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Kunst am Keks Weihnachtsbäckerei

Wunsch-Keksdose

Honigkuchen Irgendwie kam die hauseigene Weihnachtsbäckerei nicht so richtig in Gang dieses Jahr, woran auch immer das lag. Was aber prima klappte, war das Stöbern in anderen Foodblogs und das Bookmarken leckerster Rezepte. Und so gibt es an dieser Stelle heute meine virtuelle Wunsch-Keksdose, auch weil Listen wohl mal wieder en vogue (noch eine zum Thema Keks) sind.
Da ich bis auf eine Ausnahme keins der folgenden Rezepte tatsächlich nachgebacken habe, erfolgte meine Auswahl zu großen Teilen aufgrund der verführerischen Fotos und meiner Ahnung davon, wie sich die Summe der angegeben Zutaten letztendlich geschmacklich macht.

  1. Stained Glass Window Cookies – zimtige Verführung mit bunten Fensterchen aus Chele’s chocolatepot!
  2. Schwarz-Grün-Gebäck aus dem Hause Deichrunner, weil ich den Geschmach und die Optik von leider zu seltenen Pistazien liebe
  3. Lavender Shortbread von Jen aus London. Shortbread geht immer und schmeckbarer Lavendel? Das muss ich probieren.
  4. Chocolate-Espresso Snowcaps – Cookies, “lieke little snow coveres mountains, ich bitte euch, wer wollte da widerstehen?!
  5. Agnesia-Plätzchen, einfach und gut: Rezepte mit wenigen prägnanten Zutaten, wie in diesem Falle Hagebuttemark dürften nicht nur Jessie, sondern auch mir schmecken :-)
  6. Mohn-Orangen-Plantain-Plätzchen der Hedonistin. Hier kann ich zwar nichteinmal den Namen ausprechen, geschweige denn buchstabieren, aber das sind die einzigen Plätzchen, die ich nicht nur ausgesucht, sondern auch tatsächlich nachgebacken habe. Mit großem Erfolg!
  7. Rosmarin-Heidesand von Meat&Greet, weil ich diesen einfachen Mürbeteig-Heidesand-Butterplätzchen eigentlich so rein gar nichts abgewinnen kann, aber noch 2 Gläser handgepflückten Rosmarin aus der Provence rumstehen habe, und das die Chance für Heidesand sein könnte. Immerhin gibt es den ja auch mit Schokolade!
  8. Bärentatzen aus Ruby’s Küche. Weil die auch zum alljährlichen Repertoire meiner  Oma gehörten, zusammen mit Springerle übrigens, die seit diesem Jahr leider nicht mehr backen kann.
  9. Schokoladenkipferl – das ich dan icht selbst drauf gekommen bin! Statt der altbekannten und von vielen außer mir ja auch heißgeliebten Variante einfach eine schokoladige Version zu backen! Danke Petra!
  10. Karamellisierte Haferflockenknusperchen aus dem Kleinen Kuriositätenladen, die so raffiniert wie schlicht daherkommen. Karamellisiert! Haferflocken! Und ich würde Schokostücken mit reintun und Cranberries. Na gut, da wäre es dann vorbei mit schlicht.

(Sollte ich also nächstes Jahr beim Keks-Geisel-Austausch mitmachen, meine Wunschliste hätte ich hiermit schonmal eingereicht…)

Weihnachtskekse, sortiert

Gerade als wir also schon fürchteten, dass der 4. Advent ohne Weihnachtsplätzchen an uns vorübergehen würde, erbarmte sich Paula unser mit einer gehörigen Portion liebevollst dekorierter, weihnachtlicher Backkunst, inklusive Honig- und Lebkuchen! Herzlichen Dank an dieser Stelle! ( Und wer noch Weihnachtsrezepte sucht,. bediene sich.)

