Wunsch-Keksdose

Von , 21. Dezember 2009, 2 Kommentare

Honigkuchen Irgendwie kam die hauseigene Weihnachtsbäckerei nicht so richtig in Gang dieses Jahr, woran auch immer das lag. Was aber prima klappte, war das Stöbern in anderen Foodblogs und das Bookmarken leckerster Rezepte. Und so gibt es an dieser Stelle heute meine virtuelle Wunsch-Keksdose, auch weil Listen wohl mal wieder en vogue (noch eine zum Thema Keks) sind.
Da ich bis auf eine Ausnahme keins der folgenden Rezepte tatsächlich nachgebacken habe, erfolgte meine Auswahl zu großen Teilen aufgrund der verführerischen Fotos und meiner Ahnung davon, wie sich die Summe der angegeben Zutaten letztendlich geschmacklich macht.

  1. Stained Glass Window Cookies – zimtige Verführung mit bunten Fensterchen aus Chele’s chocolatepot!
  2. Schwarz-Grün-Gebäck aus dem Hause Deichrunner, weil ich den Geschmach und die Optik von leider zu seltenen Pistazien liebe
  3. Lavender Shortbread von Jen aus London. Shortbread geht immer und schmeckbarer Lavendel? Das muss ich probieren.
  4. Chocolate-Espresso Snowcaps – Cookies, „lieke little snow coveres mountains, ich bitte euch, wer wollte da widerstehen?!
  5. Agnesia-Plätzchen, einfach und gut: Rezepte mit wenigen prägnanten Zutaten, wie in diesem Falle Hagebuttemark dürften nicht nur Jessie, sondern auch mir schmecken :-)
  6. Mohn-Orangen-Plantain-Plätzchen der Hedonistin. Hier kann ich zwar nichteinmal den Namen ausprechen, geschweige denn buchstabieren, aber das sind die einzigen Plätzchen, die ich nicht nur ausgesucht, sondern auch tatsächlich nachgebacken habe. Mit großem Erfolg!
  7. Rosmarin-Heidesand von Meat&Greet, weil ich diesen einfachen Mürbeteig-Heidesand-Butterplätzchen eigentlich so rein gar nichts abgewinnen kann, aber noch 2 Gläser handgepflückten Rosmarin aus der Provence rumstehen habe, und das die Chance für Heidesand sein könnte. Immerhin gibt es den ja auch mit Schokolade!
  8. Bärentatzen aus Ruby’s Küche. Weil die auch zum alljährlichen Repertoire meiner  Oma gehörten, zusammen mit Springerle übrigens, die seit diesem Jahr leider nicht mehr backen kann.
  9. Schokoladenkipferl – das ich dan icht selbst drauf gekommen bin! Statt der altbekannten und von vielen außer mir ja auch heißgeliebten Variante einfach eine schokoladige Version zu backen! Danke Petra!
  10. Karamellisierte Haferflockenknusperchen aus dem Kleinen Kuriositätenladen, die so raffiniert wie schlicht daherkommen. Karamellisiert! Haferflocken! Und ich würde Schokostücken mit reintun und Cranberries. Na gut, da wäre es dann vorbei mit schlicht.

(Sollte ich also nächstes Jahr beim Keks-Geisel-Austausch mitmachen, meine Wunschliste hätte ich hiermit schonmal eingereicht…)

Weihnachtskekse, sortiert

Gerade als wir also schon fürchteten, dass der 4. Advent ohne Weihnachtsplätzchen an uns vorübergehen würde, erbarmte sich Paula unser mit einer gehörigen Portion liebevollst dekorierter, weihnachtlicher Backkunst, inklusive Honig- und Lebkuchen! Herzlichen Dank an dieser Stelle! ( Und wer noch Weihnachtsrezepte sucht,. bediene sich.)

Rittersportliche Enttäuschung: Spekulatius

Von , 18. Dezember 2009, 6 Kommentare

Rittersport Spekulatius

Ich weiß nicht, warum ich dieser Sorte erst jetzt habhaft wurde. Frau Shopping schaffte dies bereits im September! Aber ich muss gestehen, ich wusste bis dato nichts von ihrer Existenz (also weder der Sorte noch des Blogs der eben erwähnten Dame). Aber bei einem Spurt durch die erste Drogerie, die am Wege lag,  griff ich zu. Ich meine, Spekulatius und Schokolade!

