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Kekse im Test Muffins

Für Mohnmädchen und Marzipanknaben: Marzipan-Mohn-Muffins

Marzipan-Mohn-Muffins mit Schokoglasur

Ich mag Zufälle. Und Mohn. Gut also, dass Frau Juchem mir Ihre Backmischung für Mohn-Marzipan Kuchen mit der Bitte um Feedback gerade in dem Moment zuschickte, als ein Picknick mit zwei Mohnliebhaberinnen anstand. Klar muss da ein Mohnkuchen mit, auch wenn dieser sich leider nicht durch besondere Transportfähigkeit auszeichnet. Seit langem also mal wieder Muffins gebacken. Und am schnellen Ergebnis gefreut.

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Kekspolitik Kunst am Keks

Kekskrümel to go – Vol. 1

Life's short... - Eat Cookies

(Dank an M.)

Bei meinen Streifzügen durch das Netz stolpere ich oft über lustige, interessante, beeindruckende Fundstücke zum Thema Keks. Diese möchte ich nicht weiter ungeteilt lassen, sondern eröffne mit der ersten Folge “Kekskrümel to go – (m)eine subjektive Hitlist”! Wie es aussieht werden der heutigen Ausgabe in unregelmäßigen, aber nicht allzu seltenen Abständen weitere folgen…

  • Stichwort Ernährung: Katha von esskultur.at schreibt durchaus lesenswert über Zuckersorten und ihre Eigenarten. Vielleicht nicht erschöpfend, sicher aber anregend: Des Zuckers weiße Weste!
  • Süße Männlichkeit: Kraska philosphiert angenehm uneitel über Neue Männer: In der Naschanlage und stellt die Frage nach  einer die Verbindung zwischen Männlichkeit und ausgeprägter Naschlust.

You're my favourite Cookie

  • Süß oder Salzig: Drei Rezepte hinterließen beim alltäglichen Keks-Blog-Surfen einen tieferen Eindruck:
  1. Die ebenso herzhaften wie Herzigen Parmesankekse bei Einfach Guad ! Die kommen nicht nur der aufdringlichen Süßlichkeit des Valentinstags mit rotem Pfeffer und intensivem Rosmarinduft bei, sondern erinnern mich auch angenehmst an jene ebenfalls herzhaften Sablés. Wo mich alles Scharfe in Schokolade stört, kommt es mir im Keks erstaunlicherweise zuweilen regelrecht gelegen.
  2. Umgekehrt überraschten mich die Süßen Polentasterne der Süßen Hex, kenne ich Polenta bisher doch nur in der deftigen Variante. Sie aber hat sie nicht nur Apfelsaft gekocht und mit Rosinen verfeinert, sondern auch noch liebevollst mit Kiwi (1) dekoriert. Respekt! (Es gibt wohl weit mehr süße Polentagerichte, z.B. diesen verführerischen Polentakuchen bei Deichrunners)
  3. Die nächste Blog-Hexe dachte sich zu recht, Kalter Hund war gestern, ich probiere dessen Prinzip an Schokoladenpudding. Und Zack, postete sie letzten Freitag das Rezept für Schokoladenpudding mit Butterkeks, das wundervoll opulent daher kommt und sich mit anderen Keksen sowie Puddingsorten sicherlich endlos variieren lässt!
  • Keks ‘n’ Gadgets: Auch Keksbäcker lieben ihre Tools, allem voran solche, die das Endprodukt origineller, schöner oder leckerer zu machen wissen.  Keines davon braucht man wirklich, haben will man jedes aber ersteinmal  sofort.  Diese zwei stechen dabei ihre Konkurrenten spielend aus:
  1. Tool 1 macht Kekse zu Früchten, und zwar ganz nach Wunsch zu Äpfeln, Birnen, Pflaumen oder Erdbeeren. Also gesund, also jederzeit ohne schlechtes Gewissen genießbar.
  2. Tool2 lässt Kekse sprechen. Egal ob Liebesschwüre, Witze, Slogans oder ihren Mörder to be direkt bei seinem Namen nennend. Und das in 4 verschiedenen Formen.
  • Wetten dass?! Amerikanische Wissenschaftler haben eine elektronische Nase , prosaisch ausgedrückt einen Sensor entwickelt, die zehn verschiedene, im Handel erhältliche Kaffee sorten erkennen kann. Hattet ihr das auch gelesen? (Ich stelle mir bei einer solchen Nachricht ja gleich einen etwas steifen Roboter vor, der sich über eine Kaffeetasse beugend deren malerische Duftwölkchen in die metallene Nase fächelt. Der sich nach wenigen Sekunden aufrichtet, um mit blecherner Stimme  das Ergebnis, die zeitgleich auf dem flackernden Display auf seiner Brust, zu verkünden: 2 Stunden lang geröstete Melitta Krönung aus West- Ecuador to go…)

