Schokoladen

Endlich auch Berlin im Kekstest! Seit 2005 gibt es das allseits zurecht gelobten Schoko- und Süßkram- Lädelchen und Café “Olivia Tartes & Schokoladen” , das somit im Gegensatz zu den meisten Schokoläden der Stadt schon eine eingesessene Institution darstellt. Kekse stehen im Repertoire gar nicht mal im Vordergrund, berühmt ist Olivia für die erlesene Schokoladenauswahl aus allen Herren Ländern, vielerlei selbst gebackene Tartes und Torten, guten Kaffee und für Berlin ganz wichtig: Oft ein Plätzchen in der Sonne!

Dass die von der Hausherrin handgefertigten Kekse aber durchaus unserem Kekstest gewachsen sind, verwundert ob der reichhaltigen süßen Erfahrung nicht, darf aber hiermit gerne nochmals bestätigt werden: Diese Keks-Schönheiten müssen sich neben keinem Tortenstück verstecken, im Laden heißen sie übrigens Jolis! Daher sind es mitnichten Kekse zum zwischendurch knabbern- Sie sind zur Zelebration des Keksgenusses gemacht.

Olivias Matrouschka-Keks

“Der Keksteig besteht aus Kakao, Weizenmehl, guter Butter und Eiern, manchmal gebe ich noch ein paar Gewürze dazu. Im Winter beispielsweise Kardamom oder Orangenessenz, je nach Lust und Laune. Die Glasur ist Zuckerguss, den ich mit etwas natürlichem Vanillearoma verfeinere. Die Farben: Lebensmittelfarbe, ist klar… Jeder Keks ist ein Unikat und so ist jeder Schmetterling oder Vogel wieder anders, als in der vorherigen Serie. Die Formen fertige ich größtenteils selbst an, aber nicht nach Kundenwünschen, das würde den Rahmen sprengen. So eine Form ist ja nicht eben mal schnell gemacht, ebenso wie die Kekse.”

sagt die Besitzerin dieses süßen Traums im Berliner Friedrichshain, Olivia Kaufmann. Dass sie über ein ausgewachsenes Faible für Süßes und insbesondere Schokolade verfügt, strahlt ihr Lädelchen und ihre Produkte aus jeder Pore aus. Ob Matruschka, Schmetterling oder Vögelchen, sie alle hätte ich fast lieber weiter verschenkt, als selbst verkostet.

Schmetterling und Vögelchen (Kekse)

Fazit: Das sind die aufwändigst dekorierten Kekse seit Bestehen des Kekstesters. Dazu noch selbst gebacken. Und mit Kakao. Vielleicht vom Teig her nicht wirklich Sommerkekse, aber wer konnte schon ahnen, dass Monsieur Sommer sich tatsächlich bereits im Juni die Ehre geben würde. Das Dekor aber: zuckersüß und kunterbunt! Etwas besonderes, ideal zum Verschenken, für die Lieblingsoma beispielsweise,  oder aber als süßer Hingucker zum romantischen Picknick am See. Trotz des liebevoll gestalteten Dekors der Kekse wird auch dem Geschmack Aufmerksamkeit geschenkt und das schmeckt man:  Gute Zutaten als Basis, Kakao als Tribut an die Schokoladenliebe und Gewürze je nach Lust und Laune. Beim Preis allerdings, muss man vielleicht doch erstmal schlucken, obwohl der angesichts des Arbeitsaufwandes bestimmt auch gerechtfertigt ist.

Preis: 3,95 – 4,95 EUR pro Keks (wie gesagt, kein Keks zum nebenher knabbern, außerdem sind sie handtellergroß)

Keksdealer: Olivia, Tartes & Schokoladen, Wühlischstraße 30, 10245 Berlin, www.olivia-berlin.de
Öffnungszeiten: Mo-Fr 10-19 Uhr, Sa 10-18 Uhr, So 12-18 Uhr

Urteil: 9,0 von 10

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Ausgestochene Plätzchen Kekse im Test

Ein Hauch von Strand: Palmen-Plätzchen

Sommerliche Palmen-Plätzchen

Manchmal bedarf es nur eines Schälchen Quark, etwas Mehl,  jeder Menge bunter Streusel und einem Palmen-Ausstecher für einen Kurztrip an den Strand um dem Berliner Schmuddelwetter eins auszuwischen. Wie gut, dass ich von all dem reichlich im Hause hatte, als mich heute angesichts des weiterhin streikenden Schönwettergottes die schlechte Laune zu packen drohte.