Die ersten Stücke waren, obwohl schwierig abzubrechen, schnell verspeist. Nochmal nachgegriffen, ob denn der erste Eindruck sich bestätigen ließ, und tatsächlich, leider, ja. Da ist viel Keks drin, keine Frage, es krümelt ordentlich und man schmeckt auch Spekulatius. Aber noch mehr schmeckt man geschmacksverstärkte Gewürzcreme, als ob die Gewürze statt im Spekulatius schmeckbar, doppelt und dreifach um den Spekulatius herumgespachtelt wurden.

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

So halte ich es wie der Autor von „Allem Anfang„: „Alles in allem bin ich jedenfalls mit einem Tütchen handgemachter Butter- oder Mandelspekulatius vom Bäcker und einer Tafel Vollmilchschokolade deutlich besser bedient.“


NameRittersport Spekulatius
Firma:  Rittersport
Preis:  95 Cent

Einkaufsort:  Drospa
Packungsgröße:  100 g
Inhaltsstoffe:  Zucker, pflanzliches Fett, Kakaobutter, Kakaomasse (8,9%), Weizenmehl, Sahnepulver (8,2%), Magermilchpulver, Milchzucker, Süßmolkenpulver, Butter, Butterreinfett, Emulgator: Lecithine (Soja), Weizenstärke, Gewürze (0,3%), Glukose-Fruktose-Sirup, Zimt-Extrakt, natürliches Aroma, Salz, Maltodextrin, natürliches Zimtaroma
Bewertung (1-10):  7
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die Originalität der keks-Sorte: Butterkeks war gestern, stattedessen Spekulatius, also Keks mit Geschmack in Schokolade! Auch die weihnachtliche Note fand ich gut, und natürlich die Optik im Querschnitt.
Contra:  Der Spekulatius wird von zu viel Creme erdrückt und kommt nicht zur Geltung. Daher ist die Schokolade vom Gesamteindruck geschmacklich nicht überzeugend und auch nicht ausreichend keksig! Wirkte  im Gegenteil sogar überladen und speckig.

Zen und die Kunst der Mohnschnecke

Von , 13. Dezember 2009, 4 Kommentare

Mohnschnecken (2)

Wikipedia kennt allein 34 Sorten Mohn (Papaver), ich liebe sie alle! Diese Liebe aber kam nicht von ungefähr, sondern verdanke ich meiner Mutter, die im Frühsommer für Klatschmohn schwärmte, in unserem Garten Schlafmohn züchtete und in den Wintermonaten sonntäglich Mohnzopf buk. So jedenfalls raunte es mir heute mein Gedächtnis zu, als ich noch nicht ganz wach, aber schon ausreichend hungrig im Bette weilte. Ein Traum von Mohnschnecken zum Sonntagskaffee machte sich breit….

Und das Glück war auf meiner Seite: Je ein halbes Hefepäckchen (~20 gr) und ein halbes Päckchen Mohnback (~150 gr) harrten im Kühlschrank noch der Dinge. Also flux einen süßen Hefeteig angesetzt, aus

  • 400 gr Mehl (wie immer halb Vollkorn, halb weisses)
  • 30 gr Zucker
  • 40 gr Butter
  • einer Prise Salz
  • ca 250 ml lauwarmer Milch
  • 20 gr Hefe

In der halben Stunde, die der Teig auf der Heizung verbrachte, hatte ich Zeit den ersten Kaffee zu trinken und mir den Schlaf aus den Augen zu reiben.  Dann ging es an die Füllung:

  • 150 gr Mohnback (ja, ja, ich weiss ja, frischgemahlen ist ne andere Liga!)
  • 80 gr gehackte Mandeln ( sorgen für etwas Biss)
  • ein paar Spritzer Zitronensaft (guter Ansatz, aber zu schüchtern)
  • 4 EL Milch
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Banane (entpuppte sich als ungute Spontan-Idee, säuerliche Birne wäre besser gewesen)

Mohnschnecken (1)

Die daraus gerührte Masse auf den möglist dünn ausgewellten Teig streichen, diesen längs (!) zu einer Rolle formen und diese in gleichmäßgie Scheiben schneiden. Vorsichtig aufs Blech gesetzt sind die rohen Mohnschneckchen schon fertig.  Ich habe sie noch liebevoll mit einem zerklemperten Ei bestrichen und in Form gedrückt, bevor sie für 20 Minuten bei 180° Grad in den Ofen wanderten. Und pünktlich zum Frühstück wurden wir mit verführerischem Duft belohnt!

