Jungs zum Anbeißen…

Von , 6. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

Nachdem ich neulich von Anne höchst persönlich zum Plätzchen geschlagen worden war, mussten bald Taten folgen, die dem gerecht werden sollten. „Sterne waren gestern, Jungs zum Anbeißen“ war meine Devise für den gestrigen Abend. Herausgekommen ist eine Vielzahl an gut schmeckenden, dreidimensionalen, mehr oder minder gleichförmigen Zimtjungs, die es verdient haben vernascht zu werden. Flankiert werden sie geschmacklich noch von kleinen, knusprigen Vanillehörnchen und phantasievoll geformten Butterplätzchen.

Aber erst einmal der Reihe nach: Der Abend begann mit einem Reigen der Ingredienzien.

P1130915Der Aussage „eine gute Vorbereitung ist das halbe Gelingen“ ist an der Stelle nichts mehr hinzuzufügen. Zum Warm-up nahm ich mir gleich die Vanillehörnchen vor, landläufig auch unter dem Synonym Vanillekipferl bekannt. Das Rezept und die Herstellung gestalteten sich einfacher als gedacht. Gleich zum Mitnotieren: 200 gr. Mehl, 100 gr. Zucker, 125 gr. Butter, 1 TL Backin, 100 gr. gemahlene Mandeln, 1 Päckchen Bourbon Vanille, 1 Ei; bei 180 Grad für 10 min in den Ofen. (Reicht für 4 Bleche).

Und das Formen der Hörnchen erinnerte sogleich an die letzte Pastaproduktion. Der Nachher-Vorher-Blick dokumentiert die Folgen der Wärmeentwicklung!

Nachher

Nachher

Vorher

Vorher

Nach dem ersten Erfolgserlebnis im höheren Schwierigkeitsgrad war ich bereit für eine kleine Relaxrunde: Butterplätzchen. Rezept: 150 gr. Mehl, 50 gr. Zucker, 100 gr. Butter / Margarine, 1 TL Backin; bei 180 Grad für ca. 10 min. in den Ofen.

Butterplätzchen porös

Butterplätzchen porös

Leider gestaltete sich der Teig als sehr bröselig und schwierig zu handhaben, so dass mehr Phantasieformen als kleine Buttermännchen herhalten mussten.

Davon liess ich mich aber nicht entmutigen: Die Königsklasse des Plätzchenbackens stand mir bevor: ZIMTMÄNNER!!

Zur Sicherheit studierte ich das Rezept zweimal, um mir hier keinen Fehler zu leisten. Und tatsächlich, es klappte alles.

Das Ausstechen beginnt!

das Ausstechen beginnt!

Rezept:

3 Eiweiß,
250 gr. Puderzucker,
1 Päckchen Vanillin,
3 Tropfen Rumaroma,
1 TL Zimt,
400 gr. gemahlene Mandeln;

Ausgestochene Jungs

Ausgestochene Jungs

Eiweiß steif schlagen, 3 EL herausnehmen für das Bestreichen der Plätzchen; danach die Zutaten mit dem Rührgerät auf unterster Stufe einrühren, aber erstmal nur die Hälfte der Mandeln, bis eine klebrige Masse entsteht; dann erst die restlichen Mandeln a mano einkneten bis ein weicher Teig entsteht.

Eins, zwei, drei und knusper!

Eins, zwei, drei und knusper!

Schnell sind die ersten Zimtmänner ausgestochen und wandern in die wohlverdiente Wärme des Ofens. Und nach 25 Minuten bei nur 140 Grad durfte ich schon die ersten knusprigen Figuren zum Abkühlen und dann doch zum ersten Naschen aus dem Ofen befördern. Geschmacklich sehr lecker und weiterzuempfehlen. Den Teig sollte ich aber beim nächsten Mal nicht all zu flach ausrollen, damit die Jungs noch höher und damit noch saftiger im Inneren werden.

Alles in allem ein gelungener Backabend, der Lust auf mehr macht.

Kekszähne und Mädchenkarten

Von , 4. Dezember 2009, Noch keine Kommentare

Du bist zum Anbeißen

An einer Postkarte darf, im Gegensatz zu einer Briefmarke, auch mal eine Ecke fehlen. Auf einer Postkarte muss hinten gar nichts draufstehen. Eine Postkarte darf ruhig auch mal pure Werbung sein. Wenn sie mich lächeln macht.