Flugs war ein Strand Rezept ausgesucht, denn Mürbeteigplätzchen waren mir zu öde. Aber welcher Teig eignet sich noch zum Ausstechen?  Ich fand einen Quarkteig, der sich sehr angenehm verarbeiten ließ, aber leider geschmacklich nicht ganz überzeugen konnte.

Sommerliche Palmen-Plätzchen

Für den Teig (reicht min. für 2 Backbleche voller Kekse) habe ich folgende Zutaten erst in einer Schüssel, dann auf dem Tisch zusammengeknetet:

  • 300g Weißmehl (bzw. soviel, bis der Teig nicht mehr klebt)
  • 1/4 T-Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 Pckch. Vanillinzucker
  • 100g Quark
  • 160g Margarine
  • 1 TL Zitronenaroma (schmeckte man leider so gar nicht raus)
  • abgeriebene Schale einer Biozitrone
  • 100g Zucker

Plus noch ein wenig Mehl für’s Ausstechen, ein Eigelb zum bestreichen und Dekostreusel nach Belieben (rein geschmacklich tut es auch Hagelzucker).

Der Teig kann wunderbarereweise direkt weiterverarbeitet werden, in meinem Falle hieß das etwa 5mm dick auswellen. Vorher aber den Ofen einschalten, damit der nachher schön warm ist (wenigstens der, wenn hier die Außentemperatur schon nur äußerst zögerlich zweistellige Höhen erreicht!) Dann wurde der Palmenausstecher erst ins Mehl getunkt und hernach unzählige Male in den Teig. Und ja, der Teig ist klasse für so fragile Formen wie der Palmenstamm, der ist auch dünn noch sehr elastisch.

Die Palmenköpfchen wurden farbenfroh geschmückt und die Palmen mit etwas Abstand auf’s backpapierne Blech drapiert und für 20 Minuten bei 200 °C ging es ab in die Sonne den Ofen.

Apfel-Walnuss-Schoko-Strudel

Ich gestehe, nach 40 Palmen packte mich die Abenteuerlust und schließlich braucht man für den Tag am Strand im Büro ja auch etwas Wegzehrung! Auf dem restlichen Teig verteilte ich daher:

  • 1 EL Nutella (bzw. das was sich aus dem Glas noch herauskratzen ließ)
  • 80g Walnüsse ( grob zerhackt)
  • 1 in feine Schieben geschnittenen Apfel

Die Ränder bekamen reichlich Sonnencreme vom restlichen Eigelb zu spüren und dann wurde gerollt. Der Strudel (?) durfte mit den Plätzchen zusammen in den Ofen, brauchte aber 10 Minuten länger, also insgesamt 30 Minuten.

Summa Summarum ist das hier ein Rezept, dass ich geschmacklich nur bedingt weiterempfehlen würde. Die Plätzchen schmecken eher wie Cracker, der Teig erinnert an den de Quark-Ölteig für Flammkuchen, sehr knackig, kaum Geschmack.

Optisch sind sie aber der Renner Und schließlich hat das Auge beim Essen auch noch ein Wörtchen mitzureden! Und Spaß hat der kleine Kurzurlaub ans Backblech es jede Menge gemacht. Außerdem lassen sich zum morgendlichen Espresso oder abendlichen Rotwein zum Sonnenuntergang am Strand so ein paar Pälmchen wunderbar wegknabbern.

Für meine nächste Ladung Ausstech-Plätzchen muss ich mir aber noch was anderes überlegen. Könnt ihr mir einen Teig empfehlen?