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Kekse im Test Klassiker

Mini Cookies von Griesson

Griesson Minis - Cookies Classic w/ Penguin

Spontan auf einem wärmenden Tee vorbei gekommen, brachte die Freundin ein Tütchen Mini Cookies mit. Eine gute Idee!

Als “Mürbegebäck-Kekse mit großen Schokoladen Stückchen im Miniformat.” bewirbt der Hersteller sein Werk nicht nur im Internet.  Aus der Tüte befreit, sorgten die Kekslein allerdings erst einmal für heruntergezogene Mundwinkel: zu verstaubt kamen die Cookies daher, kaum sah man die, auf der Packung so deutlich hervorstechenden, Schokoladenstückchen! Der erste Biss versöhnte uns dann etwas, ja, da ist ehrlich viel Schokolade drin, aber ob die 40 %  stimmen? Erstaunlicherweise hält sich die Gesamt-Süße in Grenzen!
Trotzdem, diese Minis sehen nicht nur staubig aus, sie schmecken auch leicht pappig oder doch zumindest alles andere als frisch.

Griesson Minis - Cookies Classic

Positiv aufgefallen ist mir persönlich das Keksformat Mini, das ich gerade bei Cookies oft sehr vermisse. Zuweilen sind die im Handel erhältlichen ja gar mit einem Stück Kuchen vergleichbar! Allerdings kostet das “Spezial-Format” auch extra – 90 statt 59 Cent.

Name: Griesson Chocolate Mountain Cookies Minis mit 40 % Schokolade (Zartbitter)
Keksdealer: Freundin
Preis: 0,90 EUR
Packungsgröße: 125 g
Bewertung (1-10): 3
Inhaltsstoffe: Zucker, Weizenmehl, Kakaomasse, pflanzliches Fett, flüssiges Vollei, Kakaobutter, Magermilchpulver, Glukosesirup, Weizenstärke, Backtriebmittel: Dinatriumdiphosphat und Natriumhydrogencarbonat, Butterreinfett, Salz, Emulgator: Sojalecithine, Aroma, Karamelzuckersirup, Vollmilchpulver, Hühnereiklarpulver. Hinweis für Allergiker: Kann Spuren enthalten von: Nüssen, Mandeln, Erdnuss.
Pro: Schokoladige Kekse im praktischen Mini-Format für unterwegs. Nicht zu süß.
Contra: Angefangen vom wohl zu bröseligen und daher ungeeigneten Teig für Kekse “für unterwegs”, der für staubige Kekse sorgte. Über die nicht wiederverschließbare Tüte – für unterwegs also auch nur bedingt geeignet, scheint das Kekskonzept hier nicht ganz ausgereift. Bin hin zum Geschmack – zwar schokoladig aber alles andere als frischer, knuspriger Mübeteig.

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Kekse im Test Klassiker

“Erst Gaudy”: Cantuccini

Cantuccini

Als ich kurz vor Weihnachten die Schönhauser Allee entlang stolperte, auf der Suche nach letzten Geschenken, fiel mir glücklicherweise trotz der vielen Menschen ein schlichtes Hinweisschild zum neu eröffneten Café “Erst Gaudy” auf. Da es sich nur in wenigen Metern Distanz zum Schild befand, entschloß ich mich zum Spontan-Test!
Hereingestolpert, fiel mein Blick sofort auf die zentrale Theke, auf der es sich Tütchen mit selbstgemachten Keksen neben Croissants gemütlich gemacht hatten. Ansonsten wirkte das Café noch nicht allzu einladend auf mich –  war ich zu sehr in Eile oder war die mangelnde Atmosphäre der anfänglichen Improvistaion und Unsicherheit geschuldet?
Cantuccini noch verpackt

Riesen-Cantuccinis gab es jedenfalls, und Kekse mit Hafer, erinnere ich mich heute dunkel. Und ein Tütchen klassischer Cantuccini nahm ich mit. Es gab zwar auch welche mit Schokolade statt Mandeln, aber da ich sie meinem Cantuccini-liebenden Mitbewohner und nicht chocoholic me mitbringen wollte, griff ich zu den klassischen. Cantuccini gigantesque müßten die ja eigentlich heißen, waren sie doch mindesten dreimal so groß, oder besser so lang, wie die üblichen!
Da Weihnachten mit all seinen Plätzchen, Lebkuchen und Spekulatius vor der Tür stand, freute sich der Mitbewohner zwar sehr, sehr, sehr, die Cantuccini wurder aber ersteinmal in der Speisekammer zwischengelagert.