Diese angebissene  Leibniz’sche Werbepostkarte erwischte mich vor einigen Tagen mit verdammt schlechter Laune und schaffte es trotzdem (Kann man die irgendwo erwerben?). Und ja, ich liebe Butterkekse. „Einfach so“, auf’s Butterbrot, zum Apfel, zum Kaffee, mit Schokoladenüberzug (dann aber lieber Vollmilch als Zartbitter), mit vollem Korn statt weißem Mehl, sogar den „neumodischen“ Landkeks und natürlich als Käsekuchenboden.

Diese Dissertation von Reiner Meyer zeigt auf, welch beeindruckende Tradition die keksige Postkarte im Hause Bahlsen-Leibniz führt. Eine ganz besondere, weil liebevollst gezeichnete, Keks-Klappkarte mit Keksmädchen gibt es übrigens bei StiftundPapier.

Anzac Biscuits mit Mandel statt Kokos

Von , 1. Dezember 2009, Noch keine Kommentare
Australische Anzac Biscuits

Australische Anzac Biscuits

Die große Lust am Backen hält mich vom Testen neuer Fremdprodukte ab. Aber hej, es ist schließlich Advent und das Backmaterial lauert einem hinterlistigst in jedem Supermarkt auf.

Heute also Down-Under! Von Anzac Biscuits hatte ich bis vorhin noch nie gehört, probiert werden mussten sie. Und dafür wurde kräftig am Rezept geschraubt:  Statt Kokosraspel wurden die verfügbaren Mandelbestände geplündert, denn Kokos verzeihe ich fast nur in Pina Colada. Statt Butter gabs Margarine, statt Zuckerrübensirup griff ich zu Löwenzahnsirup und Zimt und Schokoglasur sind dem Advent geschuldet. Das machte sich geschmacklich und von der Konsistenz her super!

Die Zutatenliste lautete damit wie folgt:

125 g Mehl
60 g Zucker
100 g Haferflocken
1TL Zimt
50 g Mandelplättchen
50 g gehackte Mandeln
125 g Margarine
75 g Löwenzahnsirup
1 TL Natron
2 EL Wasser
Schokoglasur nach Belieben

Mehl bis Mandeln in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sirup unter leichter Hitze schmelzen, Natron in Wasser auflösen. Dann den Backofen auf 180°Grad vorheizen.

Jetzt nur noch alle Zutaten gut vermengen (mittels Löffel, es wird ein ziemlich fester Teig). Dann in ausreichend Abstand kleine Teighäufchen aufs Backblech setzen und für 10-15 Minuten hellbraun backen.

Ich habe die Kekse hernach noch halbseitig in Schokoladenglasur getaucht. Das sieht nicht nur schick aus, das schmeckt auch so :-)

Bissfertige Anzac Biscuits

Kleiner Selbsttest?

Von , 30. November 2009, Noch keine Kommentare

Bestanden! Ja, ich kann noch Kekse backen.
Püntklich zum Ersten Advent gab’s gestern Schoko-Cookies und eine Eigen-Kreation auf Shortbread-Basis, aber mit Extra Schokolade und Weihnachtsgewürz.

Advent09

Mit das Schönste am selber Backen ist ja der Duft, der die ganze Wohnung dabei durchzieht. Und der ist natürlich umso weihnachtlicher, umso Gewürz.
Also habe ich zusätzlich zu:

250 gr Mehl (2/3 Weizen, 1/3 Dinkel)

150 gr Butter-Margarine-Gemisch (alles was der Kühlschrank an Fett noch barg, möglichst kalt)

75 gr Zucker ( leider nur weisser, besser wird’s mit Teilen braunen Zuckers)

1 Prise Salz

folgende der Experimentierlust geschuldeten Anteile dazugefügt:

1 TL Zimt

1 TL asiatisches Teegewürz (Geheimtipp aus dem Asialaden, mit Anis, Kardamom, Ingwer und Zimt)

1 Handvoll zerkrümelter Amarettini

1 Balken Blockschokolade (kekskompatibel zerkleinert)

Alles zu einem festen Mürbeteig zusammenkneten, in Frischhaltefolie packen und möglichst lange kühl stellen (bei mir einen Adventsspaziergang lang, also 3-4 Stunden). Dann mit gemehlten Händen zu Teigwürsten formen, 4 cm Durchmesser, und mit einem scharfen Messer Scheiben schneiden. Diese auf einem Backblech für 10-15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen und der Mitbewohner wusste noch vor Betreten der Küche, dass Weihnachten gar nicht mehr so fern ist…

Knusprigen  Advent euch!

