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Engadiner Nusstörtchen – nur echt mit Walnusskaramell

Engadiner Nusstörtchen

Nachdem ich bei meinem letzthin frisch erkorenen Lieblingsmittagessen-Plätzchen auf eine Engadiner Nusstorte stieß, in die ich mich beim ersten Anbiss rettungslos verliebte, war meine dieswöchige Backsession gesetzt. Ich kaufte noch auf dem Heimweg gute Walnüsse, überprüfte zu Hause meine Butter- und Sahnevorräte und freute mich von da an auf’s Karamellkochen.

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Kekse im Test Neuheiten

Kambly Mont Choco “Orange”

Kambly Mont Choco

Alles begann mit einer Legende

Der junge Oscar Kambly trifft im Welschland ein gleichaltriges Mädchen aus Trubschachen, ohne das er fortan nicht mehr leben will. So führt ihn nach beendeter Schulzeit die Liebe in das Emmentaler Bauerndorf, wo er in der Dorfbäckerei das Handwerk eines Bäcker-Konditors erlernt.

Ein offensiv Schweizer Keks dieses Mal, leider in Deutschland nicht ganz so einfach zu beziehen. Aber immerhin die normalen Mont Choco, ohne Orange, und auch das übrige Kambly-Sortiment lassen sich im germanischen Lebensmittelhandel erbeuten. Tatsächlich findet sich das Schweizer Feingebäck auf allen 5 Kontinenten, denn 53% seines Umsatzes macht das Unternehmen mittlerweile im Ausland. Das Schweizer Bahlsen sozusagen.

Aber genug der hohlen Worte, zurück zum Keks, der ein feiner ist, nicht nur optisch! Knusprig ohne hart zu sein, bietet er eine optimale Basis für die dunkle Schokolade, die die herbe Süße der Orange mit sich trägt. Zwar lassen sich die Orangenstückchen gerade mal optisch ausmachen, Geschmack und Konsistenz aber sind sorgsam kombiniert.  Am besten, man öffnet die Packung nur zu zwei, denn ist sie einmal offen, und der erste Keks angebissen, möchte man das gesamte Alpenpanorama am liebsten auf einen Happs wegknuspern. Und dann ist es gut, einen kekserprobten Schokogipfelstürmer an der Seite zu haben!

Kambly Mont Choco

Zutaten: Schokolade 49% (Zucker, Kakaomasse, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Butterfett, Emulgator: Sojalecithin, Vanille, Kakao mind. 47%), Weizenmehl, Zucker, Butter, Fruchtzubereitung 3,5% (Orangenpulpe 1%, Zucker, Apfel, Nahrungsfasern, Traubenzucker, Säuerungsmittel: Zitronensäure, Calciumphosphat, Geliermittel: Natriumalginat, natürliche Aromen), Glucosesirup, Molkenpulver, Salz, Aromen: Vanille, Vanillin.
Kann Spuren von von Haselnüssen, Mandeln, Eiern und Sesam enthalten.

Preis: 2,39 € / 100g
Fazit: Wäre da nicht die Zutatenliste und die leider nicht ganz so präsenten Orangenstückchen, würde ich jetzt ein Loblied singen. Auf diese feinen Kekse, die im Mund buttrig-knusprig dahinschmelzen mit diesem dunkel-orangenen Schokoladengeschmack. So ist der gute Geschmack doch ein wenig getrübt von Nahrungsfasern und Apfel. Trotzdem eine Empfehlung!
Urteil: 8,5 von 10

Und eigentlich, eigentlich wollte ich heute ja Kuchen gebacken haben:

Food about you – Annecy festival 2010 from Alexandre DUBOSC
via

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Kekse im Test Klassiker

Petit Beurre au chocolat au lait

Petit beurre (chocolat au lait) - angeknabbert

Ein Klassiker, in Deutschland eher ohne Schokolade, in Frankreich fast ebenso häufig mit: der Butterkeks Oder eben auch “le petit beurre“. Hier im Test in einer Version des Schweizer Lebensmittel-Produzenten Midor, seinerseits langjährige Hausmarke der Migros-Gruppe.
Es gibt Petits Beurres aber genaus von anderen Keksfabrikanten, beispielsweise von Wernli oder aber LU , deren schokoladenüberzogene Version seit jeher als “petit ecoliers” firmiert, dessen Gründer Louis Lefèvre-Utile zumindest die Entdeckung des französische Butterkeks zugeschrieben wird.

