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Kekse im Test Klassiker

Byron Bay Triple Choc Fudge und White Choc Chunk & Macadamia Nuts

Byron Bay: Triple Choc Fudge

Wer glaubt das Monopol für dekadente Cookies läge bei den Amerikanern, der irrt. Auch Australien produziert hervorragende Cookies, Brownies und Fudges. Bekannt sind hier in Europa wenige, mindestens einen Versuch wert sind die von  Byron Bay Cookie Company, die mit ihren White Choc Chunk & Macadamia Nuts vom malerischen Byron Bay aus auch die internationalen Keksliebhaber eroberten. Und das seit sage und schreibe 20 Jahren!

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Kekse im Test Neuheiten

Wenn ich nur aufhör’n könnt’: Keksi des Jahres aus der Manner-Faktur

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Es ist mir gerade zu warm zum Backen und eigentlich auch zu warum für Schokoglasur. Eigentlich! Man kennt ja das Klischee des männlichen Studenten, der am liebsten jedes Gericht mit Käse überbacken möchte. So ähnlich geht es mir mit Schokoladenüberzug (SÜ). Ich mag Nüsse mit SÜ, Erdnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Macadamia zumindest. Schokoladenüberzogen mag ich sogar Rosinen, die ich sonst gerne aus Speisen – Kaieserschmarrn, Mohnkuchen, Hefezopf – verdamme und in Rezepten gleich ganz weglasse. Auch getrocknete Cranberries, frische Erdbeeren, kandierte Orangenscheiben oder Ingwer mit SÜ: alles lecker für mich. Klar also, dass man mir auch mit schokolierten Keksstückchen eine Freude macht. So prinzipiell jedenfalls.

Die Keksis (sic!) der österreichischen Firma Manner rannten also geradezu offene Türen bei mir ein, als sie so im Trio infernale – Classic, Milchschokolade und Banane – bei mir aufmarschierten. Auf den Keksi mit Bananengeschmack, seines Zeichens Keksi des Jahres, war ich besonders neugierig. Durchschnittlich eine Banane stirbt täglich für mich.

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Ähnlich wie mit Chips während eines spannenden WM-Spiels, kaum ist die Tüte offen, wandert Keksi für Keksi in den Mund. Das Motto auf der Packung “Wenn ich nur aufhör’n könnt'” übertreibt kaum, es fällt schwer, nach einem Keksi zufrieden und glücklich die Tüte bis zum nächsten Tag beiseite zu legen. Das gilt insbesondere für die Classic-Variante der Dragee Keksi von Napoli, in der sich Kekse mit dunkler Schokolade und Milchschokolade finden.  Nicht dass sie besonders raffiniert schmeckte, nicht dass sie besonders gut schmeckten. Aber sie sind klein, da ist Schokolade und da ist knuspriger Keks. Und vermutlich jede Menge Zucker, Fett und Chemie, repektive suchterzeugende Substanzen? Erfunden wurde dieser österreichische Keks-Klassiker übrigens bereits im Jahr 1974, bare bis 2010 hatte ich keine Ahnung von ihrer Existenz.

Klein sind diese Keksis, halbrund und dick mit Schokolade überzogen, dragiert sozusagen. Die Schokolade wurde mit Gelatine (und Schellack und Gummi Arabicum!) versetzt und schmilzt so nicht in der Hand, sondern erst im Mund. Der Keks-Kern ist knusprig, und bei den klassischen Varianten ohne Eigengeschmack. Die Bananenvariante ist mir dann aber doch zu süß, der Geschmack zu künstlich und kann mich leider nicht von ihren Qualitäten überzeugen. Schade! Erst letzten hatte ich göttliches Bananen-Eis mit Kokos und Schokosplittern, ganz ohne künstliche Aromen. Aber so eine Kugel Eis muss ja auch nicht lange halten. Bei den Keksis schaut man am besten nicht auf die Zutatenliste, sondern hält es ähnlich wie mit Kartoffelchips: Lieber wenige Male exzessiv genießen und die restlichen Tage im Jahr Abstand halten und lieber gleich zur Banane greifen.

Keksi des Jahres: Banane

Fazit: Konsistenz und Größe – sowohl der einzelnen Keksis als auch der Packungsgrößen –  sind gut. Geschmacklich bieten die Keksis nichts besonderes, sondern Schokoladen- und Keksqualität ind Discountermanier. Bis auf den Bananenfall immerhin nicht deutlich unangenehm künstlich, Milchschokolade aber natürlich süßer als dunkle Schokolade. Ich mag die ausgewogene Kombination von süßer Schokolade und knusprigem Keks, könnte mir aber durchaus etwas mehr geschmackliche Raffinesse und Qualität bei beiden Produktteilen vorstellen. Auch die wohl der industriellen Herstellung geschuldeten Zutaten schmälern den Genuß der Dragees.

