Nein, alle Kekse test‘ ich nicht

Von , 27. November 2009, 1 Kommentar

Den besten Beweis dafür, dass Fettgehalt allein noch keinen Geschmack macht, liefern Diätsüssigkeiten. Diese unsäglich ungesunden, doppelt fetten, dreifach teuren und lieblos verpackten Schokoladen- und Keks-Imitate auf Natren-Basis werde ich also nie testen, seid gewiss. Eine Kindheit lang waren sie mein jämmerlicher Ersatz zu Geburts- und Feiertagen und schon damals konnte mir kein Arzt glaubhaft machen, warum ich zur ungesünderen, teureren und geschmacklosen Alternative greifen sollte.

Aber endlich, endlich sagt mal jemand was. In aller Deutlichkeit und mit der nötigen Autorität oder doch zumindest Seriosität hat sich die Verbraucherzentrale Hamburg zum Ausruf des hoffentlich „letzten Diät-Weihnachtsmann“ aufgeschwungen, pünktlich zum Advent 2009.
Wider die Überflüssigkeit solcher Produkte gibt es eine black list der Dreistigkeiten zum Download.

Danke wollte ich noch sagen, danke Hamburg.

Toskanische Cantucci

Von , 25. November 2009, 4 Kommentare

Die Sache mit dem TeigIch mag gar keine Cantucci.
Am wenigstens die Halbgaren, die ganz Harten aber auch nicht. Aber Kekse backen mag ich, sehr sogar, und Kekse verschenken fast genauso sehr.

Beim Cantucci-Test stand also fest, dass gebacken werden würde.  Da wusste ich allerdings noch nichts von der Beschaffenheit des Teiges dieser beim Verzehr so mürben bis harten Keksen.

Die Zutatenliste ist angenehm kurz und darf je nach Geschmack auch variieren – ob nun Mandeln und/oder Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien.  Oder ganz andere Nüsse. Oder Rosinen. Und Chocoholics dürfen natürlich Teile der oder alle Nüsse mit  Schokostücken ersetzen.

Nach meinem Rezept sind  folgende Zutaten Pflicht und miteinander zu verrühren:

2 Teelöffel Backpulver
200g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb

Außerdem gilt es:

3 Eiweiß
mit einer Prise Salz steif zu schlagen und löffelweise unter die Eigelbmasse rühren.

Gezähmte Cantucci...Erst dann 400 g Mehl mit Knethaken unterkneten. Auch wenn es euch in den Fingern juckt, versucht ebenjene vom und vor allem aus dem Teig fernzuhalten (siehe Bild 1).

In diese Masse werden insgesamt 200g der fakultativen Zutaten gerührt. In meinem und im klassischen Fall sind das Mandeln, zur Hälfte mit der braunen Haut, zur Hälfte ohne.

Weil ich gerade so auf Zimt stehe, gabs noch einen halben Teelöffel Zimt dazu, der muss aber natürlich auch nicht zwingen und ist im klassischen Rezept nicht vorgesehen. Ich aber liebe Zimt und rühre ihn zur Zeit in so ziemlich jedes Essen, bis hin zum Kartoffelbrei. Genauso denkbar wären alle anderen weihnachtlichen Gewürze wie Anis, Kardamom, Vanille oder gar Ingwer?

Sind erstmal alle Zutaten im Teig kommt der angenehme Teil des Backevents: Aus dem Teig sind Rollen zu formen mit etwa 3 cm Durchmesser und mit ausreichend Abstand  auf ein Backblech mit Backpapier  zu legen. Der Trick bei den Dingern ist ja das doppelte Backen.  Der erste Durchgang läuft bei 180°C ca 35 Minuten und dann muss man die Gunst der Stunde nutzen, und die noch heißen Teigwürste in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

...in Reih' und BlechDiese Scheibchen dann lose (und wirr) zurück aufs Backblech legen und zur zweiten Runde zurück in den Ofen. Es reichen wenige Minuten, die Cantuccis auszuhärten, über 5 sind sie meist schon schwarz, also Obacht!

Und ja, die Selbstgebackenen schmecken auch mir und werden dank des Mitbewohners schneller weg sein, als der 1. Advent da :-)

PS: Gretchens wundervoll pragmatisches HowTo für alle, die sich immer noch nicht loszulegen trauen!

Oreo Momente

Von , 22. November 2009, 2 Kommentare

Have a heart, don’t tear them apart

Oreos also, der Kultkeks aus den USA. Unser erstes Testobjekt ist damit alles andere als ein Unbekannter, im Gegenteil äußerst filmerfahren. Wir aßen ihn entgegen aller Tradition zum Kaffee statt zu Milch, wir tunkten nicht, wir genossen pur.

Doppelter Oreo an Sonntagskaffee

Doppelter Oreo an Sonntagskaffee

Seit 1912 gibt es die schon, lese ich, und erinnere mich an den Oreo-Cheese-Cake, den ich unbedingt mal backen wollte. Sollte ich es vor Weihnachten noch schaffen, werde ich hier natürlich berichten. Überhaupt will ich mich dieser amerikanische Back-Art, statt Kuchenboden einfach Kekskrümel zu verwenden, in nächster Zeit ausgiebig widmen. Da tun sich ja ungeahnte Möglichkeiten auf!
Zurück zum Keks, der schmeckte wie er immer schmeckte: lecker! Leider hielt die Optik da nicht ganz mit. Man sah den Keksen an, dass sie in Spanien produziert und verpackt, quer durch Europa transportiert, diverse Male zwischengelagert, waren schließlich von mir gekauft und zum Abschluss ein paar ungemütliche Stunden in meiner Handtasche zubringen mussten. Aber hei, da sind wir tolerant :-)

Für alle, die gerade keinen Oreo zur Hand haben, aber Lust auf einen Oreo-Moment, voilà Oreo an Elefant.

Wer zu spät kommt….

Von , 22. November 2009, 4 Kommentare

Das darf ja wohl nicht wahr sein! Da veranstalten zwei meiner Lieblingskochbloggerinnen ein Event wie für mich gemacht und wir starten dieses Blog 3 Tage zu spät zum Mitmachen!

keksgeiselaustausch

So sei uns der Europäischer „Keks-Geisel-Austausch“ Inspiration und Ansporn. Den glücklichen Teilnehmern wünsche ich große Backfreuden und jede Menge Krümelspaß!

Wir werden die Ergebnisse aufmerksam verfolgen….

Fußball und Kekse

Von , 21. November 2009, Noch keine Kommentare

Gestern sprach Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Pereira mit der Berliner Zeitung über Kekse am Spielfeldrand. Denn bei der südafrikanischen Nationalmannschaft gibt es seit Pereira stets ein Kaffe-und-Kekse-Buffet am Spielfeldrand nach brasilianischer Tradition.   Er betont die unterschätzte Qualitäten von Keksen und Kaffee, wenn es darum geht, ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen: „Jeder, der mag kann zugreifen und dabei andere Spieler treffen.“

Ich finde, es gäbe kaum einen originelleren Patron, kaum ein besseres Motto für das Projekt „Kekse testen“ und verkünde hiermit die Eröffnung der Website! Kommt, greift zu und spielt mit!

Gleich geht’s los

Von , 21. November 2009, 1 Kommentar

Die ersten Kekstüten  stapeln sich in der Küche,  der Magen knurrt,  die Kamera ist aufgeladen, fehlt nur noch der Startschuss und dann geht’s hier mit den ersten Testergebnissen los…

Wir sind mindestens so gespannt wie ihr!