Vor Jahren, nämlich bereits 2006, hatte Chocolate&Zucchini ein Rezept zum Selberbacken dieser Kekse gepostet, und Wie Gott in Deutschland brachte die Idee erfolgreich in die deutschen Foodblogs.
Das Schöne an den schweiz-französischen Versionen finde ich die wirklich leckere Schokoladenschicht, die es sowohl in der von mir bevorzugten Vollmilch- als auch in der von vielen anderen bevorzugten Zartbittervariante gibt. In die Schokolade ist nämlich je nach Marke und Saison ein Bildchen  eingeprägt und nicht wie bei Leibniz und Co nur schnödes Firmenlogo bzw. Name.

Petit beurre (chocolat au lait) - gestapelt

Wie man hier deutlich sehen kann, sind die Kekse ebenso knackig, ebenso krümelig wie ihre deutschen Pendants. Die Schokolade aber ist viel cremiger, ohne aber unangenehm in den Händen zu schmelzen. Und ohne zu dick aufzutragen.
Dass die Kekse auf den Fotos aber mit vielen, vielen Krümelchen, fast möchte ich sagen Keksstaubkörnern überzogen sind, liegt nicht an ihrer mangelnden Qualität oder Stabilität. Sondern schlicht daran, dass sie seit dem Weihnachtsurlaub in meiner Handtasche ihres Schicksal harrten und erst vorgestern durch Zufall wieder entdeckt wurden. Wie aus dem Ei gepellt wirken sie nicht mehr, aber schmecken tun sie noch unverändert gut.

Die hässlichsten Petit Beurres sind mir dagegen hier in Indien begegnet. Ich hoffe nur, sie schmecken nicht gar so fade wie sie aussehen. Sonst bekämen die Inder einen durch und durch falschen Eindruck!

Petit beurre (chocolat au lait) - mit Packung

Rezepte mit der schokoladenlosen Version gibt es natürlich viele, die möchte ich hier gar nicht alle aufzählen. Berührt hat mich aber allein schon die Zeichnung zum Gâteau Petit Beurre (Butterkekskuchen) von Maïté Wiltgen – es gilt bis fast bis ganz nach unten zu scrollen! Und erwähnte ich eigentlich bereits, dass ich den schlichten Butterkeks auf gebuttertem Vollkornbrot liebe?
Für die schokoladige Version gibt es alle Nährwerte wunderbar aufgeschlüsselt in der Fooddatabase und ansonsten gibt es wie stets die Fakten im Kleingedruckten:

Name: petit beurre chocolat au lait
Keksdealer: online oder im Migros
Packungsgröße: 8 x 2 Kekse à  25g, insgesamt also 200g
Preis: 3,80 SFR (im Online-Shop von Migros)
Zutaten: Milchschokolade 48% (Zucker, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, Emulgator: Sojalecithin, Aroma), Weizenmehl, Weizenstärke, Zucker, Pflanzenöle und -fette, Invertzuckersirup, Butter 2,5%, Magermilchpulver, Glucosesirup, Kochsalz, Backtriebmittel: E 503, E 500, Kondensmilch, Aromen. Kochsalz insgesamt: 0.4%
Kann Haselnüsse enthalten.
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Feinste Schweizer Schokolade auf knackiger Keksgrundlage. Einzeln schmeckbar verschmelzen die beiden unterschiedlichen Schichten zu einem leckeren Ganzen, bleiben jedoch auch einzeln wunderbar genießbar. Verpackung und Aufmachung sind ebenso praktisch wie ansprechend, vor allem in der hier getesteten Version mit 2 Keksen pro Tütchen.
Contra: Gleichwohl handelt es sich hierbei um einen standartisierten Industriekeks ohne jede Raffinesse. Dafür mit diversen  Stoffen der Lebensmittelchemie. Und somit alles andere als für den täglichen Verzehr geeignet.