Heute nachmittag aber war Weihnachten definitiv passé und der Kekshunger des Mitbewohners frisch erwacht, und so durften die Cantuccini aus ihrer Verpackung auf den Keksteller flüchten, um von dort, zuweilen über einen kleinen Umweg durch die Kaffeetasse, verspeist zu werden. Wie konnten wir damit nur so lange gewartet haben?!
Cantuccini

Nicht nur der Mitbewohner und leidenschaftlicher Mittester, nein, auch ich, die ich ja eigentlich gar keine Cantuccinis mag, waren spontan überzeugt, geradezu verliebt und eifrigst am Krümeln!


Name: Cantuccini, selbstgebacken
Keksdealer: Café Erst Gaudy, Gaudystr. 1, 10437 Berlin / Prenzlauer Berg
Preis: ~ 2 EUR

Packungsgröße: 10 Stück
Bewertung (1-10): 9
Pro: Schmeckbar selbst gebacken, mit vielen Mandeln, warneediese Cantuccinis auch nach 4 Wochen unfreiwilliger Zwischenlagerung ein Garant für einen sonntagnachmittäglichen italienischen Moment. Intensiv mandlig auch das Aroma und nicht zu süß, dabei knackig, fast möchte ich sage, krachig, ohne hart zu sein. Ideal auch von der Größe, die sich viel besser zum Tunken eignet als die üblichen Verdächtigen ;-) Preislich dabei vollkommen in Ordnung und charmant, ohne jedes Gehabe serviert.
Contra: Einen Minuspunkt muss ich wegen der mangelnden Café-Atmosphäre geben. Ich wünsche mir sehr, dass sich das möglichst schnell ändert. Montagabends gibt es übrigens Tango.

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Kekse im Test Neuheiten

Rittersportliche Enttäuschung: Spekulatius

Rittersport Spekulatius

Ich weiß nicht, warum ich dieser Sorte erst jetzt habhaft wurde. Frau Shopping schaffte dies bereits im September! Aber ich muss gestehen, ich wusste bis dato nichts von ihrer Existenz (also weder der Sorte noch des Blogs der eben erwähnten Dame). Aber bei einem Spurt durch die erste Drogerie, die am Wege lag,  griff ich zu. Ich meine, Spekulatius und Schokolade!

Die ersten Stücke waren, obwohl schwierig abzubrechen, schnell verspeist. Nochmal nachgegriffen, ob denn der erste Eindruck sich bestätigen ließ, und tatsächlich, leider, ja. Da ist viel Keks drin, keine Frage, es krümelt ordentlich und man schmeckt auch Spekulatius. Aber noch mehr schmeckt man geschmacksverstärkte Gewürzcreme, als ob die Gewürze statt im Spekulatius schmeckbar, doppelt und dreifach um den Spekulatius herumgespachtelt wurden.

Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt
Schokoladenseite: Rittersport Spekulatius im Querschnitt

So halte ich es wie der Autor von “Allem Anfang“: “Alles in allem bin ich jedenfalls mit einem Tütchen handgemachter Butter- oder Mandelspekulatius vom Bäcker und einer Tafel Vollmilchschokolade deutlich besser bedient.”


NameRittersport Spekulatius
Firma:  Rittersport
Preis:  95 Cent

Einkaufsort:  Drospa
Packungsgröße:  100 g
Inhaltsstoffe:  Zucker, pflanzliches Fett, Kakaobutter, Kakaomasse (8,9%), Weizenmehl, Sahnepulver (8,2%), Magermilchpulver, Milchzucker, Süßmolkenpulver, Butter, Butterreinfett, Emulgator: Lecithine (Soja), Weizenstärke, Gewürze (0,3%), Glukose-Fruktose-Sirup, Zimt-Extrakt, natürliches Aroma, Salz, Maltodextrin, natürliches Zimtaroma
Bewertung (1-10):  7
Pro:
Einen Pluspunkt gibt es für die Originalität der keks-Sorte: Butterkeks war gestern, stattedessen Spekulatius, also Keks mit Geschmack in Schokolade! Auch die weihnachtliche Note fand ich gut, und natürlich die Optik im Querschnitt.
Contra:  Der Spekulatius wird von zu viel Creme erdrückt und kommt nicht zur Geltung. Daher ist die Schokolade vom Gesamteindruck geschmacklich nicht überzeugend und auch nicht ausreichend keksig! Wirkte  im Gegenteil sogar überladen und speckig.

