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Ungewöhnlich gut: Lakritz auf Keksen

Lakritzkekse

Endlich mal wieder Kekse backen! Im großen WWW finden sich ja mittlerweile für fast alles die tollsten Rezepte, da gibt es Butterplätzchen, Schokoladenkekse, Nusskekse, Doppelkekse, zweifachgebackene Kekse, Kekse mit Haferflocken, mit Cranberries, mit Smarties und mit Parmesan. Ich aber habe soeben meine Leidenschaft für echtes Lakritz wiederentdeckt!

Aber finde mal ein Rezept für leckere Lakritzkekse, dabei gibt es sie zumindest in Schweden zu kaufen.  So schwierig hatte ich mir das nicht vorgestellt, als ich im Potsdamer Lakritzkontor letzthin auf meine Frage nach einem empfehlenswerten Rezept den Tipp mit dem WWW bekam. Ich kaufte trotzdem eine große Tüte Lakritzstreusel und ein wenig Lakritzpulver, mit dem sich alles mögliche zubereiten ließe, wie man mir versicherte. Insbesondere für Fleischsoßen sei das Pulver gerne genommen. Aber ein Keksrezept wollte sich nicht so richtig finden lassen, ich meine, Anis ist kein Lakritz!

Lakritzkekse

Dann kam mir die glorreiche Idee, die Streusel erst einmal pur zu testen! Zum Glück, denn deren salzig-lakritzige Intensität sollte definitiv ausreichen, um straighte Butterplätzchen in leckere Lakritz-Kekse zu verwandeln.  So habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen, Roberts Mailänderli nachzubacken. Die schlicht- guten, buttrig-mürben Ausstechplätzchen sind eine der erklärten Favoriten des Mittesters. Ich habe tatsächlich nichts am Rezept geändert, außer die Ruhezeiten des Teiges zu verkürzen. Und wer Mailänderli oder Butterplätzchen backen möchte, möge doch bitte auf Roberts liebevolle Anweisungen zurückgreifen.

Wer wie ich einem Hauch Lakritz nicht abgeneigt ist und dem kulinarischen Erbe der Schweiz einen süßherbe Note Skandinavien verpassen möchte, wird hiermit freundlich dazu aufgerufen, die Plätzchen nicht noch ofenwarm von Backblech wegzunaschen. Vielmehr gilt es einen zarten Zuckerguß (2-3 EL Puderzucker und soviel Zitronensaft wie nötig) anzufertigen und dann nach Belieben Lakritzstreusel darüberzugeben. Halleluja!

Lakritzkekse

Fazit: Auch pure Butterplätzchen haben ihren Reiz, für mich gaben diesen Plätzchen aber die wirklich sehr intensiven Lakritz-Streusel den Kick. Farblich ein Hit, sind sie mir pur zu intensiv, mit einem feinen Mailänderli darunter aber goldrichtig. Die Zubereitung verlangt außer der Grundlage jeder Weihnachtsbäckerei auf Roberts Anraten noch ein wenig Geduld, die ich nicht hatte. Die Kekse sind trotzdem herrlich mürbe, süß und zart in Einem und nach meinem letzten Desaster mit Ausstechplätzchen bin ich froh um die Wahl dieses Rezepts!

Urteil: gute 8 von 10, ein wenig fehlte mir Raffinesse.