Na, welches Schneckerl darf es sein?
Das Schlimme an so einem intensiv duftenden Blech leckerster Backstücke ist heute, dass meine Mutter viel zu weit weg weilt um mit mir zu teilen.
Und das ist eure Chance! Ich suche hiermit nach Mohn-
Leckermäulchen, die gerne in eine der, durch die Zugabe der Banane leider etwas zu süß geratenen, Mohnschnecken beißen möchten und sich über ein Mohnschneckenpäckchen freuen. (Bitte in den Kommentaren melden)

Mohn im Zen

Ehre wem Ehre gebührt: Biskrem Duo!

Von , 8. Dezember 2009, 3 Kommentare
Dreigestirn am Kekshimmel

Dreigestirn am Kekshimme: Biskrem Duo

Die Zeit meiner Diplomarbeit war geprägt von hoher nervlicher Anspannung und langen Abenden am heimatlichen Laptop. Mehrere Tafeln Schokolade und etliche Kekspackungen fanden ihr krümelndes Ende an meinem Schreibtisch. Und oft genug mussten es Biskrem Duo sein.

Ich weiss nicht, ob Biskrem Duo auch außerhalb von Berlin bekannt sind? Hier jedenfalls sind sie fester Bestandteil nicht des Supermarkt-, wohl aber des Spätkaufssortiment. So dass diese Versuchung sich nie längerfristig in meinem Haushalt einnisten konnte. Und so dass zu einem vollständigen Biskrem Duo Genuss der Spaziergang zum nächsten Spätkauf samt Schnack mit dem Lieblingsverkäufer – man kennt sich –  mit dazu gehört.

Heute inszeniere ich mein Biskrem Revival, genieße, was Optik und Duft beim öffnen der „Keksrolle“ versprechen. Und halten.

Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch

Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch

Biskrem Duo sind bei Weitem nicht die einzigen, mit Abstand aber die besten Kekse aus dem Hause Ülker. Übrigens einem der erfolgreichsten und in Deutschland präsentesten türkischen Marken. Nicht einmal mir war klar, wie groß mittlerweile die Vielfalt der Ülker’schen Produktpalette gediehen ist, da findet sich von Cornflakes über Limonade bis hin zu Duschgel wirklich fast alles. Aber begonnen hat 1944 es mit Keksen!

Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme

Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme

Name: Biskrem Duo
Firma: Ülker
Preis: 80 Cent

Einkaufsort: Spätkauf
Packungsgröße: 130 g oder 14 Kekse
Inhaltsstoffe: Weizenmehl, Kakaocreme 30% (Zucker, Pflanzenfett, Kakaopulver (9,7%), Haselnüsse, Emulgator (Soyalezitin), Salz, naturidentisches Aroma, künstliches Aroma (Ethylvanillin), Pflanzenfett, Zucker, Kakaopulver, Eier, Salz, Backtriebmittel (Natriumbicarbonat), naturidentische Aromastoffe
Bewertung (1-10): Klare 7,5
Pro: Die Packungsgröße ist ideal, weil man sie notfalls auch alleine leeren kann, ohne hernach vor schlechtem Gewissen in die Knie zu gehen. Die Keksgröße ist gut, weil der Keks so mit 2 Happen verspeist ist und die Fülle-Keks-Mischung sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Biss im richtigen Verhältnis steht.
Contra: Der Keks strotzt vor künstlichen Aromastoffen und Zucker und Fett sind bestimmt auch nicht nur in Spuren vorhanden. Es ist ein Industriekeks und ja, das schmeckt man.

Jungs zum Anbeißen…

Von , 6. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

Nachdem ich neulich von Anne höchst persönlich zum Plätzchen geschlagen worden war, mussten bald Taten folgen, die dem gerecht werden sollten. „Sterne waren gestern, Jungs zum Anbeißen“ war meine Devise für den gestrigen Abend. Herausgekommen ist eine Vielzahl an gut schmeckenden, dreidimensionalen, mehr oder minder gleichförmigen Zimtjungs, die es verdient haben vernascht zu werden. Flankiert werden sie geschmacklich noch von kleinen, knusprigen Vanillehörnchen und phantasievoll geformten Butterplätzchen.