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Kekse im Test Klassiker

Ehre wem Ehre gebührt: Biskrem Duo!

Dreigestirn am Kekshimmel
Dreigestirn am Kekshimme: Biskrem Duo

Die Zeit meiner Diplomarbeit war geprägt von hoher nervlicher Anspannung und langen Abenden am heimatlichen Laptop. Mehrere Tafeln Schokolade und etliche Kekspackungen fanden ihr krümelndes Ende an meinem Schreibtisch. Und oft genug mussten es Biskrem Duo sein.

Ich weiss nicht, ob Biskrem Duo auch außerhalb von Berlin bekannt sind? Hier jedenfalls sind sie fester Bestandteil nicht des Supermarkt-, wohl aber des Spätkaufssortiment. So dass diese Versuchung sich nie längerfristig in meinem Haushalt einnisten konnte. Und so dass zu einem vollständigen Biskrem Duo Genuss der Spaziergang zum nächsten Spätkauf samt Schnack mit dem Lieblingsverkäufer – man kennt sich –  mit dazu gehört.

Heute inszeniere ich mein Biskrem Revival, genieße, was Optik und Duft beim öffnen der “Keksrolle” versprechen. Und halten.

Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch
Gehen notfalls sogar als Weihnachtskekse durch

Biskrem Duo sind bei Weitem nicht die einzigen, mit Abstand aber die besten Kekse aus dem Hause Ülker. Übrigens einem der erfolgreichsten und in Deutschland präsentesten türkischen Marken. Nicht einmal mir war klar, wie groß mittlerweile die Vielfalt der Ülker’schen Produktpalette gediehen ist, da findet sich von Cornflakes über Limonade bis hin zu Duschgel wirklich fast alles. Aber begonnen hat 1944 es mit Keksen!

Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme
Der finale Biss enthüllt die namengebende Schokocreme

Name: Biskrem Duo
Firma: Ülker
Preis: 80 Cent

Einkaufsort: Spätkauf
Packungsgröße: 130 g oder 14 Kekse
Inhaltsstoffe: Weizenmehl, Kakaocreme 30% (Zucker, Pflanzenfett, Kakaopulver (9,7%), Haselnüsse, Emulgator (Soyalezitin), Salz, naturidentisches Aroma, künstliches Aroma (Ethylvanillin), Pflanzenfett, Zucker, Kakaopulver, Eier, Salz, Backtriebmittel (Natriumbicarbonat), naturidentische Aromastoffe
Bewertung (1-10): Klare 7,5
Pro: Die Packungsgröße ist ideal, weil man sie notfalls auch alleine leeren kann, ohne hernach vor schlechtem Gewissen in die Knie zu gehen. Die Keksgröße ist gut, weil der Keks so mit 2 Happen verspeist ist und die Fülle-Keks-Mischung sowohl beim ersten, als auch beim zweiten Biss im richtigen Verhältnis steht.
Contra: Der Keks strotzt vor künstlichen Aromastoffen und Zucker und Fett sind bestimmt auch nicht nur in Spuren vorhanden. Es ist ein Industriekeks und ja, das schmeckt man.

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Kekse im Test Müsli-Kekse

Anzac Biscuits mit Mandel statt Kokos

Australische Anzac Biscuits
Australische Anzac Biscuits

Die große Lust am Backen hält mich vom Testen neuer Fremdprodukte ab. Aber hej, es ist schließlich Advent und das Backmaterial lauert einem hinterlistigst in jedem Supermarkt auf.

Heute also Down-Under! Von Anzac Biscuits hatte ich bis vorhin noch nie gehört, probiert werden mussten sie. Und dafür wurde kräftig am Rezept geschraubt:  Statt Kokosraspel wurden die verfügbaren Mandelbestände geplündert, denn Kokos verzeihe ich fast nur in Pina Colada. Statt Butter gabs Margarine, statt Zuckerrübensirup griff ich zu Löwenzahnsirup und Zimt und Schokoglasur sind dem Advent geschuldet. Das machte sich geschmacklich und von der Konsistenz her super!