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Weihnachtsbäckerei

Jungs zum Anbeißen…

Nachdem ich neulich von Anne höchst persönlich zum Plätzchen geschlagen worden war, mussten bald Taten folgen, die dem gerecht werden sollten. „Sterne waren gestern, Jungs zum Anbeißen“ war meine Devise für den gestrigen Abend. Herausgekommen ist eine Vielzahl an gut schmeckenden, dreidimensionalen, mehr oder minder gleichförmigen Zimtjungs, die es verdient haben vernascht zu werden. Flankiert werden sie geschmacklich noch von kleinen, knusprigen Vanillehörnchen und phantasievoll geformten Butterplätzchen.

Aber erst einmal der Reihe nach: Der Abend begann mit einem Reigen der Ingredienzien.

P1130915Der Aussage „eine gute Vorbereitung ist das halbe Gelingen“ ist an der Stelle nichts mehr hinzuzufügen. Zum Warm-up nahm ich mir gleich die Vanillehörnchen vor, landläufig auch unter dem Synonym Vanillekipferl bekannt. Das Rezept und die Herstellung gestalteten sich einfacher als gedacht. Gleich zum Mitnotieren: 200 gr. Mehl, 100 gr. Zucker, 125 gr. Butter, 1 TL Backin, 100 gr. gemahlene Mandeln, 1 Päckchen Bourbon Vanille, 1 Ei; bei 180 Grad für 10 min in den Ofen. (Reicht für 4 Bleche).

Und das Formen der Hörnchen erinnerte sogleich an die letzte Pastaproduktion. Der Nachher-Vorher-Blick dokumentiert die Folgen der Wärmeentwicklung!

Nachher
Nachher
Vorher
Vorher

Nach dem ersten Erfolgserlebnis im höheren Schwierigkeitsgrad war ich bereit für eine kleine Relaxrunde: Butterplätzchen. Rezept: 150 gr. Mehl, 50 gr. Zucker, 100 gr. Butter / Margarine, 1 TL Backin; bei 180 Grad für ca. 10 min. in den Ofen.

Butterplätzchen porös
Butterplätzchen porös

Leider gestaltete sich der Teig als sehr bröselig und schwierig zu handhaben, so dass mehr Phantasieformen als kleine Buttermännchen herhalten mussten.

Davon liess ich mich aber nicht entmutigen: Die Königsklasse des Plätzchenbackens stand mir bevor: ZIMTMÄNNER!!

Zur Sicherheit studierte ich das Rezept zweimal, um mir hier keinen Fehler zu leisten. Und tatsächlich, es klappte alles.

Das Ausstechen beginnt!
das Ausstechen beginnt!

Rezept:

3 Eiweiß,
250 gr. Puderzucker,
1 Päckchen Vanillin,
3 Tropfen Rumaroma,
1 TL Zimt,
400 gr. gemahlene Mandeln;

Ausgestochene Jungs
Ausgestochene Jungs

Eiweiß steif schlagen, 3 EL herausnehmen für das Bestreichen der Plätzchen; danach die Zutaten mit dem Rührgerät auf unterster Stufe einrühren, aber erstmal nur die Hälfte der Mandeln, bis eine klebrige Masse entsteht; dann erst die restlichen Mandeln a mano einkneten bis ein weicher Teig entsteht.

Eins, zwei, drei und knusper!
Eins, zwei, drei und knusper!

Schnell sind die ersten Zimtmänner ausgestochen und wandern in die wohlverdiente Wärme des Ofens. Und nach 25 Minuten bei nur 140 Grad durfte ich schon die ersten knusprigen Figuren zum Abkühlen und dann doch zum ersten Naschen aus dem Ofen befördern. Geschmacklich sehr lecker und weiterzuempfehlen. Den Teig sollte ich aber beim nächsten Mal nicht all zu flach ausrollen, damit die Jungs noch höher und damit noch saftiger im Inneren werden.

Alles in allem ein gelungener Backabend, der Lust auf mehr macht.