Aber erst einmal der Reihe nach: Der Abend begann mit einem Reigen der Ingredienzien.

P1130915Der Aussage „eine gute Vorbereitung ist das halbe Gelingen“ ist an der Stelle nichts mehr hinzuzufügen. Zum Warm-up nahm ich mir gleich die Vanillehörnchen vor, landläufig auch unter dem Synonym Vanillekipferl bekannt. Das Rezept und die Herstellung gestalteten sich einfacher als gedacht. Gleich zum Mitnotieren: 200 gr. Mehl, 100 gr. Zucker, 125 gr. Butter, 1 TL Backin, 100 gr. gemahlene Mandeln, 1 Päckchen Bourbon Vanille, 1 Ei; bei 180 Grad für 10 min in den Ofen. (Reicht für 4 Bleche).

Und das Formen der Hörnchen erinnerte sogleich an die letzte Pastaproduktion. Der Nachher-Vorher-Blick dokumentiert die Folgen der Wärmeentwicklung!

Nachher

Nachher

Vorher

Vorher

Nach dem ersten Erfolgserlebnis im höheren Schwierigkeitsgrad war ich bereit für eine kleine Relaxrunde: Butterplätzchen. Rezept: 150 gr. Mehl, 50 gr. Zucker, 100 gr. Butter / Margarine, 1 TL Backin; bei 180 Grad für ca. 10 min. in den Ofen.

Butterplätzchen porös

Butterplätzchen porös

Leider gestaltete sich der Teig als sehr bröselig und schwierig zu handhaben, so dass mehr Phantasieformen als kleine Buttermännchen herhalten mussten.

Davon liess ich mich aber nicht entmutigen: Die Königsklasse des Plätzchenbackens stand mir bevor: ZIMTMÄNNER!!

Zur Sicherheit studierte ich das Rezept zweimal, um mir hier keinen Fehler zu leisten. Und tatsächlich, es klappte alles.

Das Ausstechen beginnt!

das Ausstechen beginnt!

Rezept:

3 Eiweiß,
250 gr. Puderzucker,
1 Päckchen Vanillin,
3 Tropfen Rumaroma,
1 TL Zimt,
400 gr. gemahlene Mandeln;

Ausgestochene Jungs

Ausgestochene Jungs

Eiweiß steif schlagen, 3 EL herausnehmen für das Bestreichen der Plätzchen; danach die Zutaten mit dem Rührgerät auf unterster Stufe einrühren, aber erstmal nur die Hälfte der Mandeln, bis eine klebrige Masse entsteht; dann erst die restlichen Mandeln a mano einkneten bis ein weicher Teig entsteht.

Eins, zwei, drei und knusper!

Eins, zwei, drei und knusper!

Schnell sind die ersten Zimtmänner ausgestochen und wandern in die wohlverdiente Wärme des Ofens. Und nach 25 Minuten bei nur 140 Grad durfte ich schon die ersten knusprigen Figuren zum Abkühlen und dann doch zum ersten Naschen aus dem Ofen befördern. Geschmacklich sehr lecker und weiterzuempfehlen. Den Teig sollte ich aber beim nächsten Mal nicht all zu flach ausrollen, damit die Jungs noch höher und damit noch saftiger im Inneren werden.

Alles in allem ein gelungener Backabend, der Lust auf mehr macht.

Kekszähne und Mädchenkarten

Von , 4. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

Du bist zum Anbeißen

An einer Postkarte darf, im Gegensatz zu einer Briefmarke, auch mal eine Ecke fehlen. Auf einer Postkarte muss hinten gar nichts draufstehen. Eine Postkarte darf ruhig auch mal pure Werbung sein. Wenn sie mich lächeln macht.

Diese angebissene  Leibniz’sche Werbepostkarte erwischte mich vor einigen Tagen mit verdammt schlechter Laune und schaffte es trotzdem (Kann man die irgendwo erwerben?). Und ja, ich liebe Butterkekse. „Einfach so“, auf’s Butterbrot, zum Apfel, zum Kaffee, mit Schokoladenüberzug (dann aber lieber Vollmilch als Zartbitter), mit vollem Korn statt weißem Mehl, sogar den „neumodischen“ Landkeks und natürlich als Käsekuchenboden.