Zutaten: Zucker, Weizenmehl, Kakaobutter, Vollmilchpulver, Kakaomasse, ungehärtetes Pflanzenfett, Süßmolkenpulver, Maisstärke, Magermilchpulver, Glukose-, Fruktosesirup, Aromen, Emulgator: Sojalecithin, Überzugsmittel, Gummi Arabicum und Schellack, Feuchthaltemittel, Sorbit, Gerstenmalzextrakt, Salz, Backtriebmittel: Natriumhydrogencarbonat und E503ii, Gelatine.
Kann Spuren von Nüssen und Erdnüssen enthalten. Seit jeher wird bei der Herstellung von Napoli Dragee Keksi auf den Einsatz von Farb- und Konservierungsstoffen verzichtet.

Packungsgröße: 175g (bei einem Keksgewicht von etwa 2,7g, ergibt sich eine durchschnittliche Anzahl von 65 Stück  pro Packung)

Keksdealer: In Österreich sind die Manner Produkte in vielen Geschäft erhältlich. Für alle anderen gibt es sie im Online-Shop.

Urteil: 5,0 von 10

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Kekse im Test Neuheiten

Gute Laune dank Ingwer-Glückskeks

Ingwer Glückskekse

Wenn ich Glückskeks höre, denke ich ja sofort an diese chinesischen Weizenkekse mit mehr oder minder glücksversprechenden Botschaften. An Ingwer (der “Geweihförmige“) aber, denke ich zunächst nicht. Und auch auf den zweiten Blick fiele mir bei Ingwer nicht Glück, sondern Wärme, Schärfe oder Wohlbehagen ein. Nicht dass sie sich widersprechen würden, ich würde sie nur einfach nicht zusammenbringen, ohne das man sie mir als Einheit präsentierte.

Gerne aber lasse ich mich eines Besseren belehren, und genau dazu tritt Sonnentor mit der dritten Sorte der von mir getesteten Keksvariationen an: Ingwer Glückskekse!

Die stellen sich als ganz schön scharf heraus, und während mir Schärfe in Schokolade so gar nicht zusagt, kommen mir scharfe Kekse mehr und mehr gelegen. Gerade in Verbindung mit sahnigem Milchcafé oder Heißer Schokolade. Ein bißchen süß sind die Glückskekse natürlich auch, aber vorherrschend ist der namensgebende Ingwer. Darüber hinaus entsprechen die Kekse der Erwartung, die durch die beiden anderen an dieser Stelle bereits verkosteten Sorten geweckt worden war.

Gute Laune Kekse

Die vierte Sorte verspricht Gute Laune satt und fährt zu diesem Ziel jede Menge Nelken, Ceylon-Zimt und Muskat auf. Muskat, den ich an meinem Kartoffelpüree liebe, in Kekse zu packen, finde ich eine gute Idee. Überhaupt mag ich die Würze dieser Kekse, tatsächlich schmeckt man die einzeln heraus. Und ich mag die Größe dieser Sorte, denn Gute Laune- Herzen sind mit der kleinsten Ausstechform im Hause Sonnentor geformt, dafür etwas dicker geraten. Umso mehr schade, dass gerade sie arg trocken geraten sind.

Müsste ich also einen Favoriten nennen, würden somit die Ingwer-Kekse das Rennen machen! Anregende Lektüre  zum “Kaffee-und-Käuterkeks”, der heute tatsächlich auf dem Balkon statt finden konnte, bietet übrigens das “Buch, gegen das kein Kraut gewachsen ist”, von Stevan Paulsen liebevoll vorgestellt.

Aber zurück zu den Keksen, deren Verzehr mich zwar nicht gänzlich glücklich machte, aber gerade in Kombination mit sonnenbeschienenem Balkon in gute Laune versetzte:

Gute Laune und Ingwer Glückskekse

Name: “Sonnentor Ingwer Glückskekse” und “Sonnentor Guten Laune Kekse”
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Ingwer Glückskeks: Dinkelvollkornmehl kbA 34%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Ingwer kbA 3,1%, Vollei kbA, Honig kbA, Backpulver Reinweinstein
Gute Laune Kekse: Dinkelvollkornmehl kbA 31,0%, Margarine kbA, Rohrohrzucker kbA, Mandelmehl kbA, Muskat kbA, Vollei kbA, Zimt-Ceylon kbA, Backpulver Reinweinstein, Nelken kbA
Bewertung (1-10): 7,5
Pro: Natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe und viele Kräuter machen diese Kekssorten zu einer würzigen Erfahrung ohne schlechtem Gewissen ob Süßigkeitenverzehr auch nur den Hauch einer Chance zu lassen. Runder im Geschmack sind die Ingwer-Glückskekse, interessanter die Gute Laune Kekse.
Contra: Abzüge hier leider in der B-Note. Die Trockenheit der Kekse führt aber immerhin dazu, dass man nicht mehr als 3 auf einmal isst. Durch die Optik von selbst gebackenen Keksen, kann man die Plätzchen bei Bedarf leicht als tatsächlich selbst gebackenes Produkt ausgeben.