Die Zutatenliste lautete damit wie folgt:

125 g Mehl
60 g Zucker
100 g Haferflocken
1TL Zimt
50 g Mandelplättchen
50 g gehackte Mandeln
125 g Margarine
75 g Löwenzahnsirup
1 TL Natron
2 EL Wasser
Schokoglasur nach Belieben

Mehl bis Mandeln in einer Schüssel vermischen. Margarine und Sirup unter leichter Hitze schmelzen, Natron in Wasser auflösen. Dann den Backofen auf 180°Grad vorheizen.

Jetzt nur noch alle Zutaten gut vermengen (mittels Löffel, es wird ein ziemlich fester Teig). Dann in ausreichend Abstand kleine Teighäufchen aufs Backblech setzen und für 10-15 Minuten hellbraun backen.

Ich habe die Kekse hernach noch halbseitig in Schokoladenglasur getaucht. Das sieht nicht nur schick aus, das schmeckt auch so :-)

Bissfertige Anzac Biscuits

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Kekse im Test

Kleiner Selbsttest?

Bestanden! Ja, ich kann noch Kekse backen.
Püntklich zum Ersten Advent gab’s gestern Schoko-Cookies und eine Eigen-Kreation auf Shortbread-Basis, aber mit Extra Schokolade und Weihnachtsgewürz.

Advent09

Mit das Schönste am selber Backen ist ja der Duft, der die ganze Wohnung dabei durchzieht. Und der ist natürlich umso weihnachtlicher, umso Gewürz.
Also habe ich zusätzlich zu:

250 gr Mehl (2/3 Weizen, 1/3 Dinkel)

150 gr Butter-Margarine-Gemisch (alles was der Kühlschrank an Fett noch barg, möglichst kalt)

75 gr Zucker ( leider nur weisser, besser wird’s mit Teilen braunen Zuckers)

1 Prise Salz

folgende der Experimentierlust geschuldeten Anteile dazugefügt:

1 TL Zimt

1 TL asiatisches Teegewürz (Geheimtipp aus dem Asialaden, mit Anis, Kardamom, Ingwer und Zimt)

1 Handvoll zerkrümelter Amarettini

1 Balken Blockschokolade (kekskompatibel zerkleinert)

Alles zu einem festen Mürbeteig zusammenkneten, in Frischhaltefolie packen und möglichst lange kühl stellen (bei mir einen Adventsspaziergang lang, also 3-4 Stunden). Dann mit gemehlten Händen zu Teigwürsten formen, 4 cm Durchmesser, und mit einem scharfen Messer Scheiben schneiden. Diese auf einem Backblech für 10-15 Minuten bei 200 Grad in den Ofen und der Mitbewohner wusste noch vor Betreten der Küche, dass Weihnachten gar nicht mehr so fern ist…

Knusprigen  Advent euch!

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Kekse im Test Klassiker

Oreo Momente

Have a heart, don’t tear them apart

Oreos also, der Kultkeks aus den USA. Unser erstes Testobjekt ist damit alles andere als ein Unbekannter, im Gegenteil äußerst filmerfahren. Wir aßen ihn entgegen aller Tradition zum Kaffee statt zu Milch, wir tunkten nicht, wir genossen pur.

Doppelter Oreo an Sonntagskaffee
Doppelter Oreo an Sonntagskaffee

Seit 1912 gibt es die schon, lese ich, und erinnere mich an den Oreo-Cheese-Cake, den ich unbedingt mal backen wollte. Sollte ich es vor Weihnachten noch schaffen, werde ich hier natürlich berichten. Überhaupt will ich mich dieser amerikanische Back-Art, statt Kuchenboden einfach Kekskrümel zu verwenden, in nächster Zeit ausgiebig widmen. Da tun sich ja ungeahnte Möglichkeiten auf!
Zurück zum Keks, der schmeckte wie er immer schmeckte: lecker! Leider hielt die Optik da nicht ganz mit. Man sah den Keksen an, dass sie in Spanien produziert und verpackt, quer durch Europa transportiert, diverse Male zwischengelagert, waren schließlich von mir gekauft und zum Abschluss ein paar ungemütliche Stunden in meiner Handtasche zubringen mussten. Aber hei, da sind wir tolerant :-)

Für alle, die gerade keinen Oreo zur Hand haben, aber Lust auf einen Oreo-Moment, voilà Oreo an Elefant.