Diese Dissertation von Reiner Meyer zeigt auf, welch beeindruckende Tradition die keksige Postkarte im Hause Bahlsen-Leibniz führt. Eine ganz besondere, weil liebevollst gezeichnete, Keks-Klappkarte mit Keksmädchen gibt es übrigens bei StiftundPapier.

Anzac Biscuits mit Mandel statt Kokos

Von , 1. Dezember 2009, Noch keine Kommentare
Australische Anzac Biscuits

Australische Anzac Biscuits

Die große Lust am Backen hält mich vom Testen neuer Fremdprodukte ab. Aber hej, es ist schließlich Advent und das Backmaterial lauert einem hinterlistigst in jedem Supermarkt auf.

Heute also Down-Under! Von Anzac Biscuits hatte ich bis vorhin noch nie gehört, probiert werden mussten sie. Und dafür wurde kräftig am Rezept geschraubt:  Statt Kokosraspel wurden die verfügbaren Mandelbestände geplündert, denn Kokos verzeihe ich fast nur in Pina Colada. Statt Butter gabs Margarine, statt Zuckerrübensirup griff ich zu Löwenzahnsirup und Zimt und Schokoglasur sind dem Advent geschuldet. Das machte sich geschmacklich und von der Konsistenz her super!

Die Zutatenliste lautete damit wie folgt:

125 g Mehl
60 g Zucker
100 g Haferflocken
1TL Zimt
50 g Mandelplättchen
50 g gehackte Mandeln
125 g Margarine
75 g Löwenzahnsirup
1 TL Natron
2 EL Wasser
Schokoglasur nach Belieben

Mehl bis Mandeln in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sirup unter leichter Hitze schmelzen, Natron in Wasser auflösen. Dann den Backofen auf 180°Grad vorheizen.

Jetzt nur noch alle Zutaten gut vermengen (mittels Löffel, es wird ein ziemlich fester Teig). Dann in ausreichend Abstand kleine Teighäufchen aufs Backblech setzen und für 10-15 Minuten hellbraun backen.

Ich habe die Kekse hernach noch halbseitig in Schokoladenglasur getaucht. Das sieht nicht nur schick aus, das schmeckt auch so :-)

Bissfertige Anzac Biscuits

Kleiner Selbsttest?

Von , 30. November 2009, Noch keine Kommentare

Bestanden! Ja, ich kann noch Kekse backen.
Püntklich zum Ersten Advent gab’s gestern Schoko-Cookies und eine Eigen-Kreation auf Shortbread-Basis, aber mit Extra Schokolade und Weihnachtsgewürz.

Advent09

Mit das Schönste am selber Backen ist ja der Duft, der die ganze Wohnung dabei durchzieht. Und der ist natürlich umso weihnachtlicher, umso Gewürz.
Also habe ich zusätzlich zu:

250 gr Mehl (2/3 Weizen, 1/3 Dinkel)

150 gr Butter-Margarine-Gemisch (alles was der Kühlschrank an Fett noch barg, möglichst kalt)

75 gr Zucker ( leider nur weisser, besser wird’s mit Teilen braunen Zuckers)

1 Prise Salz

folgende der Experimentierlust geschuldeten Anteile dazugefügt:

1 TL Zimt

1 TL asiatisches Teegewürz (Geheimtipp aus dem Asialaden, mit Anis, Kardamom, Ingwer und Zimt)

1 Handvoll zerkrümelter Amarettini

1 Balken Blockschokolade (kekskompatibel zerkleinert)

Alles zu einem festen Mürbeteig zusammenkneten, in Frischhaltefolie packen und möglichst lange kühl stellen (bei mir einen Adventsspaziergang lang, also 3-4 Stunden). Dann mit gemehlten Händen zu Teigwürsten formen, 4 cm Durchmesser, und mit einem scharfen Messer Scheiben schneiden. Diese auf einem Backblech für 10-15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen und der Mitbewohner wusste noch vor Betreten der Küche, dass Weihnachten gar nicht mehr so fern ist…

Knusprigen  Advent euch!