Nein, alle Kekse test‘ ich nicht

Von , 27. November 2009, 1 Kommentar

Den besten Beweis dafür, dass Fettgehalt allein noch keinen Geschmack macht, liefern Diätsüssigkeiten. Diese unsäglich ungesunden, doppelt fetten, dreifach teuren und lieblos verpackten Schokoladen- und Keks-Imitate auf Natren-Basis werde ich also nie testen, seid gewiss. Eine Kindheit lang waren sie mein jämmerlicher Ersatz zu Geburts- und Feiertagen und schon damals konnte mir kein Arzt glaubhaft machen, warum ich zur ungesünderen, teureren und geschmacklosen Alternative greifen sollte.

Aber endlich, endlich sagt mal jemand was. In aller Deutlichkeit und mit der nötigen Autorität oder doch zumindest Seriosität hat sich die Verbraucherzentrale Hamburg zum Ausruf des hoffentlich „letzten Diät-Weihnachtsmann“ aufgeschwungen, pünktlich zum Advent 2009.
Wider die Überflüssigkeit solcher Produkte gibt es eine black list der Dreistigkeiten zum Download.

Danke wollte ich noch sagen, danke Hamburg.

Toskanische Cantucci

Von , 25. November 2009, 4 Kommentare

Die Sache mit dem TeigIch mag gar keine Cantucci.
Am wenigstens die Halbgaren, die ganz Harten aber auch nicht. Aber Kekse backen mag ich, sehr sogar, und Kekse verschenken fast genauso sehr.

Beim Cantucci-Test stand also fest, dass gebacken werden würde.  Da wusste ich allerdings noch nichts von der Beschaffenheit des Teiges dieser beim Verzehr so mürben bis harten Keksen.

Die Zutatenliste ist angenehm kurz und darf je nach Geschmack auch variieren – ob nun Mandeln und/oder Haselnüsse, Walnüsse oder Pistazien.  Oder ganz andere Nüsse. Oder Rosinen. Und Chocoholics dürfen natürlich Teile der oder alle Nüsse mit  Schokostücken ersetzen.

Nach meinem Rezept sind  folgende Zutaten Pflicht und miteinander zu verrühren:

2 Teelöffel Backpulver
200g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Eigelb

Außerdem gilt es:

3 Eiweiß
mit einer Prise Salz steif zu schlagen und löffelweise unter die Eigelbmasse rühren.

Gezähmte Cantucci...Erst dann 400 g Mehl mit Knethaken unterkneten. Auch wenn es euch in den Fingern juckt, versucht ebenjene vom und vor allem aus dem Teig fernzuhalten (siehe Bild 1).

In diese Masse werden insgesamt 200g der fakultativen Zutaten gerührt. In meinem und im klassischen Fall sind das Mandeln, zur Hälfte mit der braunen Haut, zur Hälfte ohne.

Weil ich gerade so auf Zimt stehe, gabs noch einen halben Teelöffel Zimt dazu, der muss aber natürlich auch nicht zwingen und ist im klassischen Rezept nicht vorgesehen. Ich aber liebe Zimt und rühre ihn zur Zeit in so ziemlich jedes Essen, bis hin zum Kartoffelbrei. Genauso denkbar wären alle anderen weihnachtlichen Gewürze wie Anis, Kardamom, Vanille oder gar Ingwer?