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Kekse im Test Neuheiten

Sonnentor – Bio Kekse aus Österreich

Sonnentor - Alles Liebe Kekse

Schon damals, als ich noch zur Schule ging, 19hundertirgendwann, gehörten Kekse zu meinen Leibgerichten. Neben Cordon Bleu und Lasagne übrigens.  Meine Eltern lebten so alternativ wie irgend möglich, und das bedeutete nicht nur, dass meine Kekse selbst gebacken, der Joghurt selbst gemacht, sondern natürlich auch, dass meine Schulhefte nicht durch glänzende Plastikumschläge, sondern durch Recyclingpapier geschützt wurden.

Warum ich das erzähle? Weil mich die Sonnentor-Kekse, die sich heute auf meinem Teller zusammen fanden, binnen Minuten in diese Zeit zurück beamten. Schlichte Mürbeteig-Kekse, die wie selbst gebacken daher kommen: Nicht einer gleicht dem anderen. So ist der eine ein wenig dunkler geraten, dem anderen fehlt ein Stückchen. Und die so biologisch wertvoll schmecken, wie es damals nur die tatsächlich selbst gebackenen taten, während die kaufbaren Markenprodukte – chemisch süß und perfekt dekoriert – (leider) unerreichbar blieben.

Sonnentor - Schutzengel Kekse auf Nutellabrot

Die Schutzengelkekse beinhalten laut Packungsangaben Blütenpollen, Rosenblüten, Sonnenblumenblätter gar und Korn- und Ringelblumen. Leider schmeckt man diese weder, noch fallen sie optisch ins Gewicht. Stattdessen finden sich in der Tüte mürb-würzige Keks- Flügel, die sich wunderbar in Milchkaffee tunken lassen oder aber, das war meine erste Idee, mit einem noch warmen Nutellatoast ergänzen lassen.  Denn Zimt, Ingwer und Nelken der Kekse passen für mich ideal zu warmem, cremigen Speisen. In der Kombination stellen die Dinkelvollkornkekse so einen leckeren Wintersnack dar!

Die mit rosa Streifen glasierten Herzen der Alles Liebe Kekse sind weitaus lieblicher im Geschmack und süßer. Auch hier bleiben die Erd- und Himbeerstückchen leider im Verborgenen. Durch die Farbakzente der Glasur und die fruchtigen Bestandteile bieten auch diese Kekse ein durchaus angenehmes Geschmackserlebnis. Ich empfehle dazu ein Glas frische Milch, kalt oder warm, mit Kakao, Honig oder ohne, oder einen milden Tee.

Was bleibt, ist das Gefühl etwas Gutes gegessen zu haben, kaum möchte man von Süßware sprechen.  Und genau damit reihen sich diese beiden Kekssorten in die Sonnentor-Produktpalette ein,  zu der unter anderem auch feine Tees und Gewürzmischungen zählen. Um Gesundheit geht es, um Nachhaltigkeit und Authentizität.


Sonnentor - Kekse zum Lieben und Fliegen

Name: “Sonnentor Alles Liebe Kekse – Weizenmehlkekse” und “Sonnentor Schutzengel Kekse – Dinkelvollkornkekse”
Keksdealer: online oder im Bioladen
Packungsgröße: 125g
Preis: 3,35 EUR (im Online-Shop von Sonnentor)
Zutaten: Alles Liebe: Weizenmehl* 45%, Margarine*, Rohrzucler*, Staubzucker*, Mandelmehl*, Vollei*, Rote Beete*,rosa Pfeffer*, Backpulver Reinweinstein, Bio-Aroma Erdbeere*, Zitronenöl*, Eiweißpulver*, Rosenblüten*, Erdbeerstücke*, Koriander*, Bourbon Vanille*, Himbeerstücke*
Schutzengel: Dinkelvollkornmehl* 46,7%, Margarine*, Rohrzucker*, Haselnüsse*, Honig*, Piment*, Vollei*, Rübenzucker*, Blütenpollen* 5%, Backpulver Reinweinstein, Rosenblüten*, Sonnenblumenblätter*, Ringelblumen*, Kornblumen*, Zimt-Cassia*, Nelken*, Ingwer*, nat. Bio Vanille Aroma mit Bourbon-Extrakt*.
* = aus kontrolliert biologischem Anbau
Bewertung (1-10): 6,5
Pro: Ehrliche Kekse ohne Schnickschnack, die nicht vorgeben etwas anderes zu sein als sie sind, bei denen man ihre Zubereitung mit Vollkornmehl sieht und schmeckt. Außerdem durchweg natürliche Zutaten, keine Konservierungsstoffe, kaum Aromastoffe und trotzdem viel Würze. Plus eine geradezu nostalgische Anmut.
Contra: Ja, die Zutatenlisten lesen sich toll, nur leider schmeckt man von all den Köstlichkeiten viel zu wenig. Stattdessen herrscht eine gewisse Trockenheit vor, die mich dazu brachte, die Kekse auf mein Nutellatoast zu drapieren.