Nein, alle Kekse test‘ ich nicht

Von , 27. November 2009, 1 Kommentar

Den besten Beweis dafür, dass Fettgehalt allein noch keinen Geschmack macht, liefern Diätsüssigkeiten. Diese unsäglich ungesunden, doppelt fetten, dreifach teuren und lieblos verpackten Schokoladen- und Keks-Imitate auf Natren-Basis werde ich also nie testen, seid gewiss. Eine Kindheit lang waren sie mein jämmerlicher Ersatz zu Geburts- und Feiertagen und schon damals konnte mir kein Arzt glaubhaft machen, warum ich zur ungesünderen, teureren und geschmacklosen Alternative greifen sollte.

Aber endlich, endlich sagt mal jemand was. In aller Deutlichkeit und mit der nötigen Autorität oder doch zumindest Seriosität hat sich die Verbraucherzentrale Hamburg zum Ausruf des hoffentlich „letzten Diät-Weihnachtsmann“ aufgeschwungen, pünktlich zum Advent 2009.
Wider die Überflüssigkeit solcher Produkte gibt es eine black list der Dreistigkeiten zum Download.

Danke wollte ich noch sagen, danke Hamburg.

Toskanische Cantucci

Von , 25. November 2009, 4 Kommentare

Die Sache mit dem TeigIch mag gar keine Cantucci.
Am wenigstens die Halbgaren, die ganz Harten aber auch nicht. Aber Kekse backen mag ich, sehr sogar, und Kekse verschenken fast genauso sehr.

Beim Cantucci-Test stand also fest, dass gebacken werden würde.  Da wusste ich allerdings noch nichts von der Beschaffenheit des Teiges dieser beim Verzehr so mürben bis harten Keksen.

Die Zutatenliste ist angenehm kurz und darf je nach Geschmack auch variieren – ob nun Mandeln und/oder Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien.  Oder ganz andere Nüsse. Oder Rosinen. Und Chocoholics dürfen natürlich Teile der oder alle Nüsse mit  Schokostücken ersetzen.

Nach meinem Rezept sind  folgende Zutaten Pflicht und miteinander zu verrühren:

2 Teelöffel Backpulver
200g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb

Außerdem gilt es:

3 Eiweiß
mit einer Prise Salz steif zu schlagen und löffelweise unter die Eigelbmasse rühren.

Gezähmte Cantucci...Erst dann 400 g Mehl mit Knethaken unterkneten. Auch wenn es euch in den Fingern juckt, versucht ebenjene vom und vor allem aus dem Teig fernzuhalten (siehe Bild 1).

In diese Masse werden insgesamt 200g der fakultativen Zutaten gerührt. In meinem und im klassischen Fall sind das Mandeln, zur Hälfte mit der braunen Haut, zur Hälfte ohne.

Weil ich gerade so auf Zimt stehe, gabs noch einen halben Teelöffel Zimt dazu, der muss aber natürlich auch nicht zwingen und ist im klassischen Rezept nicht vorgesehen. Ich aber liebe Zimt und rühre ihn zur Zeit in so ziemlich jedes Essen, bis hin zum Kartoffelbrei. Genauso denkbar wären alle anderen weihnachtlichen Gewürze wie Anis, Kardamom, Vanille oder gar Ingwer?

Sind erstmal alle Zutaten im Teig kommt der angenehme Teil des Backevents: Aus dem Teig sind Rollen zu formen mit etwa 3 cm Durchmesser und mit ausreichend Abstand  auf ein Backblech mit Backpapier  zu legen. Der Trick bei den Dingern ist ja das doppelte Backen.  Der erste Durchgang läuft bei 180°C ca 35 Minuten und dann muss man die Gunst der Stunde nutzen, und die noch heißen Teigwürste in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

...in Reih' und BlechDiese Scheibchen dann lose (und wirr) zurück aufs Backblech legen und zur zweiten Runde zurück in den Ofen. Es reichen wenige Minuten, die Cantuccis auszuhärten, über 5 sind sie meist schon schwarz, also Obacht!

Und ja, die Selbstgebackenen schmecken auch mir und werden dank des Mitbewohners schneller weg sein, als der 1. Advent da :-)

PS: Gretchens wundervoll pragmatisches HowTo für alle, die sich immer noch nicht loszulegen trauen!