Sind erstmal alle Zutaten im Teig kommt der angenehme Teil des Backevents: Aus dem Teig sind Rollen zu formen mit etwa 3 cm Durchmesser und mit ausreichend Abstand  auf ein Backblech mit Backpapier  zu legen. Der Trick bei den Dingern ist ja das doppelte Backen.  Der erste Durchgang läuft bei 180°C ca 35 Minuten und dann muss man die Gunst der Stunde nutzen, und die noch heißen Teigwürste in 1 cm dicke Scheiben schneiden.

...in Reih' und BlechDiese Scheibchen dann lose (und wirr) zurück aufs Backblech legen und zur zweiten Runde zurück in den Ofen. Es reichen wenige Minuten, die Cantuccis auszuhärten, über 5 sind sie meist schon schwarz, also Obacht!

Und ja, die Selbstgebackenen schmecken auch mir und werden dank des Mitbewohners schneller weg sein, als der 1. Advent da :-)

PS: Gretchens wundervoll pragmatisches HowTo für alle, die sich immer noch nicht loszulegen trauen!

Oreo Momente

Von , 22. November 2009, 2 Kommentare

Have a heart, don’t tear them apart

Oreos also, der Kultkeks aus den USA. Unser erstes Testobjekt ist damit alles andere als ein Unbekannter, im Gegenteil äußerst filmerfahren. Wir aßen ihn entgegen aller Tradition zum Kaffee statt zu Milch, wir tunkten nicht, wir genossen pur.

Doppelter Oreo an Sonntagskaffee

Doppelter Oreo an Sonntagskaffee

Seit 1912 gibt es die schon, lese ich, und erinnere mich an den Oreo-Cheese-Cake, den ich unbedingt mal backen wollte. Sollte ich es vor Weihnachten noch schaffen, werde ich hier natürlich berichten. Überhaupt will ich mich dieser amerikanische Back-Art, statt Kuchenboden einfach Kekskrümel zu verwenden, in nächster Zeit ausgiebig widmen. Da tun sich ja ungeahnte Möglichkeiten auf!
Zurück zum Keks, der schmeckte wie er immer schmeckte: lecker! Leider hielt die Optik da nicht ganz mit. Man sah den Keksen an, dass sie in Spanien produziert und verpackt, quer durch Europa transportiert, diverse Male zwischengelagert, waren schließlich von mir gekauft und zum Abschluss ein paar ungemütliche Stunden in meiner Handtasche zubringen mussten. Aber hei, da sind wir tolerant :-)

Für alle, die gerade keinen Oreo zur Hand haben, aber Lust auf einen Oreo-Moment, voilà Oreo an Elefant.

Wer zu spät kommt….

Von , 22. November 2009, 4 Kommentare

Das darf ja wohl nicht wahr sein! Da veranstalten zwei meiner Lieblingskochbloggerinnen ein Event wie für mich gemacht und wir starten dieses Blog 3 Tage zu spät zum Mitmachen!

keksgeiselaustausch

So sei uns der Europäischer „Keks-Geisel-Austausch“ Inspiration und Ansporn. Den glücklichen Teilnehmern wünsche ich große Backfreuden und jede Menge Krümelspaß!

Wir werden die Ergebnisse aufmerksam verfolgen….

Fußball und Kekse

Von , 21. November 2009, Noch keine Kommentare

Gestern sprach Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Pereira mit der Berliner Zeitung über Kekse am Spielfeldrand. Denn bei der südafrikanischen Nationalmannschaft gibt es seit Pereira stets ein Kaffe-und-Kekse-Buffet am Spielfeldrand nach brasilianischer Tradition.   Er betont die unterschätzte Qualitäten von Keksen und Kaffee, wenn es darum geht, ein Gemeinschaftsgefühl zu schaffen: „Jeder, der mag kann zugreifen und dabei andere Spieler treffen.“

Ich finde, es gäbe kaum einen originelleren Patron, kaum ein besseres Motto für das Projekt „Kekse testen“ und verkünde hiermit die Eröffnung der Website! Kommt, greift zu und spielt mit!

Gleich geht’s los

Von , 21. November 2009, 1 Kommentar

Die ersten Kekstüten  stapeln sich in der Küche,  der Magen knurrt,  die Kamera ist aufgeladen, fehlt nur noch der Startschuss und dann geht’s hier mit den ersten Testergebnissen los…

Wir sind mindestens so gespannt wie ihr!