Das Highlight ist aber zweifellos dieses kleine Filmchen, in dem eine unschlagbare Idee mit viel Geduld und noch mehr Liebe zum Detail umgesetzt wurde. Stellt euch einfach vor, mit Adobe Photoshop könnte man in Zukunft nicht nur digitale Bildbearbeitung betreiben, sondern auch ganz andere Dinge. Beispielsweise Kekse backen…

Übrigens handelt es sich bei jeder einzelnen Vorstellung um tatsächliche Fundstücke und nicht etwa um bezahlte Schleichwerbung. Solche würde und wird auf Kekstester.de natürlich jeweils gekennzeichnet.

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Kekse im Test Klassiker

“Erst Gaudy”: Cantuccini

Cantuccini

Als ich kurz vor Weihnachten die Schönhauser Allee entlang stolperte, auf der Suche nach letzten Geschenken, fiel mir glücklicherweise trotz der vielen Menschen ein schlichtes Hinweisschild zum neu eröffneten Café “Erst Gaudy” auf. Da es sich nur in wenigen Metern Distanz zum Schild befand, entschloß ich mich zum Spontan-Test!
Hereingestolpert, fiel mein Blick sofort auf die zentrale Theke, auf der es sich Tütchen mit selbstgemachten Keksen neben Croissants gemütlich gemacht hatten. Ansonsten wirkte das Café noch nicht allzu einladend auf mich –  war ich zu sehr in Eile oder war die mangelnde Atmosphäre der anfänglichen Improvistaion und Unsicherheit geschuldet?
Cantuccini noch verpackt

Riesen-Cantuccinis gab es jedenfalls, und Kekse mit Hafer, erinnere ich mich heute dunkel. Und ein Tütchen klassischer Cantuccini nahm ich mit. Es gab zwar auch welche mit Schokolade statt Mandeln, aber da ich sie meinem Cantuccini-liebenden Mitbewohner und nicht chocoholic me mitbringen wollte, griff ich zu den klassischen. Cantuccini gigantesque müßten die ja eigentlich heißen, waren sie doch mindesten dreimal so groß, oder besser so lang, wie die üblichen!
Da Weihnachten mit all seinen Plätzchen, Lebkuchen und Spekulatius vor der Tür stand, freute sich der Mitbewohner zwar sehr, sehr, sehr, die Cantuccini wurder aber ersteinmal in der Speisekammer zwischengelagert.

Heute nachmittag aber war Weihnachten definitiv passé und der Kekshunger des Mitbewohners frisch erwacht, und so durften die Cantuccini aus ihrer Verpackung auf den Keksteller flüchten, um von dort, zuweilen über einen kleinen Umweg durch die Kaffeetasse, verspeist zu werden. Wie konnten wir damit nur so lange gewartet haben?!
Cantuccini

Nicht nur der Mitbewohner und leidenschaftlicher Mittester, nein, auch ich, die ich ja eigentlich gar keine Cantuccinis mag, waren spontan überzeugt, geradezu verliebt und eifrigst am Krümeln!


Name: Cantuccini, selbstgebacken
Keksdealer: Café Erst Gaudy, Gaudystr. 1, 10437 Berlin / Prenzlauer Berg
Preis: ~ 2 EUR

Packungsgröße: 10 Stück
Bewertung (1-10): 9
Pro: Schmeckbar selbst gebacken, mit vielen Mandeln, warneediese Cantuccinis auch nach 4 Wochen unfreiwilliger Zwischenlagerung ein Garant für einen sonntagnachmittäglichen italienischen Moment. Intensiv mandlig auch das Aroma und nicht zu süß, dabei knackig, fast möchte ich sage, krachig, ohne hart zu sein. Ideal auch von der Größe, die sich viel besser zum Tunken eignet als die üblichen Verdächtigen ;-) Preislich dabei vollkommen in Ordnung und charmant, ohne jedes Gehabe serviert.
Contra: Einen Minuspunkt muss ich wegen der mangelnden Café-Atmosphäre geben. Ich wünsche mir sehr, dass sich das möglichst schnell ändert. Montagabends gibt es übrigens Tango.